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	<title>Carl Heinrich Becker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Heinrich_Becker&amp;diff=127936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schibo: /* Herkunft und Familie */ LInk hinzu</title>
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		<updated>2026-03-21T17:43:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft und Familie: &lt;/span&gt; LInk hinzu&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2005-0165, Carl Heinrich Becker.jpg|mini|Carl Heinrich Becker (1925)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Heinrich Becker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. April]] [[1876]] in [[Amsterdam]]; † [[10. Februar]] [[1933]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutsches Reich|deutscher]] [[Orientalist]] und [[Politiker]]. 1921 und von 1925 bis 1930 war er [[Preußen|preußischer]] [[Kultusminister]] (parteilos). Er gilt als Mitbegründer der modernen, gegenwartsbezogenen [[Orientalistik]] und zugleich als bedeutender Hochschulreformer der [[Weimarer Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
Becker entstammte einer alten Kaufmanns- und Akademikerfamilie in [[Hessen]]. Sein Großvater war der Sprachforscher [[Karl Ferdinand Becker (Sprachforscher)|Karl Ferdinand Becker]]. Seine Eltern waren der Bankier und Konsul [[Carl Becker (Bankier)|Carl Becker]] (1820–1897) und dessen Ehefrau Julie Schöffer (1839–1917), eine Tochter des Kaufmanns [[Conrad Heinrich Schöffer]] (1815–1878) und Susanna Dorothea Hoffmann (1818–1893). Durch sein ererbtes Vermögen war Becker finanziell unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1905 heiratete er die vermögende Hedwig Schmid aus Augsburg. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Walter (1906–1945&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hellmut Becker]], Frithjof Hager: &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung als Beruf. Gespräche über Bildung und Politik&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1992, S.&amp;amp;nbsp;78.&amp;lt;/ref&amp;gt;), der Jurist mit einer Promotion in den USA wurde und im Zweiten Weltkrieg fiel, Hertha (* 1907), die bis 1926 im [[Internat Salem]] zur Schule ging, und der Jurist und Bildungsforscher [[Hellmut Becker]] (1913–1993). Zu seinen Enkel gehören [[Nicolas Becker]], [[Stephan Becker (Psychoanalytiker)|Stephan Becker]], [[David Becker]] und [[Sophinette Becker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ulrich Raulff: &amp;#039;&amp;#039;Kreis ohne Meister.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S. 474.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Arno-Holz-Str 6 (Stegl) Carl Heinrich Becker.JPG|mini|[[Berliner Gedenktafel]] am Haus Arno-Holz-Straße 6, in [[Berlin-Steglitz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrengrab Hüttenweg 47 (Dahl) Carl Heinrich Becker.jpg|mini|Sein Grab auf dem [[Waldfriedhof Dahlem]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker besuchte von 1886 bis 1895 das Frankfurter [[Goethe-Gymnasium (Frankfurt am Main)|Goethegymnasium]]. Er studierte ab 1895 [[Arabistik]] und [[Religionswissenschaft]] an den [[Universität Lausanne|Universitäten Lausanne]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], wo er Mitglied der [[Verbindung Rupertia]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verbindung Rupertia in Heidelberg. Gesamt-Adressenverzeichnis vom Juli 1918&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1918, Nr. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde 1899 bei [[Carl Bezold]] in Heidelberg zum [[Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]], Thema seiner Dissertation war das &amp;#039;&amp;#039;Manaqib&amp;#039;&amp;#039; (rühmende Biographie) des Kalifen [[ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz]]’ von [[Ibn al-Dschauzī]] (12. Jahrhundert). Anschließend setzte er seine Studien 1899/1900 bei [[Eduard Sachau]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Forschungsreisen in den [[Naher Osten|Nahen Osten]] [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1902 an der Universität Heidelberg mit einer Anzahl von Aufsätzen zur mittelalterlichen Geschichte [[Ägypten]]s. Sie wurden in den Jahren 1902 und 1903 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Ägyptens unter dem Islam&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. Für die islamwissenschaftliche Forschung war insbesondere der im zweiten Band enthaltene Aufsatz über die „Steuerverhältnisse im ersten islamischen Jahrhundert“ von Bedeutung. Darin griff Becker die Theorie [[Julius Wellhausen]]s über die allmähliche Ausdifferenzierung des islamischen Steuersystems auf und bemühte sich um den Nachweis, dass die Araber in den ersten Jahrzehnten ihrer Herrschaft über Ägypten keinen Unterschied zwischen [[Grundsteuer]] und [[Kopfsteuer]] machten, sondern die Steuer nach Art eines [[Tribut]]s von der einheimischen Bevölkerung einziehen ließen, ohne sich um deren Grundlage zu kümmern.