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	<title>Carl Cohn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T07:44:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Cohn&amp;diff=919710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fmlgrevini: /* Leben */ Wiki-Verlinkung ergänzt</title>
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		<updated>2024-10-22T11:44:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Wiki-Verlinkung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Kaufmann und Politiker Carl Cohn. Zu anderen Personen siehe [[Karl Cohn]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Johann Cohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. November]] [[1857]] in [[Neustrelitz]]; † [[7. Mai]] [[1931]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Kaufmann|Überseekaufmann]], Politiker der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] (DDP) und [[Hamburger Senat 1919–1933|Senator]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab CarlCohn FriedhofOhlsdorf (2).jpg|mini|Grabmal &amp;#039;&amp;#039;Senator Cohn&amp;#039;&amp;#039; (von [[Rudolf Lodders]], 1931) auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
Carl Cohn, der [[Jüdische Religion|jüdischen]] Glaubens war, stammte aus Neustrelitz, besuchte dort wie sein Bruder [[Emil Cohn (Physiker)|Emil Cohn]] das [[Gymnasium Carolinum (Neustrelitz)|Gymnasium Carolinum]], bis er 1877 als [[Lehrling]] in die Hamburger Firma [[Ludwig Julius Lippert|David Lippert &amp;amp; Co]] eintrat. David Lippert war ein Hamburger Wollhändler, der eine Cousine von Cohns Mutter geheiratet hatte. Die Firma betätigte sich vor allem im Handel mit [[Südafrika]] und war zeitweise auch im [[Diamant]]enhandel involviert. Nach Aufenthalten in [[England]] und [[Schottland]] ging auch Cohn im Auftrag von D. Lippert &amp;amp; Co nach Südafrika. Nachdem Lippert &amp;amp; Co 1882 zahlungsunfähig geworden war, gründete Cohn 1883 die Firma &amp;#039;&amp;#039;Arndt &amp;amp; Cohn&amp;#039;&amp;#039;, die ebenfalls vor allem im Handel mit dem südlichen Afrika aktiv war. Sie hatte Niederlassungen in [[Durban]], [[Port Elizabeth]], [[Johannesburg]] und [[Kapstadt]]. Sie soll zu den größten und angesehensten Im- und Export-Handelshäusern Hamburgs gehört haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Leo Lippmann: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben … &amp;#039;&amp;#039;, S. 298&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Firma wurde 1938 [[Arisierung|arisiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bajohr: Arisierung in Hamburg, 1998 S. 348&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben seiner kaufmännischen Tätigkeit war Cohn auch als ehrenamtlicher [[Handelsrichter]] tätig. Zudem gehörte er den Aufsichtsräten der [[Hamburger Wasserwerke]] und der [[Hamburgische Electricitäts-Werke|Hamburgischen Electrizitätswerke]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hamburger [[Friedhof Ohlsdorf]] befindet sich bei Planquadrat S 6 nahe der Kapelle 1 die Grabstätte &amp;#039;&amp;#039;Senator (Carl) Cohn&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter und Partei ==&lt;br /&gt;
Cohn war von 1913 bis 1929 durchgehend Mitglied der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]]. Erst in der Fraktion der [[Vereinigte Liberale|Vereinigten Liberalen]] und ab 1919 in der [[Weimarer Republik]] in der 1918 von ihm mitbegründeten [[Linksliberalismus|linksliberalen]] DDP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vorbild, Mentor und Wegbegleiter Cohns war der ehemalige Hamburger Bürgermeister [[Carl Wilhelm Petersen]]. In einem Brief an ihn schrieb Cohn am 27. September 1918: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Sie haben meinem Leben einen neuen Inhalt gegeben, als Sie mich veranlassten, mich um Politik zu kümmern. Ich folgte Ihnen, weil ich nicht andere konnte; der Zauber Ihrer Persönlichkeit hatte es mir angethan.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Lüth: Bürgermeister, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:State of Hamburg (Germany) 1926.jpg|mini|Amerikanische Anleihe der Hansestadt Hamburg vom Oktober 1926 mit Unterschrift von Finanzsenator Carl Cohn]]&lt;br /&gt;
Vom 23. März 1921 bis zum 20. Juni 1929 übte Cohn das Amt eines Hamburger Senators aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Ämterverteilung im Senat 1860–1945&amp;#039;&amp;#039;. Typoskript, Staatsarchiv Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[Arnold Diestel]] 1924 übte Cohn bis 1929 das nach dem ersten Bürgermeister einflussreichste Amt des [[Hamburger Senat 1919-1933|Hamburger Senats]], das des Finanzsenators aus. Die Wirtschaft Hamburgs und der [[Hamburger Hafen|Hafen]] wurden durch die Folgen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und des [[Versailler Vertrag]]es stark beeinträchtigt. Dennoch gelang es Cohn 1926 dank seiner guten Verbindungen eine billige langfristige internationale [[Anleihe]] zu bekommen, die die Finanzsituation der Stadt nachhaltig besserte. Auch billige kurzfristige Anleihen wurden zum Schulbau benutzt. Cohns Warnungen vor den Problemen dieser Finanzierung blieben ungehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büttner177&amp;quot;&amp;gt;Büttner: Hamburg in der Staats- und Wirtschaftskrise, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die allgemein