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	<title>Carl Friedrich Lessing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Maler. Zum Juristen siehe [[Carl Friedrich Lessing der Ältere]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing.jpg|mini|Carl Friedrich Lessing, aus einem Gruppenbild von [[Julius Hübner (Maler, 1806)|Julius Hübner]] (1839)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Lessing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Februar]] [[1808]] in [[Breslau]]; † [[5. Juni]] [[1880]] in [[Karlsruhe]]) war ein [[Romantik|romantischer]] [[Malerei|Maler]] des 19. Jahrhunderts. Er zählt zu den bedeutendsten [[Historienmalerei|Historien-]] und [[Landschaftsmalerei|Landschaftsmalern]] der [[Düsseldorfer Malerschule|Düsseldorfer Schule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Sein Vater [[Carl Friedrich Lessing der Ältere]] (1778–1848) war Justizbeamter in Südpreußen und Schlesien, ab 1814 [[Kanzlei|Kanzler]] des Gerichts der [[Freie Standesherrschaft|Freien Standesherrschaft]] [[Syców|Polnisch-Wartenberg]] und Neffe des Schriftstellers [[Gotthold Ephraim Lessing]]. Seine Mutter Clementine, geborene Schwarz (1783–1821), war Tochter des Regierungskanzlers des Fürsten [[Hatzfeld (Adelsgeschlecht)#Fürsten von Hatzfeldt-Trachenberg|Hatzfeldt]] in [[Żmigród|Trachenberg]]. Sein Bruder [[Christian Friedrich Lessing|Christian Friedrich]] (1809–1862) wurde Arzt und Botaniker, sein Halbbruder [[Carl Robert Lessing|Carl Robert]] (1827–1911) Landgerichtsdirektor und Herausgeber der [[Vossische Zeitung|Vossischen Zeitung]]. Seine Schwester Franziska Maria (1818–1901), genannt Fanny, war mit dem Maler [[Emil Ebers]] verheiratet. Der künftige Maler verlebte seine Kindheit in dem Städtchen [[Syców|Polnisch Wartenberg]] und wohnte mit Eltern und vielen Geschwistern in einer Beamtenwohnung, die in einem Flügel des alten [[Schloss Groß Wartenberg|Schlosses Groß Wartenberg]] untergebracht war. Beim Durchstreifen der Gegend mit ihren riesigen Wäldern entdeckte er seine Liebe zur Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien ===&lt;br /&gt;
Nach zweijährigem Studium am Katholischen Gymnasium zu Breslau, wo unter [[Johann Heinrich Christoph König]] sein Talent zum [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnen]] entdeckt wurde, ging Lessing im Alter von 14 Jahren nach [[Berlin]] und studierte das Baufach an der von [[Karl Friedrich Schinkel]] geleiteten [[Berliner Bauakademie|Bauakademie]]. Im Jahre 1823 entschloss er sich, ohne Einwilligung des Vaters, Maler zu werden. Eine entscheidende Rolle spielte dabei seine Reise nach [[Rügen]], die seine Phantasie anregte. Er studierte nun drei Jahre an der [[Preußische Akademie der Künste|Kunstakademie]] zu Berlin, wo er bei den Landschaftsmalern [[Samuel Rösel]] und [[Heinrich Dähling]] unterwiesen wurde, und ging 1826 zusammen mit seinem Freund und Meister [[Friedrich Wilhelm von Schadow|Wilhelm von Schadow]] an die [[Kunstakademie Düsseldorf|Kunstakademie zu Düsseldorf]]. Dort wurde er zum Mitbegründer der [[Düsseldorfer Malerschule]]. Seinen ersten Erfolg konnte er schon 1825 mit dem Bild &amp;#039;&amp;#039;Kirchhof mit Leichensteinen und Ruinen im Schnee&amp;#039;&amp;#039; erreichen, das auf der Berliner Kunstausstellung in diesem Jahr gezeigt wurde, großes Aufsehen erregte und einen hohen Preis erzielte. Der Erfolg versöhnte den Vater mit der Malerkarriere des Sohnes. Mit dem Landschaftsmaler [[Johann Wilhelm Schirmer]] unternahm er ab 1827 gemeinsame Landschaftsstudien. Beide gründeten in Düsseldorf den „Landschaftlichen Komponierverein“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jahre der Erfolge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1828 Lessing Ritterburg anagoria.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Das Felsenschloss]]&amp;#039;&amp;#039;, 1825–1828]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing - Klosterhof im Schnee.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Klosterhof im Schnee]]&amp;#039;&amp;#039;, 1828/1829]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing - Royal Couple Mourning for their Dead Daughter - WGA12905.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Das trauernde Königspaar]]&amp;#039;&amp;#039;, 1828–1830]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing - Die Hussitenpredigt, 1836.