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	<title>Carl Ordnung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T20:48:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Ordnung&amp;diff=2042541&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)</title>
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		<updated>2025-01-17T16:57:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Ordnung bei der Jahrestagung der CFK in der DDR in der Stephanus-Stiftung Berlin-Weißensee.jpg|mini|Bei der Jahrestagung 1987 der CFK der DDR in der Stephanus-Stiftung Berlin-Weißensee]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Ordnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1927]] in [[Lengenfeld (Vogtland)|Lengenfeld]]; † [[6. März]] [[2012]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[evangelisch-methodistisch]]er [[Prädikant|Laienprediger]], Journalist, Autor und Funktionär der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|DDR-CDU]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=carl-ordnung|lemma=Carl Ordnung|autor=Jan Wielgohs, Ehrhart Neubert|band=1|idNum=2570}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Ordnung war der Sohn eines [[Kaufmann]]s. Er besuchte nach der [[Volksschule]] eine Handelslehranstalt im sächsischen [[Reichenbach im Vogtland|Reichenbach]] und eine Wirtschafts-Oberschule in [[Plauen]]. Nach seiner Verpflichtung zum [[Reichsarbeitsdienst]] musste er bei Kriegsende noch zur [[Wehrmacht]] einrücken. Wegen einer Verletzung während der Ausbildung erlebte er das Kriegsende im Lazarett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1946 absolvierte er eine Ausbildung zum [[Neulehrer]]. Als Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] wurde er 1946 durch die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Wentker: &amp;#039;&amp;#039;Die kirchenpolitische Abteilung der Ost-CDU: Organisation, Wirkungsweise und personelle Besetzung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Clemens Vollnhals]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit. Eine Zwischenbilanz&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links Verlag, 1996, ISBN 3-86153-122-4, S. 159–189, hier S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1951 studierte er [[Germanistik]], [[Psychologie]] und [[Geschichte]] an der [[Universität Leipzig|Leipziger Universität]]. Dort lernte er seine spätere Frau Esther kennen, die ihn zum Christentum bekehrte. Er trat in die [[Evangelisch-methodistische Kirche]] ein, in der er sich theologisch weiterbildete und zum Laienprediger berufen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach arbeitete er als Lehrer in Reichenbach. 1949 wurde wegen seiner christlichen Einstellung seine Mitgliedschaft in der SED gestrichen. Drei Jahre später erfolgte sein Eintritt in die CDU der DDR. Der CDU-Funktionär [[Günter Wirth (Publizist)|Günter Wirth]] holte ihn 1957 als Redakteur für die CDU-Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; nach Berlin. Außerdem schrieb er gelegentlich für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Horizont (DDR-Zeitschrift)|Horizont]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. seinen Beitrag &amp;#039;&amp;#039;Dom Helder Câmara, Erzbischof von Recife und Olinda. Ein Kirchenführer wider Unrecht und soziale Rückständigkeit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Horizont – Sozialistische Wochenzeitung für internationale Politik und Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1971, Nr. 46, S. 14–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit ihrer Gründung im Jahre 1973 gehörte er zum Herausgeberkreis der evangelischen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Standpunkt (Zeitschrift)|Standpunkt]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 avancierte er zum Abteilungsleiter für Kirchenfragen im Sekretariat des Hauptvorstands seiner Partei, ab 1965 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. In seiner Kirche gehörte er gleichzeitig deren Friedensausschuss an. Von 1961 bis 1990 war Ordnung Sekretär des DDR-Regionalausschusses der [[Christliche Friedenskonferenz|Christlichen Friedenskonferenz]] (CFK) und gleichzeitig Mitglied des [[Friedensrat der DDR|Friedensrats der DDR]]. Gestaltend nahm er an den [[Allchristliche Friedensversammlung|Allchristlichen Friedensversammlungen]] teil.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1967 war er Sekretär der Internationalen Studienkommission „Politik und Ökonomie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1968 war er Mitglied des Nationalrats der [[Nationale Front (DDR)|Nationalen Front der DDR]], sowie ab 1983 Vizepräsident der [[Liga für Völkerfreundschaft|Freundschaftsgesellschaft DDR-USA]] und Mitglied des [[Weltfriedensrat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=14346987|Titel=Noch zu wenig. Die DDR-Führung läßt Friedensdemonstranten gewähren, wendet sich aber gegen westliche Einflüsse|Jahr=1982|Nr=27|Datum=1982-07-05|Seiten=51–54}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seiner Evangelisch-methodistischen Kirche wurde er mehrfach zur Wahrnehmung [[Ökumenische Bewegung|ökumenischer]] Arbeit beauftragt: 1966 mit der Teilnahme an der Weltkonferenz für Kirche und Gesellschaft des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|ÖRK]] in [[Genf]], 1988 bei der [[Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der DDR|Ökumenischen Versammlung der Kirchen und Christen in der DDR]]. Bis 2003 gehörte er der Synode der Evangelisch-methodistischen Kirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer kirchlichen Friedenswerkstatt in Ost-Berlin erntete er 1983 als Vertreter der staatlichen Friedensbewegung Gelächter mit der Behauptung, die DDR sei nach innen friedlich. Der Pfarrer [[Hans-Jochen Tschiche]] hielt ihm dort entgegen, innenpolitisch ein Klima der Angst und der Disziplinierung zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=14023561|Titel=„Ich lieb&amp;#039; dich nicht, du liebst mich nicht.