solide Finanzpolitik von Cohn und seine Funktion als „rechte Hand“ des Staatsrats [[Leo Lippmann]] wurden in der Hamburger Politik von den [[Fraktion (Politik)|Fraktion]] aller nicht extremen Parteien sehr geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Hamburg in der Staats- und Wirtschaftskrise&amp;#039;&amp;#039;, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlass für Cohns Rücktritt war ein Streit, um die Senatsverkleinerung. Um ihre Sparbereitschaft zu demonstrieren, vereinbarte die Koalition, den Senat zu verkleinern und wie vor dem Ersten Weltkrieg halbamtliche Senatoren einzuführen, dazu sollten zwei SPD-Senatoren und je ein Senator von der DDP und der DVP ihr Amt nur noch unbezahlt, also ehrenamtlich ausfüllen. Dazu sollten sie zurücktreten, um dann als halbamtliche Senatoren wieder gewählt zu werden. Im Falle Cohns wären aber die dadurch fälligen Einsparungen durch die sofort fällig gewordenen [[Pension (Altersversorgung)|Pensionszahlungen]] zunichtegemacht worden. Daher wollte er nicht zurücktreten. Zwar waren auch die Koalitionspartner bereit, in seinem Falle eine Ausnahme zu machen. Doch drängte vor allem seine eigene Fraktion auf seinen Rücktritt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büttner177&amp;quot;/&amp;gt; Cohn hatte schon vorher in wichtigen Fragen wie der Höhe des Hafengeldes im Senat eine andere Meinung als [[Carl Wilhelm Petersen]] und [[Walter Matthaei]] gehabt.&amp;lt;ref&amp;gt;Büttner: Hamburg in der Staats- und Wirtschaftskrise, S. 178&amp;lt;/ref&amp;gt; Petersen und Matthaei, der ihm dann auch im Amt des Finanzsenators nachfolgen sollte, betrieben dann auch Cohns Absetzung. An seiner Stelle wurde [[Curt Platen]] vom linken Parteiflügel der DDP in den Senat gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 schied fast gleichzeitig mit Cohn auch der einzige andere jüdische Senator aus, der SPD-Politiker [[Max Mendel]]; für dessen Rücktritt wurden zwar gesundheitliche Gründe angegeben, es wird aber vereinzelt davon ausgegangen, dass die Motivation für diesen Schritt zum Teil der immer offenere [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Ulrich Bauche ein Vortrag Institut für Volkskunde |url=http://www.uni-hamburg.de/volkskunde/Texte/Vokus/2000-1/baucherede.html |wayback=20070613191921 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Publizist [[Erich Lüth]] gibt als einen der Gründe des Ausscheidens an, man habe Mendel und Cohn nicht mehr zugetraut, „die wirtschaftlichen Probleme der Stadt in den Griff zu bekommen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Lüth: Viel Steine, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem sei Cohn in der „alten Zeit“ verwurzelt und nicht offen für neue Ideen gewesen. Er habe lediglich auf eine Besserung der finanziellen Lage gehofft, aber nichts wirkliches dafür getan.&amp;lt;ref&amp;gt;Lüth: Hamburgs Schicksal, S. 125–126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lüth war damals selber Mitglied der DDP-Fraktion in der Bürgerschaft und betrieb die Absetzung Cohns mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Zu Ehren Cohns wurden die Carl-Cohn-Straße in [[Hamburg-Alsterdorf]] und [[Hamburg-Winterhude]] und die dort befindliche Grundschule nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* 1929 erhielt er die [[Bürgermeister-Stolten-Medaille]] der [[Hansestadt]] Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/2005/juli/11/2005-07-11-pr-stoltenmedaille-liste,property=source.pdf Liste der Bürgermeister-Stolten-Medaillen Träger]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ursula Büttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamburg in der Staats- und Wirtschaftskrise: 1928–1931&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1982. ISBN 3-7672-0774-5.&lt;br /&gt;
* [[Erich Lüth]]: &amp;#039;&amp;#039;Viel Steine lagen am Weg. Ein Querkopf berichtet.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1966.&lt;br /&gt;
* Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgs Schicksal lag in ihrer Hand. Geschichte der Bürgerschaft&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1966.&lt;br /&gt;
* Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Bürgermeister Carl Petersen. 1968–1933&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1971.&lt;br /&gt;
* [[Institut für die Geschichte der deutschen Juden]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2006. ISBN 3-8353-0004-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{LBMV PPN|27108961X}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/003385}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Hamburger Finanzsenatoren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133312275|VIAF=15956634}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cohn, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Senator (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cohn, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cohn, Carl Johann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann, Politiker (DDP), MdHB und Hamburger Senator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. November 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neustrelitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Mai 1931&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fmlgrevini</name></author>
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