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	<title>Carl Künzel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-05-18T15:10:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Künzel.jpg|mini|hochkant|Carl Künzel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1808]] in [[Heilbronn]]; † [[3. Februar]] [[1877]] ebenda; auch &amp;#039;&amp;#039;Karl Künzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sterbeort nach [http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/LABI/PDB.asp?ID=87736 Eintrag zu Karl Künzel] in der Personendatenbank der [[Landesbibliographie Baden-Württemberg]]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Autograph]]ensammler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Künzel war der erste Sohn des Stadtrates Bernhard Künzel und dessen Frau Marie Magdalene. Bernhard Künzel besaß ein Haus in der Metzgergasse, das damals die Nummer 305 trug. Nach der Schulzeit ließ er seinen Sohn eine Lehre in der neu gegründeten [[Heilbronner Papierindustrie#Gebrüder von Rauch|Papierfabrik der Gebrüder Rauch]] antreten – in dieser Fabrik sollte Carl Künzel schließlich 55 Berufsjahre verbringen. Carl Künzel stellte als junger Mann fest, dass seine Schulbildung große Lücken aufwies und begann sich autodidaktisch weiterzubilden. Dafür nutzte er insbesondere die frühen Morgenstunden ab 4 Uhr. Nach seiner Lehrzeit wurde er in der Fabrik fest angestellt; seine Aufgabe war es, die Kunden zu besuchen. Diese Reisen und Kontakte nutzte er für die Erweiterung seiner Autographensammlung. Etwa ab den 1860er Jahren war er beruflich vorwiegend in Heilbronn beschäftigt, nutzte jedoch seine Urlaube für Reisen nach Frankreich und Italien. Er litt in seinen letzten Jahren an einer Kniegelenksentzündung und starb mit 68 Jahren an [[Ödem|Herzwassersucht]].&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hn-wilhelmsbau2009.jpg|mini|Wilhelmstraße 9, Heilbronn]]&lt;br /&gt;
Künzel wohnte in seiner Vaterstadt wohl ab den 1840er Jahren Vor dem Sülmertor 963 und ungefähr ab 1850 in [[Wilhelmsbau (Heilbronn)|einem Eckgebäude]] der Cäcilien- und Wilhelmstraße. Das Haus in der Wilhelmstraße 9 besaß große Räumlichkeiten für gesellige Veranstaltungen und war mit alten Möbeln ausgestattet, darunter zwei Schränken aus dem frühen 17. Jahrhundert, die, zum Schutz gegen die Einwirkungen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], zerlegt worden waren. Eine der Schranktüren hatte, mit Lehm verkleidet, in [[Widdern]] als Tor eines Schweinestalls gedient, ehe der Möbelsammler Künzel sie wiederentdeckte und in seine Wohnung überführte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michelmann Bio&amp;quot;&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 8–11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künzel war ein Mitglied der Heilbronner [[Gräßle-Gesellschaft]], die aus dem Fredeskreis um den Arzt [[Philipp Sicherer]] hervorgegangen war und in der sich die Honoratioren trafen. Der Bäcker und Wirt Christoph David Gräßle betrieb in den 1840er Jahren in der Fleiner Straße, gegenüber dem Chor der [[Kilianskirche (Heilbronn)|Kilianskirche]], eine Weinwirtschaft, aus deren Stammtisch am 1. Mai 1845 die Gräßle-Gesellschaft, auch &amp;#039;&amp;#039;Herbulanum&amp;#039;&amp;#039; genannt, hervorging. Mitglieder dieser Gemeinschaft waren unter anderem [[David Friedrich Strauß]], der bis 1848 in Heilbronn in der Götzenturmstraße 8 und von 1860 bis 1864 im [[Bläß’sches Palais|Bläß’schen Palais]] in der Paulinenstraße 2 wohnte, [[Adolf von Goppelt|Adolf Goppelt]], [[Gustav von Rümelin|Gustav Rümelin]], [[Heinrich Titot]], [[Adolf Schliz|Adolf]] und [[Alfred Schliz]], [[Eduard Zeller]], [[Kuno Fischer]], [[Christian Märklin]], [[Friedrich Theodor Vischer|Friedrich Theodor von Vischer]], [[Karl Reinhold von Köstlin|Karl Reinhold Köstlin]] und [[Justinus Kerner]]. In den 1890er Jahren wurde Gräßles Haus abgerissen und die Gesellschaft zog in den Gasthof &amp;#039;&amp;#039;Traube&amp;#039;&amp;#039; in