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	<title>Carl Ferdinand von Graefe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Medizinische Verdienste */</title>
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		<updated>2026-04-10T03:16:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Medizinische Verdienste&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Ferdinand von Graefe.jpg|mini|Carl Ferdinand von Graefe]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Ferdinand Graefe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1826 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Graefe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Karl Ferdinand von Graefe&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[8. März]] [[1787]] in [[Warschau]]; † [[4. Juli]] [[1840]] in [[Hannover]]), war ein deutscher [[Chirurgie|Chirurg]] und [[Augenheilkunde|Augenarzt]]. Er gilt als Wegbereiter der [[Plastische Chirurgie|plastischen Chirurgie]], verfeinerte zahlreiche chirurgische Techniken und hielt den Gründungslehrstuhl für Chirurgie an der Berliner Universität inne. Er war der Vater des berühmten Augenarztes [[Albrecht von Graefe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Ferdinand Graefe wurde am 8. März 1787 in Warschau geboren und wuchs die ersten Lebensjahre auf Schloss Dolsk auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=M Jähne |Titel=Carl Ferdinand von Graefe (1787–1840) und seine Relevanz für die Augenheilkunde |Sammelwerk=Klinische Monatsblatter für Augenheilkunde |Nummer=3 |Datum=1988 |Seiten=310–314 |DOI=10.1055/s-2008-1050266 |PMID=3070136}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Schule studierte Carl Ferdinand zunächst in Halle und Leipzig. Nach seiner Promotion 1807 arbeitete er in Ballenstedt, wo er ein Krankenhaus aufbaute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Andreas Ulrich, Ingolf von Graefe |Titel=Carl Ferdinand von Graefe: 180. Todestag – Albrecht von Graefe: 150. Todestag |Sammelwerk=Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde |Band=238 |Nummer=01 |Datum=2021-01 |ISSN=0023-2165 |Seiten=10–13 |Online=http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-1322-3923 |Abruf=2022-09-18 |DOI=10.1055/a-1322-3923}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde 1808 in die [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Zu den drei Degen&amp;#039;&amp;#039; in Halle aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beleg fehlt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach kurzen Stationen in Königsberg als Chirurg und Halle als Professor, wurde er 1810 an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] berufen. Hier erhielt er den Gründungslehrstuhl für Chirurgie und Augenheilkunde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1809 untersuchte Graefe eine Quelle im Harz und empfahl sie als Heilquelle. Dies führte zum Aufleben eines Kurbetriebs vor Ort und in der Folge zur Entstehung des Ortes [[Alexisbad]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Ferdinand Graefe |Titel=Der salinische Eisenquell im Selkenthale am Harz / untersucht von Karl Ferdinand Gräfe |Verlag=Köhler |Ort=Leipzig |Datum=1809}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1812 wurde Graefe zum korrespondierenden Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3. Band 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Carl Ferdinand von Graefe gehörte zu den Schülern des berühmten Augenarztes [[Georg Joseph Beer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Hans Sasse: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Augenheilkunde in kurzer Zusammenfassung mit mehreren Abbildungen und einer Geschichtstabelle&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bücherei des Augenarztes.