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Die Hussitenpredigt]]&amp;#039;&amp;#039;, 1836]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing - Jan Hus at Constance (SM 901).png|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Jan Hus zu Konstanz]]&amp;#039;&amp;#039;, 1842]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing - The Siege (Defense of a Church Courtyard During the Thirty Years’ War) - Google Art Project.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Die Belagerung (Carl Friedrich Lessing)|Die Belagerung]]&amp;#039;&amp;#039;, 1848]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Friedrich Lessing - Jan Hus vor dem Scheiterhaufen.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Johann Hus vor dem Scheiterhaufen]]&amp;#039;&amp;#039;, 1850]]&lt;br /&gt;
In der ersten Periode seiner Tätigkeit malte Lessing melancholische und fantastische Landschaften in der Nachfolge von [[Caspar David Friedrich]]: Die Motive waren zerfallene Burgen, vergessene Kirchhöfe, zerklüftete Felsenpartien, die er mit Figuren von Mönchen, Rittern, Räubern, Zigeunern usw. bevölkerte. Hauptwerke aus dieser Schaffensphase sind die Landschafts- und Architekturbilder &amp;#039;&amp;#039;[[Das Felsenschloss]]&amp;#039;&amp;#039; (1828) und &amp;#039;&amp;#039;[[Klosterhof im Schnee]]&amp;#039;&amp;#039; (1829). Viele Motive bezog er aus Sagenwelt, Erzählung und Dichtung (&amp;#039;&amp;#039;[[Das trauernde Königspaar]]&amp;#039;&amp;#039;, 1828–1830, heute in der [[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]]; &amp;#039;&amp;#039;[[Der Räuber und sein Kind]]&amp;#039;&amp;#039;, 1832, heute im [[Philadelphia Museum of Art]]; &amp;#039;&amp;#039;Lenore&amp;#039;&amp;#039;, 1832, von dem König [[Friedrich Wilhelm IV.]] gekauft). Sein Stil fand viele Nachahmer. Um diese Zeit führte ihn Schadow der [[Historienmalerei]] zu und verschaffte ihm einen Auftrag über Wandmalereien beim Grafen [[Franz von Spee]], der den Gartensaal seines [[Schloss Heltorf|Schlosses bei Düsseldorf]] mit einem Zyklus von [[Fresko|Fresken]] über das Leben [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossas]] schmücken wollte. Lessing schuf hier &amp;#039;&amp;#039;Die [[Schlacht bei Iconium]]&amp;#039;&amp;#039;, entdeckte jedoch bald, dass die Wandmalerei ihm nicht zusagte, und überließ den Rest der Arbeiten [[Hermann Plüddemann]], einem anderen Künstler aus der Düsseldorfer Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hippolyte Fortoul]] nannte ihn 1841 „den wirklichen Anführer der neuen Düsseldorfer Schule“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hippolyte Fortoul]]: &amp;#039;&amp;#039;De l’Art en Allemagne.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Paris 1841, S. 471 ([https://books.google.de/books?id=667lBMJUfA4C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Google Books&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wilhelm Füssli (Politiker)|Wilhelm Füssli]] charakterisierte ihn 1843 als „einen Mann, den die öffentliche Meinung seit Jahren an die Spitze der Düsseldorfer Künstler stellt. (…) Jetzt gehört er zu den angesehensten deutschen Malern, ja er hat vielleicht ein größeres Publikum als [[Peter von Cornelius|Cornelius]]. Zwar ist er mit letzterem nicht vergleichbar, aber doch halten wir ihn in gewisser Beziehung ebenfalls für einen Reformator der deutschen Kunst.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Füssli (Politiker)|Wilhelm Füssli]]: &amp;#039;&amp;#039;Die wichtigsten Städte am Mittel- und Niederrhein im deutschen Gebiet, mit Bezug auf alte und neue Werke der Architektur, Sculptur und Malerei&amp;#039;&amp;#039;. Zürich und Winterthur 1843, [https://archive.org/stream/bub_gb_vcoDAAAAYAAJ#page/n603 S. 588 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1846 erhielt Lessing das Angebot, Direktor des [[Städelsches Kunstinstitut|Städelschen Kunstinstituts]] in [[Frankfurt am Main]] zu werden. Dieses Angebot lehnte er ab. Die Ernennung zum Direktor der [[Staatliche Kunsthalle Karlsruhe|Großherzoglich Badischen Gemäldegalerie]] in [[Karlsruhe]] nahm er im Sommer 1858 jedoch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1836 bis 1867 malte Lessing insbesondere historische Szenen. Die berühmtesten Gemälde aus dieser Epoche sind:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Hussitenpredigt]]&amp;#039;&amp;#039;, 1836 (Berlin, Alte Nationalgalerie);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Friedrich Barbarossa&amp;#039;&amp;#039; (für den [[Römer (Frankfurt am Main)|Römer]] in [[Frankfurt am Main]]), 1839;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gefangennahme des Papstes [[Paschalis II.