<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Carl_Liebermann</id>
	<title>Carl Liebermann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Carl_Liebermann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Liebermann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T10:49:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Liebermann&amp;diff=770009&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Ergänzungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Liebermann&amp;diff=770009&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-16T20:06:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Liebermann Berlin.jpg|mini|Carl Liebermann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:P. Jacobson Nachruf 1918 auf C. Liebermann.pdf|mini|Nachruf 1918]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl (Theodor) Liebermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Februar]] [[1842]] in [[Berlin]]; † [[28. Dezember]] [[1914]] ebenda) war ein deutscher Chemiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war ein Sohn des Textilunternehmers (Kattundruckerei) Benjamin Lieberman (1812–1901), ein Cousin des Malers [[Max Liebermann]] sowie ein Großonkel von [[Walther Rathenau]]. Seine Frau war Antonie, Tochter Ferdinand Reichenheims.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebermann studierte ab 1861 Chemie bei [[Robert Wilhelm Bunsen]] in Heidelberg, hier war er Mitglied der [[Burschenschaft Allemannia Heidelberg|Burschenschaft Allemannia]]. Ab 1862 arbeitete er im Laboratorium von [[Adolf von Baeyer]] am [[Gewerbeinstitut Berlin|Berliner Gewerbeinstitut]] und studierte an der [[Humboldt-Universität Berlin|Universität Berlin]] bei von Baeyer und [[Franz Leopold Sonnenschein]]. 1865 wurde er bei von Baeyer an der Universität Berlin [[Promotion (Doktor)|promoviert]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Academictree|chemistry|51835 |Name=Carl Theodor Liebermann |Datum=1. Januar 2018}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit einer Dissertation über [[Propargyl]]-Derivate (&amp;#039;&amp;#039;De allyleno atque nonullis, quae inde proficiscuntur, connubiis &amp;#039;&amp;#039;). Auf Wunsch des Vaters absolvierte er ein Praktikum bei der Firma Koechlin, Baumgartner &amp;amp; Cie. in [[Mülhausen]] im Elsass (Textildruck, Färberei) und arbeitete dann im Familienbetrieb, entschloss sich aber 1867 zur Hochschullaufbahn und ging wieder in das Labor von Baeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1868 gelang Liebermann zusammen mit [[Carl Graebe]] die Synthese und Strukturaufklärung des [[Alizarin]]s (Türkischrot). Diese erste Synthese eines natürlichen Farbstoffs war auch wirtschaftlich von großer Bedeutung (in Deutschland von der [[BASF]] weiterentwickelt) und hatte großen Einfluss auf die chemische Industrie. Sie meldeten 1869 in Preußen ein &amp;#039;&amp;#039;Privilegium&amp;#039;&amp;#039; an. Ihr Bromierungsverfahren war aber für die industrielle Umsetzung zu teuer und über [[Heinrich Caro]] wurde bei der BASF ein billigeres Sulfonierungsverfahren entwickelt, das 1869 in England einen Tag vor einem Verfahren von [[William Henry Perkin]] zum Patent angemeldet wurde. Das Patent in Preußen wurde aber wegen des zuvor erteilten Privilegiums verweigert, und so entstanden dort viele Konkurrenten. Graebe und Liebermann fanden die Verwandtschaft mit [[Anthracen]] und Liebermann erkundete in der Folge diese Verbindungsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 endete die enge Zusammenarbeit mit Graebe, der als Privatdozent nach Leipzig ging, Liebermann erhielt dessen Assistenzstelle und habilitierte sich 1869 an der Gewerbeakademie und zusätzlich 1870 an der Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Baeyer 1872 an die [[Universität Straßburg]] gewechselt war, wurde Liebermann sein Nachfolger als Leiter des Laboratoriums am [[Berliner Gewerbeinstitut]] und außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebermann wurde 1873 zum ordentlichen Professor für Organische Chemie am Gewerbeinstitut berufen, das im April 1879 in der [[Technische Universität Berlin#Geschichte|Königlich Technischen Hochschule Charlottenburg]] aufging. Sechs Jahre später, 1879 wurde er daneben außerordentlicher Professor für Organische Chemie an der