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	<title>Carl Loges - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 9. Juni 2025 um 11:25 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-09T11:25:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-07927, Gründer der Logis Turnschule.jpg|mini|1929: Loges (vermutlich mit seiner Tochter) im [[Eilenriedestadion]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Bernhard Loges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Bernhard Loges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1887]] in [[Hannover]]; † [[10. Juli]] [[1958]] in [[Freden (Leine)|Freden]]) war ein deutscher Sport- und Gymnastiklehrer. Er war ein Erneuerer des weiblichen Turnens durch rhythmische Gymnastik und [[Choreograph]] von Kammer- und Massengestaltungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot;&amp;gt;Helmut Loges: &amp;#039;&amp;#039;Loges, Karl&amp;#039;&amp;#039; in, &amp;#039;&amp;#039;Neue Deutsche Biographie&amp;#039;&amp;#039; (s. Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Loges war der Sohn des Kaufmanns Bernhard Loges (* 1851) und Anna Koop (1851–1929) aus Diepholz. Er heiratete in Bremen 1913 Helene (1890–1966). Loges hatte eine Tochter sowie Sohn Helmut (* 1914), der ebenfalls Gymnastikpädagoge wurde sowie Autor. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Loges 1907 bis 1908 eine [[Graphiker]]lehre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt; Seine turnerische Laufbahn begann er zunächst im 1848 gegründeten [[Verein für Leibesübungen von 1848 Hannover|Männer-Turnverein]] (MTV) von Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 bis 1913 war er als Turnlehrer beim MTV Bremen tätig und nahm dann als einer der besten [[Mehrkampf|Zwölfkämpfer]]&amp;lt;ref&amp;gt;Das &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Hannover&amp;#039;&amp;#039; hingegen erwähnt Loges als [[Zehnkampf|Zehnkämpfer]]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Deutsche Turnerschaft|Deutschen Turnerschaft]] teil an den [[Nordische Spiele]] im schwedischen [[Malmö]] 1913. 1914 bis 1918 hatte er in Oldenburg wieder die Stellung eines Turnlehrers inne, unterbrochen durch seine Teilnahme 1915 bis 1918 als Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ausbildung setzte Loges in der Turnerlehrerbildungsanstalt Dresden fort.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-11619, Hannover, Schülerinnen der Logis-Schule.jpg|mini|Gruppenrhythmus im [[Eilenriedestadion]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-07925, Hannover, Frauen-Turnschule Logis (cropped).jpg|mini|Morgens um 7.00 Uhr, zwei Stunden vor der Arbeit: „Schönheit im Turnen“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-13409, Hannover, Frauenturnen.jpg|mini|hochkant|Formation „Der lebende [[Budha]]“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-09659, Hannover, Logis-Sportschule.jpg|mini|„Grazie und Anmut…kaum aufgewacht und schon so lustig“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-09661, Hannover, Logis-Sportschule.jpg|mini|Um 1930: Der Gründer der „Loges-Schule“ im Kreise seiner Schülerinnen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1928 unterrichtete Loges in Hannover als Turnlehrer am [[Tellkampfschule|Realgymnasium II]], während er gleichzeitig die Funktion als Frauenturnwart im Turnbezirk Hannover wahrnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hannoversche Musterturnschule ===&lt;br /&gt;
Währenddessen gründete er 1921 eine Musterriege von Mädchen zwecks Modernisierung des weiblichen Turnens im Sinne rhythmischer Gymnastik, aus der die „Hannoversche Musterturnschule“ entstand, ein Freizeitverein auf gymnastischer Basis, der 1932 2.300 Mitglieder aller Altersstufen zählte. 1925 gründete Loges  auch seine „Loges-Schule für Bewegungskunst“ zur Ausbildung von Lehrerinnen für Gymnastik und Tanz im Turnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde Loges erster Gymnastikwart der [[Deutsche Turnerschaft|Deutschen Turnerschaft]] (DT) und bemühte sich als solcher um die Einführung der Gymnastik in die Turnvereine. Als Frauenturnwart der DT ab 1932 hatte Loges Einfluss auf die Entwicklung des deutschen Frauenturnens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Darbietungen der neuen Festkultur der Leibesübungen in der [[Hannover Congress Centrum|Stadthalle zu Hannover]] zogen jährlich Tausende aus Europa und Amerika an. Vorführungen der Loges-Mustergruppen u. a. in Holland, Dänemark, Polen und zahlreichen deutschen Städten sowie Lehrgänge verbreiteten L.s Methode des rhythmischen Turnens. Loges-Lehrerinnen waren in Deutschland, Norwegen, Holland, Österreich, Rumänien, der Schweiz und Rußland tätig.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwungbetonte Gymnastik-Massenvorführungen, deren Massen-Blöcke choreographisch aufgelockert wurden zu Partner- und Kleingruppen, trugen Logess Handschrift. Solche Vorführungen konnten die Zuschauer des [[Deutsches Turnfest|Deutschen Turnfest]] 1928 in Köln verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Loges war 1932 als Lehrer des Normal College of the American Gymnastics Union in [[Wisconsin]]/USA tätig. Nach Beginn der [[Zeit des Nationalsozialismus]] entwarf er 1933 als Frauenwart der DT einen neuen „Chorfesttanz“ und studierte ihn mit 19.000 Frauen und Mädchen beim [[Deutsches Turnfest 1933|Deutschen Turnfest]] in Stuttgart ein. Zum 1. Mai 1933 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.955.471).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/26320109&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1935 war er Trainer der deutschen Frauen-Turn-Mannschaft für die [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Spiele 1936 in Berlin]]. 1938 gestaltete und leitete Loges 1938 eine deutsche Vorführung beim [[Deutsches Turn- und Sportfest 1938|Deutschen Turn- und Sportfest]] in [[Breslau]] sowie 1939 auf der [[Lingiade]] in Stockholm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Luftangriffe auf Hannover]] 1943 verlor Loges Eigentum und die Loges-Schule in Hannover. Die Schule wurde nach [[Freden (Leine)|Freden]] verlegt und kurz darauf vom NS-[[Gauleiter]] geschlossen; Loges selbst musste noch einmal Soldat werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau ===&lt;br /&gt;