|Paschalis]]&amp;#039;&amp;#039;, 1840 ([[Von der Heydt-Museum]], Wuppertal);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Jan Hus zu Konstanz]]&amp;#039;&amp;#039;, 1842 (Frankfurt am Main, Städelsche Kunstsammlung). Dieses Bild rief große Kontroversen und Zeitungsdiskussionen hervor, da man glaubte, darin eine Beleidigung der katholischen Religion zu entdecken. Hierzu illustrierte [[Wilhelm Camphausen]] Lessing das „Martyrium von Jan Hus“ malend, welches in &amp;#039;&amp;#039;Schattenseiten der Düsseldorfer Maler, nebst verkürzten Ansichten ihrer letzten Leistungen&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1845 erschien. Eine weitere Fassung des Bildes von 1854 ist seit 2012 durch Schenkung im [[Museum Kunstpalast]] in Düsseldorf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.smkp.de/sammlungen/neuerwerbungen/ |wayback=20180220152927 |text=Neuerwerbungen: Carl Friedrich Lessing (1808-1880), &amp;#039;&amp;#039;Johann Hus im Vorverhör zu Konstanz 1414/15 (Hus vor dem Konzil von Konstanz)&amp;#039;&amp;#039;, 1845, 2012 Schenkung Johanna Sturm, Öl auf Leinwand, 94 x 135,9 cm, monogr. u. dat. „C.F. L. 1845“, Inv.-Nr. M 2012-1 }}, auf Stiftung Museum Kunstpalast, abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Belagerung (Carl Friedrich Lessing)|Die Belagerung]]&amp;#039;&amp;#039;, 1848, Szene aus dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] mit Kirchenruine und Friedhof&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Johann Hus vor dem Scheiterhaufen]]&amp;#039;&amp;#039;, 1844–1850, eines seiner größten und bedeutendsten Werke, welches wieder religiöse Streitigkeiten verursachte, 1850 als Hauptwerk der Düsseldorfer Malerschule von [[Johann Gottfried Böker]] erworben und in der [[Düsseldorf Gallery]], New York City, ausgestellt, 1863 von der [[Nationalgalerie (Berlin)|Nationalgalerie Berlin]] erworben, seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen geltend; kleinere Zweitfassung von 1850, die in die Sammlung von [[Joseph Longworth]] gelangt war, seit 2012 als Schenkung der Erbin Joanna Sturm im Museum Kunstpalast, Düsseldorf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.smkp.de/sammlungen/neuerwerbungen/ |wayback=20180220152927 |text=Carl Friedrich Lessing (1808–1880), &amp;#039;&amp;#039;Johann Hus vor dem Scheiterhaufen&amp;#039;&amp;#039;, 1844–1850, 2012 Schenkung Joanna Sturm, Öl auf Leinwand, 94 x 135,9 cm, monogr. u. dat. „C. F. L. 1850“ , Inv.-Nr. M 2012-2 }}, auf Stiftung Museum Kunstpalast, abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Martin Luther|Luther]], der die [[Exsurge Domine|Bannbulle]] verbrennt&amp;#039;&amp;#039;, 1853, wieder Gegenstand religiöser Diskussionen;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gefangennahme des Papstes Paschalis&amp;#039;&amp;#039;, 1858, mit lebensgroßen Figuren. Dieses Bild beendete seine Tätigkeit in Düsseldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer dieses Jahres ging Lessing als Direktor an die Kunstgalerie in Karlsruhe. Dort begann er, wieder Landschaften zu malen, setzte aber auch seine Serie der großen historischen Gemälde fort, die er 1867 mit dem Bild &amp;#039;&amp;#039;Die [[Leipziger Disputation|Disputation]] Luthers mit [[Johannes Eck|Eck]] auf der [[Pleißenburg]] in Leipzig&amp;#039;&amp;#039; endgültig beendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Lebensjahre ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1867 erhielt Lessing die Berufung, als Direktor der Akademie nach Düsseldorf zurückzukehren, lehnte aber ab und blieb bis zu seinem Lebensende in Karlsruhe. Im Laufe der Jahre erhielt er viele Ehrungen: Bereits 1832 ernannte ihn die Berliner Akademie zum Mitglied, im vierzigsten Lebensjahre erhielt er vom König Friedrich Wilhelm IV. den Professorentitel und, als einer der ersten Künstler, die Friedensklasse des Ordens &amp;#039;&amp;#039;[[Pour le Mérite]]&amp;#039;&amp;#039;, später bekam er noch andere deutsche und ausländische Orden und Medaillen und wurde zum Ehrenmitglied zahlreicher deutscher und ausländischer Akademien und Künstlervereine. In seinen letzten Lebensjahren war er als Vorsitzender in zwei Künstlervereinen in Düsseldorf ([[Malkasten (Künstlerverein)|&amp;#039;&amp;#039;Malkasten&amp;#039;&amp;#039;]]) und Karlsruhe tätig. Mehrere Jahre konnte Lessing nach etlichen [[Schlaganfall|Schlaganfällen]] nicht mehr arbeiten, ein letzter Schlaganfall bereitete seinem Leben