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	<title>Carl August Rathjens - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T20:25:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;PeterRathjens am 3. September 2025 um 09:57 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-03T09:57:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl August Rathjens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Carl Rathjens senior&amp;#039;&amp;#039;) (* [[10. März]] [[1887]] in [[Elmshorn]]/[[Schleswig-Holstein]]; † [[29. Juli]] [[1966]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Geograph]], der besonders [[Südarabien]] und dort den [[Jemen]] bereiste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Der Vater von Carl August Rathjens war Ernst Marcus Hinrich Rathjens, geboren 1837 in Kiel. Er war der uneheliche Sohn eines Hofbesitzers aus [[Bossee]] und einer Magd. Der Vater erkannte das Kind als seines an und ermöglichte dem Sohn eine Ausbildung zum Lehrer. Die Mutter von Carl August Rathjens war Marie Sophie Mohr, 1858 in Elmshorn geboren, die verwandt mit den Inhabern der Blockschmiede Mohr war, die noch heute in [[Horst (Holstein)|Horst]] besteht. Ihre Mitgift machte es möglich, dass der Sohn studieren konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt54&amp;quot;&amp;gt;Püttger-Conrad, &amp;#039;&amp;#039;Der Orientforscher Carl Rathjens&amp;#039;&amp;#039;, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Oberrealschule]] studierte Rathjens ab 1906 [[Geographie]] und [[Zoologie]] in Kiel, Berlin und München. 1911 promovierte er bei [[Erich von Drygalski]] mit der Arbeit „Beiträge zur Landeskunde von Abessinien“. Bereits als Student bereiste er [[Kaiserreich Abessinien|Abessinien]] (das heutige [[Äthiopien]]), bei einem weiteren Aufenthalt erforschte er die dortigen [[Judentum|jüdischen]] Kulturen. Im Jahr seiner Promotion heiratete Rathjens in Berlin die von dort stammende Rosalie Anna Ursula Streichert (1885–1969), Tochter von [[Emil Streichert]]. Das Ehepaar bekam vier Kinder, zwei Töchter und zwei Söhne,&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt54&amp;quot; /&amp;gt; darunter [[Carl Rathjens jun.|Carl Rathjens]] (1914–1994), späterer [[Geomorphologie|Geomorphologe]], [[Eiszeitalter]]-, [[Hochgebirge|Hochgebirgsforscher]] und besonderer Kenner des [[Orient]]s, vor allem [[Afghanistan]]s. 1920 wurden die Eheleute geschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt54&amp;quot; /&amp;gt; Gemeinsam mit [[Hermann von Wissmann (Geograph)|Hermann von Wissmann]] unternahm er 1925 eine Reise nach [[Lappland]], wo sie mit einem [[Faltboot]] in der [[Tundra]] unterwegs waren, um die Oberflächenformen der Eisböden zu studieren. Anschließend wollten die beiden Männer [[Saudi-Arabien]] besuchen, doch wurde ihnen die Einreise verweigert, woraufhin sie nach [[Bur Sudan]] und von dort aus in den [[Jemen]] weiterreisten. Dort führten sie umfangreiche landeskundliche, zoologische und botanische Arbeiten durch, die ihnen zu großem Ansehen bei jemenitischen Regierung und weiteren Amtsträgern verhalfen. In späteren Jahren war Rathjens als Wirtschaftsberater für die Regierung tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt54&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ellinger, &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Orientalistik&amp;#039;&amp;#039;, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch setzte er sich für die Gründung eines Jeminitischen Museums in [[Sanaa]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt55&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1911 bis 1921 war Rathjens nach einer kurzen Tätigkeit am Zoologischen Staatsinstitut in [[München]] am Hamburger [[Hamburgisches Kolonialinstitut|Kolonialinstitut]] und bis zu seiner Entlassung aus politischen Gründen 1933 am [[Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv|Weltwirtschaftsarchiv]] tätig. Nachdem er von seiner vierten großen Forschungsreise 1937/1938 in den Orient nach Deutschland zurückgekehrt war, wurde ihm die Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse untersagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt55&amp;quot;&amp;gt;Püttger-Conrad, &amp;#039;&amp;#039;Der Orientforscher Carl Rathjens&amp;#039;&amp;#039;, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1945 betätigte er sich als freier Schriftsteller.&amp;lt;ref&amp;gt;Ellinger, &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Orientalistik&amp;#039;&amp;#039;, S. 571.