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	<title>Carl Heimbs - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Rilegator am 12. Dezember 2025 um 10:16 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-12T10:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Ernst Adolf Heimbs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juni]] [[1878]] in [[Leese]]; † [[9. März]] [[1972]] in [[Braunschweig]]) war ein deutscher Kaufmann und Politiker der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP). Im Zuge der Vorgänge um die [[Einbürgerung Adolf Hitlers]] setzte sich Heimbs zusammen mit seinem Parteikollegen [[Heinrich Wessel (Politiker)|Heinrich Wessel]] dafür ein, [[Adolf Hitler]] die [[deutsche Staatsangehörigkeit]] durch Einbürgerung im [[Freistaat Braunschweig]] zu verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst-August Roloff (Historiker, 1926)|Ernst-August Roloff]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum und Nationalsozialismus 1930–1933. Braunschweigs Weg ins Dritte Reich.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1961, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde Hitler am 25. Februar 1932 Deutscher.&amp;lt;ref name=Roloff-96&amp;gt;Ernst-August Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum und Nationalsozialismus 1930–1933. Braunschweigs Weg ins Dritte Reich.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1961, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaufmann ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2011-Heimbs-Braunschweig-1.JPG|mini|Die Firma Heimbs am Rebenring in Braunschweig]]&lt;br /&gt;
Nach einer Ausbildung zum Lebensmittelgroßhändler ging Heimbs nach Braunschweig, wo er am 8. Dezember 1920 Teilhaber der am 10. Januar 1880 von [[Ferdinand Eichhorn]] gegründeten [[Rösten (Garmethode)|Kaffeerösterei]] wurde, die er nach und nach zu einem deutschlandweit agierenden und bekannten Unternehmen ausbaute. 1933 wurde der Produktname „[[Heimbs Kaffee|Heimbs-Kaffee]]“ eingeführt, der noch heute existiert. Nach dem Tode Eichhorns ging die Firma 1934 in das Eigentum der Familie Heimbs über und wurde von Carl Heimbs geleitet. Sie ist heute die größte und älteste Kaffeerösterei [[Niedersachsen]]s und befindet sich im Eigentum der Firma [[Dallmayr]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Über uns |url=http://www.heimbs.de/ueber-uns.html |wayback=20130129021831   }} auf heimbs.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des schweren [[Bombenangriff auf Braunschweig am 15. Oktober 1944|Bombenangriffes vom 15. Oktober 1944]] wurden die Geschäftsräume auf dem [[Steinweg (Braunschweig)|Steinweg]] vollständig zerstört. 1950 wurde die Firma auf dem [[Rebenring]], wo sie noch heute ihren Sitz hat, wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politiker ==&lt;br /&gt;
Während der Zeit der [[Weimarer Republik]] war Heimbs Mitglied der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP), die als Bestandteil der bürgerlichen Koalitionsparteien im [[Freistaat Braunschweig]] maßgeblich an Bestrebungen zur Einbürgerung Adolf Hitlers im Jahre 1932 beteiligt war. Zusammen mit [[Dietrich Klagges]] ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]), Innenminister des Freistaates, sowie [[Werner Küchenthal]] ([[Deutschnationale Volkspartei]] [DNVP]) und anderen wurde alles versucht, Hitler, nach bereits mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, die für die Reichspräsidentenwahl 1932 notwendige [[deutsche Staatsangehörigkeit]] zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zwecke wurden über einen längeren Zeitraum hinweg zwischen NSDAP, DVP, DNVP und der [[Bürgerliche Einheitsliste|Braunschweigischen Einheitsliste]] (BEL) intensive Sondierungsgespräche geführt. An diesen beteiligt waren: Dietrich Klagges, [[Ernst Zörner]] (NSDAP-Mitglied und Präsident des [[Braunschweigischer Landtag|Braunschweigischen Landtages]]), [[Gerhard Marquordt]] (ehemaliger braunschweigischer Ministerpräsident), Albert Brandes, Carl Heimbs (als Mitglied des DVP-Vorstands) sowie [[Heinrich Wessel (Politiker)|Heinrich Wessel]] (DVP, Vizepräsident des Braunschweigischen Landtages).&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunschweig Park-Hotel-Cafe Lueck Steinweg 22 Suedostseite (1910).jpg|mini|[[Steinweg (Braunschweig)|Steinweg 22]]: Das „[[Café Lück]]“, in dem sich Heimbs, Zörner, Frank und wohl auch Friedrich Alpers am 17. Februar 1932 trafen.]]&lt;br /&gt;
Obwohl der DVP-Vorstand einer Einbürgerung insgesamt positiv gegenüberstand, wollte er dennoch ein Mindestmaß an Rechtmäßigkeit gewahrt wissen, was das Unterfangen für die Nationalsozialisten umständlich und langwierig machte. Am 17. Februar 1932 kam es um 22:00 Uhr im „[[Café Lück]]“ in Braunschweig zu einem Treffen zwischen Heimbs, Zörner, Frank und wohl auch [[Friedrich Alpers]], um Hitlers Einbürgerung abzusprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20150402101347/http://digisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de:8080/docportal/servlets/MCRFileNodeServlet/DocPortal_derivate_00035561/Menzel-BlaueReihe114.pdf Die Steigbügelhalter. Annotierte Chronik zur Einbürgerung Hitlers in Braunschweig.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; Nr. 114, Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialwissenschaften (ISW), der Technischen Universität Braunschweig, Braunschweig 2014, {{ISSN|1614-7898}}, S. 109–110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das scheinbar zögerliche Verhalten der DVP verärgerte [[Joseph Goebbels]] jedoch derart, dass er am 23. Februar 1932 in seinem Tagebuch notierte: „Selbst hier macht die Deutschnationale Volkspartei in Braunschweig Schwierigkeiten.