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	<title>Cariboo-Goldrausch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T12:56:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Edhac-Edham am 3. Oktober 2024 um 12:11 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-03T12:11:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Barnard Express.jpg|mini|Barkerville (1865)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Great Cariboo Gold Company 1917.jpg|mini|Aktie der Great Cariboo Gold Company vom 1. Mai 1917]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cariboo-Goldrausch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines in einer Kette von Ereignissen, die zwischen etwa 1858 und 1900 mehrere hunderttausend Menschen in den Westen [[Kanada]]s brachten. Diese Kette setzte 1858 mit dem [[Fraser-Canyon-Goldrausch]] ein und fand ihren Höhepunkt mit dem [[Klondike-Goldrausch]] im [[Yukon (Territorium)|Yukon-Territorium]]. Der 1861 einsetzende Goldrausch im [[Cariboo Regional District|Cariboo-Gebiet]]&amp;lt;ref&amp;gt;Nicht zu verwechseln mit der englischen Bezeichnung Caribou für das [[Ren]].&amp;lt;/ref&amp;gt; in der zu dieser Zeit noch britischen Kolonie [[British Columbia]] brachte rund 100.000 Menschen in das abgelegene Gebiet. Hauptort war [[Barkerville (British Columbia)|Barkerville]], das aber, im Gegensatz zu anderen Goldgebieten, hauptsächlich Europäer anzog, weniger US-Amerikaner. Dies hing mit dem dort wütenden [[Sezessionskrieg]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Cariboo-Goldrausch hängt aufs engste mit dem [[Fraser-Canyon-Goldrausch]] am [[Fraser River]] zusammen, der 1858 begann. Dabei entwickelte sich [[Vancouver]] zu einem zentralen Sammelplatz für Goldsucher aus [[Kalifornien]], die per Schiff stromaufwärts bis [[Yale (British Columbia)|Yale]] fuhren. Immer wieder kamen Gerüchte auf, irgendwo sei Gold gefunden worden, so auch im Cariboo-Gebiet. So machten sich Männer, die zu spät gekommen waren, um noch einen ertragreichen [[Claim (Bergrecht)|Claim]] bei Yale zu bekommen, wieder auf die Suche. Obwohl bereits 1859 Gold am [[Horsefly Creek]] durch Peter Dunlevy gefunden wurde, dem im nächsten Jahr Goldfunde am Keithley und Antler Creek folgten, begann der eigentliche Goldrausch erst 1861.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Auftakt ==&lt;br /&gt;
Mit Bekanntwerden der Goldfunde, verstärkt durch neue Funde am William’s Creek (1862), wälzte sich ein Strom von Goldsuchern nordwärts. [[Billy Barker]] war einer der ersten erfolgreichen Goldsucher im Cariboo-Gebiet und so entstanden neue Orte wie das nach ihm benannte Barkerville, [[Keithley Creek]], [[Quesnel Forks]], [[Antler (British Columbia)|Antler]], [[Richfield (British Columbia)|Richfield]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Webarchiv |text=The Cariboo Gold Rush Towns, Richfield |url=http://www.bcheritage.ca/cariboo/towns/rchfld.htm |wayback=20090520094123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Quesnel (British Columbia)|Quesnel]], [[Fort Alexandria]] und [[Horsefly (British Columbia)|Horsefly]]. Sie wurden binnen weniger Monate aus dem Boden gestampft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Goldsucher, die noch drei Jahre vorher dem [[Fraser-Canyon-Goldrausch]] zwischen [[Lillooet (British Columbia)|Lillooet]] und Yale gefolgt waren, zogen nun weiter über die &amp;#039;&amp;#039;[[Cariboo Road]]&amp;#039;&amp;#039; nordwärts. Andere jedoch folgten Nachrichten von Goldfunden um Colville oder in [[Colorado]], am Rock Creed oder Big Bend. Viele der Amerikaner am Fraser kehrten in die USA zurück, die vom Bürgerkrieg zerrissen waren. Daher war die Beteiligung der Amerikaner am Cariboo-Goldrausch erheblich geringer als am Fraser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cariboo war für viele wiederum nur eine Zwischenetappe zu weiteren Goldfunden (Omineca, Stikine). Wahrscheinlich zogen binnen weniger Jahre mehr als 100.000 Männer in diese dünn besiedelte Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anreise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goldfunde und die Geschichten reich gewordener Glücksritter erreichten schnell Europa und die Ostküste Nordamerikas. Nur wenige konnten es sich leisten, per Schiff nach [[Panama]] zu segeln, die Landenge zu überqueren und von [[Darién]] aus nordwärts zu segeln. Viele nahmen daher die lange, beschwerliche und gefährliche Fahrt um [[Kap Hoorn]] in Kauf. Die meisten fuhren jedoch nach [[Québec]] und [[New York City|New York]]. Von dort fuhr man nach [[Saint Paul (Minnesota)|Saint Paul]] in [[Minnesota]], dann ging es über [[Winnipeg]] und die [[Rocky Mountains]] westwärts. Für die einen ging es per Floß oder Boot den Fraser hinunter nach [[Quesnel (British Columbia)|Quesnel]], für die anderen den [[Thompson River (British Columbia)|Thompson River]] nach [[Kamloops]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolgreiche Lenkungsversuche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cariboo Road.jpg|mini|Abschnitt der Cariboo Road (ca. 1867/68)]]&lt;br /&gt;