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Bedeutung von Beckers Forschung auf diesem Gebiet, vgl. Daniel C. Dennett, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Conversion and the Poll Tax in Early Islam&amp;#039;&amp;#039;. Harvard Univ. Press u.&amp;amp;nbsp;a., Cambridge, Mass. u.&amp;amp;nbsp;a., 1950. Reprint Idarah-i Adabyat-i Delli, Delhi 2000, S. 5–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 wurde er in Heidelberg zum außerordentlichen Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 wurde Becker auf den neugeschaffenen [[Lehrstuhl]] für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients am Hamburger [[Kolonialinstitut]] (einer Vorgängerinstitution der [[Universität Hamburg]]) berufen. Dort profilierte er sich in den folgenden Jahren – unter anderem durch die Gründung der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Islam]]&amp;#039;&amp;#039; – als Wegbereiter einer modernen Orientkunde, die sprach- und religionswissenschaftliche, historische und soziologische Aspekte miteinander verband. Zugleich beteiligte er sich an den Universitätsgründungsplänen des Hamburger Kultursenators [[Werner von Melle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beckers Ruf als Orientalist und engagierter Hochschulreformer trug maßgeblich dazu bei, dass er auf Betreiben des [[Ministerialdirektor]]s im preußischen Kultusministerium, [[Friedrich Schmidt-Ott]], 1913 an die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Universität Bonn]] und 1916 an die Berliner Universität berufen wurde. Im selben Jahr wurde er [[Referent (Behörde)|Referent]] im preußischen Kultusministerium, für das er zunächst eine &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift über den künftigen Ausbau der Auslandsstudien an den preußischen Universitäten&amp;#039;&amp;#039; verfasste. Darin setzte er sich – mitten im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] – für eine bessere Kenntnis der Kultur anderer Länder zur Vermeidung künftiger Konflikte ein. In Bonn und Berlin arbeitete er eng mit seinem Assistenten und persönlichen Freund [[Hellmut Ritter]] zusammen, bis dieser 1919 nach Hamburg berufen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Novemberrevolution]] wurde Becker vom neuen Kultusminister [[Konrad Haenisch]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) im April 1919 zum Unterstaatssekretär ernannt und prägte in der Folgezeit die preußische Hochschulpolitik entscheidend mit. 1921 bereits für einige Monate Minister im Kabinett [[Adam Stegerwald]]s, blieb Becker auch danach als Staatssekretär unter dem Minister [[Otto Boelitz]] ([[Deutsche Volkspartei|DVP]]) tätig, bevor er schließlich 1925 unter Ministerpräsident [[Otto Braun]] (SPD) erneut zum Kultusminister ernannt wurde und dieses Amt dann ohne Unterbrechung bis 1930 bekleidete. Als parteiloser Minister geriet Becker dabei zunehmend ins Schussfeld der verschiedenen Landtagsfraktionen und trat schließlich enttäuscht zurück. Sein Nachfolger [[Adolf Grimme]] setzte Beckers Reformpolitik aber im Wesentlichen bis zum [[Machtergreifung|Machtantritt der Nationalsozialisten]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin sammelte Becker – auch privat – um sich einen Kreis junger Männer und Mitarbeiter, die im Ministerium dann schnell aufstiegen. Dazu gehörten die Ministerialräte [[Walter Landé]], [[Erich Leist]], die Referenten [[Adolf Morsbach]], [[Otto Benecke (Ministerialbeamter)|Otto Benecke]], der Diplomat [[Ernst Eisenlohr]], der Künstler [[Harro Siegel]], der Schriftsteller und enge Vertraute [[Stefan George]]s [[Wolfgang Frommel]] sowie die Referenten [[Kurt Zierold]] und [[Adolf Reichwein]], die sich auch in der NS-Zeit gegenseitig förderten. Mehrere erlangten in der späteren Bundesrepublik hohe Positionen in der deutschen Verwaltung oder im Kulturleben. Der SPD-Abgeordnete [[Hugo Heimann]] nannte diese spöttisch „Beckerjungen“. Der Historiker [[Bernd-Ulrich Hergemöller]] vermutet darin einen Grund für sein Dienstende.