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	<title>Carl Malsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Malsch&amp;diff=352840&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Abubiju: /* Gemeindepastor in Hamburg-Klein Borstel */ Sohn</title>
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		<updated>2026-02-14T16:00:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gemeindepastor in Hamburg-Klein Borstel: &lt;/span&gt; Sohn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sigmund Strecker Carl Malsch 1947.jpg|mini|hochkant|Carl Malsch 1947, Aquarell von [[Sigmund Strecker]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Paul Malsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Mai]] [[1916]] in [[Hamburg]]; † [[13. September]] [[2001]] ebenda) war ein evangelischer [[Pastor]]. Er war ein Mensch des Wortes und der Tat, nicht der theologischen Wissenschaft. Er hatte die Gabe, seine Mitmenschen von sozialen Projekten und kirchlichen Bauvorhaben zu begeistern und dafür die [[Fundraising|Mittel zu beschaffen]]. Er propagierte die „leise [[Kollekte]]“ ([[Geldschein|Scheine]] statt [[Münze]]n) und prägte den Satz „Gott liebt [[Deutsche Mark#Banknoten|blaue Zehnmarkscheine]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel vom 15. Mai 1955 in „Die Kirche in Hamburg“ (Herausgeber: [[Volkmar Herntrich]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchliche Prägung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Dreifaltigkeitskirche von 1693 in Hamburg-Hamm.png|mini|Dreifaltigkeitskirche in Hamburg-Hamm (bis 1943)]]&lt;br /&gt;
Carl Malsch wuchs in [[Hamburg-Hamm]] auf. Seine christliche und kirchliche Sozialisation geschah durch das Elternhaus und den „Jugendbund für entschiedenes Christentum“ (EC).&lt;br /&gt;
Seine Eltern gehörten der [[Landeskirchliche Gemeinschaft|Landeskirchlichen Gemeinschaft]] unter [[Friedrich Heitmüller]] am Holstenwall an, die sehr [[Pietismus|pietistisch]] geprägt war. Sie schickten seine Geschwister und ihn zur Sonntagsschule (Kindergottesdienst) in die Jungmannstraße in [[Hamburg-Eilbek|Eilbek]], wo seine Freunde den [[Entschieden für Christus|Jugendbund für entschiedenes Christentum]] der Gemeinde gründeten. Im Alter von 15&amp;amp;nbsp;Jahren las er innerhalb eines Jahres die Bibel komplett durch. Die christliche Jugendgruppe aus Handwerkern, Studenten und Schülern hatte starke Elemente von der [[Jugendbewegung]] übernommen und verstand sich als Bruderschaft.&lt;br /&gt;
Ihr Wahlspruch lautete: „Für Christus und die Kirche“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Heitmüller kurze Zeit bei den Nazis mit marschierte, trat die Gruppe 1934 geschlossen aus der „Evangelischen Gemeinschaft“ aus und schloss sich der [[Evangelisch-Lutherische Kirche im Hamburgischen Staate|Hamburgischen Landeskirche]] an. Ihre neue Heimat war bei dem Pastor Kreye in der [[Dreifaltigkeitskirche (Hamburg-Hamm)#Die alte Kirche|Dreifaltigkeitskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Evangelische Jugend]] 1934 in die [[Hitlerjugend]] überführt werden sollte, machte die Gruppe nicht mit. Carl Malsch übernahm in der Hammer Gemeinde die Reste der Evangelischen Jugend. Dort war er bis 1936 in der Jugendleitung tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hammer Gemeinde gehörte er zur Bekenntnisgemeinschaft. Besonders der Pastor [[Gottfried Forck]], Mitglied der Vorläufigen Leitung der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] informierte die Gruppe über die Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Staat. Als der andere Gemeindepastor, Herr Heldmann, 1934 für kurze Zeit ins [[Konzentrationslager|KZ]] gebracht worden war, hatte er schon einige erste Eindrücke vom zerstörerischen Wesen des Nationalsozialismus gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur wollte er Lehrer werden, was ihm von den [[Nationalsozialisten]] verwehrt wurde, weil er nicht in der [[Hitlerjugend]] war. So entschloss er sich auf Anraten eines Freundes, Theologie zu studieren. Er begann das Studium im April 1936 in der [[Kirchliche Hochschule Bethel|Theologischen