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	<title>Carl Meinhof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dodowp am 12. April 2026 um 18:09 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-12T18:09:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Meinhof.jpg|miniatur|Carl Meinhof, undatierte Aufnahme]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Michael Meinhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juli]] [[1857]] in [[Barzwitz]] bei [[Rügenwalde]] in [[Hinterpommern]]; † [[11. Februar]] [[1944]]&amp;lt;ref&amp;gt;11. Februar 1944 verstorben {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629194041/http://www.bautz.de/bbkl/m/meinhof_c_f_m.shtml |autor=Rainer Hering|artikel=MEINHOF, Carl Friedrich Michael|band=17|spalten=921-960}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Greifswald]]) war ein evangelischer [[Pastor]] und [[Afrikanistik im deutschen Sprachraum|Afrikanist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Meinhof wurde 1919 an der [[Universität Hamburg]] Inhaber des ersten Lehrstuhls für [[Afrikanistik im deutschen Sprachraum|Afrikanistik]] in Deutschland. Meinhof war vorher als Sprachlehrer am [[Seminar für Orientalische Sprachen]] in Berlin und am [[Hamburgisches Kolonialinstitut|Hamburgischen Kolonialinstitut]] tätig. 1936 wurde er emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Meinhof - Professor.jpg|mini|hochkant|Carl Meinhof als Student]]&lt;br /&gt;
Carl Meinhof war ein Sohn des Pfarrers und Erweckungspredigers [[Friedrich Meinhof]] (1800–1881) und seiner dritten Ehefrau Clara Christiane Giesebrecht (1819–1893). Er studierte an den Universitäten in [[Universität Erlangen|Erlangen]] und [[Universität Greifswald|Greifswald]] evangelische Theologie. Dort wurde er Mitglied des [[Erlanger Wingolf|Erlanger]] und Greifswalder [[Wingolf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gesamtverzeichnis des Wingolf, Lichtenberg 1991&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend setzte er seine Studien in [[Universität Tübingen|Tübingen]] fort. 1886 wurde er Pastor in [[Zizow]], einem [[Pommern|pommerschen]] Dorf in der Nähe von Rügenwalde, wo er bis 1903 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner freien Zeit beschäftigte er sich mit philologischen Studien. Durch Zufall bekam er über ein benachbartes Rittergut Kontakt mit [[Afrikanische Sprachen|afrikanischen Sprachen]]: Er sollte einem dort lebenden [[Duala (Volk)|Duala]]-Jungen Deutschunterricht erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer afrikanischer Sprachen ging Meinhof 1903 an das [[Seminar für Orientalische Sprachen]], das Kolonialbeamten, -offizieren und Handelsreisen Sprachkenntnisse für das deutsche Kolonialreich vermittelte. 1905 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Er wechselte 1909 als Professor für afrikanische Sprachen an das [[Hamburgisches Kolonialinstitut|Kolonialinstitut]] in Hamburg, wo er zudem als Direktor das Seminar für Kolonialsprachen leitete. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Kolonialinstitut 1919 in der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] auf und Meinhof wurde als ordentlicher Professor auf den ersten Lehrstuhl für Afrikanische Sprachen berufen. Diesen hatte er bis zu seiner Emeritierung 1936 – mit 79 Jahren – inne. Seine Nachfolge trat [[August Klingenheben]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinhof war von 1882 bis 1894&amp;lt;!-- &amp;quot;bis 1894&amp;quot; steht nicht in BBKL, ist aber anzunehmen --&amp;gt; verheiratet mit Elly Heyer (1858–1894) und von 1895 bis zu seinem&amp;lt;!-- lt. BBKL starb sie am 23.5. --&amp;gt; Tod 1944 mit Anna Kloss (1866–1944). Meinhof hatte insgesamt zwölf Kinder, deren drei frühzeitig verstarben. Er wurde auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Ohlsdorfer Friedhof]] in Hamburg beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1933 wurde Meinhof Mitglied der [[NSDAP]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. Meyer-Bahlburg, E. Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Afrikanische Sprachen in Forschung und Lehre.&amp;#039;&amp;#039; 1986, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1933 unterzeichnete er das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Arbeit ==&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten Arbeiten Meinhofs war eine [[Vergleichende Sprachwissenschaft|vergleichende]] [[Grammatik]] der [[Bantusprachen]]. Ausgehend von den Pionierarbeiten von [[Wilhelm Bleek (Linguist)|Wilhelm Bleek]] erarbeitete er eine systematische Erfassung und Erforschung afrikanischer Sprachen und Überlieferungen. Er nahm beispielsweise schon im Jahre 1902 in [[Tansania]] [[traditionelle afrikanische Musik]] mit einem [[Phonograph]]en auf und gab auch Sammlungen afrikanischer [[Märchen]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinhof entwickelte die sprachwissenschaftliche [[Hamitentheorie]] weiter, der zufolge die hellhäutigeren nordafrikanischen Völker und deren Nachkommen eine innerhalb Afrikas höherentwickelte „[[Herrenrasse]]“ darstellen. Er versuchte insbesondere nachzuweisen, dass die [[Bantu]]-Völker aus einer Verschmelzung von hamitischen und nichthamitischen afrikanischen Völkern hervorgegangen seien. Ebenso seien die „Hottentotten“ ([[Nama (Volk)|Nama]]) aus einer Verschmelzung von Hamiten und „Buschmännern“ ([[San (Volk)|San]]) entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinhof verstand die Afrikanistik nicht nur als Philologie und Linguistik der afrikanischen Sprachen, sondern befasste sich auch mit Religion, Dichtung, Recht und Wirtschaft afrikanischer Völker. Er initiierte 1910 die &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Kolonialsprachen&amp;#039;&amp;#039;, aus der 1951 die Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Afrika und Übersee&amp;#039;&amp;#039; hervorging. Meinhof begründete die sprachhistorisch ausgerichtete „Hamburger Schule“, die in der Bantuistik eine dominierende Rolle hatte. Zu seinen akademischen Schülern gehörten [[August Klingenheben]], [[Johannes Lukas (Afrikanist)|Johannes Lukas]], [[Emmi Kähler-Meyer]] und [[Ernst Dammann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1939 wurde ihm die [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Carl Meinhof war der Großonkel (der Bruder des Großvaters) von [[Ulrike Meinhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Monographien)==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriss einer Lautlehre der Bantusprachen nebst Anleitung zur Aufnahme von Bantusprachen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes]].