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	<title>Carl Diesch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:01:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Diesch&amp;diff=1744596&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Leerzeichen vor Satzzeichen entfernt</title>
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		<updated>2022-12-10T20:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Satzzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Diesch.jpg|mini|Diesch als Tübinger Franke]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Diesch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren als &amp;#039;&amp;#039;Karl Hermann Kaulfuß&amp;#039;&amp;#039;; * [[13. November]] [[1880]] in [[Żary|Sorau]], [[Niederlausitz]]; † [[3. Juni]] [[1957]] in [[Leipzig]])&amp;lt;!-- siehe unten --&amp;gt; war ein deutscher [[Germanist]] und [[Bibliothek]]sdirektor in [[Berlin]], [[Königsberg i. Pr.]] und Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Studium ===&lt;br /&gt;
Karl Hermann Kaulfuss wurde in [[Żary|Sorau]] in der brandenburgischen [[Niederlausitz]] geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-465-01664-5|Seite=58 f}}, mit Angabe zu den leiblichen Eltern&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde bald von Hermann Diesch in [[Altenburg]] in Thüringen adoptiert. Dort besuchte er das [[Friedrichgymnasium (Altenburg)|Friedrichsgymnasium]]. Schöngeistig veranlagt, gehörte er zu einem &amp;lt;!--von der Schulleitung anerkannten--&amp;gt; Lesezirkel von Schülern, der sich mit Literatur befasste. Seine Mitglieder nannten sich „Ritter vom Geist“ und wählten Diesch zum &amp;#039;&amp;#039;Großmeister&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ostern 1900 bezog Carl Diesch die [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] und studierte dort [[Germanistik]] und Neuere Sprachen. 1901 wurde er Mitglied des [[Corps Franconia Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1960, 27/616&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wechselte er an die [[Universität Leipzig]], wo er 1905 promovierte. Anschließend war er kurzzeitig in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste bibliothekarische Tätigkeiten und Weltkriegsteilnahme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Diesch wurde wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an einer Bibliothek in [[Bonn]] und danach  an der [[Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen]]. 1909 heiratete er Cläre Hammer, die Tochter eines Geheimen Justizrats aus Altenburg.&lt;br /&gt;
1914 wurde er Bibliothekar an der Berliner Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Diesch nahm als [[Reserveoffizier]] im Magdeburgischen Feldartillerie-Regiment am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, wurde mehrere Male verwundet und einmal verschüttet. Danach wurde er mit Auszeichnungen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leitende Ämter in Berlin und Königsberg ===&lt;br /&gt;
1921 wurde Carl Diesch Direktor des Preußischen Gesamtkatalogs in [[Berlin]] &amp;lt;!-- an der  [[Preußische Staatsbibliothek]]? --&amp;gt;. 1923 wechselte er an die Bibliothek der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität]] in Berlin, deren Direktor er 1926 wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde Carl Diesch zum Direktor der [[Staats- und Universitätsbibliothek Königsberg]] berufen. Die [[Albertus-Universität Königsberg]] ernannte ihn zum   [[Honorarprofessor]]. Er wurde auch der letzte Präsident der traditionsreichen  [[Königliche Deutsche Gesellschaft (Königsberg)|Königlichen Deutschen Gesellschaft]]. Carl Diesch war nach 1939 aktiv bei der [[Kunstraub|Plünderung]] polnischer Bibliotheken nach der deutschen Eroberung des Landes beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Morgner: &amp;#039;&amp;#039;Verlorenes Weltwunder. Das [[Bernsteinzimmer]]: Die Suche nach einem Mythos in Mitteldeutschland.&amp;#039;&amp;#039; [[Book-on-Demand]] 2011, ISBN 3-8423-6409-1, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 leitete er eine elfköpfige Gruppe, die versuchte, im Auftrag der Bibliothek wertvolle Objekte aus der Stadt zu retten, die jedoch im Hafen versanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Diesch floh mit seiner Frau auf einem Flüchtlingsdampfer nach [[Schleswig-Holstein]]. Diese starb jedoch bald danach in [[Kellinghusen]] an einer Infektion, die sie sich auf dem überfüllten Schiff zugezogen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Direktor der Deutschen Bibliothek Leipzig und Lebensende ===&lt;br /&gt;
