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	<title>Carl Maria Holzapfel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T15:10:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 16. Januar 2024 um 19:29 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-16T19:29:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Maria Holzapfel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Oktober]] [[1890]] in [[Unna]]/[[Westfalen]]; † [[31. Dezember]] [[1945]]) war deutscher Kulturfunktionär in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Maria Holzapfel war der Sohn eines Kaufmanns. Die Familie wechselte während Holzapfels Kindheit mehrfach ihren Wohnsitz. Er besuchte Schulen unter anderem in [[Uerdingen]], [[Brilon]], [[Werl]] und [[Krefeld]]. Holzapfel verließ das [[Gymnasium]] nach der [[Sekundarstufe II|Obersekunda]] und begann eine Ausbildung zum Justizanwärter, die er nach seiner Eheschließung mit Hildegard Carnap († 1951), einer späteren Kommunistin, die sich allerdings danach den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] anschloss, im Jahre 1913 abbrach. Er absolvierte eine [[Berufsausbildung|Lehre]] als Buchhändler und führte zusammen mit seinem Bruder Adolf Holzapfel eine eigene [[Sortimentsbuchhandlung|Buchhandlung]], die heute noch als &amp;#039;&amp;#039;Buchhandlung Holzapfel&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Zehlendorf]] existiert. Im Jahre 1915 nahm er als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Holzapfel wurde beim Einsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] schwer verwundet (Unterschenkelamputation) und führte nach seiner Genesung die gemeinschaftliche Buchhandlung &amp;#039;&amp;#039;Gebrüder Holzapfel&amp;#039;&amp;#039; weiter. 1924 ging er nach [[Berlin]], wo er die Tätigkeit als Buchhändler nach einiger Zeit infolge der [[Weltwirtschaftskrise]] aufgeben musste. Ab 1928 arbeitete er für die [[Lufthansa|Deutsche Lufthansa]]. Ab 1930 war er zusammen mit seinem Freund, dem Schriftsteller [[Reinhard Goering]], [[Herausgeber]] des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Luftfahrt-Kalenders&amp;#039;&amp;#039;. Daneben veröffentlichte er erste literarische Arbeiten in Zeitungen und Zeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Oktober 1930 trat Carl Maria Holzapfel der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 334.218).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/16720665&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der nationalsozialistischen „[[Machtergreifung]]“ machte Holzapfel Karriere in der Kulturbürokratie des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|NS-Staates]]. Er bekleidete ein leitendes Amt im [[Reichsverband Deutsche Bühne]] und war schließlich ab 1937 stellvertretender Leiter der [[Kampfbund für deutsche Kultur|NS-Kulturgemeinde]] im Dienstbereich &amp;#039;&amp;#039;[[Kraft durch Freude]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Amt Rosenberg|Amtes Rosenberg]] und dort zuständig für den Bereich Musik. Wegen seiner Verwundung konnte Holzapfel nicht aktiv am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teilnehmen. Die Verfolgung seiner Kinder Marilene (die mit dem Schriftsteller [[Reinhard Goering]] verheiratet war und von diesem zwei Söhne hatte) und Siegfried, der mit systemkritischen Gruppen sympathisierte und u.&amp;amp;nbsp;a. deswegen seinen Studienplatz (Germanistik und Zeitungswissenschaften) verlor, durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]], verhinderte Holzapfel nicht. Im Juni 1945 wurde er von der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetischen Besatzungsmacht]] in Berlin verhaftet. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Holzapfel gilt als [[Verschollenheit|verschollen]]. Sein Todesdatum wurde nach dem [[Verschollenheitsgesetz]] auf den 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 1945 festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzapfel schrieb vorwiegend [[Lyrik|Gedichte]], die stark von seiner [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Gesinnung und der [[Personenkult|Verehrung]] [[Adolf Hitler]]s geprägt sind. Schon bald geriet er mit seinem Sohn [[Siegfried Holzapfel|Siegfried]] in Konflikt, einem Dichter („Olaf Lunaris“), der seine NS-Epen heftig kritisierte. Seine Tochter Marilene wurde aufgrund ihrer Beziehung mit dem Industriellen und Nazigegner Oskar Rehn, der wegen seiner Attentatspläne auf Hitler ins [[KZ Mauthausen|Konzentrationslager Mauthausen]] verbracht wurde, bis zu dessen Tod im Juli 1942 wegen „Verdunklungsgefahr“ inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schriften &amp;#039;&amp;#039;Einer baut einen Dom…&amp;#039;&amp;#039; (Heyer, Berlin u. Leipzig 1934) und &amp;#039;&amp;#039;Hütet die Fahne!&amp;#039;&amp;#039; (Eichblatt, Leipzig 1937) wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-h.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1947-nslit-h.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Hingegen schrieb Holzapfel durchaus auch berührende Literatur wie &amp;#039;&amp;#039;Das musikalische Opfer&amp;#039;&amp;#039; über die Begegnung Friedrichs des Großen mit Johann Sebastian Bach in Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzapfel beteiligte sich auch am Märchentheater für Kinder. Aus seiner Feder stammten eine Bearbeitung von &amp;#039;&amp;#039;Dornröschen&amp;#039;&amp;#039;(1940) und &amp;#039;&amp;#039;Vom Fischer und syner Frau&amp;#039;&amp;#039;(1942).&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Jörg Fligge: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Schöne Lübecker Theaterwelt.&amp;quot; Das Stadttheater in den Jahren der NS-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck: Schmidt-Römhild, 2018. ISBN 978-3-7950-5244-7. S. 326f., 568. Die in Lübeck zu Ostern 1943 aufgeführte Geschichte &amp;#039;&amp;#039;Vom Fischer und syner Frau&amp;#039;&amp;#039; kam beim jungen Publikum sehr gut an.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frauen fliegen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1931 (zusammen mit Käte Stocks und Rudolf Stocks)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einer baut einen Dom ...&amp;#039;&amp;#039;, Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liebesprobe&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sechs Gedichte&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hütet die Fahne!&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das musikalische Opfer&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das singende Herz&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vollbringen&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dornröschen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Fischer und syner Fru!&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1942&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Holzapfel, Carl Maria&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich|Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945]]&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 265&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116971932}}&lt;br /&gt;
* {{WestfAutoren|687}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116971932|VIAF=30301217}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holzapfel, Carl Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Unna)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holzapfel, Carl Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kulturfunktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Oktober 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Unna]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Dezember 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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