<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Carl_Klinkhammer</id>
	<title>Carl Klinkhammer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Carl_Klinkhammer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Klinkhammer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T16:09:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Klinkhammer&amp;diff=778379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Klinkhammer&amp;diff=778379&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-10T12:58:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Januar]] [[1903]] in [[Aachen]]; † [[18. Januar]] [[1997]] in [[Düsseldorf]]), auch bekannt als der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruhrkaplan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Dr. Carl Klinkhammer 1903 – 1997. Kaplan in St. Johann Altenessen 1931 – 1933. Der ‚Ruhrkaplan‘ wurde am 21. April 1933 in dieser Kirche St. Johann vor den Augen von 293 Erstkommunionkindern von uniformierten Braunhemden verhaftet. Er war der erste katholische Geistliche, der von den Nationalsozialisten in ‚Schutzhaft‘ genommen wurde. Anlaß war seine Predigt in der Abendandacht am 20. April 1933, an der auch Mitglieder der [[Sturmabteilung|SA]] und [[Schutzstaffel|SS]] aus der [[Ortsgruppe der NSDAP|Ortsgruppe]] Altenessen teilgenommen hatten.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Text der Gedenktafel, die anlässlich seines 100. Geburtstages am 22. Januar 2003 an der Kirche St. Johann Baptist in Essen-Altenessen enthüllt wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Klinkhammer wuchs in einer Lehrerfamilie auf. Er besuchte das [[Kaiser-Karls-Gymnasium]] seiner Heimatstadt und legte dort 1923 das Abitur ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruno Kammann 314&amp;quot;&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Ersten Weltkrieg hatte er als Schüler in der Betreuung von Verwundeten in einem Aachener Lazarett geholfen; das machte ihn zu einem [[Pazifismus|Pazifisten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruno Kammann 314&amp;quot; /&amp;gt; Er studierte Philosophie und Theologie in Innsbruck und Bonn und wurde 1926 in Bonn mit einer Dissertation über &amp;#039;&amp;#039;Kants Stellung zur Musik und ihre Würdigung durch Spätere&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. theol. promoviert. Während seines Studiums in Bonn trat er der [[Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas|W.K.St.V. Unitas Ruhrania]] bei. Weil er ein Buch des [[Exkommunikation|exkommunizierten]] [[Kirchenhistoriker]]s [[Joseph Wittig]] positiv beurteilt hatte, musste er noch am Tag seines Eintritts ins [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] auf Anordnung von Kardinal [[Karl Joseph Schulte]] es wieder verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur dank der Fürsprache Dritter und unter Auflagen wurde ihm die Rückkehr gestattet. Tief geprägt haben ihn in dieser Zeit [[Friedrich Muckermann]] und [[Carl Sonnenschein]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 315–316.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1929 empfing er im Kölner Dom die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kaplan in St. Johann Altenessen während der [[Weltwirtschaftskrise]] besuchte er die Familien der arbeitslosen Bergleute und nahm sich ihrer Not an. Da er sich nicht scheute, auch zu den Versammlungen der örtlichen [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] zu gehen und dort für die [[katholische Soziallehre]] zu werben, wurde er bald als „roter Kaplan“ bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hubertus Büker&amp;quot;&amp;gt;Hubertus Büker: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Kaplan und die Sünderin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kirche+Leben]]&amp;#039;&amp;#039;, 9. Januar 2022, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei der [[Reichstagswahl 1930|Reichstagswahl am 14. September 1930]] an Stimmen gewonnen hatten, hielt er vielbeachtete Vorträge über die Gefahren des [[Totalitarismus]], sei es des [[Kommunismus]] oder des [[Nationalsozialismus]]. Tausende strömten in den Nordpark-Saal in Essen, um ihn zu hören.