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd-Ulrich Hergemöller |Titel=Mann für Mann. Ein biographisches Lexikon |Verlag=Suhrkamp |Datum=2001 |ISBN=3-518-39766-4 |Seiten=112f}} Weitere Namen bei Jens Brachmann: &amp;#039;&amp;#039;Reformpädagogik zwischen Re-Education, Bildungsexpansion und Missbrauchskandal. Die Geschichte der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime 1947–2012&amp;#039;&amp;#039;, Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2015, ISBN 978-3-7815-2067-7, S. 177 f., auch deutlich skeptischer zum primär homoerotischen Hintergrund des Kreises. Anders als Hergemöller ([[Ernst Heilmann]]) nennt er mit Bezug auf Wendes Biografie (1959) als den Begriffsschöpfer den SPD-Abgeordneten [[Hugo Heimann]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer intellektueller Zirkel bestand aus dem Theologen [[Romano Guardini]], dem Musikpädagogen und von Becker eingesetzten Leiter des [[Musikheim]]s [[Georg Götsch]] sowie dem Philologen [[Róbert Gragger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker selbst nahm nach dem Rücktritt vom Ministeramt seine Lehrtätigkeit an der Berliner Universität wieder auf. 1931 wurde er zum dritten Vizepräsidenten der [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]] ernannt. 1931 leitete er auch eine internationale Kommission zur Begutachtung des Bildungssystems in China. Der Abschlussbericht enthielt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung, von denen die damalige [[Kuomintang]]-Regierung einige umsetzte. Becker war zwischen 1930 und 1933 [[Liste der Senatoren der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft|Mitglied des Senats der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]. Großen Anteil hatte Becker ferner an der Gründung der [[Deutsche Hochschule für Politik|Deutschen Hochschule für Politik]] 1920 und der [[Deutsche Dichterakademie|Deutschen Dichterakademie]] 1926. Seit 1927 war er zudem Präsident der neu gegründeten [[Abraham-Lincoln-Stiftung]], die sich für eine Stärkung der demokratischen Kräfte an den deutschen Hochschulen einsetzte. 1932 wirkte er als Vizepräsident des &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Pädagogen-Kongresses in [[Nizza]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[New Education Fellowship|Weltbund für Erneuerung der Erziehung]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1924 wurde Becker als korrespondierendes Mitglied in die [[Russische Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ras.ru/win/db/show_per.asp?P=.id-49516.ln-en |titel=Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724 |titelerg=Carl Heinrich Becker |hrsg=Russische Akademie der Wissenschaften |sprache=en |abruf=2015-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Heinrich Becker starb 1933 im Alter von 56&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin und wurde auf dem [[Waldfriedhof Dahlem]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Mende: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;577.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Grab war von 1990 bis 2013 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Berliner Ehrengrab]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn war der spätere Bildungsforscher und Mitbegründer des [[Max-Planck-Institut für Bildungsforschung|Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung]] in Berlin, [[Hellmut Becker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochschulreform ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn der [[Weimarer Republik]] publizierte Becker &amp;#039;&amp;#039;Gedanken zur Hochschulreform&amp;#039;&amp;#039;, die zum Ausgangspunkt einer breiten Reformdiskussion an den wissenschaftlichen Hochschulen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gedanken zur Hochschulreform.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Überlegungen lassen sich als ein {{&amp;quot;|gemäßigt egalitäres Programm charakterisieren, das darauf abzielte, universitäre Hierarchien teilweise abzubauen, Einkommensunterschiede innerhalb des Lehrkörpers zu reduzieren und Nichtordinarien ebenso wie Studenten besser in die Universität zu integrieren.}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Grüttner]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2012 (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Universität Unter den Linden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2), S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beckers Reformvorschläge umfassten sieben Punkte: 1. Schaffung einer einheitlichen Klasse von planmäßigen Professoren. 2.Verbesserung der Lage der Privatdozenten. 3. Öffnung der universitären Selbstverwaltung für Nichtordinarien. 4. Integration der Studierenden in die Universitätsstrukturen. 5. Einführung einer Altersgrenze für Hochschullehrer. 6. Reform der Kolleggeldpraxis. 7. Objektivierung des [[Habilitation]]sverfahrens.