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	<title>Carinhall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carinhall&amp;diff=139221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Unicode-Steuerzeichen</title>
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		<updated>2026-04-17T04:45:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unicode-Steuerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carinhall-2019-msu-B-8125.jpg|mini|Wächterhäuschen an der östlichen Zufahrtsstraße zum Waldhof Carinhall]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goering Carinhall 1938.jpg|mini|Göring in Carinhall, Juli 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1979-175-10, Carinhall, Göring begrüßt SS-Führer.jpg|mini|Göring bei der Begrüßung eines [[Schutzstaffel|SS]]-Führers in einem der Innenhöfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waldhof Carinhall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carinhall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈkaːʁɪnˌhal}}], war ein repräsentativer Landsitz des [[Reichsmarschall#Deutsches Reich 1940 bis 1945|Reichsmarschalls]] und führenden [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] [[Hermann Göring]]. Das Anwesen lag in einem Waldstück zwischen [[Großdöllner See]] und [[Wuckersee]] in der [[Schorfheide]] im Norden des heutigen Bundeslandes [[Brandenburg]]. Göring benannte die Anlage nach seiner ersten Ehefrau [[Carin Göring|Carin]], die er hier bestatten ließ. Er ging in der Umgebung seiner Jagdleidenschaft nach, empfing in Carinhall hochrangige Gäste und brachte dort große Teile seiner privaten Kunstsammlung unter. Kurz vor der Ankunft der sowjetischen Truppen ließ er die Gebäude im April 1945 zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
Carinhall lag in bewaldetem Gebiet abseits von Siedlungen. [[Joachimsthal]] und der [[Grimnitzsee]] liegen etwa acht Kilometer südöstlich, [[Friedrichswalde]] etwa fünf Kilometer östlich, [[Groß Dölln]] etwa acht Kilometer westlich, [[Templin]] etwa 15 Kilometer nordwestlich, [[Groß Schönebeck]] etwa 12 Kilometer südwestlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe von Carinhall befanden sich eine Funkstation und sieben Kilometer nördlich an der [[Landesstraße]] L&amp;amp;nbsp;100 bei [[Milmersdorf|Ahlimbsmühle]] eine wenig bekannte [[Scheinanlage]] aus Brettern und Netzen zur Täuschung der alliierten Luftaufklärung. Von 1955 bis 2012 war sieben Kilometer nordwestlich von Carinhall der [[Flugplatz Templin/Groß Dölln|Sonderlandeplatz Templin/Groß Dölln]] in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-03643A, Schorfheide, Überführung Karin Göring.jpg|mini|Überführung von Carin Göring von Schweden in die Schorfheide am 19.&amp;amp;nbsp;Juni 1934. Vorn Hitler und Göring.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von Göring gewählte Name „Carinhall“ bezieht sich auf Görings erste Frau, die [[Schweden|Schwedin]] [[Carin Göring]], geborene [[Freiherr|Freiin]] Fock, geschiedene von Kantzow, mit der er ab 1923 verheiratet war, und das [[Walhall]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Annett Gröschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf Carinhall, Schorfheide.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stephan Porombka]], Hilmar Schmundt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Böse Orte. Stätten nationalsozialistischer Selbstdarstellung – heute.&amp;#039;&amp;#039; Claassen, Berlin 2005, ISBN 978-3-546-00380-3, S.&amp;amp;nbsp;106.&amp;lt;/ref&amp;gt; laut der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]] eine prächtige Himmelshalle, in die [[Odin]] die tapfersten gefallenen Krieger aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carin Göring starb am 17. Oktober 1931 in [[Stockholm]] und wurde zunächst in [[Schweden]] bestattet. Nach einem Besuch an ihrem Grab &amp;lt;!