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	<title>Carbimazol - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T02:48:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carbimazol&amp;diff=1254673&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carbimazol&amp;diff=1254673&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-24T04:23:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = [[Datei:Ethyl 3-methyl-2-thioxo-2,3-dihydro-1H-imidazole-1-carboxylate 200.svg|Strukturformel von Carbimazol]]&lt;br /&gt;
| Freiname        = Carbimazol&lt;br /&gt;
| Andere Namen    = * Ethyl 3-methyl-2-thioxoimidazolin-1-carboxylat ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
* Carbimazolum ([[Latein]])&lt;br /&gt;
| Summenformel    = C&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|22232-54-8}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = 244-854-4&lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = 100.040.762&lt;br /&gt;
| PubChem         = 31072&lt;br /&gt;
| ChemSpider      = 28829&lt;br /&gt;
| DrugBank        = DB00389&lt;br /&gt;
| ATC-Code        = {{ATC|H03|BB01}}&lt;br /&gt;
| Wirkstoffgruppe = [[Thyreostatikum]]&lt;br /&gt;
| Wirkmechanismus = Iodisationshemmstoff&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = weißes bis gelblich weißes, kristallines Pulver&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ph. Eur.&amp;quot;&amp;gt;{{EDQM|C0465000|Name=CARBIMAZOLE CRS|Abruf=2009-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse    = 186,23 [[Gramm|g]]·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat        = fest&lt;br /&gt;
| Dichte          = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = 122–125 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ph. Eur.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt      = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &lt;br /&gt;
| pKs             = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = schwer löslich in Wasser, löslich in [[Aceton]] und [[Ethanol]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ph. Eur.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Alfa&amp;quot;&amp;gt;{{Alfa|L08218|Name=Ethyl 3-methyl-2-thionoimidazoline-1-carboxylate, 97%|Abruf=2016-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme-klein|07}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = Achtung&lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|302|319|317 }}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|261|280|264|305+351+338|301+312|363|321|333+313|337+313|501}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Alfa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| MAK             = &lt;br /&gt;
| ToxDaten        = {{ToxDaten |Typ=LD50 |Organismus=Ratte |Applikationsart=oral |Wert=800 mg·kg&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; |Bezeichnung= |Quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ph. Eur.&amp;quot; /&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carbimazol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Cyclische Verbindungen|cyclisches]] [[Thioharnstoff]]-[[Derivat (Chemie)|Derivat]], welches zur Gruppe der [[Thyreostatikum|Thyreostatika]] gehört und zur symptomatischen Therapie einer Überfunktion der [[Schilddrüse]] ([[Hyperthyreose]]) eingesetzt wird. Carbimazol ist ein [[Prodrug]] und wird unmittelbar nach der Resorption in seine Wirkform [[Thiamazol]] umgewandelt. Es wurde als Thyreostatikum 1954, 1957 und 1958 von &amp;#039;&amp;#039;Natural Resources Development Corporation&amp;#039;&amp;#039; [[patent]]iert und ist als Generikum zur Anwendung in der [[Humanmedizin|Human-]] und [[Veterinärmedizin]] im Handel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RÖMPP Online&amp;quot;&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-03-00414|Name=Carbimazol|Abruf=2014-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Angaben ==&lt;br /&gt;
