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	<title>Carl Brockelmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-22T22:54:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;eigenen Copy-&amp;amp;-Paste-Fehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Brockelmann Signature.jpg|mini|Signatur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:كتاب تاريخ الأدب العربي للمستشرق الألماني كارل بروكلمان.JPG|mini|Geschichte der Arabischen Literatur 1909 – Carl Brockelmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Brockelmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[17. September]] [[1868]] in [[Rostock]]; gestorben am [[6. Mai]] [[1956]] in [[Halle (Saale)|Halle]]) war ein deutscher [[Orientalistik|Orientalist]]. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Orientalisten und [[Semitistik|Semitisten]] des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Brockelmann war Sohn des Rostocker Kaufmanns Carl Heinrich Ernst Brockelmann und dessen Frau Friederike Dorothea Henriette, geb. Schäfer. Er war ein Neffe des Rostocker Reeders [[Ernst Brockelmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brockelmann verbrachte seine Jugend in Rostock. Er nahm zunächst im Sommersemester 1886 ein Philologiestudium an der [[Universität Rostock]] auf,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200008268 Immatrikulation von Carl Brockelmann] im [[Rostocker Matrikelportal]].&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte dann jedoch mit einem Stipendium an die [[Universität Breslau]] gehen. 1888 ging er zum Orientalisten [[Theodor Nöldeke]] an die [[Universität Straßburg]], wo er 1890 promoviert wurde und das [[Staatsexamen]] für das Lehramt an höheren Schulen ablegte. In den folgenden zwei Jahren war Brockelmann Proband und Hilfslehrer am Protestantischen Gymnasium in [[Straßburg]]. Er unterrichtete unter anderem die Söhne der Straßburger Fabrikantenfamilien [[Adler &amp;amp; Oppenheimer|Adler und Oppenheimer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 habilitierte sich Brockelmann an der Universität Breslau für semitische Philologie, 1900 wurde er [[außerordentlicher Professor]] für arabische Sprache an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] und 1903 [[ordentlicher Professor]] für Ägyptologie an der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]]. 1910 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Semitische Philologie und Islamkunde an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]], wo er 1918 die Gründung des Orientalischen Seminars initiierte und 1918/1919 als Rektor amtierte. Zu seinen Schülern zählten [[Hellmut Ritter]], [[August Klingenheben]] und [[Johann Fück]]. 1922 wechselte er wieder an die Universität Berlin, sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl in Halle war [[Hans Bauer (Semitist)|Hans Bauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kehrte jedoch schon 1923 wieder nach Breslau zurück. Dort wurde er im Oktober 1932 zum Rektor gewählt. Er verteidigte den Strafrechtsprofessor [[Ernst Joseph Cohn]] gegen antisemitische Angriffe nationalsozialistischer Studenten, der Zeithistoriker [[Helmut Heiber]] charakterisiert ihn als „überdurchschnittlich mutige[n] Rektor“. Unter seinen Breslauer Schülern waren [[Bertold Spuler]] und [[Hans Joachim Kißling]]. Nach der NS-Machtübernahme wurde er zum 1. April 1933 des Amtes enthoben und 1935 [[Emeritierung|emeritiert]]. Sein Nachfolger war [[Otto Spies]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er übersiedelte 1937 nach Halle, wo er die Bibliothek der Morgenländischen Gesellschaft nutzen konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1945 zum Bibliotheksrat ernannt und übernahm 1947 einen Lehrauftrag für Turkologie (womit er den Verlust seiner Breslauer Pension kompensierte). Zugleich wurde er Mitglied des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds]]. Noch bis zu seinem 88. Lebensjahr erhielt er die Lehre in seinem Fach aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war maßgeblich an der Entwicklung der [[DIN-Norm]] [[DIN 31635]] &amp;#039;&amp;#039;(Umschrift des arabischen Alphabets)&amp;#039;&amp;#039; beteiligt, die auf der [[Umschrift]] der [[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]] (DMG) von ihm und [[Hans Wehr]] beruht. Sie wurde 1936 auf dem Internationalen Orientalistenkongress in Rom angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FSezginLitKomm.jpg|mini|Handexemplar des Orientalisten [[Fuat Sezgin]] von Brockelmanns &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der arabischen Litteratur, Erstes Supplement&amp;#039;&amp;#039; (1937)]]&lt;br /&gt;
Mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der arabischen Litteratur&amp;#039;&amp;#039; (zuerst erschienen 1898 bis 1902 bei Felber in Weimar, zweite den Supplementbänden angepasste Auflage 1937–1942) schrieb Brockelmann eine maßgebliche bibliographische Übersicht, an die sich [[Fuat Sezgin]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte des arabischen Schrifttums]]&amp;#039;&amp;#039; (1967–2015) anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1912: [[Roter Adlerorden]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1918: Ritter des Schwedischen [[Nordstern-Orden|Nordsterns]]&lt;br /&gt;