Um zu verhindern, dass zahllose, unberechenbare Männer unkontrolliert nach Norden eilten, und um zugleich den Zugang für Europäer zu erleichtern, bauten die [[Royal Engineers]] 1861 bis 1865 die [[Cariboo Road]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Cariboo Wagon Road&amp;#039;&amp;#039; genannt). Sie verband den Fraser bei [[Yale (British Columbia)|Yale]] – ab dort war der Fluss nicht mehr schiffbar – über die Lakes Route und [[Lillooet (British Columbia)|Lillooet]] durch das Tal des Thompson River mit [[Ashcroft (British Columbia)|Ashcroft]]. Von dort ging es weiter nach [[Clinton (British Columbia)|Clinton]], [[100 Mile House]] und [[Williams Lake (British Columbia)|Williams Lake]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Weg bot der Regierung mehrere Vorteile. Zum einen verschaffte sie sich Einnahmen durch Lizenzgebühren, die beim Besteigen der Schiffe auf [[Vancouver Island]] anfielen. Zum anderen kam es zu weniger Provokationen der [[First Nations|Indianer]], die sich gegen die rücksichtslosen und besitzgierigen Zuwanderer zu wehren versuchten. Auch scheiterte ein privater Versuch, von der Westküste her einen Weg durch das Chilcot-Gebiet zu bauen, an der rauen Natur und dem Widerstand der [[Homalco]] und [[Chilcotin]]-Indianer ([[Chilcotin-Krieg|Chilcotin War]]). Nach den Erfahrungen am Fraser River war die Regierung entschlossen, eine Wiederholung dieses Chaos und der Ausbrüche von Gewalt zu verhindern, und vor allem, um die weitere Zuwanderung von Amerikanern einzudämmen. Die [[Hudson’s Bay Company]], die zu dieser Zeit noch eine bedeutende Macht im Westen des späteren Kanada war, fürchtete nicht zu Unrecht, dass dies zu einer Annexion des Gebietes führen konnte, so, wie die Company bereits 1849 ihre Forts im [[Oregon Country]] südlich des 49. Breitengrads verloren hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Barkerville BC - Church.jpg|mini|Die anglikanische Kirche St. Saviour]]&lt;br /&gt;
So war es der Regierung wichtig, für „zivilisierte“ Verhältnisse zu sorgen. Die ersten Priester kamen 1861 in die Region; Katholiken, Anglikaner, Methodisten und andere nahmen ihre Dienste in Anspruch. Barkerville besaß bereits 1864, ein Jahr nach seiner Entstehung, feste Häuser und ein Krankenhaus, das bis in die 1930er Jahre das einzige nördlich von [[Kamloops]] blieb. Es gab unter den zwanzig [[Saloon]]s immerhin einige mit Musikzimmern, und 1867 eröffnete sogar eine Konzerthalle, dazu kam ein Debattierclub, eine [[Freimaurerloge]], eine Wohltätigkeitsvereinigung, eine [[literarische Gesellschaft]] und sogar eine Bibliothek (1864).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennys Saloon, der heute noch existiert, gibt einen guten Eindruck vom Lebensstil der Zeit. Er besteht aus zwei Räumen, von denen der eine einen Tisch mit vier Stühlen enthält und der andere eine Bar – kaum Platz für viel mehr als 10 bis 15 Männer. Im Gegensatz zu [[Victoria (British Columbia)|Victoria]] öffneten die hiesigen Saloons jedoch erst ab 20 Uhr. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, funktionierte die britische Rechtswahrungsstrategie besser als die amerikanische in Kalifornien.&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue of Sir Matthew Baillie Begbie.jpg|mini|Erinnerung an Richter Begbie, 845 Cambie Street, Vancouver]]&lt;br /&gt;