Schule Bethel]], wo er zuerst das [[Hebraicum]], [[Latinum]] und [[Graecum]] nachholen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1936 bekam er [[Tuberkulose]], die ihn bis 1944 begleitete und wegen der er nicht zum Wehrdienst einberufen wurde. So konnte er, nachdem die Krankheit weit genug zurückgegangen war und nachdem er 1938 ein halbes Jahr seinen „[[Studentischer Ausgleichsdienst|Studentischen Ausgleichsdienst]]“ abgeleistet hatte, im Wintersemester 1938/39 sein Studium in [[Universität Rostock|Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/300005470 Immatrikulation von Carl Malsch] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Berlin]] und [[Erlangen]] fortsetzen. Seine Heimat war die Bekennende Kirche und die [[Evangelische Studentengemeinde]], sein großes Vorbild war der Pastor [[Martin Niemöller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 holte ihn der Leiter der Evangelischen Studentengemeinden, [[Martin Fischer (Theologe)|Martin Fischer]], nach Berlin und machte ihn zum [[Obmann|Reichsobmann]] der Studentengemeinden. Von Berlin aus sammelte er zusammen mit Fischer an jeder Universität einen Vertrauensobmann, sodass die Evangelischen Studentengemeinden unter dieser Obhut wachsen konnten. Die Studentengemeinde war 1945 die einzige noch bestehende Organisation an der Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1941 legte Carl Malsch sein Erstes [[Theologisches Examen]] in Hamburg ab. Danach war er ein Jahr lang von Berlin aus im Reisedienst der Evangelischen Studentengemeinden tätig. Ab April 1942 war er Lehrvikar in der Hammer Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufliche Stationen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sigmund Strecker Portrait Elisabeth Malsch 1945.jpg|mini|hochkant|Elisabeth Crusius (1918–2010), Aquarell von Sigmund Strecker, 1945]]&lt;br /&gt;
=== Hilfsprediger an St.-Katharinen ===&lt;br /&gt;
Nach seinem Zweiten Theologischen Examen im März 1943 wurde er [[Hilfsprediger]] an der [[Hamburger Hauptkirchen|Hamburger Hauptkirche]] [[St.-Katharinenkirche (Hamburg)|St. Katharinen]], wo er am 13. Juni 1943 von dem Hauptpastor [[Volkmar Herntrich|Herntrich]] [[Ordination|ordiniert]] wurde. Im selben Monat heiratete er die Pastorentochter [[:Datei:Sigmund Strecker Portrait Elisabeth Malsch 1945.jpg|Elisabeth Crusius]] aus [[Neuenkirchen (Melle)|Neuenkirchen]] Kreis Melle. Ihre gemeinsame Wohnung im Katharinenkirchhof 26 wurde im [[Operation Gomorrha|Feuersturm]] am 27. Juli 1943 durch den herabfallenden Turm der Katharinenkirche zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pastor in Niederbayern ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Ernennung zum Pastor am 1. April 1944 wurde er von seiner Landeskirche zur Betreuung evakuierter Hamburger nach Niederbayern ([[Landau an der Isar]]) geschickt.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel über den Besuch nach 31 Jahren in der Landauer Zeitung vom 29. Mai 1976&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde im März 1945 sein Sohn Michael geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepastor in Hamburg-Klein Borstel ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges wurde er Pastor in der [[Maria-Magdalenen-Kirche (Klein Borstel)|Maria-Magdalenen-Kirche]] in [[Hamburg-Klein Borstel]] (bis 31. Juli 1947 als Dienstleistung der Kirchengemeinde [[Fuhlsbüttel]]; danach wurde die Kirchengemeinde Klein-Borstel selbstständig). Dort wurde im Oktober 1946 sein Sohn [[Thomas Malsch|Thomas]] geboren.&lt;br /&gt;