&amp;#039;&amp;#039; Heft 18). Ferdinand Enke, Stuttgart 1947, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Befreiungskriege]] ernannte ihn der preußische König 1813 zum Divisionschirurgen, Militärlazaretts-Inspekteur und 1815 zum [[Geheimer Medizinalrat|Geheimen Medizinalrat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1826 [[Nobilitierung|adelte]] [[Nikolaus I. (Russland)|Zar Nikolaus I.]] Graefe in [[Sankt Petersburg]] für seine Verdienste bei der Behandlung russischer und polnischer Offiziere, im selben Jahr wurde die Adelung in Preußen anerkannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter von Graefes Leitung zog die Chirurgie 1818 in die Ziegelstraße um, wo sie unter besseren räumlichen Bedingungen ihre Operationen deutlich ausweiten konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In dem von ihm 1820 zusammen mit [[Philipp Franz von Walther|Philipp von Walther]] begründeten &amp;#039;&amp;#039;Journal der Chirurgie und Augenheilkunde&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte Graefe in der Folge viele Erstbeschreibungen, wodurch das Ansehen der Chirurgie neben der Medizin stieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort veröffentlichte Graefe jedoch 1825 auch den Behandlungsbericht &amp;#039;&amp;#039;Heilung eines vieljährigen Blödsinns, durch Ausrottung der Clitoris&amp;#039;&amp;#039;. In ihm stellt ein anonymer Arzt vielfältige Misshandlungen dar, mit deren Hilfe ein 15-jähriges Mädchen vom „Blödsinn“, der durch [[Masturbation]] bedingt sei, geheilt werden sollte. Der Erfolg stellte sich aus Sicht des berichtenden Arztes jedoch erst mit der [[Weibliche Genitalverstümmelung|Verstümmelung]] der [[Klitoris]] durch Graefe 1822 ein. Damit war Graefe wohl der erste der eine Clitorisamputation in Deutschland durchführte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna Bergmann |Titel=Genealogien von Gewaltstrukturen in Kinderheimen |Sammelwerk=Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften |Datum=2014-08-01 |Seiten=82–116 Seiten |Online=https://journals.univie.ac.at/index.php/oezg/article/view/3690 |Abruf=2022-09-18 |DOI=10.25365/OEZG-2014-25-1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der erste, der in einer wissenschaftlichen Zeitschrift darüber publizierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marion Hulverscheidt |Titel=„Eine merkwürdige Methode zur Verhinderung der Onanie“ – Zur Geschichte der Genitalverstümmelung von Frauen im deutschsprachigen Raum |Sammelwerk=Zeitschrift für Sexualforschung |Band=18 |Nummer=3 |Verlag=Georg Thieme Verlag |Ort=Stuttgart / New York |Datum=2005 |Seiten=215-242 |DOI=10.1055/s-2005-836934}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Eingriff wurde breit rezipiert, jedoch setzte er keine Behandlungsstandards: Es dauerte weitere 40 Jahre, bis ähnliche Fallberichte im deutschsprachigen Raum publiziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marion Hulverscheidt |Titel=Weibliche Genitalverstümmelung – Diskussion und Praxis in der Medizin während des 19. Jahrhunderts |Verlag=Mabuse |Datum=2016 |ISBN=978-3-935964-00-5 |Seiten=107-116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1822 war er 3. [[Generalstabsarzt]] der preußischen Armee und Mitdirektor der [[Pépinière|militärärztlichen Bildungsanstalten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Vollmuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Graefe, Karl Ferdinand von.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 507.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1823 zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=carl-ferdinand-von-graefe|Name=Carl Ferdinand von Graefe|Datum=4. Juli 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 wurde er nach Hannover gerufen, um den erblindeten [[Georg V. (Hannover)|Kronprinzen]] zu operieren. Noch bevor er sich bei Hofe melden konnte, erkrankte er an „hitzigem Gehirn- und Nervenfieber“ und verstarb in einem Hotel in Hannover im Alter von 53 Jahren. [[Datei:Grab Graefe Alten Kreuzberg.jpg|mini|Grab des Ehepaars Graefe in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
Beigesetzt wurde er in Berlin auf dem [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde|Friedhof&amp;amp;nbsp;II der Jerusalems- und Neuen Kirche]]. Das klassizistische Grabmal ist einem antiken Totentempel nachempfunden und wahrscheinlich ein Werk von [[Heinrich Strack (Architekt)|Heinrich Strack]]. In der dreiseitig offenen Tempelhalle stehen Porträtbüsten des bedeutenden Arztes und seiner Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09046170|&amp;#039;&amp;#039;Friedhof&amp;amp;nbsp;I und&amp;amp;nbsp;II der Jerusalems- und Neuen Kirche&amp;#039;&amp;#039;}}. Beschreibung des Friedhofs und des Grabmals in der Datenbank des Landesdenkmalamtes Berlin; abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um Kopien der von [[Friedrich Drake]] geschaffenen Originale. Das Grab war von 1962 bis 2014 ein [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Ehrengrab des Landes Berlin]]. Sein Schwiegervater Alf von Alten (1762–1843) und sein Sohn [[Albrecht von Graefe]] sind in der Nähe bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;230, 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Verdienste ==&lt;br /&gt;