* 1951: [[Nationalpreis der DDR|Nationalpreis]] I. Klasse für Wissenschaft und Technik&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Royal Asiatic Society]] London, der [[Société asiatique]] Paris, der [[American Oriental Society]], der American Linguistic Society, der [[Akademie für die arabische Sprache in Damaskus]], der [[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* ordentliches Mitglied der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* 1939: korrespondierendes Mitglied der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* korrespondierendes Mitglied von Akademien in Budapest, Göteborg und Uppsala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arabische Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1904, {{archive.org |asocinsarabisch00socigoog |Blatt=n14}}. Zahlreiche Neuauflagen, darunter [http://dx.doi.org/10.25673/101150 Leipzig 1960] (Neubearbeitung der Grammatik von [[Albert Socin]]).&lt;br /&gt;
* mit [[Franz Nikolaus Finck]], [[Johannes Leipoldt]] und [[Enno Littmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der christlichen Litteraturen des Orients&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen]].&amp;#039;&amp;#039; Band VII,2). C. F. Amelang, Leipzig 1907 ([https://archive.org/details/bub_gb_qZQpAAAAYAAJ/page/n3/mode/2up Digitalisat]; 2. Auflage 1909).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1–2, 1908/1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Semitische Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 1916 ([http://dx.doi.org/10.25673/98002 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexicon Syriacum.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Halle 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Syrische Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1938; 6., vermehrte und verbesserte Auflage. Leipzig 1951 ([http://dx.doi.org/10.25673/101174 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der islamischen Völker und Staaten.&amp;#039;&amp;#039; R. Oldenbourg, München / Berlin 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der arabischen Litteratur.&amp;#039;&amp;#039; Zweite den Supplementbänden angepasste Auflage. Brill, Leiden 1943. Supplementbände I-III. Brill, Leiden 1937–1942 (ursprünglich in [[Die Litteraturen des Ostens in Einzeldarstellungen]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abessinische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1950 ([http://dx.doi.org/10.25673/34182 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Osttürkische Grammatik der islamischen Literatur-Sprachen Mittelasiens.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hebräische Syntax.&amp;#039;&amp;#039; 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Sellheim]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Autobiographische Aufzeichnungen und Erinnerungen von Carl Brockelmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oriens.&amp;#039;&amp;#039; Band 27/28 (1981), S. 1–65, {{ISSN|0078-6527}}, {{JSTOR|1580563}}.&lt;br /&gt;
* [[Otto Spies]]: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Schriften von Carl Brockelmann.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Leipzig 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118862014 |Name=Brockelmann, Carl}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118862014}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232333351}}&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/search.php?query=creator%3A%22carl%20brockelmann%22%20OR%20title%3A%22carl%20brockelmann%22%20OR%20creator%3A%22Brockelmann%2C%20Carl%22 Werke] bei archive.org&lt;br /&gt;
* [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/ssg/search/field?vl.person=Brockelmann%2C%20Carl Schriften] im SSG Vorderer Orient digital der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118862014|LCCN=n85813157|VIAF=74008610}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brockelmann, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semitist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arabist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Universität Breslau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aramäische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Asiatic Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1868]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brockelmann, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Brockelmann, Carl Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Orientalist und Semitist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. September 1868&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Mai 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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