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	<title>Carl Lindström - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-12T13:56:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Elof Lindström&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juni]] [[1869]] in [[Södertälje]]; † [[29. Dezember]] [[1932]] in [[Berlin]]) war ein schwedischer [[Mechaniker]] und [[Industrieller]]. Er schuf in Deutschland einen der ersten international operierenden und zeitweilig größten europäischen [[Schallplatte]]n-[[Konzern]]e, dessen technischer Leiter er bis 1921 war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Phonographische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, 01/1933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Es fehlt die wichtige Rolle, die der jüdische Bankier Max Straus in dem Unternehmen spielte. Erst Max Straus machte die Mechanikerwerkstatt zu einem Industrieunternehmen. Die Bezeichnung Industrieller für Lindström ist daher fraglich. Der Antisemitismus der Nazis wird hier unterschlagen,wenn gesagt wird, Straus musste in den Aufsichtsrat wechseln und emigrieren. Wir haben es darüber hinaus mit der Arisierung eines Unternehmens zu tun.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Anfänge ==&lt;br /&gt;
Lindström, Sohn des Wagenachsenfabrikanten Franz Oskar Lindström, verließ seine Heimat 1892 und gründete nach einem Aufenthalt in [[Stettin]] 1897 in Berlin eine mechanische Werkstatt, die sich alsbald auf die Produktion von [[Phonograph]]en konzentrierte. Außerdem stellte die Firma [[Diktiergerät]]e der Marke [[Parlograph]] her. Gemeinsam mit Paul Pfeiffer konstruierte Lindström 1896 den Lyra-Phonographen und produzierte den Ideal-Phonographen, eine Maschine für Aufnahme und Wiedergabe. Seinen ersten Apparat zur Wiedergabe von Schallplatten nach dem Prinzip des [[Grammophon]]s von [[Emil Berliner]] brachte Lindström unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Lynophone&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Carl Lindström AG ==&lt;br /&gt;
Die Werkstatt wurde zu einem Industriebetrieb, als 1904 die kapitalkräftigen Bankkaufleute [[Max Straus]] und [[Heinrich Zuntz]] gemeinsam mit Lindström die Carl Lindström GmbH gründeten. Sie waren mit ihrer 1902 gegründeten „Salon-Kinematograph Co.m.b.H“, die Filmprojektoren für den Hausgebrauch produzierte, wenig erfolgreich gewesen. Unter der Marke [[Parlophone|Parlophon]], deren Name für das Auslandsgeschäft um ein „e“ zu Parlophone erweitert wurde, hatten Straus und Zuntz zuvor bereits mechanische [[Plattenspieler]] aus den Lindström-Werkstätten vertrieben. 1908 wurde die GmbH zwecks Kapitalbeschaffung in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt. Zuntz starb bereits 1906 und wurde durch seinen Schwager Otto K.&amp;amp;nbsp;E. Heinemann ersetzt, der 1914 in die USA auswanderte und dort die Plattenfirma [[Okeh Records|Okeh]] gründete. Vorstandsvorsitzender Max Straus musste 1933 in den Aufsichtsrat wechseln und 1936 nach England emigrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich die [[Schallplatte]] mehr und mehr durchsetzte, verließen 1906 bereits 150.000 [[Grammophon]]e die Fabrik. Lindström ließ zahlreiche Weiterentwicklungen der Sprechmaschinentechnik patentieren; ob er aber zu Recht als Erfinder des Grammophons mit beweglichem [[Tonarm]] und fest montiertem Trichter gilt, ist zweifelhaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer E. Lotz: &amp;#039;&amp;#039;Carl Lindström und die Carl Lindström Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Einführungsvortrag zum 9. Discografentag. Immenstadt 2008, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Firma brachte es 1905 als „Record-Plattenapparat“ auf den Markt. 1910 erhielten die Tonarme einen Klappbügel, mit dem der Tonarm nach dem Abspielen zum Schutz der Platte zurückgelegt werden konnte. 1913 brachte Lindström unter dem Namen „Miracle“ einen Plattenspieler mit [[Plattenwechsler]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europas größter Schallplattenproduzent ==&lt;br /&gt;