=== Anwendungsgebiete (Indikationen) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Hyperthyreose besteht ein Überschuss an [[Thyroxin]] (T&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) und [[Triiodthyronin]] (T&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) in den Zielorganen der Schilddrüsenhormonwirkung, da die Schilddrüse  mehr Schilddrüsenhormone produziert als der Organismus benötigt. Man spricht von einer „Überfunktion“, welche am häufigsten hervorgerufen wird durch die [[Autoimmunerkrankung]] [[Morbus Basedow]] (mit und ohne  [[endokrine Orbitopathie]]) sowie durch die [[Schilddrüsenautonomie]]. Seltene Ursachen sind die [[Thyreoiditis de Quervain]] und die [[iatrogen]]e Überdosierung von Schilddrüsenhormonen.&lt;br /&gt;
;Carbimazol eignet sich:&lt;br /&gt;
* zur [[Symptomatische Therapie|symptomatischen Behandlung]] der Hyperthyreose bei Morbus Basedow und bei Autonomie. Eine [[Euthyreose|euthyreote]] [[Schilddrüse]]nfunktion und nach einer begrenzten Therapiedauer eine Dauerremission sind das Ziel der Therapie. Eine [[Remission (Medizin)|Remission]] über 1&amp;amp;nbsp;Jahr lässt sich bei weniger als der Hälfte der Patienten erreichen.&lt;br /&gt;
* bei allen Formen der Hyperthyreose zur Operationsvorbereitung. Hier kann durch eine zeitlich begrenzte Dauer der Vorbehandlung (etwa drei bis vier Wochen, im Einzelfall länger) eine euthyreote Stoffwechsellage hergestellt werden, die das Operationsrisiko senkt.&lt;br /&gt;
* zur Vorbereitung einer geplanten [[Radiojodtherapie]], besonders bei schweren Hyperthyreoseformen (da es in Einzelfällen nach Radiojodtherapie der unvorbehandelten Hyperthyreose zu [[Hyperthyreose|thyreotoxischen Krisen]] gekommen ist).&lt;br /&gt;
* nach einer Radiojodbehandlung zur Überbrückung der Zeit bis zum vollen Einsetzen der Radiojodwirkung (4–6&amp;amp;nbsp;Monate).&lt;br /&gt;
* ausnahmsweise zur langfristigen Therapie einer Hyperthyreose, wenn definitive Behandlungsmaßnahmen wegen des Allgemeinzustandes des Patienten nicht durchführbar sind und wenn Carbimazol in niedriger Dosierung gut vertragen wird.&lt;br /&gt;
* zur vorbeugenden Anwendung des Arzneimittels bei [[Anamnese|anamnestisch]] bekannter oder latenter Hyperthyreose und [[Autonomes Adenom|autonomen Adenomen]], wenn zur [[Radiologie#Diagnostische Radiologie|diagnostischen Röntgenuntersuchung]] [[iod]]haltige [[Kontrastmittel|Röntgenkontrastmittel]] erforderlich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fachinformation Carbimazol sanofi aventis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenanzeigen (Kontraindikationen) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung mit Carbimazol ist kontraindiziert bei einer  Überempfindlichkeit gegen den [[Arzneistoff]], gegen Thiamazol beziehungsweise gegen andere Thioharnstoffderivate, bei einer früheren Knochenmarkschädigung nach einer Therapie mit Carbimazol oder [[Thiamazol]], bei einer Verminderung der [[Neutrophiler Granulozyt|neutrophilen Granulozyten]] im [[Blut]]  ([[Neutropenie]]) in der [[Anamnese]], bei bestehender [[Cholestase]] sowie in der Schwangerschaft bei zusätzlicher Therapie mit Schilddrüsenhormonen. Eine Kontraindikation besteht bei einer [[Brustbein|retrosternaler]] [[Struma]] wegen der Gefahr der Kompression der [[Luftröhre|Trachea]] durch Zunahme des Drüsenvolumens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Antikoagulantien, orale – Thyreostatika&lt;br /&gt;
: Bei Patienten, die mit [[Peroral|oralen]] [[Antikoagulation|Antikoagulantien]] eingestellt sind, kann der Beginn einer Behandlung mit Thyreostatika die [[Hämostase|blutgerinnungshemmende Wirkung]] im Verlauf einiger Tage abschwächen; [[Thrombose|thromboembolische Komplikationen]] können auftreten. Bei Gabe von oralen Antikoagulantien an Patienten, die mit Thyreostatika euthyreot eingestellt sind, ist keine Wechselwirkung zu erwarten.&lt;br /&gt;