-- wann? --&amp;gt; hielt Göring eine Rede und hinterließ ein Gebinde aus roten Rosen in Hakenkreuzform. Das Gebinde wurde kurz darauf von empörten Schweden entfernt, die eine Protestnote hinterließen. Diese richtete sich gegen die Politisierung einer schwedischen Staatsbürgerin zu Propagandazwecken. Göring ließ den Vorfall in der gleichgeschalteten Presse zu einer [[Grabschändung]] umdeklarieren und benutzte ihn als Vorwand, um die Tote in einem Staatsakt von Schweden nach Deutschland zu überführen. Ihre [[Exhumierung|exhumierten]] Überreste kamen am 19.&amp;amp;nbsp;Juni 1934 in Carinhall an.&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag wurden sie im Beisein [[Adolf Hitler|Hitlers]] und der nationalsozialistischen Führung in einer Gruft über dem Steilufer des [[Wuckersee]]s&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt; bestattet, die wegen ihrer Ausmaße den Charakter eines [[Mausoleum]]s hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Infotafel&amp;quot;&amp;gt;Angaben auf der Infotafel „Waldhof Carinhall“, [[#Carinhall heute|siehe Bild]]. Der Text ist bei starker Vergrößerung durch dreimaliges Anklicken des Bildes lesbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Carinhall-2019-msu-B-8110.jpg|mini|Bauarbeiten in Carinhall (1939/40)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carinhall-2019-msu-8110.jpg|mini|Grundrisszeichnung zur geplanten dritten Erweiterung (1945)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebäudekomplex wurde nach 1933 in mehreren Etappen errichtet. Architekt war zunächst [[Werner March]], der Schöpfer des [[Olympiastadion Berlin|Berliner Olympiastadions]]. Später übernahm [[Friedrich Hetzelt]] den Bau. 1939 begann der Bau des zweiten Bauabschnitts, dessen Bibliotheksflügel durch die [[Philipp Holzmann AG]] ausgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://holzmann-bildarchiv.de/bauen-im-ausland/thema-1/nggallery/page/1 |titel=Bauten der NS-Zeit |titelerg=Bildarchiv der Philipp Holzmann AG |abruf=2022-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stilistisch griffen die Gebäude auf historische Baustile zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Ullrich (Kunsthistoriker)|Wolfgang Ullrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Uta von Naumburg. Eine deutsche Ikone.&amp;#039;&amp;#039; Wagenbach, Berlin 1998, ISBN 3-8031-5159-7, S.&amp;amp;nbsp;54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebäudekomplex bestand zuletzt aus mehreren repräsentativen Gebäuden, Hallen und Sälen. Die Räume hatten eine Gesamtfläche von etwa 11.000 Quadratmetern. Drei 72 Meter lange Seitenflügel, parallel zur östlichen Zufahrtsstraße ausgerichtet, begrenzten zwei Innenhöfe mit einer Fläche von zusammen 15.800 Quadratmetern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt; Zum Anwesen gehörten eine Telefonzentrale, ein [[Luftschutzbunker]] sowie in einiger Entfernung unter anderem eine [[Adjutant]]ur, ein Tennisplatz, eine Schießanlage und Bootshäuser am Großdöllner See. Das Mausoleum von Carin Göring lag abseits am Wuckersee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knopf und Martens, Lageplan&amp;quot;&amp;gt;Volker Knopf, Stefan Martens: &amp;#039;&amp;#039;Görings Reich. Selbstinszenierungen in Carinhall.&amp;#039;&amp;#039; 6. aktualisierte Auflage. Christoph Links, Berlin 2012, ISBN 978-3-86153-392-4, S. 8&amp;amp;nbsp;f. (Lageplan).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die östliche Zufahrtsstraße war als Kastanienallee gestaltet. Sie lief von den Wächterhäuschen direkt auf das einen Kilometer entfernte, quer stehende Hauptgebäude zu. Nach 850 Metern&amp;lt;!-- gemessen in Google Maps --&amp;gt; erreichte man den Hirschplatz, der einem der Innenhöfe in rund 100 Metern Entfernung vorgelagert war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knopf und Martens, Lageplan&amp;quot; /&amp;gt; Der Hirschplatz war mit dem bronzenen &amp;#039;&amp;#039;[[#Bronzefiguren in Carinhall|Kronenhirsch]]&amp;#039;&amp;#039; dekoriert. An der westlichen Zufahrtsstraße stand die „Wache [[Klein Dölln (Schorfheide)|Klein Dölln]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Feder, Jörg Grzam: &amp;#039;&amp;#039;Schorfheide. Die 21 schönsten Wanderungen zwischen Templin und Liebenwalde, Zehdenick und Angermünde.&amp;#039;&amp;#039; Trescher, Berlin 2023, ISBN 978-3-89794-622-4, S.&amp;amp;nbsp;82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1945 war eine dritte Erweiterung des Gebäudekomplexes geplant. Weitere große Gebäude sollten nahe dem Hirschplatz und als Anbauten im Süden (Richtung Wuckersee) entstehen. Göring präsentierte am 12. Januar 1945, seinem 52. Geburtstag, die Grundrisszeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung ===&lt;br /&gt;