Universität Berlin. Am neuen [[Kaiser-Wilhelm-Institut]] erhielt er 1913 Räume für eigene Forschungen. Seine Nachfolge an der TH Berlin übernahm hier [[Robert Pschorr]] am 1. April 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Liebermann ist auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof Weißensee]] in einem Erbbegräbnis beigesetzt, das schon zu Lebzeiten vom Bildhauer [[Ernst Westphal (Bildhauer)|Ernst Westphal]] geschaffen worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BerlinerArchitekturwelt |Autor=[[Hans Schliepmann]] |Titel=Friedhofskunst |Jahr=1917 |Heft=7 |Seiten=233 |Kommentar=Foto |zlb=247}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1872 wurde Carl Liebermann Mitglied der [[Gesellschaft der Freunde]], deren langjähriger Vorsitzender sein Vater Benjamin war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Liebermannsche Reaktion]], ein analytischer Nachweis für Phenole und Phenolderivate, ist nach Carl Liebermann benannt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie&amp;#039;&amp;#039;. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 799.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach ihm und Burchard eine Nachweisreaktion für [[Sterine]] und er befasste sich mit vielen anderen Nachweisreaktionen. 1875 synthetisierte er [[2-Naphthylamin]], er untersuchte pflanzliche [[Alkaloide]], die Isomerie von Zimt- und Truxillsäuren, Farbtheorien und befasste sich mit der Synthese von [[Cocain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1897 war er Geheimer Regierungsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 wurde er für ein Jahr zum Präsidenten der [[Deutsche Chemische Gesellschaft|Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin]] gewählt. Er war Mitglied der Akademien in [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttingen]] (1912),&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Philadelphia und [[Königliche Gesellschaft der Wissenschaften in Uppsala|Uppsala]] und Ehrendoktor der [[University of Leeds]], der TH Berlin und der [[Technische Universität Braunschweig|TU Braunschweig]]. Im Jahr 1883 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1914 bekleidete er eine Honorarprofessur für Organische Chemie an der Universität Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Diplomanden&amp;lt;ref&amp;gt;Technische Hochschulen hatten vor 1900 im Gegensatz zu Universitäten kein Promotionsrecht. Siehe auch Nachruf C. Liebermann, S. 1147.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehörten unter anderem [[Eugen Bamberger (Chemiker)|Eugen Bamberger]], [[Rudolf Knietsch]], [[Nikodem Caro]], [[Leopold Spiegel (Chemiker)|Leopold Spiegel]] und [[Fritz Haber]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|481|482|Liebermann, Carl|[[Claus Priesner]]|116996277}}&lt;br /&gt;
* Hans Christian Förster: [https://archiv.pressestelle.tu-berlin.de/tui/06jan/liebermann.htm &amp;#039;&amp;#039;Der Natur ins Reagenzglas geschaut, Orte der Erinnerung: Chemiker Carl Liebermann: sein Ruhm – ein Missverständnis?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;TU Berlin Intern&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1/2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.gesellschaftderfreunde.de/ |text=Homepage zur Gesellschaft der Freunde |wayback=20070205071346}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/18696/ Biografie], Teilkatalog Wissenschaftliche Sammlungen, Humboldt-Universität Berlin&lt;br /&gt;
* Eintrag von [https://cp.tu-berlin.de/person/631 Carl Theodor Liebermann] im Catalogus Professorum der Technischen Universität Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116996277|LCCN=nr2003020736|VIAF=69696693}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebermann, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Max Liebermann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Liebermann|Carl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Uppsala]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Leeds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Braunschweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebermann, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liebermann, Carl Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
	</entry>
</feed>