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	<title>Carl Friedrich Weiss - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Friedrich_Weiss&amp;diff=2083275&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: /* Leben */ Zeichensetzung, enz. Stil</title>
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		<updated>2026-04-05T22:40:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Zeichensetzung, enz. Stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Weiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Januar]] [[1901]] in [[Leipzig]]; † [[28. Oktober]] [[1981]] ebenda) war ein deutscher [[Physiker]] auf dem Gebiet der [[Radioaktivität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Weiss.jpg|miniatur|Carl Friedrich Weiss]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Friedrich Weiss, oft nach seinen Initialen kurz „CF“ genannt, kam aus einfachen Verhältnissen. Seine Vorfahren waren Kleinstbauern, Löffelschmiede und Handwerker im [[Erzgebirge]] und im [[Vogtland]]. Sein Vater Carl Richard Weiss war ein aus [[Rittersgrün]] stammender Handelsreisender für Kurzwaren (vor allem Garne und Reißverschlüsse); seine Mutter hieß Marie Ernestine geb. Teichmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Weiss: &amp;#039;&amp;#039;In Memory of Professor Carl Friedrich Weiss&amp;#039;&amp;#039;, Isotopes Environment. Health Stud. 2000 Vol 36, pp 189-191&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Risse in der Zeit. Ein Leben zwischen Ost und West&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Hamburg 2012, S. 12–13. ISBN 9783498073749&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leipzig besuchte Weiss die Schule bis zum Abitur. 1920 begann er sein Studium der Philosophie, Physik, Psychologie und Pädagogik an der [[Universität Breslau#Königliche Universität zu Breslau / Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Breslau]], das er sich durch Nebentätigkeiten selbst finanzieren musste. Seine Breslauer Zeit, in der er auch seine spätere Frau kennenlernte, schloss er mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab, für die er eine Arbeit aus dem Gebiet der [[Atomspektroskopie]] einreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Thema der Dissertationsschrift lautete &amp;#039;&amp;#039;Über die Bestimmung korrespondierender Übergangswahrscheinlichkeiten von einem angeregten Zustand des Natriumatoms.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1929 bis 1931 war Weiss Oberassistent bei [[Walther Bothe]] am Physikalischen Institut der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Ludwigsuniversität Gießen]]. Hier fand er den Zugang zu seinem wissenschaftlichen Hauptfeld, der Radioaktivität, mit der sich Bothe bereits seit Anfang der 1920er Jahre befasste. 1931 wechselte er an die [[Physikalisch-Technische Bundesanstalt#Geschichte|Physikalisch-Technische Reichsanstalt]] (PTR) in [[Berlin]], der er bis 1945 angehörte. Zuletzt war er hier Oberregierungsrat und Dienststellenleiter.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Koch: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. phil. habil. Carl Friedrich Weiss 70 Jahre alt&amp;#039;&amp;#039;. Isotopenpraxis, 7. Jahrgang Heft 10/1971, S. 399–400&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Interesse galt besonders dem [[Radium]] und seinen nach dem [[Radioaktivität|radioaktiven Zerfall]] entstehenden Folgeprodukten. So stellte er durch mühevolle Aufarbeitung von Rückständen aus der Bleiproduktion starke [[Polonium|Polonium-210-Quellen]] her. Daher rührte seine lebenslange hohe Achtung der [[Radiochemie]]. Die Herstellung und genaue Aktivitätsbestimmung radioaktiver Standardquellen war sein Hauptmetier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 wurde die Abteilung für Atomphysik und Physikalische Chemie der PTR unter Leitung von Carl Friedrich Weiss infolge der massiven Bombenangriffe der [[Kriegführende Staaten im Zweiten Weltkrieg|Alliierten]] auf Berlin in ein Fabrikgebäude in [[Ronneburg (Thüringen)]] verlegt. Dabei wurde die gesamte Reserve des Deutschen Reiches an Radium in einer Menge von 21,8 Gramm und einem damaligen Wert von etwa 3&amp;amp;nbsp;Millionen [[Reichsmark]] in einem Bergstollen in Ronneburg eingelagert. Weiss hatte im April 1945 den Befehl erhalten, diese Reserve zur Sicherung vor den amerikanischen Truppen nach Oberbayern zu bringen. Nachdem die SS-Begleitmannschaft angesichts der nahenden Front sich abgesetzt hatte, vergruben  Weiss und Kollegen das Radium in einem Wald in der Nähe von [[Bad Tölz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;locke2013&amp;quot;&amp;gt;Stefan Locke: &amp;#039;&amp;#039;Doch, es war schlimm&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. März 2013 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Rückkehr