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grüttner u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2012, S. 89–92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorschläge konnten „nur rudimentär realisiert werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grüttner u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Universität zwischen den Weltkriegen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2012, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; So schuf Becker unter anderem zusammen mit [[Otto Benecke (Ministerialbeamter)|Otto Benecke]], dem ersten Vorsitzenden der 1919 gegründeten [[Deutsche Studentenschaft|Deutschen Studentenschaft]], die rechtlichen Grundlagen der heutigen studentischen Selbstverwaltung &amp;#039;&amp;#039;(Verordnung über die Bildung von Studentenschaften&amp;#039;&amp;#039; vom 18. September 1920). Die staatliche Anerkennung der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Studentenschaft&amp;#039;&amp;#039; durch den preußischen Staat musste jedoch 1927 wieder zurückgezogen werden, nachdem sich innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Studentenschaft&amp;#039;&amp;#039; rechtsradikale Gegner der Weimarer Republik durchgesetzt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad H. Jarausch]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Studenten 1800–1970&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main 1984, S. 147 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der organisatorischen bemühte sich Becker auch um eine pädagogische Reform der Universitäten, die sich seiner Ansicht nach nicht nur als „Forscher-“ und „Berufsschulen“, sondern auch als „Staatsbürgerschulen“&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Lambrecht: &amp;#039;&amp;#039;Carl Heinrich Becker als Kultuspolitiker in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: Kristina Michaelis, [[Ulf Morgenstern]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaufleute, Kosmopoliten, Kunstmäzene. Die Gelnhäuser Großbürgerfamilien Becker und Schöffer&amp;#039;&amp;#039;, Am Goldenen Fuß, Hamburg 2013, S. 83 f., ISBN 978-3-9816102-0-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; begreifen sollten. Insbesondere suchte er die schon damals beklagte disziplinäre Spezialisierung durch eine Stärkung der „Synthesewissenschaften“ Soziologie, Zeitgeschichte, Politikwissenschaft einschließlich der von ihm geförderten Auslandsstudien zu kompensieren und zeigte sich auch Ideen zu einem „humanistischen“ Grundstudium für alle Studierenden gegenüber aufgeschlossen. Dem gleichen Ziel eines einheitlichen Bildungssystems entsprang auch die unter seiner Leitung realisierte Akademisierung der Volksschullehrerausbildung durch die ab 1925 gegründeten [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Akademien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1992 wurde der damalige [[Dietrich Schäfer|Dietrich-Schäfer]]-Weg in [[Berlin-Steglitz]] nach langjähriger Diskussion in der [[Bezirksverordnetenversammlung]] Steglitz in Carl-Heinrich-Becker-Weg umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Ägyptens unter dem Islam&amp;#039;&amp;#039;. Trübner, Straßburg 1902/03 ([http://archive.org/stream/beitraegezurges00beckgoog#page/n6/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christliche Polemik und islamische Dogmenbildung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie]]&amp;#039;&amp;#039; 26 (1912), S. 175–195 ([http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/titleinfo/118251 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedanken zur Hochschulreform.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kulturpolitische Aufgaben des Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Islamstudien. Vom Werden und Wesen der islamischen Welt.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde. Quelle und Meyer, Leipzig 1924/1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Wesen der deutschen Universität.&amp;#039;&amp;#039; Quelle und Meyer, Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pädagogische Akademie im Aufbau unseres nationalen Bildungswesens.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Islam&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ägypten und der Sudan. Handbuch für Reisende&amp;#039;&amp;#039;, [[Baedeker-Reiseführer|Karl Baedeker]], Leipzig 1928, S. LXXXIII-CI.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Bildung in der Kulturkrise der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* mit Marian Falski, [[Paul Langevin]] und Richard Henry Tawney: &amp;#039;&amp;#039;The Reorganisation of Education in China. Report by the League of Nations Mission of Educational Experts.&amp;#039;&amp;#039; International Institute of Intellectual Co-operation, Paris 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wissenschaft und nationale Bildung. Ausgewählte Schriften&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien und Dokumentationen zur deutschen Bildungsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 64). Hrsg. von [[Guido Müller (Historiker)|Guido Müller]]. Böhlau, Köln 1997, ISBN 3-412-18296-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Becker]]: &amp;#039;&amp;#039;Portrait eines Kultusministers. Zum 100. Geburtstag von Carl Heinrich Becker (12. April 1976).