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	<title>Carl Kircheiß - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T15:51:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Kicheiss.jpg|mini|Carl Kircheiß (1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Kircheiß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kircheiss&amp;#039;&amp;#039;, (* [[17. Juli]] [[1887]] in [[Harburg (Elbe)]]; † [[6. Dezember]] [[1953]] in [[Hamburg-Othmarschen]]) war ein deutscher [[Kapitän]], [[Weltumsegler]], [[Walfang|Walfänger]] und [[Polarforscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Kircheiß wurde als Sohn eines Gastwirts und Hoteliers im damals noch eigenständigen [[Harburg (Elbe)]] als fünftes von sechs Kindern geboren. In seiner Jugend zog die Familie mehrfach um: 1890 verkaufte der Vater den Gasthof „Zum Schwarzen Roß“ in Harburg und erwarb dafür ein Hotel in [[Hamburg-Hausbruch|Hausbruch]] an der Cuxhavener Straße. Die Grundschule besuchte Kircheiß von dort aus im Dorf [[Hamburg-Neugraben-Fischbek|Neugraben]], das etwa eine Stunde entfernt lag. Einige Jahre später verkaufte der Vater das Hotel wieder und pachtete die Restauration im Unterelbe-Bahnhof in Harburg, später (1897) ergänzend die &amp;#039;&amp;#039;Sennhütte&amp;#039;&amp;#039; auf der Nordseite der [[Harburger Berge]] in Hausbruch. So war es den Kindern möglich, das [[Gymnasium]] &amp;#039;&amp;#039;Erste Bürgerschule&amp;#039;&amp;#039; zu besuchen. Mit 14 Jahren beendete er diese und ging im Sommer 1901 zunächst als [[Seemann|Schiffsjunge]] an Bord der Hamburger [[Bark (Schiffstyp)|Bark]] &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg&amp;#039;&amp;#039;, wo er bis 1904 zum Matrosen ausgebildet wurde. Nach einer Fahrt, die von Hamburg über [[Montevideo]] und [[Buenos Aires]] nach [[Riga]] führte, wurde er im Sommer 1902 zum Leichtmatrosen befördert. Von Riga segelte die &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg&amp;#039;&amp;#039; mit einer Ladung Holz aus [[Hudiksvall]] nach [[Melbourne]], mit Ballast weiter nach [[Newcastle (Australien)|Newcastle]] und von dort mit Kohle nach Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wasser&amp;quot;&amp;gt;Carl Kircheiss: &amp;#039;&amp;#039;Wasser, Wind und weite Welt: Als Schiffsjunge um die Erde&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann, Gütersloh 1953&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren fuhr er zur See, unter anderem war er im Juli 1907 mit der Eisenrumpfbark &amp;#039;&amp;#039;[[Fürst Bismarck (1877)|Fürst Bismarck]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Kap Hoorn]]. 1908 legte er nach dem Besuch der Navigationsschule das Patent zum Seesteuermann ab, und zum Jahresende fuhr er bereits als [[Nautischer Offizier|Dritter Offizier]] auf dem [[Vollschiff]] &amp;#039;&amp;#039;Maipo&amp;#039;&amp;#039; durch die [[Le-Maire-Straße (Kap Hoorn)|Le-Maire-Straße]] nahe Kap Hoorn. 1912 folgte das Kapitänspatent. Damit war der 25-jährige einer der jüngsten Kapitäne in Deutschland. In der Folgezeit fuhr Kircheiß für die [[Hamburg Süd|Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft (HSDG)]] als Offizier im Küstendienst vor [[Argentinien]] und wurde parallel zum [[Reservist|Leutnant der Reserve]] der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] ausgebildet. Anfang Juli 1914 erlebte er als Zweiter Offizier auf dem Dampfschiff &amp;#039;&amp;#039;Mendoza&amp;#039;&amp;#039; der Hamburg-Süd Schiffbruch nahe Kap Punta Mogotes, danach wurde er Ende Juli, unmittelbar vor Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], auf einen anderen Dampfer der Reederei versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Kriegsausbruch entstand der Entschluss, nach Deutschland zurückzukehren und als Soldat zu dienen. Am 2. August 1914 reiste Kircheiß mit weiteren Reserveoffizieren aus [[Buenos Aires]] auf dem italienischen Dampfer &amp;#039;&amp;#039;Tomaso di Savoia&amp;#039;&amp;#039; mit falschen Papieren aus und gelangte über Italien nach Deutschland. Dort übernahm er am 30. August 1914 in [[Wilhelmshaven]] das Kommando eines kleinen [[Vorpostenboot]]es der Nordseevorpostenflottille.