Göring empfing hier ausländische Staatsgäste, mit denen er bisweilen Jagdausflüge in die Schorfheide unternahm. Staatsgäste waren unter anderem der [[italien]]ische Diktator [[Benito Mussolini]] (28. September 1937), der [[Vereinigtes Königreich|britische]] Politiker [[Edward Wood, 1. Earl of Halifax|Edward Wood]] (20. November 1937) und der [[japan]]ische Außenminister [[Matsuoka Yōsuke]] (29. März 1941).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Ausstellungsräumen von Carinhall war ein Großteil der privaten Kunstsammlung von Hermann Göring untergebracht, die hauptsächlich aus [[Raubkunst|Raub-]] und [[Beutekunst (Zweiter Weltkrieg)|Beutekunst]] bestand, aber auch Gemälde aus legalen Ankäufen enthielt. Schwerpunkt der Sammlung war die [[Malerei in der Gotik|Malerei der Gotik]] und [[Malerei der Renaissance|der Renaissance]]. Ein Beispiel ist das Renaissance-Gemälde &amp;#039;&amp;#039;[[Leda mit ihren Kindern (Giampietrino)|Leda mit ihren Kindern]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Giampietrino]] (heute in [[Kassel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbleib der Kunstsammlung ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1943 ließ Göring einen Teil seiner Privatsammlung im [[Bergungsort Salzbergwerk Altaussee]] bei [[Altaussee]] im [[Politische Expositur Bad Aussee|Bezirk Bad Aussee]] in der [[Steiermark]] einlagern. Diese Kunstwerke wurden ab 1945 von den [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] in Lastwagen zur zentralen Sammelstelle &amp;#039;&amp;#039;([[Munich Central Collecting Point|Central Collecting Point]])&amp;#039;&amp;#039; in München gebracht, die sich im vormaligen [[Führerbau]] und im [[Münchner Haus der Kulturinstitute|Verwaltungsbau]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Teil der Privatsammlung blieb in den Ausstellungsräumen von Carinhall. Im Januar 1945 ließ Göring den Rest der Kunstsammlung großenteils in Sonderzügen nach [[Berchtesgaden]] bringen und dort in Tunneln unterstellen. Die Kunstschätze wurden ausgeladen und in Luftschutzbunker gebracht. Ein Teil der Gemälde und [[Bildwirkerei|Tapisserien]] wurde in diesen letzten [[Zweiter Weltkrieg|Kriegstagen]] aus den Zügen geplündert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[arte]]-Fernsehdokumentation &amp;#039;&amp;#039;Göring, Brueghel und die Shoah – Die Blutspur der NS-Raubkunst&amp;#039;&amp;#039;, gesendet am 28. März 2021, ab Sendeminute 0:51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Carinhall-2019-msu-8110 A.jpg|mini|Ruine auf dem Anwesen, um 1947]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-M0903-328, &amp;quot;Carinhall&amp;quot; zerstört.jpg|mini|hochkant|Ruine in Carinhall, 1947]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerstörung ===&lt;br /&gt;
Am 20. April 1945 verließ Göring Carinhall. Zurück blieb ein kleiner Trupp der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]], der auf Weisung Görings beim Näherrücken der [[Rote Armee|Roten Armee]] die Gebäude des Anwesens sprengen sollte. Als die Rote Armee nur noch wenige Kilometer entfernt war, wurde Carinhall am 28. April 1945 mit über 80 [[Fliegerbombe]]n gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle Kunstobjekte waren zuvor abtransportiert worden. Ein Angehöriger des Sprengkommandos sagte später, der Anblick der Kunstschätze sei überwältigend gewesen. Außerdem waren beispielsweise noch wertvolle Möbel und große Mengen an Lebensmitteln vorhanden, die von