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	<title>Carl Diez - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mogelzahn: /* Verfolgung in der NS-Zeit */</title>
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		<updated>2026-04-27T06:49:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verfolgung in der NS-Zeit&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Politiker Carl Diez. Zu anderen Personen siehe [[Carl Dietz]] bzw. [[Karl Dietz]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:DiezCarl.jpg|mini|Carl Diez]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl (Karl) Diez&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Januar]] [[1877]] in [[Öhningen]], [[Baden (Land)|Baden]]; † [[24. Juni]] [[1969]] in [[Radolfzell am Bodensee]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Landwirt]] und [[Politiker]] der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Volksschule]] besuchte Diez zwei Semester die [[landwirtschaftliche Winterschule]] in Radolfzell. Ab 1896 arbeitete er zunächst als landwirtschaftlicher Volontär und dann als Verwalter. 1904 übernahm er einen Hof in Radolfzell und betrieb daneben eine [[Spedition]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] und in [[Rumänien]]. Er war Mitbegründer der Bezirksbauernräte für Oberbaden. Später wurde er Präsident der Zentralstelle für das deutsche Transport- und Verkehrsgewerbe. Bis 1933 war er außerdem Präsident des katholischen Männervereins in Baden. Am 21. September 1933 wurde er erstmals von den [[Nationalsozialisten]] verhaftet. Es folgten bis 1945 noch weitere Verhaftungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diez war verheiratet, sein Sohn [[Theopont Diez|Theopont]] war Oberbürgermeister von [[Singen (Hohentwiel)]]. Nach ihm wurden die &amp;#039;&amp;#039;Carl-Diez-Straßen&amp;#039;&amp;#039; in Öhningen und Radolfzell benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Diez gehörte dem [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]] an. Er war ein enger Vertrauter von [[Matthias Erzberger]]. Am 26. August 1921 begleitete Carl Diez seinen Parteifreund Erzberger bei [[Bad Griesbach im Schwarzwald]], als Erzberger von den Mitgliedern der [[Organisation Consul]] [[Heinrich Tillessen]] (1894–1984) und [[Heinrich Schulz (Attentäter)|Heinrich Schulz]] (1893–1979) erschossen wurde. Diez wurde dabei durch Schüsse schwer verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Morsey]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Zentrumspartei 1917 – 1923&amp;#039;&amp;#039;. Habil.-Schrift, Bonn. – Düsseldorf: Droste, 1966, 651 S., S. 19, Anmerkung 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://tms.lernnetz.de/gesch07-attentateWR.pdf |wayback=20131101123115 |text=&amp;#039;&amp;#039;Matthias Erzberger, Attentate der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF; 204&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in der [[Weimarer Republik]] setzte sich Diez für eine Fusion [[Baden (Land)|Badens]] mit [[Württemberg]] zu einem Südweststaat ein, wie er dann 1952 tatsächlich geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beteiligte Diez sich an der Gründung der [[Badische Christlich-Soziale Volkspartei|BCSV]], die später der badische Landesverband der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Diez gehörte von [[Reichstagswahl 1912|1912]] bis 1918 dem Reichstag des Kaiserreiches für den [[Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 1]] ([[Konstanz]]) an. Er war [[1919]]/20 Mitglied der [[Weimarer Nationalversammlung]]. Anschließend war er bis [[1933]] erneut [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]]. Bei der Abstimmung über das [[Ermächtigungsgesetz]] am 23. März 1933 war er abwesend und stimmte somit als einziger Abgeordneter der Zentrumsfraktion nicht dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1913 war Diez auch Mitglied des Bürgerausschusses von Radolfzell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