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Meine Weltumsegelung mit dem Fischkutter Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, Kribe, Berlin 1928, S. 34–44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SMSSeeadlerFront.PNG|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;[[Seeadler (Schiff, 1888)|Seeadler]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Christopher Rave]] (Reproduktion)]]&lt;br /&gt;
[[Kapitänleutnant]] [[Felix Graf von Luckner]] wählte ihn als Artillerie- und Navigationsoffizier für seinen [[Hilfskreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Seeadler (Schiff, 1888)|Seeadler]]&amp;#039;&amp;#039; aus. Von Dezember 1916 an war er [[Leutnant zur See]]. Nach dem Schiffbruch am 2. August 1917 auf einem Riff vor der südpazifischen Insel Mopelia (Gesellschaftsinseln) segelte er mit Luckner und vier weiteren Seeleuten rund 2.300 [[Seemeile|sm]] in einem offenen Boot von sechs Metern Länge durch den Pazifik (Stationen: [[Atiu]], [[Aitutaki]] und Gefangennahme auf [[Lomaiviti|Wakaya]]). Er wurde auf der Insel [[Motuihe Island|Motuihe]] im [[Neuseeland|neuseeländischen]] [[Hauraki Gulf]] interniert. Aus der Internierung gelang es Luckner und Kircheiß, am 13. Dezember 1917 mit dem gekaperten Motorboot &amp;#039;&amp;#039;Pearl&amp;#039;&amp;#039; des Inselkommandanten zu fliehen. Sie [[Enterung|enterten]] den [[Schoner]] &amp;#039;&amp;#039;Moa&amp;#039;&amp;#039;, wurden jedoch kurz darauf erneut durch den Dampfer &amp;#039;&amp;#039;Iris&amp;#039;&amp;#039; bei der [[Macauley Island|Macauleyinsel]] gefangen genommen. Es folgte der Rücktransport nach Motuihe und die erneute Internierung. 1919 wurde Kircheiß aus der Gefangenschaft entlassen und kehrte mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Willochra]]&amp;#039;&amp;#039; nach Deutschland zurück. Später war er einer der drei [[Ghostwriter]] von Luckners Veröffentlichung &amp;#039;&amp;#039;Seeteufel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20050122044925/http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/51791/ &amp;#039;&amp;#039;Das Seebeben tobte wohl nur in Luckners Phantasie&amp;#039;&amp;#039;], in: Informationsdienst Wissenschaft vom 1. September 1999, abgerufen am 15. Januar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg gründete er mit einem Teilhaber aus [[Bremen]] einen Tabakgroßhandel. Im Rahmen einer Kur in [[Bad Wildungen]], um seine Kriegsverletzungen zu kurieren, wurde er als Vortragsredner entdeckt. Zahlreiche Vorträge in ganz Deutschland, die für die Verständigung zwischen den ehemaligen Kriegsparteien und die Wiederbelebung der deutschen Seeschifffahrt warben, folgten. Dabei entstand die Idee, die Vorträge weltweit zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Weltumsegelung mit dem Kutter &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Reisemittel sollte ein Segelschiff sein, die sportliche Herausforderung war es, alle Seegebiete jeweils im Winter zu durchfahren. Am 30. März 1925 kaufte Kircheiß den in [[Cuxhaven]] beheimateten [[Kutter (Bootstyp)|Spitzgattfischkutter]] &amp;#039;&amp;#039;Holstentor H. H. 177&amp;#039;&amp;#039; vom Hamburger Reeder Cordes &amp;amp; Peters für 25.000 Mark. Im zweiten Quartal 1925 wurde er auf der Werft von Fritz Frank am [[Reiherstieg]] unter der Leitung von Dipl.