Wachleuten, Angehörigen der Roten Armee und der Bevölkerung der Region in Besitz genommen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Göring hatte auch den Sarg im Mausoleum nicht sichern lassen. Unbekannte brachen ihn auf, um das Zinkblech zu verwerten. Im Jahr 1947 fand ein Forstarbeiter verstreute Leichenteile im Bereich der Gruft. Auf Veranlassung der schwedischen Verwandten von Carin Göring sorgte der Pfarrer der [[Schwedische Kirche (Berlin)|schwedischen Gemeinde in Berlin]] dafür, dass ihre Gebeine exhumiert, heimlich nach West-Berlin gebracht und im [[Krematorium Wilmersdorf]] unter falschem Namen eingeäschert wurden. Der Pfarrer brachte die Urne nach Schweden, wo sie 1951 beigesetzt wurde. Kurz nach der Wende fanden Schatzsucher noch ein Stück Schädel. Mitglieder des Vereins Schorfheide-Museum sorgten dafür, dass auch dieses Fragment nach Schweden gebracht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu DDR-Zeiten war das Gelände [[Sperrgebiet]]. Führende Politiker der DDR wie [[Walter Ulbricht]], [[Erich Honecker]] und [[Erich Mielke]] gingen hier auf die Jagd.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 fand ein Schatzsucher den Eingang zu Görings Luftschutzbunker und durfte dort graben, bis der Förster 1995 den Eingang mit einer Planierraupe verschließen ließ. Seitdem dient der Bunker [[Fledermäuse]]n als Quartier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot;&amp;gt;Andreas Kopietz: [https://www.berliner-kurier.de/panorama/carinhall-wo-goering-sein-revier-hatte-li.156695 &amp;#039;&amp;#039;Carinhall: Was blieb von Görings Landsitz in der Schorfheide übrig? Eine Spurensuche&amp;#039;&amp;#039;] berliner-kurier.de, 27. Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Schild weist darauf hin, dass Fledermäuse streng geschützt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[[commons:File:Carinhall-2019-msu-B-8120.jpg|Hinweisschild]] mit der Bitte, das Fledermausquartier zu respektieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 fand ein Schatzsucherverein aus Berlin eine Säule aus rotem [[Marmor]]. Im Februar 2020 wollten Schatzgräber eine dazugehörige zweite Säule illegal bergen. Ein Augenzeuge wandte sich an den Carinhall-Experten Volker Knopf. Der informierte den Vorsitzenden des Vereins Schorfheide-Museum, dieser den Revierförster und dieser die Polizei. Die Raubgräber wurden festgenommen. Der Museumsverein half später bei der Bergung der zweiten Säule. Beide Säulen stehen heute im Schorfheide-Museum in [[Groß Schönebeck]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Carinhall heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carinhall-Gedenktafel-2019-msu-8110.jpg|mini|Infotafel „Waldhof Carinhall“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Granitfindling mit eingravierter Inschrift „Carinhall“&amp;lt;ref&amp;gt;[[commons:File:Carinhall-2019-msu-B-8112.jpg|Bild]] des Steins mit der Inschrift „Carinhall“.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie eine Infotafel zur Geschichte mit Fotos des ehemaligen Waldhofs am Hirschplatz bezeichnen heute den Ort des Anwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständig erhalten und in gutem Erhaltungszustand sind noch die beiden Wächterhäuschen am ehemaligen Haupttor und direkt benachbart, aber außerhalb des Anwesens, zwei Wohnhäuser für die damaligen Wachmannschaften, ferner die Kastanienallee&amp;lt;ref&amp;gt;[[commons:File:2009-08-16-carinhall-by-RalfR-4.jpg|Bild]] der Kastanienallee.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das Gebäude der Funkstation. Der Bunker ist erhalten, aber unzugänglich. Von der eigentlichen Anlage ist nichts mehr erhalten, nur noch einzelne Steine und Betonstücke,&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele für noch vorhandene Trümmer im Bild: [[:Datei:11-12-26-carinhall-by-RalfR-02.jpg|einzelner Steinblock]], [[commons:File:11-12-26-carinhall-by-RalfR-09.jpg|einzelne Steine im Unterholz]], [[commons:File:11-12-26-carinhall-by-RalfR-10.jpg|kleinere Steine]], [[commons:File:11-12-26-carinhall-by-RalfR-12.jpg|Rest eines Zaunfundaments]].