der Wilhelmstraße 3 um; sie nutzte aber ab den 1880er Jahren auch die [[Alte Harmonie (Heilbronn)|Harmonie]] und später das [[Liederkranz-Haus (Heilbronn)|Liederkranzhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künzel wurde in diesem Kreis mit Epitheta wie „der Allverwaltende“ geehrt und geneckt und insbesondere als Reisemarschall genutzt. In einem Gedicht eines Herbulanum-Mitgliedes wurde sein rastloser Eifer thematisiert:&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Künzel Gräßles-Gesellschaft.jpg|mini|Carl Künzel (dritte sitzende Person von rechts) mit Mitgliedern der Gräßle-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der feurige Künzel, Kanzler und Schaffner,&lt;br /&gt;
Uralter [[Runen]] Kenner und Freund,&lt;br /&gt;
Voll brausenden Eifers, ein treuer Wächter,&lt;br /&gt;
Den Guten hold und den Schlimmen Feind.&lt;br /&gt;
Furchtlos ebnet er alle Pfade,&lt;br /&gt;
Wo der Bund seinen Weg hin nimmt;&lt;br /&gt;
Schonungslos aber und ohne Gnade&lt;br /&gt;
Macht er die Rechnung bis &amp;lt;!-- In der Quelle tatsächlich ohne Komma. --&amp;gt; sie stimmt.&lt;br /&gt;
Gerecht zwar ist er und gönnet Jedem neidlos das Seine.&lt;br /&gt;
Rastlos bedacht für die Heiterkeit,&lt;br /&gt;
Wenn’s aber gilt, die Sache zu machen ins Reine,&lt;br /&gt;
Bodenlos immer zum Einzug bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 64 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heilbronn Papiermuehlen Rauch und Schaeuffelen 1835.jpg|mini|links|Die Rauchsche Papierfabrik (links)]]&lt;br /&gt;
Carl Künzel, der später Agent und schließlich Prokurist der Heilbronner Papierfabrik der Gebrüder Rauch&amp;lt;ref&amp;gt;Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein, &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 3/4, 1939, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde, kam durch Zufall schon als Lehrling zu seiner Leidenschaft für handschriftliche Zeugnisse bekannter Personen: Nachdem er in der Lumpenkammer der Fabrik einen Brief an [[Friedrich Schiller]] entdeckt hatte, begann er, systematisch Autographen zu sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem konnte er die sogenannten Schilleriana, Briefe verschiedener Personen an Schiller,&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Briefsammlung wurde erstmals von [[Ludwig Speidel]] und [[Hugo Wittmann (Schriftsteller)|Hugo Wittmann]] publiziert, nachdem Künzel sie der &amp;#039;&amp;#039;Neuen Freien Presse&amp;#039;&amp;#039; verkauft hatte. Vgl. Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 53 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie Gedichte [[Friedrich Hölderlin|Hölderlins]] in der Handschrift des Autors in seinen Besitz bringen. Der von seinen Freunden auch als „Papirius Cursor“ bezeichnete Künzel führte auf seinen Geschäftsreisen stets ein [[Poesiealbum|Stammbuch]] mit sich, in dem er Eintragungen prominenter Persönlichkeiten sammelte. Unter anderem schrieb 1853 [[Eduard Mörike]] das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Die Welt wär ein Sumpf&amp;#039;&amp;#039; in diesem Stammbuch nieder. Möglicherweise kannte Mörike, der mit Künzel einen Briefwechsel unterhielt, diesen schon seit seiner Zeit in [[Cleversulzbach]], da er damals über seinen Freund Karl Friedrich Schnitzer Kontakte nach Heilbronn hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=O1msznBWPCwC&amp;amp;pg=PA470&amp;amp;lpg=PA470&amp;amp;dq=%22carl+k%C3%BCnzel%22+1808+1877&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=oZx6Eg8yWL&amp;amp;sig=Od15seTN-x6UNWvNHeOXq1n-YXw&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=%22carl%20k%C3%BCnzel%22%201808%201877&amp;amp;f=false Eduard Mörike, &amp;#039;&amp;#039;Werke und Briefe. Band 16: Briefe 1851–1856&amp;#039;&amp;#039;], hg. v. Bernhard Thurn, Klett-Cotta 2001, ISBN 978-3-608-33160-8, S. 470&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine frühere Schülerin Mörikes am Stuttgarter [[Königin-Katharina-Stift|Katharinenstift]], Maria