[[Datei:ESG Esplanade-15 Winter-1958-1959.jpg|mini|hochkant|[[Esplanade (Hamburg)|Esplanade]] 15, damaliger Sitz der Evangelischen Studentengemeinde Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Einweihung Talitha Kumi in Beit Jala 1961.jpg|mini|hochkant|Malsch (rechts) mit Pastor Elias Shehade 1961 bei der Einweihung eines Schulgebäudes in [[Talitha Kumi]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studentenpfarrer in Hamburg ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1954 wurde Carl Malsch [[Studentenpfarrer]] der [[Evangelische Studentengemeinde|Evangelischen Studentengemeinde]] in Hamburg, damals in der [[Esplanade (Hamburg)|Esplanade]] 15. In dieser Zeit gründete er den „Verein für ökumenische Studentenwohnheime“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.studentenwohnheime-hamburg.de/deutsch/geschichte-des-vereins/ |wayback=20200925141946 |text=Geschichte des Vereins für ökumenische Studentenwohnheime |archiv-bot=2024-11-07 00:04:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesen Studentenheimen wird bis heute die Hälfte der Plätze satzungsgemäß an ausländische Studenten vergeben. Eines der Heime wurde in den 1990er Jahren nach ihm &amp;#039;&amp;#039;Carl-Malsch-Haus&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.studentenwohnheime-hamburg.de/deutsch/unsere-wohnheime/cmh/ Das Carl-Malsch-Haus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Studentenpfarrer wurde ihm die Gelegenheit geboten, Rundfunkandachten und Gottesdienstübertragungen im Fernsehen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Propst in Jerusalem ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1960 erhielt er vom [[Jerusalemsverein]] den Ruf, [[Propst]] der [[Evangelische Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem|Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache]] in [[Jerusalem]] zu werden. Außerdem wählte ihn die Synode der im Jahr zuvor gegründeten und von König [[Hussein I. (Jordanien)|Hussein von Jordanien]] am 17. Mai 1959 anerkannten [[ELCJHL|Evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien]] (ELCJ) zu ihrem geistlichen Leiter ([[Bischof]]). Am 9. Oktober 1960 wurde er von Bischof [[Otto Dibelius]] in sein Amt eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel in Die Welt vom 3. Oktober 1060&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Amtssitz war die [[Propstei (Kirche)|Propstei]] im Zentrum der [[Jerusalemer Altstadt]] neben der [[Erlöserkirche (Jerusalem)|Erlöserkirche]]. Zu seinen Aufgaben gehörten auch monatliche Predigten in der deutschen Gemeinde [[Amman]], in den ersten zwei Jahren außerdem in [[Damaskus]], weil der für Damaskus zuständige Beiruter Auslandspfarrer aus politischen Gründen nicht nach Damaskus reisen durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die öffentliche Kritik geriet Propst Malsch im Herbst 1962 wegen als israelfeindlich wahrgenommenen Äußerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;So Gerhard Gronauer: &amp;#039;&amp;#039;Der Staat Israel im westdeutschen Protestantismus. Wahrnehmungen in Kirche und Publizistik von 1948 bis 1972&amp;#039;&amp;#039; (AKIZ.B57). Göttingen 2013. S. 173–178&amp;lt;/ref&amp;gt; Der West-Jerusalemer Journalist [[Schalom Ben-Chorin]] berichtete am 21. September 1962 in der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Jediʿot Chadaschot&amp;#039;&amp;#039; (1935–1973) davon, dass sich Malsch deutlich gegen den Staat Israel und die Juden ausgesprochen habe. Ben-Chorin berief sich im Zeitungstext auf einen namentlich nicht genannten Pfarrer, der den Propst um Unterstützung beim Grenzübertritt von Jordanien nach Israel am Mandelbaumtor gebeten habe und von Malsch daraufhin voller Zorn mit den Worten angefahren worden sei: „Was haben Sie denn in Israel verloren? Das ganze Land ist zusammengestohlen und 90 % der Bevölkerung sind Atheisten“&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses und die beiden weiteren Zitate sind nachgewiesen bei Gerhard Gronauer: &amp;#039;&amp;#039;Der Staat Israel im westdeutschen Protestantismus. Wahrnehmungen in Kirche und Publizistik von 1948 bis 1972&amp;#039;&amp;#039; (AKIZ.B57). Göttingen 2013. S. 174–176.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser Artikel sorgte in Kreisen des christlich-jüdischen Dialogs innerhalb der Bundesrepublik Deutschland für Aufsehen. Im Kirchlichen Außenamt der EKD und bei [[Bernhard Karnatz]], dem Vorsitzenden des Jerusalemsvereins, gingen teils gemäßigte, teils heftige Beschwerdebriefe ein. Karnatz forderte Malsch zu einer Stellungnahme auf und fügte seinem Brief die Worte bei: „Angesichts der regen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ist zu befürchten, dass sich die Sache in weiten Kreisen herumspricht und nicht nur Ihr persönliches Ansehen schädigt, sondern auch unsere Arbeit im Heiligen Lande in Misskredit bringt.