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	<title>Carl Brendgen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-29T12:02:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Andreas Brendgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Oktober]] [[1841]] in [[Kierdorf (Erftstadt)|Kierdorf]]; † [[23. März]] [[1916]] ebenda) war ein Unternehmer der jungen [[Braunkohle]]n-Industrie im [[Rheinisches Braunkohlerevier|Rheinischen Braunkohlerevier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kierdorf Friedrich-Ebert-Straße 104.jpg|miniatur|Brendgens &amp;#039;&amp;#039;Villa Louise&amp;#039;&amp;#039; in Kirdorf (2011)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brendgen wurde bereits in den gerade erst begonnenen Braunkohlebergbau in der [[Ville (Rheinland)|Ville]] hinein geboren. Sein Vater Everhard, aus [[Herrig]] stammend, war Grubenverwalter der Gruben des [[Schloss Gymnich|Gymnicher]] Grafen [[Wolff-Metternich|Wolff Metternich]]. Die Familie lebte auf einem Hofgut im Ortsteil [[Zieselsmaar]]. Er heiratete 1872 Luise, geb. Koenig, und hatte mit ihr zwei Töchter, Louise und Marie, und zwei Söhne, Carl und Eduard.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://familiefinger.de/Stammbaum/Brendgen.pdf Stammbaum Brendgen] (Zugriff Jan. 2011; PDF; 14&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Höhe seines Wirkens ließ sich Brendgen an der Heerstraße in Kierdorf eine [[Villa]] mit Park ([[Arboretum]]) und Tiergehege erbauen und benannte sie &amp;#039;&amp;#039;Villa Louise&amp;#039;&amp;#039;. Am Gebäude sind noch die Initialen &amp;#039;&amp;#039;K&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039; (Karl und Luise) angebracht (Heute Verwaltungssitz des Forstamtes RWE Power AG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Briefkopf der Brendgen Fabriken.jpg|miniatur|Briefkopf der Brendgen Werke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brendgen machte sich früh selbständig durch die Gründung einer [[Ziegelei]] nach dem Prinzip des zuvor, 1859, patentierten [[Hoffmannscher Ringofen|Hoffmannschen Ringofens]] und einer [[Tonstich|Tongrube]] am Villehang in Zieselsmaar. Seine Ziegel weisen einen gelben Farbton auf, bedingt durch den hohen Kalkanteil. Sie stechen noch heute bei Bauten aus seiner Zeit hervor. Der Absatz seiner Ziegel, Dachpfannen, Bodenplatten und Tonröhren ging bis ins aufstrebende [[Köln]]. Der Brand der Tonwaren geschah mit Hilfe der groben verkohlten [[Braunkohle#Entstehung|Baumstümpfe innerhalb der Braunkohleablagerungen]], den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Knabben&amp;#039;&amp;#039;. Der Betrieb entwickelte sich so gut, dass er bald eine weitere Ziegelei in [[Horrem (Kerpen)|Horrem]] übernahm und ausbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 ging die erste Dampfbrikettpresse für Trockenbriketts nach dem System [[Carl Exter|Exter]] bei [[Halle (Saale)|Halle]] im [[Mitteldeutsches Braunkohlerevier|mitteldeutschen Revier]] in Betrieb. Im Rheinland wurden vorerst Nasssteine gepresst. Die erste Trockenpresse ging 1877 auf der [[Roddergrube]] in Betrieb. Bereits 1872 pachtete Carl Brendgen vom Grafen Wilhelm Wolff Metternich zu Gymnich den südlichen Teil der Konzession &amp;#039;&amp;#039;Hubertus&amp;#039;&amp;#039; und 1891 kaufte er ein etwa 220 ha großes Abbaufeld zwischen Kierdorf und Liblar, genannt &amp;#039;&amp;#039;Kohlenquelle&amp;#039;&amp;#039;. Noch im gleichen Jahr begann er mit dem Bau einer &amp;#039;&amp;#039;modernen&amp;#039;&amp;#039; Brikettfabrik unter der [[Firma]] „Carl Brendgen, Braunkohlen-, Briket- &amp;amp; Thonwerke in Zisselsmaar“. Eine Brikettpresse kostete um die Jahrhundertwende etwa 250.000 Reichsmark. Ein Jahr später 1892 kam die zweite Presse hinzu. Diese Fabrik war die erste moderne auf der Südseite der Ville.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1897 pachtete er von Graf Ferdinand Wolff Metternich zur Gracht auf [[Schloss Gracht]] in [[Liblar]] für jährlich 15.000 Reichsmark den Teil des Feldes Concordia bis zur Luxemburger Straße vor Liblar. Im folgenden Jahr ließ Brendgen mit Teilhabern die Brikettfabrik &amp;#039;&amp;#039;Concordia-Süd&amp;#039;&amp;#039; in Liblar mit drei, später fünf, Brikettpressen errichten. Die Concordia produzierte bis 1938. Das Feld Zieselsmaar erweiterte er um 1900 um das zusätzliche Abbaufeld „Katharina“. Auch Zisselsmaar wurde 1902 in eine GmbH umgewandelt, um den Kapitalbedarf für die Mechanisierung des Abbaus und der Werke sicherzustellen (Heute [[Tagebaurestloch|Tagebaurestsee]] [[Zieselsmaar]]). Dann wurde zuletzt noch das Concordia-Nordfeld gepachtet und eine dritte Brikettfabrik an das Werk Kohlenquelle/Zieselsmaar angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absatz wurde wesentlich gefördert durch den Bau von Eisenbahnlinien. Für Brendgen wichtig war der Bau der [[Mödrath-Liblar-Brühler Eisenbahn]] (MLB) durch die Kölner [[Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft]], zu der die Zieselsmaarer Fabrik ein Anschlussgleis bekam. Die Betriebseröffnung war am 1. März 1899. Die Bahn diente in erster Linie der Erschließung der Braunkohlengruben und Brikettfabriken. Vorher musste die Produktion mit Pferdefuhrwerken zum