Da Loges sich mit der Sportauffassung der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] identifizierte, hatte er nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] Schwierigkeiten, seine „Loges-Schule“ wieder aufzubauen. 1948 begann er damit neu  in [[Rüstersiel]], einem Stadtteil von [[Wilhelmshaven]]. Dort probte L. mit seinen Seminaristen und auch mit Volksschülern die „Tägliche Turnstunde“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Loges&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 wurde Loges Gymnastikwart im [[Niedersächsischer Turner-Bund|Niedersächsischen Turner-Bund]] und erreichte 1956 die Einführung des Gymnastik-Abzeichens für Turnerinnen, aus dem später das „Deutsche Gymnastik-Abzeichen“ wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Loges-Schulen bestanden 2021 noch in Wilhelmshaven, Oldenburg und Nürnberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://logesschulenordsee.chayns.net/#Hallo--Herzlich--Willkommen Loges Schule Nordsee.] Abgerufen am 12. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.studio-no1.de/ueber-uns/historie |wayback=20210927032802 |text=Studio No. 1. |archiv-bot=2024-11-06 22:59:25 InternetArchiveBot }} Abgerufen am 12. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 1921: &amp;#039;&amp;#039;Volkstümliche Übungen – Leichtathletik&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1921: &amp;#039;&amp;#039;Turner-Kalender&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben durch &amp;#039;&amp;#039;Zss. Turnen u. Tanz&amp;#039;&amp;#039; (von 1927 bis 1934)&lt;br /&gt;
* 1937: &amp;#039;&amp;#039;Frauenturnen – Vorbereitende Gymnastik&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1949–1954: &amp;#039;&amp;#039;Sporterziehung und Bewegungsbildug&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1958: &amp;#039;&amp;#039;Volkstümliche Gymnastik&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1923: Ehrenzeichen des Niederländischen Gymnastik-Verbandes&lt;br /&gt;
* 1930: Bronzene Medaille des [[Internationales Olympisches Komitee|Internationalen Olympischen Komitees]]&lt;br /&gt;
* 1957: Ehrenbrief des Deutschen Turner-Bundes&lt;br /&gt;
* 1988: Aufnahme in die Ehrengalerie des niedersächsischen Sports des [[Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte|Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte]]&lt;br /&gt;
* 1989: [[Posthum]] ehrte die Stadt Hannover ihren Sohn mit der Benennung der neu angelegten &amp;#039;&amp;#039;Carl-Loges-Straße&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|118|119|Loges, Karl|Helmut Loges|11887845X}}&lt;br /&gt;
* Helmut Loges: &amp;#039;&amp;#039;Carl Loges and Reform in Turnen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Movement Education, its Evolution and a Modern Approach&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 59 f.&lt;br /&gt;
* Helmut Loges: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der modernen Gymnastik&amp;#039;&amp;#039;, 1977;&lt;br /&gt;
* Helmut Loges: &amp;#039;&amp;#039;Form und Freiheit der Bewegung, Carl Loges 1887-1987&amp;#039;&amp;#039;, 1986, ISBN 978-3-932423-27-7&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Biographische Enzyklopädie]], Band 6, S. 460&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, 9 Bände, Hildesheim, Leipzig 1939–1976, hier: Bd. 9 (1976), S. 237ff.&lt;br /&gt;
* [[Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte]], Hoya e.V., Wissenschaftlicher Beirat (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sport in Hannover von der Stadtgründung bis heute&amp;#039;&amp;#039;, Hoya 1991, S. 136–140. ISBN 978-3-932423-30-7&lt;br /&gt;
* Kurt Hoffmeister: &amp;#039;&amp;#039;Wegbereiter – Macher – Sieger des niedersächsischen Sports. 160 Kurzportraits&amp;#039;&amp;#039;, Braunschweig 1998&lt;br /&gt;
* [[Dirk Böttcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Loges, Carl (Karl) Bernhard.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 415.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karl Bernhard Loges}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Loges-Schule für Bewegungskunst}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11887845X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hannover.de/content/download/740938/file/Abschlussbericht+Namensgebende+Pers%C3%B6nlichkeiten+Hannover.pdf Wissenschaftliche Betrachtung von namensgebenden Persönlichkeiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11887845X|VIAF=67263604}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loges, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnastiklehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loges, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Loges, Carl Bernhard (vollständiger Name); Loges, Karl Bernhard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sport- und Gymnastiklehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freden (Leine)|Freden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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