-Ing. Pichon umgebaut. Das Schiff wurde im Juni in &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039; umbenannt, und es folgte eine Probefahrt in der Ostsee. Nach einigen Modifikationen am Schiff und abschließenden Reisevorbereitungen begann die Weltumsegelung am 2. Januar 1926. Als er am 29. Dezember 1927 von seiner Weltumsegelung als erster Deutscher unter großem deutschlandweiten Medienecho wieder in den Hamburger Hafen einlief, wurde Kircheiß bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kutter &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Das Schiff wurde 1921 von [[Max Oertz]] als Fischerboot mit einem [[Heckform|Spitzgatt]] konstruiert und auf der eigenen Werft am Reiherstieg in Hamburg gebaut. Es war 22 m lang, 6,4 m breit und hatte einen Tiefgang von 2,8 m. Das 48-Tonnen-Schiff hatte einen 50 PS Rohölmotor der Hanseatischen Motorengesellschaft und einen 5 PS Rohölmotor für elektrisches Licht und die Pumpen; der Kutter war als [[Ketsch (Schiffstyp)|Ketsch]] [[Takelage|geriggt]]. Die Mannschaft bestand aus Kapitän Kircheiß und dem Steuermann Fritz Kunert, den zwei Matrosen Spengemann und Knoke sowie dem [[Smut]] Emil Niemann. In den 1930er Jahren stand das Boot dem [[Deutscher Hochseesportverband HANSA|Deutschen Hochseesportverband HANSA]] zur Segelausbildung im Rahmen der Organisation &amp;#039;&amp;#039;[[Kraft durch Freude]]&amp;#039;&amp;#039; zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-12 |url=http://www.fky.org/prestodata/showdoc.php4?doc=heft&amp;amp;heft=16&amp;amp;jahr=1935&amp;amp;resultnr=1&amp;amp;config=std |text=Yacht Nr. 16, S. 15 ff., 1935 |archivebot=2023-12-02 15:32:32 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stationen der Weltumsegelung ===&lt;br /&gt;
:2. Januar 1926 Abfahrt aus Hamburg&lt;br /&gt;
:3. bis 10. Januar 1926 Cuxhaven&lt;br /&gt;
:22. Januar bis 3. Februar 1926 [[Vigo]]&lt;br /&gt;
:7. bis 15. Februar 1926 [[Lissabon]]&lt;br /&gt;
:19. Februar 1926 [[Gibraltar]]&lt;br /&gt;
:22. bis 27. Februar 1926 [[Málaga]]&lt;br /&gt;
:18. März [[Ischia (Insel)|Ischia]], für einige Wochen Reparaturen, anschließend [[Neapel]] bis 28. April 1926&lt;br /&gt;
:2. bis 3. Mai 1926 [[Messina]]&lt;br /&gt;
:15. bis 25. Mai 1926 [[Alexandria]]&lt;br /&gt;
:28. bis 30. Mai 1926 [[Port Said]]&lt;br /&gt;
:19. bis 22. Juni 1926 [[Aden]]&lt;br /&gt;
:12. bis 21. Juli 1926 [[Colombo]]&lt;br /&gt;
:29. Juli bis 2. August 1926 [[Sabang]] auf [[Sumatra]]&lt;br /&gt;
:6. bis 16. August 1926 [[Medan|Belawan]]&lt;br /&gt;
:23. bis 30. August 1926 [[Singapur]]&lt;br /&gt;
:6. bis 18. September 1926 [[Tanjung Priok]]&lt;br /&gt;
:21. bis 27. September 1926 [[Semarang]]&lt;br /&gt;
:1. bis 17. Oktober 1926 [[Surabaya]], Reparaturen&lt;br /&gt;
:18. bis 23. Oktober 1926 Boeleleng auf [[Bali]]&lt;br /&gt;
:27. Oktober bis 4. November 1926 [[Makassar]]&lt;br /&gt;
:21. bis 28. November 1926 [[Manila]]&lt;br /&gt;
:18. Dezember 1926 bis 6. Januar 1927 [[Kōbe]]&lt;br /&gt;
:19. bis 31. Januar 1927 [[Shanghai]]&lt;br /&gt;
:25. März bis 9. April 1927 [[Honolulu]]&lt;br /&gt;
:8. Mai bis 1. Juni 1927 [[San Francisco]], trifft dort am 11. Mai 1927 und in den Folgetagen Graf von Luckner&lt;br /&gt;
:7. bis 20. Juni 1927 [[San Pedro (Los Angeles)]]&lt;br /&gt;
:3. bis 18. Juli 1927 [[Manzanillo (Mexiko)|Manzanillo]], 13. Juli 1927 in Mexiko-Stadt&lt;br /&gt;
:21. bis 23. Juli 1927 [[Acapulco]]&lt;br /&gt;
:7. bis 10. August 1927 [[Puntarenas]], Costa Rica&lt;br /&gt;
:13. bis 15. August 1927 [[Balboa (Panama)]]&lt;br /&gt;
:17. bis 18. August 1927 [[Colón (Stadt, Panama)]]&lt;br /&gt;