“ DDR-Jugendszene (III): Die Friedensbewegung|Autor=Peter Wensierski, Wolfgang Büscher|Jahr=1983|Nr=42|Datum=1983-10-17|Seiten=106–133}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ordnung wurde als [[Inoffizieller Mitarbeiter]] IM „Vogtländer“ von der [[Ministerium für Staatssicherheit|DDR-Staatssicherheit]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Besier]]: [http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_03_96/HPM_03_96_6.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Ost-CDU, ihre Religionspolitik und das MfS&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-Politische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1996, Heft 3, S. 133–144, hier S. 138, Fußnote 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerold Hildebrand]]: {{Webarchiv|url=http://www.horch-und-guck.info/hug/archiv/2004-2007/heft-57/05702-hildebrand-1/ |wayback=20140813221406 |text=&amp;#039;&amp;#039;Erzählwerkstatt Friedenswerkstatt&amp;#039;&amp;#039;  }}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Horch und Guck]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1997, Heft 57, S. 1–3, Fußnote 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Aktenunterlagen geht hervor, dass er seine Theologen-Kollegen denunzierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hedwig Richter: &amp;#039;&amp;#039;Pietismus im Sozialismus. Die Herrnhuter Brüdergemeine in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2009, ISBN 978-3-525-37007-0, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab März 1990 war er für kurze Zeit Referent der Abteilung Außen- und Sicherheitspolitik in der [[Regierung de Maizière]] und Berater von Ministerpräsident [[Lothar de Maizière]] zu Fragen der Entwicklungspolitik. Ebenfalls 1990 trat er aus der CDU aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1990 war er Vorsitzender des [[Solidaritätsdienst International]] e.&amp;amp;nbsp;V. (SODI), der Nachfolgeorganisation des DDR-Solidaritätskomitees, und übte diese Funktion ehrenamtlich bis 2002 aus. Dann blieb er noch bis 2010 Vorstandsmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Ordnung war verheiratet und ist Vater von drei Töchtern und einem Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke in Auswahl ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christ und Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Union, Berlin 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erziehung zum Frieden. Möglichkeiten und Grenzen einer pädagogisch-politischen Konzeption und ihre Diskussion in den Kirchen.&amp;#039;&amp;#039; Union, Berlin 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feindbild und Friedenshoffnung. Antikommunistische Deformationen der christlichen Botschaft.&amp;#039;&amp;#039; Union, Berlin 1985.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friede – Verheißung und Auftrag. Zum 30. Jahrestag der Christlichen Friedenskonferenz.&amp;#039;&amp;#039; Union, Berlin 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge für die Christliche Friedenskonferenz 1978–1992.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort: Peter F. Zimmermann. Leipzig 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neues Denken: Umkehr zur Zukunft. Ausgewählte Aufsätze, Vorträge und Predigten.&amp;#039;&amp;#039; Hgg. von [[Hans-Joachim Beeskow]] und Hans-Otto Bredendiek. Leonhard-Thurneysser-Verlag, Berlin &amp;amp; Basel 2012, ISBN 978-3-939176-83-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1969 [[Vaterländischer Verdienstorden]] der DDR in Bronze&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 2. Oktober 1969, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987 Vaterländischer Verdienstorden in Silber&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 6. Oktober 1987, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=carl-ordnung|lemma=Ordnung, Carl|autor=Jan Wielgohs, Ehrhart Neubert|band=2|idNum=2570}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|105789933}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL1198631A}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a05ec213-5eea-4e0d-a0ad-f6dcd3f1f300/ Nachlass BArch N 2567]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105789933|VIAF=262823441|LCCN=n82101408}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ordnung, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methodistischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ordnung, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädagoge, Publizist und Politiker (DDR-CDU)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lengenfeld (Vogtland)|Lengenfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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