<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Carl_Coutelle</id>
	<title>Carl Coutelle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Carl_Coutelle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Coutelle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T23:05:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Coutelle&amp;diff=1771724&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Literatur ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Coutelle&amp;diff=1771724&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-11-18T13:14:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Grab Carl Coutelle.jpg|thumb|Das Grab von Carl Coutelle und seiner Ehefrau Rosa geborene Sussmann (1907–2004) auf dem [[Friedhof Pankow III]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Coutelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juli]] [[1908]] in [[Elberfeld]]; †&amp;amp;nbsp;[[24. Juni]] [[1993]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Arzt]] und [[Pathologie|Pathologe]]. Im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] war er als Arzt für die [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] tätig. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wirkte er zunächst in leitenden Positionen in der Zentralverwaltung für das Gesundheitswesen in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] sowie später von 1959 bis 1963 als Professor an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] und anschließend bis 1971 als [[Lehrstuhl|Ordinarius]] und Institutsdirektor an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Coutelle wurde 1908 als Sohn eines deutschen Vaters und einer aus [[Lausanne]] kommenden Mutter geboren, beide Elternteile entstammten der Glaubensgemeinschaft der [[Hugenotten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rapoport2007&amp;quot;&amp;gt;Alle biographischen Angaben, sofern nicht anders angegeben, nach Ingeborg Rapoport, &amp;#039;&amp;#039;Veröff. Med. Ges.&amp;#039;&amp;#039; 13/2007, S.&amp;amp;nbsp;57–62 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater war in [[Elberfeld]] als promovierter [[Chemiker]] bei der [[I.G. Farben]] tätig. Carl Coutelle absolvierte nach dem [[Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium|Elberfelder Gymnasium]] ein Studium der [[Medizin]] an den Universitäten [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]], [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf|Düsseldorf]] sowie [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] und legte 1932 das ärztliche [[Staatsexamen]] und die mündliche [[Doktor]]prüfung ab. Im Januar 1933 begann er sein Medizinalpraktikantenjahr am Allgemeinen Krankenhaus Barmbeck in [[Hamburg]]. Aufgrund des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] wurde er jedoch im Juli desselben Jahres fristlos entlassen, da er drei Jahre zuvor der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) beigetreten war. Darüber hinaus wurde er von der Universität Freiburg [[Relegation|relegiert]], wodurch ihm die ärztliche Zulassung und der Abschluss seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] verwehrt wurden. Die Doktorwürde erhielt er rückwirkend erst 1946. Noch 1933 ging Carl Coutelle in die [[Sowjetunion]], wo er in [[Moskau]] am Staatlichen Forschungsinstitut für Physiologie eine Anstellung als Assistent bekam. Er eignete sich hier insbesondere [[Histologie|histologische]] Arbeitstechniken an und beschäftigte sich mit Studien zum [[Nervensystem]]. Die Untersuchungen der [[Morphologie (Biologie)|Morphologie]] und der [[Physiologie]] von [[Nerv]]en und [[Ganglion (Nervensystem)|Ganglien]] bildeten auch in späteren Arbeiten den Schwerpunkt seiner Forschungsinteressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieges]] schloss er sich den [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] an, für die er von 1937 bis zum Ende des Krieges im April 1939 als Arzt in verschiedenen Krankenhäusern an der Front und im Hinterland wirkte. Während dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Rosa Süßmann kennen, die ebenfalls als Ärztin für die Interbrigaden tätig war und als [[Juden|Jüdin]] aus der [[Ukraine]] stammte. Beide heirateten noch während des Krieges. Nach Kriegsende waren sie in verschiedenen Lagern in [[Südfrankreich]] interniert. Carl Coutelle entschied sich nach seiner Entlassung, für das in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], [[England]] und anderen Ländern entstandene &amp;#039;&amp;#039;China Medical Aid Committee&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit anderen Ärzten im Auftrag des [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Internationalen Roten Kreuzes]] über [[London]] in die [[Republik China (1912–1949)|Republik China]] zu gehen, um zunächst das Chinesische Rote Kreuz auf Seiten der Armee [[Chiang Kai-shek]]s in Südchina und ab 1943 den Sanitätsdienst der in [[Britisch-Indien]] stationierten chinesischen Truppen während des [[Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg|Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges]] zu unterstützen. Seine Frau ging ins [[Exil]] nach London, wo sie während des Krieges an verschiedenen Krankenhäusern in [[Sheffield]], [[Chesterfield (Derbyshire)|Chesterfield]], [[Birmingham]] sowie als Leiterin der Kinderabteilung des City General Hospitals in [[Stoke-on-Trent]] arbeitete. Im September 1939 wurde ihr einziger Sohn [[Charles Coutelle]] geboren, der nach einem Medizinstudium in der DDR [[Humangenetik]]er wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1945 kehrte Carl Coutelle nach [[Berlin]] zurück, wo er im folgenden Jahr wieder mit seiner Familie zusammentraf. 