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt; Klinkhammer sprach auch an vielen Orten im [[Ruhrgebiet]] und am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] und sogar in [[Oberschlesien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widersacher des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Klinkhammers Bekanntheit zog noch größere Kreise durch seine bis in die Kriegszeiten offenen Proteste gegen das [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische Regime]], die ihm mehrere Verhaftungen einbrachten. Bei einer Ansprache am 22. April 1933, Hitlers Geburtstag, nannte er 10 Punkte der Unvereinbarkeit von Nationalsozialismus und Christentum, darunter die [[Holocaust|Verfolgung der Juden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 318–319.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am folgenden Tag wurde er daraufhin erstmals verhaftet. Nach vier Wochen wurde er mit der Auflage entlassen, Essen zu verlassen. Am 23. November 1933 begann in Essen sein Prozess. Die Anklage lautete auf Vergehen gegen den [[Kanzelparagraph]]en und gegen die [[Heimtückegesetz|Verordnung zur Abwehr heimtückische Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung]]. Es war der erste Prozess des NS-Staates gegen einen katholischen Priester.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Klinkhammer wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Nachdem sich das [[Erzbistum Köln]] verpflichtet hatte, ihn aus der [[Seelsorge]] zu entfernen, wurde er vorzeitig freigelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 musste er in das Bistum Augsburg (zur [[Christkönigs-Institut Meitingen|Christkönigsgesellschaft]] in Meitingen) und dann ins [[Bistum Speyer]] ausweichen. Dort war er Kaplan in [[Waldfischbach]]. Auch 1937 und 1938 saß er „wegen [[Kanzelparagraph|Kanzelmissbrauchs]]“ wiederholt im Gefängnis, unter anderem in Frankenthal und in Zweibrücken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruno Kammann 323&amp;quot;&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg hatte Klinkhammer, wie er später mit Betrübnis eingestand, nicht die Kraft, den [[Wehrdienst]] zu verweigern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruno Kammann 323&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings wollte er sich auch nicht auf das Amt eines [[Kriegspfarrer]]s bewerben, durch das er schnell in den Rang eines Offiziers der Wehrmacht gelangt wäre, das ihn aber gleichzeitig verpflichtet hätte, die Soldaten auf die Kriegsziele des NS-Regimes einzuschwören und sie mit Hilfe der christlichen Religion soweit mental zu stärken, dass sie mutig für diese Ziele kämpften und starben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dagmar Pöpping]]: &amp;#039;&amp;#039;Passion und Vernichtung. Kriegspfarrer an der Ostfront 1941-1945.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2019, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde er 1941 als [[Sanitätssoldat]] zur [[24. Infanterie-Division (Wehrmacht)|24. Infanteriedivision]] nach Russland eingezogen. Aufgrund seiner Äußerungen nach einer Weihnachtsfeier wurde ihm Wehrkraftzersetzung vorgeworfen. Ein Militärgericht verurteilte ihn zum Tode. Dank der Intervention eines Wehrmachtsseelsorgers wurde er begnadigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Rückzug über die Ostsee geriet er in [[Kiel]] in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er Anfang 1946 entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Klinkhammer wurde Kaplan an der Bonner Münsterkirche St. Martin. Als er 1947 die Erschießung eines Familienvaters, der Frau und drei kleine Kinder hinterließ, wegen Diebstahls von Kohle als [[Mord]] anprangerte, wurde er auf Druck der britischen Besatzung nach Düsseldorf versetzt und wurde Pfarrer in [[Heerdt]] (bis 1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bunkerkirche St. Sakrament in Duesseldorf-Heerdt, von Suedwesten.jpg|mini|Bunkerkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rektoratspfarrer erreichte er von der englischen Kommandantur die Genehmigung, den auf Kirchengrund stehenden [[Kirchenbunker]] zu einem Gotteshaus umzubauen, indem die Flakstellung auf dem Dach zum Glockenturm wurde