Carl Ferdinand von Graefe galt als einer der bedeutendsten Chirurgen seiner Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Iain S. Whitaker, Richard O. Karoo, George Spyrou, Oliver M. Fenton |Titel=The birth of plastic surgery: the story of nasal reconstruction from the Edwin Smith Papyrus to the twenty-first century |Sammelwerk=Plastic and Reconstructive Surgery |Band=120 |Nummer=1 |Datum=2007-07 |ISSN=1529-4242 |Seiten=327–336 |DOI=10.1097/01.prs.0000264445.76315.6d |PMID=17572582}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gilt heute als Pionier der [[Plastische Chirurgie|Plastischen Chirurgie]] und der [[Augenheilkunde]]. Mit seiner [[Rhinoplastik]] (dokumentiert als „Deutsche Methode“) entwickelte er eine neue Variante des plastisch-chirurgischen Nasenersatzes,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; die der von [[Heinrich von Pfalzpaint]] bereits im 15. Jahrhundert mit Hautlappen durchgeführten Nasenersatzplastik ähnelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Literatur des Deutschen Ordens im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1991, S. 217–231, hier: S. 225–226.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er führte weitere Verbesserungen in vielen chirurgischen Gebieten, zum Beispiel bei Amputationen, der [[Gaumennaht]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und der [[Thyreoidektomie]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mark Mahanty, Sven Koscielny, Arne Koscielny |Titel=Meilensteine der Schilddrüsenchirurgie |Sammelwerk=Laryngo-Rhino-Otologie |Band=97 |Nummer=11 |Datum=2018-11 |ISSN=0935-8943 |Seiten=762–771 |Online=http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-0664-8953 |Abruf=2022-09-18 |DOI=10.1055/a-0664-8953}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein. 1817 erfand Graefe zudem den [[Trokar]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Axel Helmstädter |url=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-502007/kurze-geschichte-langer-nadeln/ |titel=Injektionsspritzen: Kurze Geschichte langer Nadeln |werk=Pharmazeutische Zeitung |datum=2007-12-10 |sprache=de |abruf=2022-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Ferdinand von Graefes Nachfolger in Berlin wurde [[Johann Friedrich Dieffenbach]]. Diese entwickelte Graefes chirurgische Methoden weiter und gilt als „Vater der Plastischen Chirurgie“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. Schultheiss, W. Knöner, F. -J. Kramer, U. Jonas |Titel=Johann Friedrich Dieffenbach (1792–1847) als Begründer der plastischen Chirurgie: Sein Beitrag zur Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie |Sammelwerk=Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie |Band=2 |Nummer=6 |Datum=1998-11 |ISSN=1432-9417 |Seiten=309–315 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s100060050078 |Abruf=2022-09-18 |DOI=10.1007/s100060050078}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Carl Ferdinands Sohn [[Albrecht von Graefe]] entwickelte die bereits von seinem Vater vorangebrachte Augenheilkunde zu einer eigenständigen medizinischen Professionen weiter und konnte seinerseits hier viele Innovationen einführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Wohnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Finkenherd. Wirtschaftsgebäude und Segelschiffe auf der Spree..jpg|mini|links|Der Finkenherd]]&lt;br /&gt;