&amp;#039;&amp;#039; 11, 2). Brockhaus, Leipzig 1899.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Christianisierung der Sprachen Afrikas&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Basler Missionsstudien.&amp;#039;&amp;#039; 28, {{ZDB|515627-0}}). Verlag der Basler Missionsbuchhandlung, Basel 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge einer vergleichenden Grammatik der Bantusprachen.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1906 (2, völlig umgearbeitete Auflage. Eckhardt &amp;amp; Messtorff, Hamburg 1948 (posthum erschienen)).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Nama-Sprache.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lehrbücher des Seminars für Orientalische Sprachen zu Berlin.&amp;#039;&amp;#039; 23, {{ZDB|513535-7}}). Reimer, Berlin 1909. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Herero in Deutsch-Südwestafrika&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialsprachen.&amp;#039;&amp;#039; 1, {{ZDB|1007119-2}}). Reimer, Berlin 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Suaheli in Deutsch-Ostafrika&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialsprachen.&amp;#039;&amp;#039; 2). Reimer, Berlin 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sprachen der Hamiten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts.&amp;#039;&amp;#039; 9 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts.&amp;#039;&amp;#039; Reihe B: &amp;#039;&amp;#039;Völkerkunde, Kulturgeschichte und Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; 6, {{ZDB|500919-4}}). Friederichsen, Hamburg 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Duala in Kamerun&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialsprachen.&amp;#039;&amp;#039; 4). Reimer, Berlin 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Studienfahrt nach Kordofan&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts.&amp;#039;&amp;#039; 35 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts.&amp;#039;&amp;#039; Reihe B: &amp;#039;&amp;#039;Völkerkunde, Kulturgeschichte und Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; 20). Friederichsen, Hamburg 1916.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Afrikanische Märchen.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs, Jena 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung flektierender Sprachen. Eine Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Reimer u. a., Berlin 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|670|671|Meinhof, Carl|Ernst Dammann|116864281}}&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Gerhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Meinhof. Das Leben des ersten Ordinarius für Afrikanistik&amp;#039;&amp;#039; (= Wissenschaftler in Hamburg. 4). Wallstein, Göttingen 2022, ISBN 978-3-8353-5041-0.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629194041/http://www.bautz.de/bbkl/m/meinhof_c_f_m.shtml |band=17|spalten=921-960|autor=Rainer Hering|artikel=MEINHOF, Carl Friedrich Michael}}&lt;br /&gt;
* [[Herrmann Jungraithmayr]], [[Wilhelm Möhlig|Wilhelm J. G. Möhlig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Afrikanistik. Afrikanische Sprachen und ihre Erforschung.&amp;#039;&amp;#039; Dietrich Reimer, Berlin 1983, ISBN 3-496-00146-1.&lt;br /&gt;
* Hilke Meyer-Bahlburg, [[Ekkehard Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;Afrikanische Sprachen in Forschung und Lehre. 75 Jahre Afrikanistik in Hamburg (1909–1984)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1). Dietrich Reimer, Berlin u. a. 1986, ISBN 3-496-00828-8.&lt;br /&gt;
* Sara Pugach: &amp;#039;&amp;#039;„Christianize“ and Conquer: Carl Meinhof, German Evangelical Missionaries, and the Debate over African Languages 1905–1910.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulrich van der Heyden]], Jürgen Becher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mission und Gewalt. Der Umgang christlicher Missionen mit Gewalt und die Ausbreitung des Christentums in Afrika und Asien in der Zeit von 1792 bis 1918/19&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Missionsgeschichtliches Archiv.&amp;#039;&amp;#039; 6). Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07624-7, S. 509–524.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carl Meinhof}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116864281}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/022102}}&lt;br /&gt;
* Ursula Storost: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschlandfunk.de/carl-meinhof-afrikanistik-kolonialismus-rassismus-100.html Neue Biografie – Carl Meinhof, umstrittener Begründer der Afrikanistik.]&amp;#039;&amp;#039; Deutschlandfunk, Sendung &amp;#039;&amp;#039;Aus Kultur- und Sozialwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 23. Juni 2022.&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/390 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116864281|LCCN=n/81/5256|VIAF=76337965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meinhof, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meinhof, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meinhof, Carl Friedrich Michael (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Afrikanist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juli 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Barzwitz]] bei [[Rügenwalde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Februar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Greifswald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dodowp</name></author>
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