Das Unternehmen richtete Aufnahmestudios ein und erwarb 1911 mit der &amp;#039;&amp;#039;International Talking Machine Company&amp;#039;&amp;#039; die Plattenmarke [[Odeon (Plattenlabel)|Odeon]], deren Symbol, der Odeon-Tempel, eines der bekanntesten [[Firmenlogo|Logos]] der Vorkriegs-[[Schellack]]-Zeit war. Mit den weiteren aufgekauften Rechten und [[Warenzeichen]] der Firma wie [[Jumbo (Plattenlabel)|Jumbo]], [[Jumbola]], [[Fonotipia]] sowie der Marke [[Beka]] und Anteilen an weiteren Unternehmen (1913 Übernahme von [[Grünbaum &amp;amp; Thomas AG]], [[Lyraphon]], [[Dacapo (Plattenlabel)|Dacapo]] und [[Favorit (Plattenlabel)|Favorit]]) avancierte Lindström zum größten Schallplattenproduzenten („Schallplattenkönig“) auf dem europäischen Kontinent. Auch im außereuropäischen Ausland sowie in Südamerika wurden Presswerke betrieben; allein der Berliner Stammbetrieb produzierte 1925 rund 150.000 Schallplatten und 1000 Sprechmaschinen täglich. Die AG beteiligte sich auch an der [[UFA|Ufa]]. Weitere Töchter waren die Kristall-Schallplatten-GmbH mit den Marken Kristall und Imperial (gegründet ab 1936/1937) sowie die Frey Radio-GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 wurde die Lindström AG mehrheitlich von der britischen [[Columbia Graphophone Company|Columbia]] erworben. Damit konnte die Lindström AG das in den USA kurz zuvor zur Marktreife gebrachte, die Schallplattenindustrie revolutionierende elektrische Aufnahmeverfahren nutzen: Die Columbia brachte die Rechte daran in die Firma ein. 1931 ging das Unternehmen seinerseits im [[EMI Group|EMI-Konzern]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 starb der Unternehmensgründer. Carl Lindström fand auf dem Kirchhof der evangelischen Laurentius-Gemeinde in [[Berlin-Köpenick|Köpenick]] seine letzte Ruhestätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Weg des Unternehmens nach Lindströms Tod ==&lt;br /&gt;
1936 übertrug das Unternehmen die Grammophon-Produktion auf die neu gegründete Tochter „Brandenburgische Metallverarbeitungs-GmbH“.&lt;br /&gt;
Die Nationalsozialisten stellten die Gesellschaft im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wegen des britischen Großaktionärs unter die so genannte Feindvermögensverwaltung, mit Kriegsende übernahmen die Alliierten die Kontrolle. Trotz starker Kriegsschäden konnte die im amerikanischen Sektor liegende Fabrik schon wenige Monate nach Kriegsende die Produktion von Schallplatten und Plattenspielern wieder aufnehmen. 1951 wurde sie wieder in eine GmbH umgewandelt, zwei Jahre später der Sitz nach [[Köln-Braunsfeld]] verlegt. Bis 1972 trugen Zweige von EMI weiterhin den Namen Carl Lindströms. Dann wurden die [[Electrola]] GmbH und die Carl Lindström GmbH zur EMI Electrola GmbH verschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Parlograph in Rupriikki Media Museum 2.jpg|Parlograph, Carl Lindström&amp;amp;nbsp;AG, Berlin, 1910er&amp;amp;nbsp;Jahre&lt;br /&gt;
 Carl Lindström AG 1908.jpg|Gründeraktie über 1000 Mark der Carl Lindström AG vom April 1908&lt;br /&gt;
 Gloria G.O. 13078b.jpg|Elektrische Aufnahme der Carl Lindström AG unter dem Warenzeichen &amp;#039;&amp;#039;Gloria&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 Gedenktafel Schlesische Str 26 (Kreuz) Carl Lindström.jpg|[[Gedenktafel]] in [[Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alfred Gutmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Lindström 1904–1929.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1929.&lt;br /&gt;
* Horst Wahl, Hansfried Sieben: &amp;#039;&amp;#039;Odeon, die Geschichte einer Schallplattenfirma.&amp;#039;&amp;#039; Sieben, Düsseldorf 1986.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Rainer E. Lotz&lt;br /&gt;
   |url=http://www.phonomuseum.at/includes/content/lindstroem/aktiengesellschaft.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Carl Lindström und die Carl Lindström Aktiengesellschaft&lt;br /&gt;
   |format=PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB&lt;br /&gt;
   |abruf=2009-08-05&lt;br /&gt;
   |kommentar=über Lindström und Electrola/EMI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carl Lindström Company|Carl Lindström}}&lt;br /&gt;
* [http://www.phonomuseum.at/index2.php?showID=lindstroem Das Lindström-Projekt der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für historische Tonträger&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/045274|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=Carl Lindström AG}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mediathek.at/redirect.json?hash=EqyfslD4&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;searchQuery=2055&amp;amp;cHash=c5f9de1cefad62d468c2422ec5cdf7ca Werbeschallplatte mit Lindström-Neuaufnahmen] im Onlinearchiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=no2010195928|VIAF=160874766|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-12-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lindstrom, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Techniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lindström, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lindström, Carl Elof (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schwedischer Mechaniker und Industrieller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juni 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Södertälje]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;OTFW</name></author>
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