“ Malsch entgegnete: „Der Satz ‚Was wollen Sie in Israel?’, ist niemals von mir so isoliert gebraucht worden, sondern höchstens im Zusammenhang mit der Bitte, doch mehr Zeit auf Jordanien zu verwenden, um den hiesigen Problemen objektiv gegenüber stehen zu können.“ Angesichts einseitig proisraelischer Artikel in deutschen Kirchenzeitungen sehe er es als seine Aufgabe an, gegenüber deutschen Touristen die arabische Position zu erläutern. Mit der Bitte an Malsch, er müsse sich in seiner exponierten Stellung künftig vorsichtiger ausdrücken, wurde die Affäre im Januar 1963 zu den Akten gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 nahm Malsch als Vertreter der ELCJ an der Vollversammlung des [[Lutherischer Weltbund|Lutherischen Weltbundes]] in [[Helsinki]] teil, die unter dem Motto „Christus heute“ stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Malschs Amtszeit fiel auch ein wichtiges ökumenisches Ereignis, die Begegnung zweier Kirchenoberhäupter im [[Heiliges Land|Heiligen Land]]: Am 6. Januar 1964 trafen sich Papst [[Paul VI.]] und der Patriarch [[Athinagoras (Patriarch)|Athinagoras]] von [[Konstantinopel]] in Jerusalem. Carl Malsch wurde als Oberhaupt der ELCJ von Paul VI. und Athinagoras in [[Privataudienz]] empfangen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ewnor.de/cm/867_cm.php Bericht von Malsch] über Papst Paul VI. in Jerusalem&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel in der „Cuxhavener Presse“ im August 1963&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptpastor an St. Petri ===&lt;br /&gt;
Im Herbst 1965 holte ihn [[Landesbischof]] [[Hans-Otto Wölber]] zurück nach Hamburg. Carl Malsch wurde einstimmig zum 26. [[Hauptpastor]] der Hamburger [[Hauptkirche Sankt Petri (Hamburg)|Hauptkirche St. Petri]] gewählt und wurde damit der Nachfolger von Landesbischof [[Karl Witte (Bischof)|Karl Witte]] im Hauptpastorenamt. Gleichzeitig übernahm er die Leitung der [[Hamburger Stadtmission]] als Vorsitzender des Verwaltungsrats, die traditionsgemäß beim Hauptpastor von St. Petri lag. Am 5. Dezember 1965 wurde er durch Bischof Wölber in sein Amt eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel vom 4. Dezember 1965 im Hamburger Abendblatt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In St. Petri stellte sich für ihn das Problem der leeren Kirchen schon recht frühzeitig: Die City-Kirchen mussten mit der [[Entvölkerung]] der Innenstadt ihre Aufgaben neu justieren. Statt einer „Wohngemeinde“ gab es hier eine „Personalgemeinde“.&lt;br /&gt;
Carl Malsch prägte den Begriff der „Alltagskirche“. An den Werktagen um 17:15 wurden Kurzandachten zu Alltagsthemen im Wechsel mit [[Kirchenmusik]] etabliert.&lt;br /&gt;
1969 gründete er zusammen mit dem Pastor Gunnar von Schlippe nach einem Besuch in Holland und bei den [[Samaritaner]]n in London das Beratungs- und Seelsorgezentrum (BSZ) an St. Petri nach deren Vorbild. Im BSZ versehen bis heute ausgebildete [[ehrenamt]]liche [[Seelsorge]]helfer ihren Dienst. Auch Carl Malschs Frau Elisabeth ließ sich zum Seelsorgehelfer ausbilden und arbeitete ehrenamtlich im BSZ mit.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabkreuz Carl Malsch.jpg|mini|hochkant|Grabkreuz auf dem [[Ohlsdorfer Friedhof]] {{Coordinate|NS=53.625858|EW=10.037305|dim=300|type=landmark|region=DE-HH|name=Grab von Carl Malsch|text=ICON2}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur größten Herausforderung seiner Amtszeit wurde 1979 die [[Hauptkirche Sankt Petri (Hamburg)#AKW-Protest|Kirchenbesetzung]] durch etwa 400 [[Anti-Atomkraft-Bewegung|Atomkraftgegner]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Christian Schütt: &amp;#039;&amp;#039;Chronik Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; 2. aktualisierte Ausgabe, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh / München 1997, ISBN 3-577-14443-2, S. 577.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer seiner Nachfolger, der Hauptpastor [[Christoph Störmer]], gehörte damals zu den Besetzern der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1. November 1975 wurde er als amtsältester Hauptpastor der letzte [[Senior (Kirche)|Senior]] der [[Evangelisch-Lutherische Kirche im Hamburgischen Staate|Hamburgischen Landeskirche]] und damit der Vertreter des Landesbischofs. In dieser Funktion wurde er Vorsitzender der Schule-Kirche-Kommission und des Kuratoriums des [[Rauhes Haus|Rauhen Hauses]], außerdem Mitglied des Verwaltungsrates des Rauhen Hauses.&lt;br /&gt;
