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	<title>Carl Bamberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Bamberg&amp;diff=1158827&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bautsch: /* Leben */ Daten + refs</title>
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		<updated>2025-12-09T01:02:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Daten + refs&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl.Bamberg.P1163441.jpg|mini|rechts|Carl Bamberg um 1890 auf einer Fotografie der Wilhelm-Foerster-Sternwarte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Carl Wilhelm Anton Bamberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1847]] in [[Kranichfeld]]; † [[4. Juni]] [[1892]] in [[Berlin-Friedenau|Friedenau]])&amp;lt;ref&amp;gt;StA Friedenau, Sterbeurkunde Nr. 21/1892&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Mechaniker]] und [[Unternehmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Bamberg war der Sohn des Textilarbeiters und [[autodidakt]]ischen Uhrmachers Johann Christian Heinrich Bamberg aus [[Kranichfeld|Kranichfeld bei Weimar]] und dessen Frau Johanna Dorothe Karoline geborene Heintz aus [[Berka vor dem Hainich|Berka]]. Er erhielt seine Ausbildung von 1862 bis 1866 bei [[Carl Zeiß|Carl Zeiss]] in [[Jena]] und besuchte an der dortigen [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität]] auch Vorlesungen der Physiker [[Ernst Abbe]] und [[Hermann Schaeffer]]. Nach der Lehre blieb er zunächst Gehilfe bei Zeiss, bis er mit Hilfe Abbes auch ohne Abitur zum Studium zugelassen wurde. Er belegte zwei Semester an der Universität Jena, unter anderem bei [[Ernst Haeckel]] und [[Karl Snell (Physiker)|Karl Snell]]. 1869 siedelte Bamberg nach Berlin über und wurde Gehilfe bei Eduard Sprenger und dann bei Pistor &amp;amp; Martins, der damals führenden mechanischen Werkstatt in Berlin. 1870 schrieb er sich an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] ein und hörte Vorlesungen bei [[Wilhelm Foerster]], [[Georg Adolf Erman]], [[Heinrich Wilhelm Dove (Physiker)|Heinrich Wilhelm Dove]] und [[Johann Christian Poggendorff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1871 gründete er seine eigene Firma in der [[Linienstraße (Berlin)|Linienstraße]] 158. Mit 3000 [[Taler]]n seines zukünftigen Schwiegervaters als Startkapital bestellte er bei Maschinenbauern von ihm selbst konstruierte Schleif- und Drehbänke, mit denen er seine Werkstatt einrichtete. Seine erste Arbeit war ein [[Kathetometer]], das Wilhelm Foerster für die [[Berliner Sternwarte]] bestellte. Hauptsächlich fertigte Bamberg aber zunächst [[Planimeter]], die sich gut verkaufen ließen. Bald erhielt er die ersten Aufträge der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]], für die er in der Folge zahlreiche nautische und magnetische Geräte herstellte. 1873 wurde ihm auch die Inspektion der wissenschaftlichen Sammlung der Admiralität übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Zaun: &amp;#039;&amp;#039;[http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/11/08_zaun.pdf Astronomische Instrumente aus Berliner und Potsdamer Werkstätten]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 471&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin&amp;#039;&amp;#039; 103, 2009, S. 77–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bamberg gilt als Schöpfer des Schwimmkompasses, der die Erschütterungen auf Dampfschiffen besser kompensieren konnte als herkömmliche Trockenkompasse. 1878 errichtete er seine erste [[Zeitball]]station in [[Wilhelmshaven]], der weitere folgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bambergs wirtschaftliche Lage war 1874 so gut, dass er seine langjährige Verlobte Emma Caroline Roux (1847–1908), Tochter des Fechtmeisters der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]], [[Friedrich August Wilhelm Ludwig Roux|Friedrich Wilhelm Roux]], am 26.&amp;amp;nbsp;April 1874 heiraten konnte. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, wobei der älteste Sohn Ernst Wilhelm Julius Bamberg (1875–1882) bereits im Alter von sieben Jahren verstarb. Der ein Jahr jüngere Bruder Paul Adolf heiratete 1904 Anna Auguste Susanne Roux, die Urenkelin des Großvaters Johan Wilhelm Roux (1777–1846) ihrer Schwiegermutter Emma Caroline Roux.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2007 Askania-Stammhaus.jpg|mini|Das Stammhaus in der [[Berlin]]er [[Bundesallee (Berlin)|Bundesallee]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bamberg rüstete die [[Venustransit]]-Expedition von 1874 mit astronomischen Geräten aus. Im selben Jahr erhielt er den Auftrag für ein großes [[Äquatorial (Fernrohr)|Äquatorial]] für die [[Sternwarte Düsseldorf]], dem weitere für die [[Volkssternwarte Urania Jena|Sternwarte Jena]] und die Sternwarte der [[Urania (Berlin)|Urania Berlin]] folgten. &amp;#039;&amp;#039;Carl Bambergs Werkstätten für Präzisions-Mechanik und Optik&amp;#039;&amp;#039; wurden 1888 in der [[Bundesallee (Berlin)|Bundesallee]] 87–88 (ehemals: Kaiserallee 39) gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Winz: &amp;#039;&amp;#039;Es war in Schöneberg / Aus 700 Jahren Schöneberger Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bezirksamt Schöneberg von Berlin (Hrsg.), Berlin 1964, S.