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	<title>Carl Friedrich Wendt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:28:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Friedrich_Wendt&amp;diff=2841446&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-01-18T09:00:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mediziner Carl Friedrich Wendt. Zum Geistlichen siehe [[Carl Friedrich von Wendt]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Wendt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1912]] in [[Danzig]]; † [[22. November]] [[1988]] in [[Heidelberg]]) war ein deutscher [[Psychiater]], [[Neurologie|Neurologe]] und Hochschullehrer, der an der NS-Euthanasieforschung beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wendt absolvierte ein [[Studium der Medizin]] an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]], [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Who’s Who in medicine&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Who’s Who-Book &amp;amp; Pub, 1981, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem 1936 bestandenen medizinischen [[Staatsexamen]] in Heidelberg war er am [[Max-Planck-Institut für medizinische Forschung|Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschung]] tätig. Von dort wechselte er 1939 an die [[Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee668&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Wendt zunächst zum Truppenarzt bei der [[Hitlerjugend]] (HJ) abgestellt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee668&amp;quot; /&amp;gt;. Nachdem sein einziger Bruder gefallen war, wurde er bei der [[Wehrmacht]] vom Militärdienst freigestellt&amp;lt;ref&amp;gt; Entsprechend einer Verfügung des Oberkommandos des Heeres (OKH) vom 11. Juni 1940, veröffentlicht im Heeresmitteilungsblatt (HM) 1940 S. 317 Nr. 713 und S. 498 Nr. 1160 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]] war er auf Anweisung des Leiters der Heidelberger Universitätsnervenklinik [[Carl Schneider (Mediziner)|Carl Schneider]] an der NS-Euthanasieforschung an Kindern beteiligt. In diesem Rahmen war er von Anfang Juli 1942 bis Ende März 1943 als „Stoffwechselexperte“ zu einer von seinem Vorgesetzten Schneider geleiteten Forschungsabteilung in der [[Psychiatrisches Zentrum Nordbaden|Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch]] abgeordnet&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Tätigkeit, die mit 150 [[Reichsmark|RM]] vergütet wurde&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wendt sollte „eine Materialsammlung über die [[Endokrinologie|endokrinen]] Funktionsstörungen im Rahmen entwicklungsmäßig bedingter körperlicher [[Dysplasie]]n, besonders anhand der [[Idiot]]enforschung“ anlegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee177f&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2004, S. 177f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Materialien stammten von ermordeten Kindern aus der [[Vitos Rheingau|Landes-Heil- und Pflegeanstalt Eichberg]], die mit der Heidelberger Euthanasieforschung kooperierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee668&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war er Professor für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Heidelberg und wurde 1978 [[Emeritierung|emeritiert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee668&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem Details zur Heidelberger NS-Euthanasieforschung öffentlich wurden, nahm die [[Staatsanwaltschaft Heidelberg]] 1983 ein [[Ermittlungsverfahren]] gegen Wendt sowie seine damaligen Arztkollegen [[Hans-Joachim Rauch (Mediziner)|Hans-Joachim Rauch]] und [[Friedrich Schmieder]] auf. Das Ermittlungsverfahren wurde am 16. Mai 1986 durch die Staatsanwaltschaft Heidelberg eingestellt, da gegen die Beschuldigten „kein ausreichender Verdacht“ bestehe, „an der Tötung auch nur eines Patienten beteiligt gewesen zu sein oder vom geplanten Schicksal der untersuchten Patienten gewußt zu haben“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei: Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 668&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Zeugenaussagen soll allerdings unter Heidelberger Ärzten und Pflegern bekannt gewesen sein, dass auf dem Eichberg Patienten getötet wurden. Die Staatsanwaltschaft hielt diese auf &amp;quot;Hörensagen&amp;quot; beruhenden Angaben nicht für gesichertes Wissen. Anders beurteilte [[Willi Dreßen]], der Leiter der [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen|Ludwigsburger Zentralstelle]] im Jahr 2000 diese Aussagen: Er hielt es für „[s]chwer verständlich, daß unter diesen Umständen den drei Ärzten entgangen sein soll, worum es bei ihrer Arbeit in der Forschungsabteilung ging“ und für völlig unglaubwürdig, dass die Beschuldigten nichts von den nationalsozialistischen Krankenmorden gehört haben sollen, siehe Willi Dreßen: &amp;#039;&amp;#039;Das Heidelberger Verfahren gegen Rauch u.&amp;amp;nbsp;a. – Versuch einer rechtlichen Bewertung.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph Mundt, [[Gerrit Hohendorf]], [[Maike Rotzoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrische Forschung und NS-„Euthanasie“. Beiträge zu einer Gedenkveranstaltung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg&amp;#039;&amp;#039; Das Wunderhorn, Heidelberg 2001, ISBN 3-88423-165-0, S. 91–96, hier S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wendt war mit Gertrud, geborene Helfferich, verheiratet. Das Paar hatte eine Tochter und einen Sohn.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann August Ludwig Degener, Walter Habel: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who.&amp;#039;&amp;#039; 12. Ausgabe (1955). S. 1254.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Senkung des Grundumsatzes durch das braune Fettgewebe winterschlafender Igel und durch Prolan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hoppe-Seyler’s Zeitschrift für physiologische Chemie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 279 (1943), H. 3–6, S. 153–168, [[doi:10.1515/bchm2.1943.279.3-6.153]] (Dissertation, Universität Heidelberg, 1942).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie im abgekürzten Verfahren.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1948; 2., gänzlich umgearbeitete Auflage: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge einer verstehenspsychologischen Psychotherapie.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie der Schlafstörungen in der nervenärztlichen Sprechstunde: Referat auf der 2. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde am 7. Oktober 1956 in Bad Neuheim.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychopathologie und Psychotherapie.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutung und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-01987-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3596243645}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1119833515|LCCN=n/85/174775|VIAF=15295038}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wendt, Carl Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Hitlerjugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wendt, Carl Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychiater und Hochschullehrer, Beteiligter der NS-Euthanasieforschung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. November 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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