Diez gehörte von 1946 bis 1947 als [[Ministerialdirektor]] mit der Bezeichnung [[Landwirtschaftsministerium|Landwirtschaftsminister]] dem von der französischen Besatzungsmacht eingesetzten provisorischen Staatspräsidium von [[Baden (Südbaden)|Baden]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leo-bw.de/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/126296405/Diez+Carl |titel=Diez, Carl |werk=leobw |hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg |abruf=2021-04-17 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung in der NS-Zeit ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten konnte er seine politische Arbeit nicht fortsetzen. Er wurde am 21. September 1933 in „[[Schutzhaft]]“ genommen und bis zum 1. November 1933 im Gefängnis Radolfzell festgehalten. Nach seiner Entlassung wurde er von der [[Gestapo]] überwacht. Diez wurde am 28. Juni 1944 zusammen mit seiner Tochter Jolanda im Gefängnis Konstanz erneut inhaftiert und wegen Hörens ausländischer Sender in Untersuchungshaft im Gefängnis in Konstanz genommen. Am 19. Juli 1944 wurde er aus der Haft entlassen. Im Rahmen der „[[Aktion Gitter|Aktion Gewitter]]“ wurde er am 23. August 1944 verhaftet und erneut in Konstanz inhaftiert. Am 20. September 1944 wurde er aus der Haft entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag-bw.de/de/besucher/gedenkbuch/personensuche/carl-diez-587040 Eintrag beim Landtag BW]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 2016 wurde für Carl Diez vor dessen ehemaligem Wohnhaus in der Jakobstr. 5, Radolfzell, ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt. Er trägt die [[Liste der Stolpersteine in Radolfzell|Inschrift]]: „Hier wohnte / Carl Diez / Jg. 1877 / ‚Schutzhaft‘ 1933 / verhaftet 1944 / ‚Rundfunkverbrechen‘ / Aktion ‚Gitter‘ / Gefängnis Konstanz / Gefängnis Radolfzell / entlassen 1944.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Radolfzell in Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Unter Benützung von Archiv-Rat Peter P. Albert: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Radolfzell&amp;#039;&amp;#039;, unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Stadt seit 1870. Mit Beiträgen von E. Diez, Markdorf, und Dr. Beyerle, Göttingen, Radolfzell: Josef Huggle, 1916, 84 S.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lebensgeschichte eines Menschen&amp;#039;&amp;#039;. Konstanz: Aktienges. Oberbadische Verlagsanstalt, 1929, 79 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Hillger]]: &amp;#039;&amp;#039;Hillgers Handbuch der verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung 1919.&amp;#039;&amp;#039; Hillger, Berlin, Leipzig 1919, 512 S.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Diez, deutscher Politiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Munzinger-Archiv / Internationales Biographisches Archiv 17/1948 vom 12. April 1948&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diez, Carl, Landwirt, MdR-Z, Angehöriger des Widerstandes gegen das NS-Regime, Ministerialdirektor, (Süd-)Badischer Landwirtschaftsminister, 1877-1969&amp;#039;&amp;#039;. In: Baden-Württembergische Biographien, Band 3. Herausgegeben im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg von Bernd Ottnad (†) und Fred L. Sepaintner, 2002, XXII, 513 S., ISBN 978-3-17-017332-3, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Diez – Ich bleibe. Dokumentation eines Lebens in Demokratie und Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; Ein Film von Dieter Stadtfeld. Dokumentarfilm. Schwarzweiß und Farbe. 85 Min. Weikenmeier &amp;amp; Stadtfeld, Köln 2020. Der Film wurde von den Urhebern auf [[Vimeo]] eingestellt und im Juli 2020 freigeschaltet; [https://vimeo.com/441469059 vimeo.com/441469059], abgerufen am 20. August 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126296405}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|126296405}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Carl Diez|481}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126296405|VIAF=20670122}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Baden 1}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Diez, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Baden-Württemberg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Aktion Gitter (1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Konstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Radolfzell am Bodensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Diez, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Diez, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Zentrum), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Januar 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Öhningen]], [[Baden (Land)|Baden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Radolfzell am Bodensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mogelzahn</name></author>
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