Charlotte Karoline Schliz, heiratete Künzels im Jahr 1840 geborenen Sohn Albert Karl Theodor Künzel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=F4EImH9eg0MC&amp;amp;pg=PA561&amp;amp;lpg=PA561&amp;amp;dq=%22carl+k%C3%BCnzel%22+heilbronn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=P72rzkHXAG&amp;amp;sig=-XIv3Uhi_jZfh3QZxd-xzcOWbug&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=I2RKUMC0FY3FswaN7oGgAw&amp;amp;ved=0CE8Q6AEwBQ#v=onepage&amp;amp;q=%22carl%20k%C3%BCnzel%22%20heilbronn&amp;amp;f=false Eduard Mörike, &amp;#039;&amp;#039;Werke und Briefe, Bd. 19.1. Briefe 1868–1875&amp;#039;&amp;#039;] hg. von Bernhard Thurn, Klett-Cotta 2006, ISBN 978-3-608-33191-2, S. 561&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stammalbum bestand aus einer goldgepressten Pappkassette, in der Künzel offenbar ab 1827 Blätter sammelte, die ihm besonders wertvoll schienen. Der Schwerpunkt dieser Sammeltätigkeit lag in den 1830er Jahren, doch wurden die Autographen im Stammalbum bis 1868 weiter ergänzt. Wie Künzel 1829 in den Besitz eines oder mehrerer Blätter von [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] gelangte, berichtete ein anonymer Schreiber, möglicherweise [[Ferdinand Freiligrath|Freiligrath]], im Jahr 1855 im Londoner &amp;#039;&amp;#039;[[Athenaeum (London)|Athenäum]]&amp;#039;&amp;#039;: Künzel habe auf einer Reise nach [[Weimar]] Goethes Haus betreten und den Diener gebeten, ihn im Hausflur zu verstecken, damit er einen Blick auf den Dichter werfen könne. Goethe sei jedoch von seinem Diener über dieses Ansinnen informiert worden und habe daraufhin den wissbegierigen Schwaben in seine Räumlichkeiten gebeten, eine freundliche Unterhaltung über Schillers Schwester, mit der Künzel befreundet war, mit ihm geführt und ihm zum Schluss auch etwas Handschriftliches geschenkt. Der Artikel wurde in der &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen Buchhändler-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 43, Jahrgang 8, 1855 abgedruckt und mit einem Kommentar versehen, in dem auf Umfang und Qualität der Künzelschen Sammlung hingewiesen wurde: Sie gehöre zu den bedeutendsten des Kontinents.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1838, S. 13–15&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einigen Abweichungen hatte auch schon der &amp;#039;&amp;#039;Phönix&amp;#039;&amp;#039; in seinen Nummern 242 und 244 im Jahr 1836 von Künzels Besuch bei Goethe berichtet. In Künzels Sammlung fand sich später neben einem in französischer Sprache beschrifteten Blatt, das auf Goethes Geburtstag im Jahr 1829 datiert ist, auch ein weiteres Skriptum von Goethe – ein deutschsprachiger Vierzeiler – aus dem Jahr 1827. Außer diesen beiden Blättern besaß Künzel weitere Erinnerungsstücke an Goethe, so dessen Gartenhut, eine Frühstückstasse und eine Feder. Laut einer Echtheitsbeglaubigung, die der Diener Friedrich Krause ihm im Jahr 1834 ausstellte, existierte auch noch eine zweite Kopfbedeckung Goethes in Künzels Besitz, deren Schicksal allerdings ungeklärt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 20–22&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Inhalt von Künzels Stammalbum wurde am 9. Oktober 1936 versteigert; im Besitz der Familie blieben nur wenige Autographen.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Künzel hatte einen Neffen namens Wilhelm Künzel, der ebenfalls Autographen sammelte. Wilhelm Künzel, der 1859 nach [[Leipzig]] zog, verstarb am 28. Juni 1896. Auch seine Sammlung ist nicht geschlossen erhalten geblieben; 15.223 Autographen daraus wurden ab November 1896 in sieben Abteilungen versteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; „Diese beiden Sammler, Oheim und Neffe, sind für die Geschichte des Autographenwesens von besonderer Bedeutung, denn die Spur von ihren Erdentagen begegnet dem heutigen Sammler und Antiquar noch auf Schritt und Tritt“, so heißt es in Günther Mecklenburgs Werk &amp;#039;&amp;#039;Vom Autographensammeln&amp;#039;&amp;#039; in