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Merkur (Zeitschrift)|Merkur]].&amp;#039;&amp;#039; Jg. 30 (1976), S. 365–376.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Düwell]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Heinrich Becker.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kurt Jeserich|Kurt G. A. Jeserich]], [[Helmut Neuhaus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten der Verwaltung. Biographien zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1648–1945.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-17-010718-6, S. 350–354.&lt;br /&gt;
* Kurt Düwell: &amp;#039;&amp;#039;Staat und Wissenschaft in der Weimarer Epoche. Zur Kulturpolitik des Ministers C.&amp;amp;nbsp;H. Becker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Beiheft NF 1, 1971, S. 31–74.&lt;br /&gt;
* Peter Gostmann, Jens Koolwaay: &amp;#039;&amp;#039;‚Der Tag war da: so stand der Stern.‘ C. H. Becker und die Frankfurter Soziologie der Zwischenkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Ideengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; Jg. 5 (2011), Heft 3, S. 17–32.&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|711|711|Becker, Carl Heinrich|[[Adolf Grimme]]|118654438}}&lt;br /&gt;
* Alexander Haridi: &amp;#039;&amp;#039;Das Paradigma der „islamischen Zivilisation“ – oder die Begründung der deutschen Islamwissenschaft durch Carl Heinrich Becker (1876–1933). Eine wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen zur Sozial- und Kulturgeschichte der islamischen Welt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19). Ergon-Verlag, Würzburg 2005, ISBN 3-89913-445-1 ([http://www.sehepunkte.de/2006/12/10569.html Rezension]).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613082558/http://www.bautz.de/bbkl/b/becker_c_h.shtml |autor=[[Sabine Mangold-Will|Sabine Mangold]]|artikel=Becker, Carl Heinrich|band=25|spalten=42–46}}&lt;br /&gt;
* [[Ulf Morgenstern]]: &amp;#039;&amp;#039;„Vielleicht sogar eventuell Karthum und später Sinai.“ Zwei Orientreisen Carl Heinrich Beckers in den Jahren 1900–1902.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Oliver Auge]], Martin Göllnitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mit Forscherdrang und Abenteuerlust. Expeditionen und Forschungsreisen Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2017, ISBN 978-3-63172291-6, S. 145–166.&lt;br /&gt;
* Giovanni Morrone: &amp;#039;&amp;#039;Incontro di civiltà. L&amp;#039;Islamwissenschaft di Carl Heinrich Becker&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;La Cultura Storica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 32). Liguori, Neapel 2006, ISBN 88-207-3999-2.&lt;br /&gt;
* [[Guido Müller (Historiker)|Guido Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltpolitische Bildung und akademische Reform. Carl Heinrich Beckers Wissenschafts- und Hochschulpolitik 1908–1930&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Kulturpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-412-02691-3 (Zugleich: Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 1989).&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Raulff]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben&amp;#039;&amp;#039;, Beck, München 2009.&lt;br /&gt;
* [[Erich Wende]]: &amp;#039;&amp;#039;C. H. Becker. Mensch und Politiker. Ein biographischer Beitrag zur Kulturgeschichte der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; DVA, Stuttgart 1959.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118654438}}&lt;br /&gt;
* [https://carl-heinrich-becker.de/ Bert Böhmer, Carl Heinrich Becker: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte einer großbürgerlichen Familie in Briefen und Dokumenten&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.gsta.pk.findbuch.net/php/rechter_be_e.php?ar_id=3676&amp;amp;id=3179 Information zum Nachlass Beckers] im [[Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz|Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz]]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001271}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Becker, Carl Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker und Orientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. April 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Amsterdam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Februar 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Steglitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schibo</name></author>
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