“&amp;lt;ref name=Roloff-94&amp;gt;Ernst-August Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum und Nationalsozialismus 1930–1933. Braunschweigs Weg ins Dritte Reich.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1961, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin reiste NSDAP-Jurist [[Hans Frank]] aus Berlin an, um eine Lösung im Sinne der Partei zu erreichen.&amp;lt;ref name=Braun-25&amp;gt;Ernst-August Roloff: &amp;#039;&amp;#039;Wie braun war Braunschweig? Hitler und der Freistaat Braunschweig.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweiger Zeitung (Hrsg.), Braunschweig 2003, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese bestand darin, dass Hitler eine Stelle in der braunschweigischen Gesandtschaft beim [[Reichsrat (Deutschland)|Reichsrat]] in Berlin verschafft werden sollte.&amp;lt;ref name=Roloff-94/&amp;gt; Was denn auch mit Zustimmung der DVP geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Heimbs war bereits früh im braunschweigischen Wirtschaftsleben und in der örtlichen Kaufmannschaft aktiv. So war er beispielsweise Mitglied der „Union“, eines Vereins Braunschweiger Kaufleute, der 1818 gegründet wurde und dem Heimbs fast 30 Jahre angehörte oder vorsaß und dessen Ehrenpräsident er zuletzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Braunschweig verlieh Heimbs an dessen 80. Geburtstag, am 4. Juni 1958, die Goldene Plakette der Stadt. Dieser Ehrung folgte bereits wenige Tage später, am 23. Juni 1958, die Verleihung des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] durch den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten [[Heinrich Hellwege]]. Am 30. November 1964 wurde Carl Heimbs schließlich [[Liste der Ehrenbürger von Braunschweig|Ehrenbürger der Stadt Braunschweig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.braunschweig.de/leben/stadtportraet/ehrenbuerger/ehrenbuerger.php Ehrenbürger der Stadt Braunschweig] auf braunschweig.de, abgerufen am 10. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritische Neubewertung der Lebensleistung ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Debatte um eine Würdigung des politischen Lebenswerkes der Braunschweiger Politikerin [[Minna Faßhauer#2012/13: Politische Kontroverse um eine „angemessene Ehrung“|Minna Faßhauer]] stellte die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Fraktion im Braunschweiger Stadtrat im August 2013 den Antrag, in diesem Zusammenhang gleichfalls die Lebensläufe anderer Braunschweiger Politiker aus der Zeit der [[Novemberrevolution in Braunschweig]], der [[Weimarer Republik]] bis hin zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] in der Stadt einer kritischen Neubewertung zu unterziehen. Dieser Vorschlag wurde von der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-Ratsfraktion unterstützt. Die Personen, deren Lebensleistung demnach neu bewertet werden soll, sind unter anderen: [[Otto Grotewohl]] (erster [[Ministerrat der DDR|Ministerpräsident der DDR]]), Carl Heimbs ([[Deutsche Volkspartei|DVP]], mit verantwortlich für die [[Einbürgerung Adolf Hitlers]]), [[Werner Küchenthal]], [[August Merges]] ([[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], erster Präsident der [[Freistaat Braunschweig#Sozialistische Republik Braunschweig|Sozialistischen Republik Braunschweig]]), [[Sepp Oerter|Josef Oerter]] ([[Anarchismus|Anarchist]], [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], Ministerpräsident des Landes Braunschweig, später [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[Ernst August Roloff (Historiker, 1886)|Ernst August Roloff]] ([[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]], Gründer der [[Bürgerliche Einheitsliste|BEL]]).&amp;lt;ref&amp;gt;SPD-Antrag vom 26. August 2013: &amp;#039;&amp;#039;[https://ratsinfo.braunschweig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=62164 Von Ernst August über August Merges zu Heinrich Jasper – Die Zeit der Weimarer Republik in Braunschweig von den Anfängen bis zum Beginn des Faschismus]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=E. Günter Stammnitz|Titel=Vom guten Kaffee|Verlag=Heimbs und Sohn|Ort=Braunschweig|Jahr=1954|Seiten=|OCLC=74884952}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3926701145}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3775258388}}&lt;br /&gt;
* Ursula Schelm-Spangenberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Volkspartei im Lande Braunschweig. Gründung, Entwicklung, soziologische Struktur, politische Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweiger Werkstücke.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, Braunschweig 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1034910388|VIAF=303079015}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heimbs, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Kaffeeverarbeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Braunschweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heimbs, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heimbs, Carl Ernst Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juni 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leese]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. März 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rilegator</name></author>
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