Das war eines der Verdienste von Gouverneur [[James Douglas (Gouverneur)|James Douglas]]. Er machte das Goldschürfen von einer Genehmigung abhängig, unterhielt eine Polizeitruppe und ein Gericht. Der Richter [[Matthew Baillie Begbie]] erhielt den Beinamen „der hängende Richter“. Er schreckte weder vor Todesurteilen noch vor Zwangsarbeit zurück und nahm, zum Schrecken vieler Kalifornier, die Aussagen von Indianern und Chinesen genauso ernst wie die aller anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Beispiel findet sich hier: [http://www.barkerville.com/vol2/blssing1.htm Barkerville, Williams Creek, Cariboo].&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ihn, den Juristen aus England, hatte Douglas angefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Seine sonstigen Fertigkeiten verblassten hinter dem Erfolg seiner Amtsführung. Er war nämlich auch Kartenzeichner und verstand sich auf [[Mathematik]], er unterrichtete, war [[Diplomat]] und Naturliebhaber.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar brachte der Brand von Barkerville im Jahr 1868 enorme Schäden, doch die Bewohner bauten die Stadt zügig wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Frederic Dally: &amp;#039;&amp;#039;The Great Fire of Barkerville – 1868. An account of the destruction by fire of the town of Barkerville.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.barkerville.com/vol10/bville_burns.html online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ende von Barkerville, der Wiederaufbau und Gegenwartsgold ==&lt;br /&gt;
Barkerville schrumpfte nach dem Ende der Goldfunde zunächst langsam. Zugleich wanderten Chinesen zu, deren Zahl im Cariboo-Gebiet nach Aussage des dortigen Abgeordneten Charles Wilson zwischen 1881 und 1884 von 200 bis 300 auf 1100 bis 1200 anstieg. Sie erwarben manche der verlassenen Claims, zogen es aus Sparsamkeit vor, die verlassenen zu nutzen. Sie setzten sich, trotz Gewaltanwendung, gegen den Widerstand seitens der Weißen durch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Canada. Commission royale sur l&amp;#039;immigration chinoise: Rapport sur l&amp;#039;immigration chinoise rapport et témoignages&amp;#039;&amp;#039;, Juli 1884, S. 65f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch um 1900 war die Stadt eine [[Geisterstadt]], ähnlich wie Bullion oder Antler Creek. Als während der [[Weltwirtschaftskrise]] die [[Goldpreis]]e in die Höhe schnellten, lohnte sich wieder eine gewisse Explorationstätigkeit, so dass die Stadt für einige Jahre wieder erstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 beschloss die Regierung, die Goldgräberstadt wieder aufzubauen. Das heute „Barkerville Historic Town“ genannte Touristikprojekt, das in der Nähe des alten Barkerville entstand, ist zugleich ein jahrelanges Forschungsprojekt gewesen, aus dem minutiöse Rekonstruktionen erwachsen sind. Einige der Häuser wurden gekauft und restauriert, um dann an den neuen Ort verbracht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Skygold Ventures Ltd.&amp;#039;&amp;#039;, ein Unternehmen aus [[Vancouver]], das Edelmetalle in Nordamerika sucht, und &amp;#039;&amp;#039;Wildrose Resources Ltd.&amp;#039;&amp;#039; unterhalten die Spanish-Mountain-Liegenschaft, die sich nahe der historischen Goldgräberstadt Barkerville befindet. Gold wurde dort erstmals 1933 in [[Quarz]]adern an der Nordwestseite auf Spanish Mountain entdeckt. Vereinzelte Explorationen wurden bis 1947 durchgeführt. Doch erst 1970 wurden neue Bohrungen vorgenommen, und man fand dort reichlich Kupfer. Seit 2002 ist klar, dass dort immer noch sehr viel Gold liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Beverley Boissery, Bronwyn Short: &amp;#039;&amp;#039;Beyond Hope. An Illustrated History of the Fraser and Cariboo Gold Rush.&amp;#039;&amp;#039; Dundurn Press, Toronto u. a. 2003, ISBN 1-55002-471-X.&lt;br /&gt;
* Marie Elliott: &amp;#039;&amp;#039;Gold and Grand Dreams. Cariboo East in the Early Years.&amp;#039;&amp;#039; Horsdal &amp;amp; Schubart, Victoria 2000, ISBN 0-920663-71-0.&lt;br /&gt;
* Don Waite: &amp;#039;&amp;#039;The Cariboo Gold Rush Story.&amp;#039;&amp;#039; Big Country Books, Blaine WA 1987, ISBN 0-88839-202-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{TheCanadianEncyclopedia|id=cariboo-gold-rush|title=Cariboo Gold Rush}}&lt;br /&gt;
* [http://www.barkerville.com/nwarch.htm The Cariboo Sentinel - Barkerville Now &amp;amp; Then]&lt;br /&gt;
* [http://www.cariboogoldrush.com/map.htm Karte]&lt;br /&gt;
* [http://epe.lac-bac.gc.ca/100/205/301/ic/cdc/roadhouses/default.htm &amp;#039;&amp;#039;Cariboo Gold Rush Roadhouses (1863-1900)&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte British Columbias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Goldbergbaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Kanada)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Edhac-Edham</name></author>
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