ein schmerzloses Ende. Lessing wurde auf dem [[Hauptfriedhof Karlsruhe]] bestattet. Sein Grabdenkmal nach dem Entwurf von Otto Lessing wurde um 1956 eingeebnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Carl Friedrich Lessing war seit August 1841 mit Ida Heuser (1817–1880), Tochter des evangelischen Kaufmanns Heinrich Daniel Theodor Heuser (1767–1848) aus [[Gummersbach]] bei Köln, verheiratet, die ein paar Monate vor ihm starb. Ida Heuser hatte mindestens fünf Geschwister, darunter die Malerinnen [[Louise Wüste]], [[Adeline Jaeger]] und [[Alwine Schroedter]]. Das Ehepaar hatte mehrere Kinder, darunter den Bildhauer [[Otto Lessing]], die Kunstmaler [[Heinrich Lessing]] und [[Konrad Lessing]] sowie die Tochter Bertha Lessing (1844–1914), die den königlich-sächsischen Schauspieler [[Karl Ferdinand Koberstein|Karl Koberstein]] heiratete und Mutter des Kunstmalers [[Hans Koberstein]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Wirkung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Boser - Die Bilderschau der Düsseldorfer Künstler in der Kunstakademie.jpg|mini|Lessing als beherrschende Figur der [[Düsseldorfer Malerschule]], dargestellt (mit Papierrolle) im Vordergrund der rechten Bildhälfte des Gruppenporträts &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bilderschau der Düsseldorfer Künstler im Galeriesaal]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Boser]], 1844]]&lt;br /&gt;
Wie oben erwähnt, zerfällt das Œuvre Lessings in zwei Gruppen: die historische Malerei, von manchen Kritikern abschätzig als [[Tendenzmalerei]] bezeichnet, und die Landschaftsmalerei. Die riesigen historischen Gemälde zeigen vielleicht keine Erhabenheit, wie bei [[Jacques-Louis David]], zeichnen sich jedoch durch gutes künstlerisches Handwerk, Individualisierung der dargestellten Gestalten und geschichtliche Treue aus. Er arbeitete ständig an seiner Vervollkommnung und hinterließ große Anzahl von Mappen mit Naturstudien und historischen Skizzen, in denen er geradezu schwelgte. In der Malerei der Spätromantik, als Nachfolger von Caspar David Friedrich, war er unter seinen Zeitgenossen tonangebend und übte einen sehr umfassenden Einfluss auf die Entwicklung der [[Düsseldorfer Malerschule]] aus. Er steht an der Schwelle zwischen [[Idealismus (Philosophie)|Idealismus]] und [[Realismus (Kunst)|Realismus]]: seine romantische und poetische Auffassungsweise vereinigte sich mit einem gründlichen Studium der Natur. Keiner von den Zeitgenossen hat den deutschen Wald und die wilden Felsgegenden des [[Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] und der [[Eifel]] so poetisch und gleichzeitig naturtreu dargestellt. Lessing wurde auch durch unzählige Reproduktionen in den Illustrierten der frühen Wilhelminischen Zeit – &amp;#039;&amp;#039;Über Land und Meer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gartenlaube&amp;#039;&amp;#039; usw. – dem breiten Publikum bekannt und von ihm geliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 kaufte der Kunstsammler und Mäzen [[Joseph Longworth]] den fast 1000 Werke umfassenden Nachlass von Lessing und vermachte ihn 1881/1882 dem [[Cincinnati Art Museum]].&amp;lt;ref&amp;gt;James Q. Howard: &amp;#039;&amp;#039;Ohio in History&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Magazine of Western History&amp;#039;&amp;#039;. Band 6 (1886), S. 489 ([https://www.google.de/books/edition/National_Magazine/1EBIAQAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Joseph+Longworth&amp;amp;pg=PA490&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;Google Books&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ksta.de/felsen-und-ruinen-portraetiert-13948400?cb=1626256668409 Reiner Züll: &amp;#039;&amp;#039;Felsen und Ruinen porträtiert&amp;#039;&amp;#039;]. Artikel vom 3. April 2003 im Portal &amp;#039;&amp;#039;ksta.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 14. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Beinahe alle historischen Gemälde befinden sich heute (2005) in staatlichen Sammlungen. Lessings Landschaftsgemälde erzielen heutzutage Preise zwischen 2000 und 10.000 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Illustrationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Digitalisate der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]:&lt;br /&gt;
* In: &amp;#039;&amp;#039;Album deutscher Kunst und Dichtung. Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen der Künstler, ausgeführt von R. Brend&amp;#039;amour.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Friedrich Bodenstedt. Grote, Berlin 1867 ({{URN|nbn:de:hbz:061:2-184}}).&lt;br /&gt;