1946 wurde er Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] (SED).&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBZ-Handbuch&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Coutelle, Carl, Dr. med. (1908).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Broszat]], [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;SBZ-Handbuch: Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1993, ISBN 3-48-655262-7, S.&amp;amp;nbsp;883&amp;lt;/ref&amp;gt; Er übernahm eine Anstellung in der Zentralverwaltung für das Gesundheitswesen in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]], wo er zunächst als Referatsleiter in der Personalabteilung, ab September 1946 als Leiter der Hauptabteilung Statistik, Gesetzgebung, Organisation, ab September 1947 als Leiter der Abteilung Medizinalberufe sowie ab 1948 als Leiter der Abteilung Personal und Schulung tätig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBZ-Handbuch&amp;quot; /&amp;gt; Innerhalb der Zentralverwaltung galt er als Vertreter einer im Sinne der [[Entnazifizierung]] „radikalen Personalpolitik“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer1994&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfram Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Exodus von Wissenschaften aus Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Forschungsbericht der Akademie der Wissenschaften zu Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;7. Walter de Gruyter, Berlin 1994, ISBN 3-11-013945-6, Anmerkung&amp;amp;nbsp;101 auf S.&amp;amp;nbsp;64&amp;lt;/ref&amp;gt; 1949 wurde er Mitarbeiter der Hauptverwaltung Gesundheitswesen der [[Deutsche Wirtschaftskommission|Deutschen Wirtschaftskommission]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SBZ-Handbuch&amp;quot; /&amp;gt; Bereits im selben Jahr wandte er sich jedoch wieder einer wissenschaftlichen Tätigkeit zu und begann als Assistent am Pathologischen Institut in [[Berlin-Buch]] und später am Institut für Pathologie der [[Charité]]. Fünf Jahre später wurde er mit einer Arbeit zur Nervenausbreitung in [[Tumor]]en [[Habilitation|habilitiert]]. 1955 erfolgte seine Berufung zum Dozenten und 1958 zum [[Prosektur|Prosektor]] am Pathologischen Institut der Charité, 1959 wurde er Professor mit Lehrauftrag an der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität. Vier Jahre später wechselte er als ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Pathologie an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]], an der er bis zu seiner [[Emeritierung]] im Jahr 1971 tätig war und kommissarisch auch das Institut für Gerichtsmedizin leitete. Er starb 1993 in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VK2001-S34&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Coutelle, Carl.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Volker Klimpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Politiker-Ärzte: Biographisch-bibliographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; [[Guido Pressler Verlag]], Hürtgenwald 2001, ISBN 3-87-646095-6, S.&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Coutelle wurde in der DDR unter anderem mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden in Gold]] sowie als ehemaliger Angehöriger der Internationalen Brigaden mit der [[Hans-Beimler-Medaille]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seidel1985&amp;quot;&amp;gt;Angaben zu Auszeichnungen nach: &amp;#039;&amp;#039;Coutelle, Carl, Prof. Dr. med. habil.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Seidel (Hrsg.) und andere: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst am Menschen: Erinnerungen an den Aufbau des neuen Gesundheitswesens 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1985, S.&amp;amp;nbsp;357&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Nervenausbreitung in experimentellen Mäusetumoren.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1954 (Habilitationsschrift)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der speziellen Pathologie.&amp;#039;&amp;#039; Jena 1976; Lizenzausgabe, Stuttgart 1976 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Rapoport]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Coutelle (1908–1993) zum Gedenken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröff. Med. Ges.&amp;#039;&amp;#039; 13/2007 (Heft&amp;amp;nbsp;62). Herausgegeben von der Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;57–62, {{ISSN|1430-6964}}&lt;br /&gt;
* Nico Biermanns, [[Dominik Groß]]: &amp;#039;&amp;#039;Persecutee in the Third Reich, full professor in the GDR: The communist physician Carl Coutelle (1908–1993) and his post-war career as pathologist.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pathology – Research and Practice&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 246 (2023), Artikelnr. 154487, https://doi.org/10.1016/j.prp.2023.154487&lt;br /&gt;
* Nico Biermann / [[Dominik Groß]]: &amp;#039;&amp;#039;Coutelle, Carl.&amp;#039;&amp;#039; In: dies.: &amp;#039;&amp;#039;Pathologen als Verfolgte des Nationalsozialismus. 100 Porträts&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-515-13138-4, S. 42–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|143130676}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143130676|VIAF=160664967}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Coutelle, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Coutelle, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Pathologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juli 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juni 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
	</entry>
</feed>