Carl Ferdinands Vater Carl Gottlieb Graefe (1752–1806) war Hofhausmeister und Güterverwalter des Grafen Friedrich Moszinsky auf Schloss [[Dolsk]] und wurde selbst 1790 in den polnischen persönlichen [[Adel]]sstand aufgenommen. Seine Mutter hieß Christiane Zschernig (1759–1817). Das Paar stammte aus Sachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jutta Herde |Hrsg=Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft |Titel=Die Nachfahren der von Graefe- und Graefe-Familien |Sammelwerk=Visus und Vision 150 Jahre DOG |Verlag=Biermann Verlag |Ort=München |Datum=2007 |Seiten=311-315 |Online=https://www.dog.org/wp-content/uploads/2009/12/DOG_Festschrift_2014_2.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Ferdinand Graefe heiratete am 6. Oktober 1814 in Berlin &amp;#039;&amp;#039;Auguste von Alten&amp;#039;&amp;#039; (* 16. Mai 1797 in Berlin; † 27. November 1857 ebenda), die Tochter des königlich-preußischen Geheimen Oberberg- und Baurats Professor &amp;#039;&amp;#039;Martin von Alten&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Charlotte Müller&amp;#039;&amp;#039; aus [[Frankfurt (Oder)]]. Zusätzlich zu ihrer Villa in der Behrenstraße, kaufte die Familie ein Grundstück am nordwestlichen Rand des [[Großer Tiergarten|Tiergartens]] im Bereich des heutigen [[Berlin-Hansaviertel|Hansaviertels]]. Auf diesem errichtete der Architekt [[Karl Friedrich Schinkel]] die 1824 &amp;#039;&amp;#039;Villa Finkenherd&amp;#039;&amp;#039;, [[Peter Joseph Lenné|Lenné]] gestaltete den sie umgebenden Park. Ein Denkmal erinnert heute an den Ort des 1943 zerstörten Finkenherds, der ein beliebter Treffpunkt der Berliner Gesellschaft war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Paar hatte sechs Kinder, von denen eins kurz nach der Geburt verstarb:&lt;br /&gt;
* Ottilie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Hans Schöner |Titel=Briefe aus der Biedermeierzeit. Mathilde Bardua an Ottilie von Graefe |Verlag=Anhalt-Edition |Ort=Dessau |Datum=2014 |ISBN=978-3-936383-20-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (* 31. Juli 1816; † 26. Dezember 1889) ⚭ 28. Februar 1847 [[Hermann von Thile]]&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich August (* 30. Januar 1818; † 5. Februar 1872), Geheimer Regierungsrat ⚭ 16. März 1845 Alma von Ladenberg (* 27. Juni 1822)&lt;br /&gt;
* Viktor Leopold Stanislaus (* 9. April 1826; † 10. August 1889) Kapitän ⚭ 23. Oktober 1856 Emilie Bahre (* 9. August 1825)&lt;br /&gt;
* [[Albrecht von Graefe|Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht]] (1828–1870) [[Augenheilkunde|Augenarzt]] ⚭ Gräfin Anna Adelaide Pauline Knuth (* 15. März 1842; † 22. März 1872)&lt;br /&gt;
* Wanda Elisae Charlotte (* 5. November 1830) Schriftstellerin unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Walther Schwarz&amp;#039;&amp;#039; ⚭ 19. April 1856 [[Sigismund von Dallwitz (Politiker, 1829)|Johann Adolf Sigismund von Dallwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Roter Adlerorden]], 2. Klasse (mit Eichenlaub)&amp;lt;ref&amp;gt;Orden und ihre Reihenfolge nach &amp;#039;&amp;#039;Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat: für das Jahr 1839.&amp;#039;&amp;#039; S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz am weißen Bande]]&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bayerischen Krone]], Ritter&lt;br /&gt;
* [[Danebrogorden]], Ritter&lt;br /&gt;
* [[Ehrenlegion]], Offizier&lt;br /&gt;
* [[Guelphen-Orden]], Kommandeur&lt;br /&gt;
* [[Hausorden vom Goldenen Löwen]], Kommandeur 1. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Orden des Heiligen Wladimir]], IV. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Annenorden]], 2. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Wasaorden]], Kommandeur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* [https://data.historicaltexts.jisc.ac.uk/view?pubId=ukmhl-b24924258&amp;amp;pageId=ukmhl-b24924258-1 &amp;#039;&amp;#039;Normen für die Ablösung größerer Gliedmaßen&amp;#039;&amp;#039;, Carl Ferdinand Graefe, Berlin 1812]&lt;br /&gt;
* [https://wellcomecollection.org/works/ajzamsu3/items?canvas=6 &amp;#039;&amp;#039;Rhinoplastik&amp;#039;&amp;#039; oder die Kunst den Verlust der Nase organisch zu ersetzen, Dr. Carl Ferdinand Graefe, Berlin 1818]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Beiträge zur Kunst, Teile des Angesichts organisch zu ersetzen&amp;#039;&amp;#039;, 1821&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die epidemisch-contagiöse Augenblennorrhöe Aegyptens in den europäischen Befreiungsheeren, ihre Entstehung, Erkenntniss, Vorbeugung und Heilart, während der Feldzüge 1813, 1814 und 1815 beobachtet.&amp;#039;&amp;#039; Carl Ferdinand Graefe, Berlin 1823.&lt;br /&gt;