: Bei jeder Veränderung des Schilddrüsenhormon-Status durch Beginn oder Ende einer Therapie mit Thyreostatika, einer [[Radiojodtherapie]] oder durch veränderte Dosierung von Thyreostatika müssen die Blutgerinnungsparameter ([[International Normalized Ratio|INR]]) besonders engmaschig überwacht und die Dosis des Antikoagulans nach Bedarf angepasst werden.&lt;br /&gt;
* Herzglykoside – Thyreostatika&lt;br /&gt;
: Hyperthyreote Patienten weisen eine relative Resistenz gegen die Wirkung von [[Herzglykoside]]n auf. Sie benötigen daher höhere Herzglykosid-[[Dosis|Dosen]], um die gleiche therapeutische Wirkung zu erzielen. Möglicherweise ist bei hyperthyreoten Patienten die Elimination der Herzglykoside beschleunigt. In einer Studie verursachte Thiamazol jedoch keine veränderte Pharmakokinetik von [[Digoxin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hyperthyreose wird  im Allgemeinen durch die [[Schwangerschaft]] positiv beeinflusst.&lt;br /&gt;
Im ersten [[Trimenon]] ist die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion oft unumgänglich. In der Schwangerschaft können unbehandelte Hyperthyreosen zu gravierenden  Komplikationen  wie Frühgeburten und Missbildungen des Neugeborenen  führen.  Ebenso führt die mütterliche Hypothyreose – infolge einer falsch dosierten Pharmakotherapie –  zu erhöhten [[Fehlgeburt|Abortraten]]. Der aktive Metabolit von Carbimazol  passiert die [[Plazenta]]schranke und erreicht im fetalen Blut gleiche Konzentrationen wie im [[maternal]]en Serum, was bei unangemessener Dosierung zu [[Struma]]bildung und Hypothyreose beim Feten sowie zu einem erniedrigten Geburtsgewicht führen kann. Es wurde wiederholt über Kinder von mit Thiamazol behandelten Müttern berichtet, die mit einer partiellen [[Aplasia cutis congenita]] im Kopfbereich geboren wurden, die nach wenigen Wochen spontan abheilte.&lt;br /&gt;
Eine thyreostatische Therapie während der Schwangerschaft muss deshalb in der niedrigsten  noch wirksamen Dosierung  erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thiamazol geht in die [[Muttermilch]] über und kann dort eine dem mütterlichen Serumspiegel&lt;br /&gt;
entsprechende Konzentration erreichen, so dass die Gefahr einer Schilddrüsenunterfunktion&lt;br /&gt;
beim Säugling besteht. In der [[Stillen|Stillzeit]] gilt [[Propylthiouracil]] bei &amp;#039;&amp;#039;strenger Indikationsstellung&amp;#039;&amp;#039; als das Arzneimittel der Wahl, da die Konzentration in der Muttermilch  aufgrund einer höheren [[Proteinbindung|Eiweißbindung]] im Blut höchstens ein Zehntel der mütterlichen Serum-Konzentration beträgt. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sind eine besonders sorgfältige Überwachung von Mutter und Kind  erforderlich. Die [[Thyreotropin|TSH]]-Werte sollten sehr gering oder nicht messbar sein, und die Parameter der freien Schilddrüsenhormone sollten sich im oberen Normalbereich befinden. Eine Kombination von Carbimazol mit Thyroxin während der Schwangerschaft und Stillzeit ist obsolet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.der-arzneimittelbrief.de/Jahrgang1999/Ausgabe03Seite20b.htm |wayback=20140116203141 |text=&amp;#039;&amp;#039;Behandlung der Hyperthyreose in der Schwangerschaft&amp;#039;&amp;#039; }}. Arzneimittelbrief 1999; 33, 20b.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unerwünschte Arzneimittelwirkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Nebenwirkungen sind [[dosis]]abhängig und werden deshalb vor allem in den ersten acht Behandlungswochen und speziell bei Überdosierung beobachtet. Leichtere Reaktionen bilden sich oft zurück, auch wenn die thyreostatische Therapie fortgesetzt wird. Bei normaler Dosierung von Carbimazol können folgende [[Nebenwirkung|unerwünschte Arzneimittelwirkungen]] vorkommen:&lt;br /&gt;