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1930er Jahre versuchte Rathjens, der jüdischen [[Islamwissenschaft]]lerin [[Hedwig Klein]] zur Flucht aus Deutschland zu verhelfen und besorgte ihr eine Anstellung in Indien. Die Flucht scheiterte, da das Schiff, auf dem sich Klein befand, kurz vor Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von Antwerpen nach Hamburg zurückbeordert wurde. Anfang 1940 wurde Rathjens für einen Monat im [[KZ Fuhlsbüttel]] inhaftiert, aber nach einer Intervention des jemenitischen Botschafters wieder entlassen, blieb jedoch unter Polizeiaufsicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qant&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt55&amp;quot; /&amp;gt; Hedwig Klein wurde 1942 nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] deportiert und ermordet, ebenso ihre Schwester, ihre Mutter und ihre Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„In einem für seine Zeit ungewöhnlichen Akt des Erinnerns“&amp;lt;ref name=&amp;quot;qant&amp;quot; /&amp;gt; wurde Rathjens, der von dem Schicksal Kleins sehr betroffen war, im Sommer 1947 auf seinen Wunsch hin vom [[Amtsgericht Hamburg]] als [[Abwesenheitspflegschaft|Abwesenheitspfleger]] von Hedwig Klein eingesetzt. Er ließ ihre Doktorarbeit in 56 Exemplaren drucken und setzte sich dafür ein, dass sie posthum zum „Doktor der Philosophie“ erklärt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qant&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://de.qantara.de/inhalt/die-j%C3%BCdin-hedwig-klein-und-mein-kampf-die-arabistin-die-niemand-kennt |titel=Die Jüdin Hedwig Klein und &amp;#039;&amp;#039;Mein Kampf&amp;#039;&amp;#039;: Die Arabistin, die niemand kennt |autor=Stefan Buchen |werk=Qantara.de |datum=2018-03-16 |zugriff=2018-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rathjens „tatkräftiger und mutiger Einsatz“ sei zu rühmen, schrieb Freimark 1991, sein Wirken in dieser Angelegenheit habe allerdings bisher keinerlei Anerkennung gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Freimark, &amp;#039;&amp;#039;Promotion Hedwig Klein&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;854.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Carl August Rathjens Honorarprofessor für Geographie an der [[Universität Hamburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot; /&amp;gt; 1952 unternahm er gemeinsam mit seinem Assistenten [[Erhard Gabriel]] in einem [[VW Käfer]] seine letzte große Reise nach [[Syrien]] und in den [[Irak]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;pütt55&amp;quot; /&amp;gt; 1955 wurde er mit der [[Carl-Ritter-Medaille]] der [[Gesellschaft für Erdkunde]] zu Berlin ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müller&amp;quot;&amp;gt;Müller, Wolfgang, &amp;quot;Rathjens, Carl&amp;quot; in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 179–180 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119510960.html#ndbcontent &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Juden in Abessinien&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorislamische Altertümer&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1932.&lt;br /&gt;
* Mit [[Hermann von Wissmann (Geograph)|Hermann von Wissmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Landeskundliche Ergebnisse [einer Südarabienreise]&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pilgerfahrt nach Mekka. Von der Weihrauchstrasse zur Ölwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sabaeica&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände von 1953–1966. Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Rathjens 10. März 1887–29. Juli 1966.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam.&amp;#039;&amp;#039; 46, 1970, S.&amp;amp;nbsp;55–63, {{DOI|10.1515/islm.1970.46.1.55}}.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Buchen]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Rathjens (1887-1966). Geschichte eines Nonkonformisten&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2025 (Wissenschaftler in Hamburg, Band 11, hg. von Ekkehard Nümann für die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung), ISBN 978-3-8353-5407-4.&lt;br /&gt;
* [[Peter Freimark]]: &amp;#039;&amp;#039; Promotion Hedwig Klein – zugleich ein Beitrag zum Seminar für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients&amp;#039;&amp;#039;, in: Hochschulalltag im „Dritten Reich“. Die Hamburger Universität 1933–1945, Hg. von Eckart Krause u.&amp;amp;nbsp;a., Berlin Hamburg 1991, Teil II, S. 851–864, ISBN 3-496-00882-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Armin Püttger-Conrad |Titel=Der Orientforscher Carl Rathjens aus Elmshorn 1887–1966 |Sammelwerk=Heimatkundliches Jahrbuch für den Kreis Pinneberg. Beiträge zur Regionalgeschichte |Band=42 |Seiten=53-56 |Datum=2009 |Verlag=Heimatverband für den Kreis Pinneberg von 1961 e.V.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/014159}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118787918|LCCN=no2004002503|VIAF=20476614}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rathjens, Carl August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Fuhlsbüttel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rathjens, Carl August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rathjens, Carl senior&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geograph und Orientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. März 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elmshorn]], [[Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juli 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PeterRathjens</name></author>
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