und in die 2,40 Meter dicken Betonwände Kirchenfenster gesprengt wurden. So schuf er am Heerdter „Handweiser“ die [[Bunkerkirche Sankt Sakrament]]. Die Baukosten brachte er, als vielgefragter Autor, unter anderem durch zahlreiche Beiträge für Zeitungen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer (1903–1997)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9. Aschendorff, Münster 1999, S. 313–334, hier S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Jugendarbeit]] war ihm sehr wichtig. Da es zwar in der Nähe einen sozialen Brennpunkt gab, der Stadtteil [[Düsseldorf-Heerdt|Heerdt]] zu dieser Zeit aber keine Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung für die Jugend bot, wurde das Obergeschoss des dem Schwesternhaus angeschlossenen [[Kindergarten]]s als Vorführraum für Theater- und Kinovorführungen ausgestaltet. Das Kino-Programm wurde von Klinkhammer zusammen mit Tauf-, Hochzeits- und Beerdigungsterminen zum Ende eines jeden Gottesdienstes bekanntgegeben. Am [[Weißer Sonntag|Weißen Sonntag]] besuchte er jedes seiner Kommunionkinder auf ihrer Feier und überreichte ihnen ein bronzenes [[Kruzifix]]. In seiner Bunkerkirche predigte er jahrzehntelang bis kurz vor seinem Tod. Nach dem Krieg sah er im [[Kommunismus]] die Hauptgefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 war Klinkhammer Mitbegründer der [[Düsseldorfer Mittwochgespräche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Presseamt des Erzbistums Köln: &amp;#039;&amp;#039;PEK-Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 206 vom 6. Juni 1975, S. 1–2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem initiierte er die alljährlichen Ferienaktion für Kinder, die zuhause bleiben mussten. Für diese gab es täglich ein Programm wie Fahrten ins Blaue, Kinobesuche oder Besuch einer Badeanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf für die Sittlichkeit ===&lt;br /&gt;
Mit seiner politischen und moralisch-sittlichen Gesinnung hielt er nie hinter dem Berg. So protestierte er 1951 gegen den Film &amp;#039;&amp;#039;[[Die Sünderin]]&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Hildegard Knef]]), da er sich darüber empörte, wie der Film die Themen [[Prostitution]], [[Suizid]] und [[Tötung auf Verlangen]] darstellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hubertus Büker&amp;quot; /&amp;gt; Mit Jugendlichen organisierte er, entsprechend einer Predigt von Kardinal [[Joseph Frings]] als „Selbsthilfe“, Störungen von Filmvorführungen bis hin zum Abbruch einer Vorführung. Dabei wurden auch [[Stinkbombe]]n in Kinosälen geworfen. Mit der herbeigerufenen Polizei gab es mehrmals Prügeleien. Zusammen mit einem Geistlichen und weiteren fünf Personen wurde er wegen Nötigung, groben Unfugs und Widerstand gegen die Staatsgewalt angeklagt und in erster Instanz freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sybille Steinbacher]] S. 113ff. (s.&amp;amp;nbsp;o. Literatur).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch in Revision gegangen war, hob der [[Bundesgerichtshof]] das Urteil auf, denn nicht das Gewissen der Angeklagten sei entscheidend, sondern die Frage, ob ihr Verhalten mit den Grundsätzen des Rechtsstaates vereinbar ist. Der Fall wurde zur Neuverhandlung an das [[Landgericht Duisburg]] verwiesen. Aufgrund des [[Straffreiheitsgesetz 1954#Bedeutung|Straffreiheitsgesetzes]] von 1954 stellte das Landgericht den Prozess ein. Dank des Gesetzes, das dazu diente, NS-Belastete zu amnestieren, blieb er straffrei und durfte fortan in der [[Filmdienst|Katholischen Filmkommission für Deutschland]] mitwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;Sybille Steinbacher S. 120–121 (s.&amp;amp;nbsp;o. Literatur).