* [https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/12483 Ueber Minderung der Gefahr beim Kaiserschnitte, nebst der Geschichte eines Falles, in welchem Mutter und Kind erhalten wurden, Journal der Chirurgie und Augenheilkunde , Band 9, Heft 1, S. 1–85, Berlin 1826]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jahresberichte ueber das klinisch-chirurgisch-augenarztliche Institut der Universität zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, 1817–1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmen von Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mit größtem Interesse betrachtete ich den ersten Augenarzt und Chirurgen seiner Zeit! Und wie verehrte ich bald den feingebildeten, höflichen Mann! – Noch in den besten Jahren, mit intelligenten Zügen, klugen, freundlich blickenden Augen, die Haare von der freien Stirn zurückgestrichen, sprach er so bezaubernd angenehm (…). Seine Gattin, sehr zart und vornehm aussehend, empfing uns äußerst liebreich, ein holdes Töchterchen und ein bildschöner Knabe zeigten sich so wohlerzogen und kindlich&amp;amp;nbsp;– und nach und nach füllten sich die Räume mit den interessantesten Persönlichkeiten Berlins.&lt;br /&gt;
 |Autor=Karoline Bauer&lt;br /&gt;
 |Quelle=Aus meinem Bühnenleben, hrsg. v. Arnold Wellmer. R. v. Decker, Berlin 1871, S. 65 f.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karoline Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Bühnenleben&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. Arnold Wellmer. R. v. Decker, Berlin 1871, S. 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Genealogisches Handbuch des Adels]], Adelige Häuser B, Band VII, Band 36 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1965, S. 106, {{ISSN|0435-2408}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|557|562|Graefe, Karl von|[[Ernst Julius Gurlt]]|ADB:Graefe, Karl von}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|711||Graefe, Karl Ferdinand von|Wilhelm Katner|116809299}}&lt;br /&gt;
* [[Marcelli Janecki]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des preußischen Adels]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 1 (1892), [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7951754 S. 165.]&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=mhFaAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA275&amp;amp;dq=generalstabsarzt+preu%C3%9Fen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjHkvqn-IHNAhUsSJoKHS2wCMw4ChDoAQhCMAg#v=onepage&amp;amp;q=generalstabsarzt%20preu%C3%9Fen&amp;amp;f=false Neues preussisches Adels-Lexicon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karl von Graefe}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116809299}}&lt;br /&gt;
* [http://www.britannica.com/eb/article-9037598/Karl-Ferdinand-von-Grafe Kurzbiografie] (englisch) mit Bild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Chirurgischer Lehrstuhl I Berlin (Ziegelstraße)&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Generalstabsarzt (Preußen)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116809299|LCCN=n86834412|VIAF=88950292}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Graefe, Carl Ferdinand von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plastischer Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstabsarzt (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Medizinalrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Warschau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes am weißen Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1787]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1840]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Bayerischen Krone (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Dannebrogordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur des Guelphen-Ordens (vor 1841)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur I. Klasse des Hausordens vom Goldenen Löwen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Wladimir]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Graefe, Carl Ferdinand von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Graefe, Karl Ferdinand von (vollständiger Name); Graefe, Karl Ferdinand; Graefe, Karl von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1787&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Warschau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juli 1840&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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