Bezug auf die Annotationen in feiner Bleistiftschrift, die Onkel und Neffe auf ihren Sammlungsstücken hinterlassen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Mecklenburg, &amp;#039;&amp;#039;Vom Autographensammeln. Versuch einer Darstellung seines Wesens und seiner Geschichte im deutschen Sprachgebiet&amp;#039;&amp;#039;, J. A. Stargardt 1963, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schillers komische Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiller Selbstkarikatur.PNG|mini|hochkant|Selbstkarikatur Schillers in den &amp;#039;&amp;#039;Avanturen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die beiden Sammler besaßen nach Einschätzung [[Emil Kneschke]]s „eine der wertvollsten Autographensammlungen“,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=DqI6AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA47&amp;amp;lpg=PA47&amp;amp;dq=%22carl+k%C3%BCnzel%22+heilbronn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=w7bENc3sn5&amp;amp;sig=YU9B-iDgkraTrRYGd3DWWsXgUVA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=I2RKUMC0FY3FswaN7oGgAw&amp;amp;ved=0CFYQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=%22carl%20k%C3%BCnzel%22%20heilbronn&amp;amp;f=false Emil Kneschke, &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Lustspiel in Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;], Leipzig 1861, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; darunter auch ein Manuskript zu einem Lustspiel aus der Hand Friedrich Schillers, das sie entweder – so Kneschke – nach dem Tod [[Christian Gottfried Körner]]s im Jahr 1831 dessen Adoptivsohn abgekauft hatten oder das Carl Künzel, wie er selber erklärte, 1837 von Körners Witwe erhalten hatte. An die Überlassung war allerdings die Bedingung geknüpft, das Werk, in dem es um Körners Hausstand ging, wegen indezenter Stellen nicht zu veröffentlichen bzw. diese Stellen zu vernichten. Dennoch insistierte [[Alfred von Wolzogen]] mehrfach, um eine Publikation durchzusetzen: „Schillers Person und jede seiner Schriften ist und soll Gemeingut der Nation sein, und es heißt dieselbe benachtheiligen, wenn man ihr eines seiner Producte, und sei es auch das relativ werthloseste, vorenthält.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=DqI6AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA47&amp;amp;lpg=PA47&amp;amp;dq=%22carl+k%C3%BCnzel%22+heilbronn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=w7bENc3sn5&amp;amp;sig=YU9B-iDgkraTrRYGd3DWWsXgUVA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=I2RKUMC0FY3FswaN7oGgAw&amp;amp;ved=0CFYQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=%22carl%20k%C3%BCnzel%22%20heilbronn&amp;amp;f=false Emil Kneschke, &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Lustspiel in Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;], Leipzig 1861, S. 48 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Künzel fühlte sich schließlich recht unsanft gedrängt und gab das Lustspiel [[Ich habe mich rasieren lassen]] 1862 selbst heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=XwM7AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA6&amp;amp;lpg=PA6&amp;amp;dq=%22carl+k%C3%BCnzel%22+heilbronn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=PJzsehkbkr&amp;amp;sig=jiTecCrQWQqQPzNmbM4kM6ureaw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=I2RKUMC0FY3FswaN7oGgAw&amp;amp;ved=0CFwQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=%22carl%20k%C3%BCnzel%22%20heilbronn&amp;amp;f=false Carl Künzel (Hrsg.), Friedrich Schiller, &amp;#039;&amp;#039;Ich habe mich rasieren lassen&amp;#039;&amp;#039;], Leipzig 1862&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso gab er 1862 die &amp;#039;&amp;#039;Avanturen des neuen Telemachs oder Leben und Exsertionen Koerners des decenten, consequenten, piquanten etc.&amp;#039;&amp;#039; heraus, ein handgeschriebenes und illustriertes Buch, das zum 30. Geburtstag Körners von Schiller, der sich hier das Pseudonym [[William Hogarth|Hogarth]] zugelegt hatte, und [[Ludwig Ferdinand Huber]], der sich Winkelmann nannte, geschaffen wurde. Angeblicher Entstehungsort dieses scherzhaften Werkes war [[Rom]]. Schiller hatte die kolorierten Federzeichnungen geschaffen, Huber den Text dazu.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/friedrich-schiller/avanturen-des-neuen-telemachs.html Die &amp;#039;&amp;#039;Avanturen des neuen Telemachs&amp;#039;&amp;#039; auf dem Goethezeitportal]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künzel als literarische Figur ==&lt;br /&gt;