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Papst]] [[Paul VI.]] verlieh ihm für seine Verdienste am 4. Juni 1975 den Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Kaplan Seiner Heiligkeit]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Monsignore]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Am 23. November 1992 wurde er mit dem [[Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/20150317_lvo-liste_sortiert_fuer_internet.pdf | titel=Verdienstordenträgerinnen und -träger seit 1986 | hrsg=Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen | zugriff=2017-03-11 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20190331204359/https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/20150317_lvo-liste_sortiert_fuer_internet.pdf | archiv-datum=2019-03-31 | offline=ja | archiv-bot=2022-10-16 04:46:34 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine Grünanlage nahe der Bunkerkirche St. Sakrament an der Kreuzung Heerdter Landstraße – Kevelaerer Straße im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt heißt nach ihm &amp;#039;&amp;#039;Pastor-Klinkhammer-Platz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilnachlass ==&lt;br /&gt;
Carl Klinkhammers Unterlagen zu den Düsseldorfer Mittwochgesprächen werden im [[Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland]] verwahrt und bilden dort den Bestand RW 0312.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kants Stellung zur Musik und ihre Würdigung durch Spätere&amp;#039;&amp;#039;. Bonn: Verein Studentenwohl, 1926 (Phil. Diss.).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber und Mitverfasser: &amp;#039;&amp;#039;Versöhnte Christenheit&amp;#039;&amp;#039;. Christiana-Verlag, Zürich 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Wege. Die Einheit im Gespräch der Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Fredebeul &amp;amp; Koenen, Essen 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bruno Kammann: Carl Klinkhammer (1903–1997). In: [[Jürgen Aretz]], [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern, Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 9, Aschendorff Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, Münster 1999, ISBN 978-3-402-06112-1, S. 313–334. [https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17584 (Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Bruno Kammann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Klinkhammer: Ruhrkaplan, Sanitätssoldat und Bunkerpastor; 1903–1997.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Schriften zur neueren Landesgeschichte und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 55. Klartext-Verlag, Essen 2001, ISBN 3-88474-910-2.&lt;br /&gt;
* [[Sybille Steinbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;	Wie der Sex nach Deutschland kam. Der Kampf um Sittlichkeit und Anstand in der frühen Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2011, ISBN 978-3-88680-977-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120272016}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Christof Beckmann]] |url=http://www.unitas-ruhrania.org/index.php?cmd=details&amp;amp;newsid=521&amp;amp;section=news&amp;amp;printview=1 |titel=Kämpfer gegen den Zeitgeist: Ruhrkaplan und Bunkerpastor – Bbr. Klinkhammer vor 100 Jahren geboren |werk=unitas-ruhrania.org |datum=2004-09-29 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140109155022/http://www.unitas-ruhrania.org/index.php?cmd=details&amp;amp;newsid=521&amp;amp;section=news&amp;amp;printview=1 |archiv-datum=2014-01-09 |abruf=2022-01-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christiane Laudage |url=https://www.katholisch.de/artikel/32656-der-bunkerpfarrer-vor-25-jahren-starb-ruhrkaplan-carl-klinkhammer |titel=Der „Bunkerpfarrer“: Vor 25 Jahren starb Ruhrkaplan Carl Klinkhammer |werk=[[katholisch.de]] |datum=2022-01-08 |abruf=2022-01-08 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Bruno Kammann |url=https://domradiomp3.akamaized.net/gl-f22440ee-9c8d-426d-a1aa-156bad1a8895/gl-f22440ee-9c8d-426d-a1aa-156bad1a8895.mp3 |titel=Bunkerpastor Dr. Carl Klinkhammer |werk=[[Domradio]] |datum=2022-01-16 |format=mp3-Audio; 56,6&amp;amp;nbsp;MB; 61:54&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2022-01-16 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120272016|LCCN=n/2001/39669|VIAF=209417337}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klinkhammer, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klinkhammer, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geistlicher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Januar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Januar 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>