Bahnhof Liblar gefahren werden. Mit Ende der Gruben war die Bahn dann nicht mehr nötig und wurde konsequenterweise stillgelegt. Als letzte Gründung erfolgte als [[Bergrechtliche Gewerkschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Hubertus&amp;#039;&amp;#039;, die von den Gymnicher Grafen das entsprechende Feld aufkaufte und die Brikettfabrik Hubertus, Brüggen, erbaute, 1908 in eine AG umgewandelt. Ab 1960 gehörte die Fabrik &amp;#039;Hubertus&amp;#039; in Brüggen zur [[Rheinbraun|Rheinischen Braunkohlenwerke AG]]. Nach einer schweren Kohlenstaubexplosion mit vielen Opfern im Frühjahr 1964 schloss die Fabrik für immer ihre Werkstore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt 1911 erweiterte Brendgen seine Fabrik Kohlenquelle in Zieselsmaar mit einem angebauten Neubau und sieben Pressen zur &amp;#039;&amp;#039;Concordia Nord&amp;#039;&amp;#039;. Enger Vertrauter von Brendgen und Vorstandsmitglied ab 1905 war der Wirtschaftsjurist [[Josef Abs (Manager)|Josef Abs]], der selbst mehrere [[Kuxe]] (Bergwerksanteile) an der Gewerkschaft Hubertus hielt. Unter Abs maßgeblicher Leitung wurde am 30. Dezember 1908 im Wege der [[Aktiengesellschaft (Deutschland)#Grundkapital|Bargründung]] die [[Hubertus (Montanunternehmen)|Hubertus Braunkohlen-Aktiengesellschaft]] zu Brüggen (Erft) bei Liblar errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Gall]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bankier Hermann Josef Abs. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; C.H.Beck, 2006, S. 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unmittelbar vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gingen die Werke in der Erft-Bergbau AG auf. Mitte der 1950er Jahre übernahm die [[Roddergrube]] AG. in Brühl die Leitung. Concordia produzierte noch bis 1958.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wisoveg.de/wisoveg/zeitveith/concordia.html Ende von Concordia (Wisoweg)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Tagebaurestloch]] ist heute der [[Concordiasee (Erftstadt)|Concordiasee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenämter und Stiftungen ==&lt;br /&gt;
Carl Brendgen war vom 1. Juni 1877 bis zu seinem Tode Mitglied des Gemeinderates von Kierdorf und von 1900 bis 1907 Gemeindevorsteher. Als Mitglied des Kirchenvorstands erwirkte er die Ansiedlung der [[Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu von Hiltrup|Hiltruper Schwestern]], die Kindergarten und Nähschule gründen sollten. Er stellte die Pachterträge von Ländereien zum Unterhalt zur Verfügung. Das Projekt kam 1918 erst nach Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] und zwei Jahre nach seinem Tod zustande (bis 1982 in Kierdorf). Für die Kirche stiftete er das &amp;#039;&amp;#039;Borromäus-Fenster&amp;#039;&amp;#039;. In seinem Testament verpflichtete er seine Kinder zu einer Stiftung von großherzig bemessenen Grundstücken und Geldwerten von etwa 37.000 Reichsmark für die Kirchengemeinde Kierdorf zum Zwecke der Kranken-, Alters- und Jugendpflege der Eingesessenen aller Bekenntnisse der Pfarrgemeinde Kierdorf, einschließlich der zugehörigen [[Rektoratskirche]] in Brüggen.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel nach Bert Rombach: &amp;#039;&amp;#039;Carl Brendgen – der Begründer der Braunkohlenindustrie in Kierdorf.&amp;#039;&amp;#039; und: &amp;#039;&amp;#039;Carl Brendgen als „Fabrikherr“.&amp;#039;&amp;#039; In: Stadt Erftstadt: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 2007.&amp;#039;&amp;#039; (PDF bei Webseite Erftstadt)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bert Rombach: &amp;#039;&amp;#039;Kierdorf – Die Wiege des Rheinischen Braunkohlenbergbaus: Carl Brendgen – Geschichte und Entwicklung seiner Brikettfabriken.&amp;#039;&amp;#039; Geschichtskreis Kierdorf (Hrsg.). 1. Auflage. Books on Demand, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8334-9711-7.&lt;br /&gt;
* Volker H.W. Schüler, Manfred Coenen: &amp;#039;&amp;#039;Die rheinischen Brikettfabriken ‘Hubertus’ und ‘Concordia’ in Brüggen, Kierdorf und Liblar&amp;#039;&amp;#039;, (Documenta berchemensis historica Sonderheft 3), Frechen 2007. ISBN 978-3-00-023072-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.erftstadt.de/web/downloads?task=document.viewdoc&amp;amp;id=605 Historisches Erftstadt: Rombach: Brendgen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137858566|VIAF=86032105}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brendgen, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Erftstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rheinisches Braunkohlerevier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Montanindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1841]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brendgen, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Brendgen, Carl Andreas; Brendgen, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Oktober 1841&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kierdorf (Erftstadt)|Kierdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1916&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kierdorf (Erftstadt)|Kierdorf]]&lt;br /&gt;
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