Carl Künzel selbst taucht als literarische Figur unter seinem realen Namen in David Friedrich Strauß’ Novelle &amp;#039;&amp;#039;Der Papierreisende&amp;#039;&amp;#039; auf. Er wird dort im Gespräch mit [[Eduard Zeller]] dargestellt, der von einem geheimnisvollen Fremden heimgesucht wird. Dieser Fremde behauptet von sich selbst, für den Stil der Schriftsteller unabdingbar zu sein, und entpuppt sich schließlich als das personifizierte [[Semikolon]]. Strauß schickte Zeller diesen literarischen Scherz, nachdem dieser seine Übersetzung von [[Platon]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Symposion (Platon)|Symposion]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://openlibrary.org/books/OL24436687M/Der_Papierreisende David Friedrich Strauß, &amp;#039;&amp;#039;Der Papierreisende&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Am 4. August 1839 heiratete Carl Künzel die 18-jährige Apothekertochter Amalie Braun aus [[Knittlingen]]. Die Hochzeitsreise führte das Paar durch mehrere Städte, deren Sehenswürdigkeiten Künzel vorher auf langen, schmalen Papierstreifen verzeichnet hatte und nach der Besichtigung jeweils durchstrich. Der erste Sohn, Albert Karl Theodor, wurde am 5. Juli 1840 geboren; seine Taufpatin war Maria Körner. Zwei Jahre später folgte der Sohn Theodor. Die Kinder wurden streng erzogen; Theodor Künzel floh als Zwanzigjähriger aus dem Elternhaus und ließ sich in Amerika für den Kampf gegen die Südstaaten anwerben. Das erste Lebenszeichen erhielten die Eltern 1863. Theodor Künzel kam in Amerika zu einem nicht geringen Vermögen, das nach 1900 die Kinder seines Bruders erbten. Er selbst galt schließlich als verschollen und hat offenbar keine direkten Nachkommen hinterlassen. Albert Karl Theodor Künzel heiratete Maria Schliz, die älteste Tochter von Adolf Schliz. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Anna Künzel heiratete den Rechtsanwalt August Köstlin, Carl Künzel wurde Landwirtschaftsrat und Eugenie Künzel heiratete [[Emil Michelmann]], der 1938 die Biographie Carl Künzels veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Künzels Neffe Wilhelm hatte eine Adoptivtochter namens Sofie, die den Stuttgarter Klavierfabrikanten Adolf [[Schiedmayer]] heiratete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michelmann Bio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Emil Michelmann, &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Künzels „Schilleriana“. Briefe an Schiller und Schillers Familienmitglieder nach den Abschriften im Besitz des Wiener Goethe-Vereins&amp;#039;&amp;#039; (= Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte, 229. Band, 3. Abhandlung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116592060|LCCN=nb/2002/003161|VIAF=64761680}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Kunzel, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Heilbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autographensammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1808]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Künzel, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Künzel, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Autographensammler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1808&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Februar 1877&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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