:31. August bis 10. September 1927 [[Havanna]]&lt;br /&gt;
:12. bis 19. September 1927 [[Miami]]&lt;br /&gt;
:1. bis 19. Oktober 1927 [[Philadelphia]]&lt;br /&gt;
:22. Oktober bis 16. November 1927 [[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
:25. bis 29. Dezember 1927 Cuxhaven&lt;br /&gt;
:Rückkehr am 29. Dezember 1927 nach rund 34.000 sm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Weltumsegelung ==&lt;br /&gt;
Kircheiß nutzte seine Bekanntheit und unternahm weitere Vortragsreisen durch Deutschland, in denen er sich zunehmend für einen eigenen deutschen [[Walfang]] einsetzte. 1930 fuhr er als Passagier mit dem norwegischen [[Walfänger]] &amp;#039;&amp;#039;Leiesten&amp;#039;&amp;#039; in die [[Antarktis]] und das südliche Eismeer, um Wissen über die Durchführung des Walfangs zu erlangen. Nach der Fangsaison fuhr er im Frühjahr 1931 über Argentinien an die südamerikanische Westküste. Die Monate um den Jahreswechsel verbrachte er in Panama und reiste dann rechtzeitig zum Sommer auf der Nordhalbkugel nordwärts, um den Wal- und Lachsfang in [[Alaska]] und der [[Beringstraße]] zu studieren. Ende 1932 kam Kircheiß nach Hamburg zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Wal hooo! Weltreisen mit Harpunen, Angelhaken und Netzen, Wilkens, Rendsburg 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hvalkokeri Vikingen - skipsmodell.jpg|mini|Walfangschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Wikinger (Schiff, 1929)|Wikinger]]&amp;#039;&amp;#039; (Modell)]]&lt;br /&gt;
Am 25. März 1935 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Erste Deutsche Walfang-Gesellschaft m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; in [[Bremerhaven]] gegründet,&amp;lt;ref&amp;gt;Johan Nicolay Tønnessen, Arne Odd Johnsen: The history of modern whaling, C. Hurst &amp;amp; Co. Publishers, 1982, S. 423 f., ISBN 978-0-905838-23-6&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Kircheiß als technischer und nautischer Leiter arbeitete. Ab 1935 konnte durch Industriepartnerschaften – hauptsächlich der [[Henkel (Konzern)|Henkel &amp;amp; Cie.]] und der deutschen Margarineindustrie – eine Fangflotte in mehreren Unternehmen (u.&amp;amp;nbsp;a. auch [[Walter Rau Lebensmittelwerke|Walter Rau Walfang AG]] und die Deutsche Walfang-Gesellschaft Hamburg) aufgebaut werden, die bereits 1936 rund 35.000 t [[Tran]] und 1.000 t Walmehl erzielte. Im Frühjahr 1939 übernahm Kircheiß für 90 Tage das Kommando auf dem Walfänger [[Wikinger (Schiff, 1929)|Wikinger]] mit 13 Fangbooten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] 1939 erhielt er zunächst das Kommando über das zum [[Minenleger]] umgebaute Seebäderschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Kaiser (Schiff, 1905)|Kaiser]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Hildebrand/Röhr/Steinmetz: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Kriegsschiffe&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 9, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; dann über eine [[U-Boot-Falle]]. Als diese [[Torpedo|torpediert]] wurde, erlitt er schwere Verletzungen. Nach seiner teilweisen Genesung war er Ausbilder bei der Marine in Hamburg, später leitete er ein Wehrbezirkskommando in Westfalen.&lt;br /&gt;