&amp;lt;/ref&amp;gt; die großenteils von Gras oder Gestrüpp überwuchert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Typischer Bewuchs auf dem Gelände: [[commons:File:11-12-26-carinhall-by-RalfR-05.jpg|Gräser, Gestrüpp, Bäume]], hier im Bereich eines ehemaligen Innenhofs.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am ehemaligen Grab von Carin Göring ist nur noch eine Vertiefung im Boden erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reste des Landsitzes Carinhall sind als [[Liste der Baudenkmale in Templin|Baudenkmale von Templin]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bronzefiguren in Carinhall ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kronenhirsch, Tierpark Berlin, 501-607.jpg|mini|Bronzeplastik &amp;#039;&amp;#039;Kronenhirsch&amp;#039;&amp;#039; (1937), heute im Tierpark Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2009-08-25-eberswalde-35.jpg|mini|Bronzeplastik &amp;#039;&amp;#039;Kämpfende Amazone&amp;#039;&amp;#039;, heute in Eberswalde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hof von Carinhall auf dem Hirschplatz am Ende der Kastanienallee stand die [[Bronzeplastik]] &amp;#039;&amp;#039;Kronenhirsch&amp;#039;&amp;#039; von [[Johannes Darsow]]. Sie wurde für die internationale Jagdausstellung 1937 in [[Berlin]] entworfen. Es handelt sich um den [[Rothirsch]] &amp;#039;&amp;#039;Raufbold&amp;#039;&amp;#039;, den Hermann Göring am 9. Februar 1936 im Forstamt [[Oserki (Kaliningrad, Nesterow)|Warnen]] in der [[Rominter Heide]] erlegt hatte. Nach der Jagdausstellung kam die Bronzeplastik vom Haupteingang der Berliner Messehallen nach Carinhall, um 1950 in den Park von [[Sanssouci|Schloss Sanssouci]] in [[Potsdam]] und 1969 an die Freilichtbühne im [[Tierpark Berlin]] zu gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine zweite Plastik nach diesem Vorbild wurde als &amp;#039;&amp;#039;Hubertushirsch&amp;#039;&amp;#039; 1938 in der [[Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer]] gegossen, am Neuen Jägerhaus im [[Jagdschloss Grillenburg|Schlosspark Grillenburg]] aufgestellt und 2013 auf den Kurplatz in [[Kurort Hartha]] versetzt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1897 von [[Franz von Stuck]] geschaffene Bronzeplastik &amp;#039;&amp;#039;Kämpfende Amazone&amp;#039;&amp;#039;, die westlich des Hauptflügels stand, wurde nach [[Eberswalde]] überführt. Dort stand sie lange unterhalb der Maria-Magdalenen-Kirche, bevor sie in den nahen Weidendamm-Park umgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1990 suchten Polizeitaucher im Auftrag des letzten DDR-Innenministers [[Peter-Michael Diestel]] den Großdöllner See nach eventuell versenkten Schätzen ab. Dabei fanden sie mehrere Bronzestatuen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kopietz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* drei überlebensgroße Figuren von [[Arno Breker]]: &amp;#039;&amp;#039;Anmut&amp;#039;&amp;#039; (1938), &amp;#039;&amp;#039;Schreitende&amp;#039;&amp;#039; (1940) und &amp;#039;&amp;#039;Eos&amp;#039;&amp;#039; (1942). Sie waren ehemals im Rosengarten von Carinhall aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nymphe 2019&amp;quot; /&amp;gt; Heutiger Standort: Schorfheide-Museum im [[Jagdschloss Groß Schönebeck]].&lt;br /&gt;
* die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Mädchen mit Hirschkuh&amp;#039;&amp;#039; von [[Hans Krückeberg]]. Heutiger Standort: Schorfheide-Museum im Jagdschloss Groß Schönebeck.&lt;br /&gt;