&amp;amp;nbsp;118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem von ihm gelieferten [[Vertikalkreis (Instrument)|Universal-Transit]] konnte [[Karl Friedrich Küstner]] 1888 die [[Polbewegung]] nachweisen. Ein Meisterwerk unter den astronomischen Geräten der Firma ist der [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]], den Carl Bamberg 1889 für die [[Urania (Berlin)|Berliner Urania]] fertigte und der sich heute in der Kuppel der [[Wilhelm-Foerster-Sternwarte]] in Berlin befindet. Mit seiner Hilfe wurde noch in den 1960er Jahren der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Mondatlas]]&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr fruchtbar war Bambergs Zusammenarbeit mit [[Siegfried Czapski]]. Czapski hatte bei [[Hermann von Helmholtz]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und war stark an [[Technische Optik|technischer Optik]] interessiert. Am 1. Juli 1884 trat er in die Firma Bambergs ein und nahm die Probemessungen an der in Arbeit befindlichen großen [[Kreisteilmaschine]] vor. Auch nachdem er 1885 als Assistent Abbes nach Jena gegangen war, nahm er für Bamberg die Berechnung von [[Objektiv (Optik)|Objektiven]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bamberg war Gründungsmitglied des &amp;#039;&amp;#039;Fachvereins Berliner Mechaniker und Optiker&amp;#039;&amp;#039;. Dessen Nachfolgeorganisation, die [[Deutsche Gesellschaft für Mechanik und Optik]], vertrat er gemeinsam mit [[Rudolf Fuess]] in der Kommission zur Gründung der [[Physikalisch-Technische Reichsanstalt|Physikalisch-Technischen Reichsanstalt]], deren Kuratorium er bis zu seinem Tod angehörte. Er war 1881 Mitbegründer und bis kurz vor seinem Tod Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Instrumentenkunde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Zeitschrift für Instrumentenkunde |Verlag=Springer |Datum=1881 |Online=https://books.google.de/books?id=fXfpAAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2025-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Zeitschrift für Instrumentenkunde |Verlag=Springer |Datum=1891 |Online=https://books.google.de/books?id=hjosgeIvC4oC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PR1#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2025-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl.Bamberg.Grabstein.P1163445.jpg|mini|hochkant|Bambergs Ehrengrab auf dem [[Friedhof Schöneberg III]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Bamberg starb Anfang Juni 1892 im Alter von 44&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin. Die Beisetzung erfolgte auf dem [[Friedhof Schöneberg III|Friedenauer Friedhof in der Stubenrauchstraße]] (Grablage: 7-33/34/35).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;684.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Senat von Berlin|Berliner Senat]] beschloss 1984, die letzte Ruhestätte von Carl Bamberg für zwanzig Jahre als [[Liste der Ehrengräber des Landes Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Ehrengrab des Landes Berlin]] zu widmen. Nach Ablauf dieser Frist entschied der Senat im November 2005, die Widmung nicht zu verlängern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/15/DruckSachen/d15-4601.pdf#page6 &amp;#039;&amp;#039;Vorlage – zur Kenntnisnahme – Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;15/4601 vom 27.&amp;amp;nbsp;Dezember 2005, S.&amp;amp;nbsp;4–5. Abgerufen am 19.&amp;amp;nbsp;November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma wurde zunächst von seiner Frau Emma Bamberg weitergeführt, bis 1904 der Sohn [[Paul Adolf Bamberg]] (1874–1946) die Leitung übernahm. 1912 trat Bambergs Neffe und Schwiegersohn Max Roux (1886–1946) in die Geschäftsleitung ein. In den folgenden Jahrzehnten leitete er das Unternehmen, aus dem nach dem Kauf von [[Otto Toepfer &amp;amp; Sohn]] sowie der [[Fusion (Wirtschaft)|Fusion]] mit der Centralwerkstatt Dessau die [[Askania Werke AG]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Zaun: &amp;#039;&amp;#039;Instrumente für die Wissenschaft. Innovationen in der Berliner Feinmechanik und Optik 1871–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Wissenschafts- und Regionalgeschichte, Berlin, 2002, ISBN 3-929134-39-X.&lt;br /&gt;
* [[Friedhelm Pedde]]: [https://wfs.berlin/wp-content/uploads/2022/09/15-BROplanet-okt2022ff_www.pdf Astronomische Spurensuche auf Berliner Friedhöfen – Carl Bamberg], [[Wilhelm-Foerster-Sternwarte]], in: &amp;#039;&amp;#039;Dem Himmel nahe&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 15, Oktober 2022, Seite 18 und 19,&lt;br /&gt;
* [[Gudrun Wolfschmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Bamberg (1847-1892). Optiker und Feinmechaniker&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der [[Wilhelm-Foerster-Sternwarte]]&amp;#039;&amp;#039;, Nummer 68, Berlin, 1994&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|571|572|Bamberg, Johann Karl Wilhelm Anton|[[Marianus Czerny]]|116047135}}&lt;br /&gt;
* [[Franz Maria Feldhaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Bamberg. Ein Rückblick auf sein Wirken und auf die Feinmechanik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[Askania Werke]] / Bambergwerk, Berlin-Friedenau, 1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.friedenau-aktuell.de/friedhof-stubenrauchstra%C3%9Fe/carl-bamberg/ Carl Bamberg (1847–1892)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116047135|VIAF=3211735}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bamberg, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mechaniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konstrukteur wissenschaftlicher Instrumente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kranichfeld)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bamberg, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bamberg, Johann Carl Wilhelm Anton (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mechaniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kranichfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juni 1892&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Friedenau|Friedenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bautsch</name></author>
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