Die Schiffe der Walfangreedereien waren bei Kriegsbeginn in den Dienst der Kriegsmarine überstellt worden und wurden zum Teil im Krieg zerstört. Die nicht zerstörten Schiffe gingen als [[Reparationen|Reparationsleistung]] an die Siegermächte des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wollte Kircheiß wieder ein eigenes Schiff kaufen und arbeitete darauf hin. 1949 erwarb er ein elf Meter langes Magnetboot der Marine, takelte es zum Hochsee-Segler um, und nannte es &amp;#039;&amp;#039;Wal hooo&amp;#039;&amp;#039;. Im Herbst 1951 segelte er in 62 Tagen [[Einhandsegler|einhand]] 3060 sm zu den [[Azoren]], geriet in einen Orkan, und musste seine geplante Atlantiküberquerung dort abbrechen. Die Erlebnisse wurden als &amp;#039;&amp;#039;Spannende Geschichten&amp;#039;&amp;#039;, Heft Nr. 17, vom C. Bertelsmann Verlag veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapitän Carl Kircheiss.JPG|mini|Grab Carl Kircheiss mit einem Relief des Bildhauers Emmerich Oehler (1881–1982), das seinen Kutter &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039; zeigt.]]&lt;br /&gt;
Carl Kircheiß starb durch einen [[Straßenverkehrsunfall|Verkehrsunfall]]: Er wurde beim Queren der Hamburger [[Elbchaussee]] von einem Personenkraftwagen angefahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hdl.handle.net/10013/epic.29112.d001 Kurt Ruthe: &amp;#039;&amp;#039;Kapitän Carl Kircheiß †&amp;#039;&amp;#039;], Nachruf in: Polarforschung (Herausgegeben vom Archiv für Polarforschung, Kiel), Band III/1953, Heft 1 und 2, 23. Jahrgang, erschienen 31. Dezember 1954, S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[Nienstedtener Friedhof]]. Er hinterließ seine Ehefrau Ellen Angela, einen Sohn und eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der deutschen Walfänger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] (1914) II. und I. Klasse&lt;br /&gt;
* Goldene Plakette des [[Hamburgischer Verein Seefahrt|Hamburgischen Vereins Seefahrt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensstiftungen ==&lt;br /&gt;
* Die [[postum]] von der Nautischen Kameradschaft Hansea von 1896, Hamburg, gegründete &amp;#039;&amp;#039;Carl-Kircheiß-Stiftung&amp;#039;&amp;#039; sorgt seit 1958 für bedürftige Seeleute.&lt;br /&gt;
* Die [[HADAG Seetouristik und Fährdienst AG]], Betreiberin der Hamburger Elbfähren, taufte 1969 einen rund 30 m langen Schiffsneubau im Fährdienst nach Kircheiß, der bis 1979 diesen Namen trug.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.today/2012.08.02-073813/http://www.inselfaehren.de/index.php?page=carl-kircheiss-1969 &amp;#039;&amp;#039;Carl Kircheiß (1969)&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 15. Januar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren trug ein bis Ende 2017 in [[Brunsbüttel]] stationiertes [[Lotsenboot|Lotsenversetzboot]] der [[Lotsenbrüderschaft Elbe]] seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bsu-bund.de/SharedDocs/pdf/DE/Unfallberichte/2007/Ubericht_495_05.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsbericht über die Kollision zwischen Arctic Ocean und Maritime Lady sowie Berührung des Wracks der Maritime Lady durch die Sunny Blossom und daraus resultierender Strandung der Sunny Blossom am 5. Dezember 2005 auf der Elbe&amp;#039;&amp;#039;], Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) und andere, Hamburg 2007, abgerufen am 4. Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Von 1933 bis 1948 war in Hamburg-Harburg der Kanalplatz als &amp;#039;&amp;#039;Kapitän-Kircheiß-Platz&amp;#039;&amp;#039; benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Kircheiss: &amp;#039;&amp;#039;Wasser, Wind und weite Welt: Als Schiffsjunge um die Erde&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann, Gütersloh 1953, S26 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20110919162725/http://www.hamburg.de/contentblob/1988960/data/430-62.pdf &amp;#039;&amp;#039;Staatsarchiv Hamburg, 430-62 Findbuch Katasteramt Harburg, Nr. III a 13&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 89&amp;amp;nbsp;kB), S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Weltumsegelung mit dem