* einen Abguss der [[Venus Medici]] aus den [[Uffizien]] in Florenz. Diese Kopie steht heute im [[Grassi Museum für Angewandte Kunst|Grassimuseum]] in [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rosengarten von Carinhall befand sich seit 1942 auch eine Kopie der &amp;#039;&amp;#039;Nymphe von Fontainebleau&amp;#039;&amp;#039; des Bildhauers [[Benvenuto Cellini]]. Göring hatte das Original des Bronze-[[Relief]]s 1940 im Pariser [[Louvre]] gesehen und die Kopie beauftragt, die mit einem Sonderzug nach Carinhall transportiert wurde. 1946 entdeckte ein Oberförster das 1,2 Tonnen schwere Objekt in seinem Revier und brachte es in die Oberförsterei [[Reiersdorf (Templin)|Reiersdorf]]. 1952 kam es ins Depot des [[Albertinum (Dresden)|Albertinums]] in Dresden. Dem Museumsverein in [[Groß Schönebeck]] gelang es, das Relief als [[Dauerleihgabe]] für das Schorfheide-Museum zu gewinnen. Im September 2019 wurde das Kunstwerk im Garten des Jagdschlosses enthüllt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nymphe 2019&amp;quot;&amp;gt;Susan Hasse: [https://www.moz.de/lokales/eberswalde/kunst-schoene-nymphe-zieht-ins-schorfheider-jagdschloss-49109550.html &amp;#039;&amp;#039;Schöne Nymphe zieht ins Schorfheider Jagdschloss&amp;#039;&amp;#039;] [[Märkische Oderzeitung|moz]].de, 27. September 2019, mit Fotografie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Günther Haase&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Kunstsammlung des Reichsmarschalls Hermann Göring&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Eine Dokumentation&lt;br /&gt;
   |Verlag=Edition q&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-86124-520-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hanns Christian Löhr&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Eiserne Sammler: Die Kollektion Hermann Göring – Kunst und Korruption im „Dritten Reich“&lt;br /&gt;
   |Verlag=Gebr. Mann&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-7861-2601-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Volker Knopf, Stefan Martens&lt;br /&gt;
   |Titel=Görings Reich. Selbstinszenierungen in Carinhall&lt;br /&gt;
   |Auflage=6. aktualisierte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Christoph Links&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86153-392-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Volker Knopf&lt;br /&gt;
   |Titel=Jagdhaus Carinhall – Wie alles begann. Die Ursprünge von Hermann Görings legendärem Landsitz Carinhall zwischen 1933 und 1936&lt;br /&gt;
   |Reihe=Zeitgeschichte in Wort und Bild&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=Heft 4&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ex Nunc Verlag&lt;br /&gt;
   |Datum=2016&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-00-052201-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Helmut Suter&lt;br /&gt;
   |Titel=Jagd unterm Hakenkreuz. Hermann Göring, Carinhall und das Jagdrevier Schorfheide.&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Bebra-Verlag|be.bra Verlag]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-89809-180-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carinhall|Carinhall|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg|09130807}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4494036-1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.berliner-kurier.de/panorama/carinhall-wo-goering-sein-revier-hatte-li.156695 &amp;#039;&amp;#039;Carinhall: Was blieb von Görings Landsitz in der Schorfheide übrig? Eine Spurensuche&amp;#039;&amp;#039;] berliner-kurier.de, 27. Juni 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=false&amp;amp;query=karinhall+holzmann Bildsuche] in der [[Deutsche Digitale Bibliothek|Deutschen Digitalen Bibliothek]] zur Philipp Holzmann AG (falsch geschriebener Name &amp;#039;&amp;#039;Karinhall&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=psMi4Pmr2zE Schorfheide (Waldhof-Carinhall)] auf [[YouTube]], 9. Mai 2020 (6:51 Min.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/00/31/N |EW=13/38/11/E |type=landmark |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4494036-1|LCCN=sh99010424|VIAF=234322935}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Templin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hermann Göring]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Templin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Zweiten Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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