Diese Ämter hatte er bis zu seiner [[Emeritierung]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emeritierung ===&lt;br /&gt;
Am [[Reformationstag|31. Oktober 1981]] wurde Carl Malsch emeritiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel vom 31. Oktober 1981 im Hamburger Abendblatt&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer des Jahres 1984 waren Carl Malsch und seine Frau Elisabeth ehrenamtliche „Kurseelsorger“&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel „In den Ferien auf der Suche nach dem Paradies?“ vom 30. Juli 1984 im Hamburger Abendblatt&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Wenningstedt-Braderup (Sylt)|Wenningstedt]] auf [[Sylt]].&lt;br /&gt;
Den Vorsitz der Hamburger Stadtmission legte er im Juni 1990 nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche für die Stadt – St. Petri-Gemeinde in der City von Hamburg&amp;#039;&amp;#039; (= Zur Sache; 23). Lutherisches Verlagshaus, Hamburg 1981, ISBN 3-7859-0478-9.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Die Hauptkirche St. Petri in Hamburg – Baugeschichte, Kunstwerke, Prediger.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Wittig Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-8048-4172-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Propst an der Erlöserkirche 1960–1965, Besondere Aufgaben und Erlebnisse.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl-Heinz Ronecker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Den Erlöser der Welt zur Ehre – Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Einweihung der evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 1998, ISBN 3-374-01706-1, S. 229–245.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20080112101919/http://www.bautz.de/bbkl/m/malsch_c_p.shtml |band=29|spalten=891-895|autor=Michael Malsch|artikel=Malsch, Carl Paul}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ewnor.de/autor_cm.php Erinnerungen von Carl Malsch], veröffentlicht in der Erinnerungswerkstatt Norderstedt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Joachim Weigelt]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Hansgeorg Köhler]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Evangelische Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem|Evangelisch-Lutherischer Propst zu Jerusalem]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1960–1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Karl Witte (Bischof)|Karl Witte]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Werner Hoerschelmann]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der Hamburger Hauptpastoren#Hauptpastoren an St. Petri|Hauptpastor an St. Petri zu Hamburg]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1965–1981}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1044334436|LCCN=n79025183|VIAF=49983862}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Malsch, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Studentenpfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptpastor (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Propst zu Jerusalem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Malsch, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Malsch, Carl Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher lutherischer Geistlicher, Studentenpfarrer in Hamburg, Propst in Jerusalem, Hauptpastor in Hamburg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Mai 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Abubiju</name></author>
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