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	<title>Carl Großmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:09:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-13T21:51:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Serienmörder Carl Großmann. Zum Politiker siehe [[Carl Großmann (Politiker)]]; zu anderen Personen siehe [[Karl Großmann]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Großmann.jpg|miniatur|Polizeifoto]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Wilhelm Großmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[13. Dezember]] [[1863]] in [[Neuruppin]]; †&amp;amp;nbsp;[[5. Juli]] [[1922]] in [[Berlin]]) war ein [[Serienmörder]], der auf frischer Tat ertappt wurde und später zwei weitere Morde gestand. Die geschätzte Anzahl der von Großmann begangenen Morde liegt höher: zwischen 23 weiteren ungeklärten Mordfällen beziehungsweise 100 verschwundenen Personen im Raum Berlin. Er gilt als der Serienmörder mit den vermutlich meisten Opfern in Deutschland, der für diese Taten nicht verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Großmann war eines von acht Kindern des [[Schrottsammler|Lumpensammlers]] Karl Friedrich Großmann und seiner Frau Marie Dorothea Sophie geb. Prößel verw. Schulz in [[Neuruppin]]. Er war ab 1876 Lehrling in der Fleischerei Ferdinand Kliefoth. 1879 wurde er wegen einer sexuellen Annäherung an Kliefoths Frau entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.berliner-kurier.de/archiv/exklusiv-in-ihrem-kurier-der-neue-krimi-von-horst-bosetzky-die-bestie-vom-schlesischen-bahnhof,8259702,4172748.html| titel=Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof| autor=Horst Bosetzky| werk=[[Berliner Kurier]] | datum=2004-03-24| zugriff=2015-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1880 bis 1895 lebte er im 60&amp;amp;nbsp;km entfernten Berlin. Seine erste Arbeitsstelle war die Fleischerei Naujocks nahe dem [[Alexanderplatz]]. Später zog er als Bettler, Hausierer und Kleinkrimineller durch Süddeutschland. Er machte sich mehrfach strafbar, u.&amp;amp;nbsp;a. wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Sexualdelikten, und verbüßte mehrere Gefängnisstrafen. Zuletzt wurde er am 4. Oktober 1899 in [[Bayreuth]] wegen Sittlichkeitsverbrechen zu 15 Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Er hatte an einem Tag ein zehn- sowie ein vierjähriges Mädchen sexuell missbraucht. Die Vierjährige starb später an den Folgen der Tat. Aus der Haft entlassen, kehrte Großmann 1913 nach Berlin zurück, wo er eine Wohnküche im Haus Lange Straße 88/89 bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großmann sprach seine Opfer ([[Prostitution|Prostituierte]] und alleinreisende Frauen) häufig in der Umgebung des [[Andreasplatz]]es an und lud sie zu sich nach Hause ein. In der Nachkriegszeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] herrschte hohe Arbeitslosigkeit. Er bot obdachlosen Frauen an, in seinem Haushalt als „Wirtschafterin“ tätig zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegend um den [[Berlin Ostbahnhof|Schlesischen Bahnhof]] im Bezirk [[Berlin-Friedrichshain|Friedrichshain]] galt als eine der ärmsten und verruchtesten und wies eine hohe Kriminalitätsrate auf. In den Jahren 1918 bis 1921 fand man im [[Engelbecken]] und im [[Luisenstädtischer Kanal|Luisenstädtischen Kanal]] immer wieder Leichenteile von Frauen, die von der Polizei insgesamt 23 Opfern zugeordnet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polizei fasste Großmann am 21.&amp;amp;nbsp;August 1921 in seinem Haus neben seinem letzten Opfer Marie Nitsche auf frischer Tat. Nachbarn hatten Schreie gehört und die Beamten gerufen. Diese klopften an der Tür und brachen sie auf. Sie hinderten Großmann daran, Selbstmord zu begehen. In seinem Küchenofen fanden die Ermittler verkohlte Überreste menschlicher Hände. Lediglich drei Morde gestand Großmann in den späteren Vernehmungen. Es wird vermutet, er könnte für das Verschwinden von etwa hundert Mädchen verantwortlich gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.welt.de/vermischtes/article1870282/Der-Maedchenfaenger-von-Berlin.html |title=Serienmörder: Der Mädchenfänger von Berlin - Nachrichten Panorama - WELT ONLINE |publisher=Welt.de |date=2008-04-06 |accessdate=2010-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In jenem Sommer war die Berliner Kriminalpolizei durch die Leichenfunde im Luisenstädtischen Kanal beunruhigt. In der Nähe von Großmanns Wohnung, zwischen der [[Schillingbrücke]] und dem Engelbecken, waren seit Mai beinahe täglich Teile weiblicher Körper gefunden worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://erichs-kriminalarchiv.npage.de/die_gro%C3%9Fen_kriminalf%C3%A4lle_-_17_fall_1921_36754255.html |title=Die großen Kriminalfälle – 17. Fall: Carl Grossmann (1921) |work=erichs-kriminalarchiv.npage.de |date=1921-08-21 |accessdate=2023-06-24 |offline= |archiveurl=https://web.archive.org/web/20091121080858/http://erichs-kriminalarchiv.npage.de/die_gro%C3%9Fen_kriminalf%C3%A4lle_-_17_fall_1921_36754255.html |archivedate=2009-11-21 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 58-jährige Großmann, der von Prozessbeobachtern als „mehr als unansehnlich“ oder „überaus häßlich von Ansehen und schmutzig und zerlumpt in der Kleidung“ beschrieben wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Peter-Philipp Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Der Schlächter von Berlin&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 5. Juli 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; tötete sich am 5.&amp;amp;nbsp;Juli 1922 vor dem Ende der Hauptverhandlung, die u. a. vom Untersuchungsrichter [[Walter Böhmert]] geführt wurde, in seiner Zelle selbst. Er hatte sich aus seinem Bettzeug einen Strick gedreht und sich an einem Nagel seiner Zellentür erhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wer der Verhandlung gegen Großmann folgte, hatte den Eindruck, dass die zur Anklage stehenden drei Fälle nur ein Bruchteil der Lustmorde gewesen sind, deren sich Großmann tatsächlich schuldig gemacht hat. Die Verhandlung wurde durch den Selbstmord des Angeklagten am Morgen des 5. Juli abgeschlossen.|[[Arthur Kronfeld]], Zeitschrift für Sexualwissenschaft, August 1922&amp;lt;ref&amp;gt;s. Anne-Kathrin Kompisch: [https://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2009/4297/pdf/Disskompischtext.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wüstling – Werwolf - Teufel.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB) Medienbilder von Serienmördern in der deutschen Massenpresse 1918-1945. Diss. Univ. Hamburg 2008 und Sace Elder &amp;#039;&amp;#039;Murder Scenes: Normality, Deviance, and Criminal Violence in Weimar Berlin&amp;#039;&amp;#039; Univ. of Michigan 2010, Chap.3 [http://books.google.de/books?id=vhvKZUtTsgAC&amp;amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false The Carl Großman Sexual Murder Case]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteidigt wurde Großmann von dem [[Strafverteidiger_(Deutschland)|Strafverteidiger]] [[Erich Frey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Bosetzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarischer Roman aus den 20er Jahren. Jaron-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-89773-078-2.&lt;br /&gt;
* [[Matthias Blazek]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Großmann und Friedrich Schumann. Zwei Serienmörder in den zwanziger Jahren&amp;#039;&amp;#039;. ibidem-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8382-0027-9.&lt;br /&gt;
* Peter Haining: &amp;#039;&amp;#039;Cannibal Killers. Murderers who kill and eat their victims&amp;#039;&amp;#039;. Magpie Books, London 2005, ISBN 1-84529-792-X, Kapitel: „The Bread And Butter Brides“.&lt;br /&gt;
* Maria Tatar: &amp;#039;&amp;#039;Lustmord. Sexual Murder in Weimar Germany&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press, Princeton NJ u. a. 1995, ISBN 0-691-04338-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129488135|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/vermischtes/article1870282/Der-Maedchenfaenger-von-Berlin.html &amp;#039;&amp;#039;Der Mädchenfänger von Berlin&amp;#039;&amp;#039;] auf welt.de, 6. April 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129488135|LCCN=no2005086999|VIAF=101268804}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossmann, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serienmörder (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neuruppin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Großmann, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Großmann, Carl Friedrich Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Serienmörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Dezember 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuruppin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juli 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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