Carl Diesch  zog 1946 nach Leipzig, wo er Direktor der Kataloge und somit Zweiter Direktor der traditionsreichen [[Deutsche Bücherei|Deutschen Bücherei]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Rau: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Bücherei und der Fall Carl Diesch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheken im Dialog&amp;#039;&amp;#039;. 2016/2. S. 49–52 (PDF); ausführlich über die Zusammenhänge in Leipzig; auch mit einer Kurzbiographie&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war in dieser Zeit Mitglied der [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDP]]. 1947 wurde er wieder entlassen, da er politisch zu unzuverlässig war. Als Gründe wurden offiziell [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischer]] Äußerungen von ihm aus dem Jahre 1940 genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Komorowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Erbe im wissenschaftlichen Bibliothekswesen nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Peter Vodosek]], Manfred Komorowski (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheken während des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Teil 2, Harrassowitz, Wiesbaden 2000, ISBN 3-447-03308-8, S. 173–295, hier S. 285&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach widmete er sich der Herausgabe der Fortsetzung des &amp;#039;&amp;#039;[[Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung|Grundrisses zur Geschichte der deutschen Dichtung]]&amp;#039;&amp;#039;, von dessen vorbereiteten Forschungen vorheriger Wissenschaftler viele der Manuskripte und Forschungen 1945 verloren gegangen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Jacob (Germanist)|Herbert Jacob]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 14. 1959. S. [V] [https://archive.org/details/GrundrissZurGeschichteDerDeutschenDichtungAusDenQuellen-2-14-1/page/n1/mode/2up Digitalisat], Vorwort mit Beschreibung der wissenschaftlichen Situation 1949&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ??  Ebenso sollte er [[Karl Goedeke]]s Goethe-Enzyklopädie (1866) abschließen, kam aber nicht mehr dazu. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 erlitt er einen [[Schlaganfall]], an dessen Folgen er im darauffolgenden Jahr starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Charakterisierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Diesch war ein kleiner und schmächtiger Mann. Er hatte aber ein phänomenales Gedächtnis und konnte ganze Gesänge aus dem [[Cyrano de Bergerac (Rostand)]] auswendig vortragen.&amp;lt;!-- woher stammt diese Aussage ? die ja wahrscheinlich zutreffend ist, wahrscheinlich aus Bibliotheksbiographie ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
; Autor&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Inszenierung des deutschen Dramas an der Wende des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Leipzig 1905&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Dichtung im Strome deutschen Lebens: Eine Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Voigtländer, Leipzig 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie der Germanistischen Zeitschriften&amp;#039;&amp;#039;. Hiersemann, Leipzig 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Crotus Rubeanus im Dienste Herzog Albrechts&amp;#039;&amp;#039;, 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Königsberger Stadtbibliothek&amp;#039;&amp;#039;, 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schinkel und der Bau der Königsberger Universität&amp;#039;&amp;#039;, 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fürst Boguslaw Radziwill und seine Bücherschenkung an die Königsberger Schloßbibliothek&amp;#039;&amp;#039;, 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Goedeke. Werdegang eines wissenschaftlichen Unternehmens&amp;#039;&amp;#039;. Ehlermann, Dresden 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Welt und Geist im Goethewort&amp;#039;&amp;#039;, 1949, über Goetheforscher [[Theodor Friedrich (Philologe)|Theodor Friedrich]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Johann Georg Scheffner]]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Kurt Forstreuter]], [[Fritz Gause]] (Hg.) [[Altpreußische Biographie]], Bd. 2, (1956?) S. 600 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Herausgeber&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung]]&amp;#039;&amp;#039; [begründet] von Karl Goedeke. XI. Band. 1951 (der 2. Halbband war auch von ihm vorbereitet worden, aber nicht mehr von ihm herausgegeben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 6. 2004 [https://www.degruyter.com/database/DLLO/entry/dllo.zw.006.374/html beschränkter Zugang]; mit aktueller Kurzbiographie&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-465-01664-5|Seite=58 f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Pause: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Carl Diesch&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Frankenzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 95, Juli 1957, S. 16 f. (Corpszeitschrift)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100825656|LCCN=n90666983|VIAF=61661619}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Diesch, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Staatsbibliothek zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königsberg, Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LDPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Diesch, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kaulfuß, Karl Hermann (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Bibliotheksdirektor in Berlin, Königsberg und Leipzig&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. November 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sorau]], Niederlausitz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Juni 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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