Fischkutter Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, Kribe, Berlin 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Polarkreis Süd - Polarkreis Nord: Als Walfisch- und Seelenfänger rund um die beiden Amerika&amp;#039;&amp;#039;, K. F. Koehler GmbH, Leipzig 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sturmfibel für Segler&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wal hooo! Weltreisen mit Harpunen, Angelhaken und Netzen&amp;#039;&amp;#039;, Wilkens, Rendsburg 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allein über den Atlantik&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann, Gütersloh 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wasser, Wind und weite Welt: Als Schiffsjunge um die Erde&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann, Gütersloh 1953&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kircheiss, Carl&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hartmut Bickelmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bremerhavener Persönlichkeiten aus vier Jahrhunderten. Ein biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Stadtarchiv, Bremerhaven 2002, ISBN 3-923851-24-3, (&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bremerhaven&amp;#039;&amp;#039; 16), S. 148 f.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|639|640|Kircheiß, Carl|Heinz Walter|116181907}}&lt;br /&gt;
* Hans D. Schenk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Graf Luckners „Seeadler“. Das Kriegstagebuch einer berühmten Kaperfahrt&amp;#039;&amp;#039;. (Für das Deutsche Schiffahrtsmuseum herausgegeben von Uwe Schnall). Die Hanse / Carlsen, Hamburg 1999, ISBN 3-551-88480-3.&lt;br /&gt;
* [[Felix Graf von Luckner]]: &amp;#039;&amp;#039;Seeteufel. Abenteuer aus meinem Leben&amp;#039;&amp;#039;. Koehler, Leipzig 1921, (Zahlreiche Ausgaben, Stand 2010 zuletzt: 639.–645. Tausend. Koehler, Hamburg 1996, ISBN 3-7822-0671-1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116181907}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dithmarschen-wiki.de/File:Kiechheiss.jpg Bild des Lotsenversetzbootes &amp;#039;&amp;#039;Kapitän Kircheiss&amp;#039;&amp;#039; (2008)]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=116181907}}&lt;br /&gt;
* [https://kleinerkreuzerhamburg.wordpress.com/2015/10/05/05-10-1926-surabaya/ Begegnung mit der S.M.S Hamburg (ebenfalls auf Weltreise) mit Ablichtung des Kutters &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116181907|LCCN=n/2002/79809|VIAF=54893506}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kircheiss, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltumsegler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitän]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant zur See (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korvettenkapitän (Kriegsmarine der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher (Antarktis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher (Arktis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Walfänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutscher Hochseesportverband HANSA)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfallopfer (Straßenverkehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kircheiß, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kircheiss, Carl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kapitän und Weltumsegler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Harburg (Elbe)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Dezember 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg-Othmarschen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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