nach Ronneburg wurde Weiss von den Amerikanern festgenommen und musste die wertvolle Kiste eigenhändig wieder ausgraben und ihnen übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bergbauverein-ronneburg.de/index.php?wahl=atombombe&amp;amp;ziel=ptr_rbg&amp;amp;menu=4 Die PTR in Ronneburg]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. Juni 1945 meldete die &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times|New York Times]]:&amp;#039;&amp;#039; „All Reich’s Radium in Americans’ Hands“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=All Reich’s Radium in Americans’ Hands |Sammelwerk=[[The New York Times]] |Datum=1945-06-27 |Seiten=8 |Sprache=en |Online=https://www.nytimes.com/1945/06/27/archives/all-reichs-radium-in-americans-hands.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung Thüringens durch die [[Rote Armee]] wurde Weiss sechs Wochen in Dresden inhaftiert und dann zusammen mit seiner Familie und weiteren deutschen Spezialisten in die Sowjetunion gebracht. Weiss hatte auch seiner Familie wegen in einen Vertrag über zwei Jahre eingewilligt: „Wir waren damals am Verhungern“, berichtet der Sohn [[Cornelius Weiss]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;locke2013&amp;quot; /&amp;gt; In der UdSSR arbeitete Weiss, wie andere „Beutedeutsche“, hinter Lagerzaun abgeschottet und vergleichsweise privilegiert an Grundlagenforschungen zum sowjetischen Atomprogramm. C.F. Weiss leitete in einem Institut in [[Obninsk]] ein Labor zum Studium der natürlichen und künstlichen Radioaktivität. Auch 30 andere deutsche Wissenschaftler waren dort mit ihren Familien interniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Pavel V.Oleynikov: &amp;#039;&amp;#039;German Scientists in the Soviet Atomic Project&amp;#039;&amp;#039;, The Nonproliferation Review Volume 7, Number 2, 1–30 (2000) [http://cns.miis.edu/npr/pdfs/72pavel.pdf (Digitalisat)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1952 bis 1955 war er in [[Suchumi]] ohne Forschungstätigkeit untergebracht, um bei der Rückkehr nach Deutschland nicht auf dem neuesten Forschungsstand zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiss wurde gezwungen, statt der vereinbarten zwei ganze zehn Jahre in der UdSSR zu bleiben. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1955 erhielt er in Leipzig die Möglichkeit, ein neues Forschungsinstitut zur Untersuchung radioaktiver Nuklide und ihrer Anwendung in Wissenschaft und Wirtschaft aufzubauen, das der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]] als  [[Institut für angewandte Radioaktivität]] zugehörte. Weiss war dessen Direktor von 1956 bis 1966. Der Aufbau umfasste sowohl die Konzipierung der Forschungsrichtungen, wie auch des Institutsgebäudes und die Entwicklung und Ausbildung interdisziplinärer Wissenschaftlerteams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 konnte sich C.F. Weiss an der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität Leipzig]] [[Habilitation|habilitieren]] und wurde auch bald danach zum Professor mit vollem Lehrauftrag berufen. Zahlreiche Promotions- und Diplomarbeiten sind an seinem Institut entstanden.&lt;br /&gt;
Weiss trat nicht in die SED oder eine andere Blockpartei ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Friedrich Weiss war musisch sehr interessiert und auch selbst als [[Cellist]] musikalisch aktiv. Er hatte mit seiner Frau Hildegard geb. Joachim drei Kinder. Einer seiner Söhne, der Chemiker [[Cornelius Weiss]], war von 1991 bis 1997 Rektor der Universität Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* 1958 [[Nationalpreis der DDR]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1961 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR&lt;br /&gt;
* 1964 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR&lt;br /&gt;
* 1964 [[Verdienstmedaille der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Radioaktive Standardpräparate&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Deutscher Verl. d. Wissenschaften, 1956&lt;br /&gt;
* zahlreiche weitere Monografien und Fachartikel als Autor und Mitautor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefan Locke: &amp;#039;&amp;#039;Doch, es war schlimm&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. März 2013, S. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1065347715}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1065347715|VIAF=13205077}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weiss, Carl Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernphysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sowjetisches Atombombenprojekt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weiss, Carl Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
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