* In: &amp;#039;&amp;#039; Album deutscher Künstler in Originalradirungen.&amp;#039;&amp;#039; Buddeus, Düsseldorf 1841 ({{URN|nbn:de:hbz:061:2-1080}}).&lt;br /&gt;
* In: &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Lieder-Album : 6 Lieder mit Pianofortebegleitung.&amp;#039;&amp;#039; Arnz, Düsseldorf 1851 ({{URN|nbn:de:hbz:061:2-1402}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maler und Bürger.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1835 ({{URN|nbn:de:hbz:061:2-35419}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Weech]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Lessing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Biographien]]&amp;#039;&amp;#039;, Dritter Teil. G. Braun, Karlsruhe 1881, S. 76–81 ([https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/165222 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|18|450|453|Lessing, Carl Friedrich|[[Moritz Blanckarts]]|ADB:Lessing, Carl Friedrich}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/malerwerkedesne00boetgoog#page/n862/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;Lessing, Karl Friedrich&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Friedrich von Boetticher (Kunsthistoriker)|Friedrich von Boetticher]]: &amp;#039;&amp;#039;Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band I, Dresden 1895, S. 844 ff.&lt;br /&gt;
* [[Arend Buchholtz]] (Bearbeitung): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Familie Lessing.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1909, Bd. II.&lt;br /&gt;
* Ingrid Jenderko-Sichelschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Historienbilder Carl Friedrich Lessings.&amp;#039;&amp;#039; Anhang: Katalog der Gemälde, Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln, Köln 1973.&lt;br /&gt;
* [[Vera Leuschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Lessing (1808–1880). Die Handzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Köln/Wien 1982, [Dissertationen zur Kunstgeschichte; 14].&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|348|349|Lessing, Carl Friedrich|Vera Leuschner|118640496}}&lt;br /&gt;
* Jörg Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Otto Lessing 1846–1912, Bildhauer, Kunstgewerbler, Maler. Leben und Werk eines Künstlers des Späthistorismus unter besonderer Berücksichtigung seiner Tätigkeit als Bauplastiker.&amp;#039;&amp;#039; Phil. Diss. Freie Universität Berlin 1994 (Leseexemplar in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin PK, Kulturforum).&lt;br /&gt;
* [[Martina Sitt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Lessing. Romantiker und Rebell.&amp;#039;&amp;#039; Donat, Bremen 2000, ISBN 3-934836-04-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carl Friedrich Lessing}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Der siebenzigste Geburtstag eines Meisters deutscher Kunst}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118640496}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlung-rheinromantik.de/index.php?id=9 Sammlung RheinRomantik - Carl Friedrich Lessing und die Rheinromantik]&lt;br /&gt;
* [http://www.eifel-und-kunst.de/homepage/malerdereifel/carl-friedrich-lessing.htm Carl Friedrich Lessing bei Eifel und Kunst]&lt;br /&gt;
* {{Europeana}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118640496|LCCN=n/82/166201|VIAF=37709786}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lessing, Carl Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carl Friedrich Lessing| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Gotthold Ephraim Lessing)|Carl Friedrich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Düsseldorfer Malerschule)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historienmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträtmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freskant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1808]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eifelmaler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lessing, Carl Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=romantischer Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Februar 1808&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juni 1880&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
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