* Häufig: [[Arzneimittelexanthem]], [[Allergie|allergische Hautreaktion]], [[Juckreiz|Pruritus]] (Juckreiz), [[Nesselsucht]] (Urtikaria), [[Übelkeit]], [[Kopfschmerz]]en, [[Arthralgie|Gelenkschmerzen]], mückenstichähnliche [[Quaddel]]n&lt;br /&gt;
* Gelegentlich: [[Ödem]]e, [[Vaskulitis]], [[Speicheldrüse]]nschwellung&lt;br /&gt;
* Selten: [[Ageusie]], [[Arzneimittelfieber]],  gestörter [[Geschmackssinn]], [[Parageusie]], [[Agranulozytose]]&amp;lt;ref&amp;gt;Tavintharan S. et al.&amp;#039;&amp;#039;Carbimazole-induced agranulocytosis--a report of 2 recent cases.&amp;#039;&amp;#039; Singapore Med J. 1997 Sep;38(9):386-7.PMID  9407764.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sehr selten: [[Haarausfall|Alopecia]], [[Angiitis]], [[Hypoglykämie]], generalisierte [[Dermatitis]], [[Dysosmie]], [[Lupus erythematodes]], [[Verdauungstrakt|gastrointestinale Störungen]], [[Hepatitis#Toxische Hepatitis|toxische Hepatitis]], [[Cholestase|cholestatischer]] [[Ikterus]], [[Insulin-Autoimmunsyndrom]] (mit starkem Abfall des Blutzuckerwertes), generalisierte [[Lymphadenopathie]], [[Thrombopenie]], [[Panzytopenie]], [[Myalgie|Muskelschmerzen]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nebenwirkungen bei DocCheck Pillbox und SCHOLZ Datenbank&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologische Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Wirkungsmechanismus (Pharmakodynamik) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carbimazol ist ein schwefelhaltiges Thyreostatikum und ist ein [[Prodrug]], welcher bei der Resorption und im Blutkreislauf schnell und praktisch vollständig – unter Abspaltung der labilen Ethoxycarbonyl-Gruppe – zu einer äquimolaren Menge [[Thiamazol]] (Methimazol) biotransformiert wird. Auf Gewichtsbasis entsprechen daher 10&amp;amp;nbsp;mg Carbimazol ungefähr 6–7&amp;amp;nbsp;mg Thiamazol. Dieser aktive Metabolit wirkt als &amp;#039;&amp;#039;Iodisationshemmer&amp;#039;&amp;#039;, welcher die [[Thyreoperoxidase]] (Schilddrüsenperoxidase) [[Kompetitive Hemmung|kompetitiv hemmt]] und somit einerseits die Oxidation von [[Iodide|Iodid]] zu elementarem [[Iod]] (Iodisation) und als Folge davon den Einbau von Iod in die Thyrosylreste des [[Thyreoglobulin]]s sowie deren Kombination zu T&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; beziehungsweise T&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; verhindert. Neben diesen, für alle Thioimidazol-Derivate typischen Wirkungen, weist Carbimazol noch eine besondere Eigenschaft auf: es blockiert das Enzym [[Dehalogenase]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fasebj.org/cgi/content/full/18/13/1574 &amp;#039;&amp;#039;Iodotyrosine dehalogenase 1 (DEHAL1) is a transmembrane protein involved in the recycling of iodide close to the thyroglobulin iodination site&amp;#039;&amp;#039;] [[The FASEB Journal]]. 2004;18:1574-1576.&amp;lt;/ref&amp;gt; das die Rückgewinnung von nicht ausgeschüttetem organischem Iod ermöglicht. Dadurch wird das [[intrathyreoidal]]e Iod allmählich eliminiert, und es stellt sich eine [[Iodavidität]] in der Schilddrüse ein. Daher kann bei Katzen eine Radiojodtherapie jederzeit mit Carbimazol ersetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peterson ME, Aucoin DP.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Comparison of the disposition of carbimazole and methimazole in clinically normal cats.&amp;#039;&amp;#039; Res Vet Sci. 1993 May;54(3):351-5, PMID 8337482.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahme und Verteilung im Körper (Pharmakokinetik) ===&lt;br /&gt;
[[Peroral|Oral]] verabreichtes Carbimazol wird rasch und zu 90&amp;amp;nbsp;bis 100&amp;amp;nbsp;Prozent aus dem Darm [[Resorption|resorbiert]] und danach im Blutkreislauf durch [[Hydrolyse]] und [[enzym]]atischer [[Decarboxylierung]] in seine Wirkform Thiamazol [[Biotransformation|biotransformiert]]. Nach Einnahme von 60&amp;amp;nbsp;mg Carbimazol werden innerhalb von 1–2&amp;amp;nbsp;Stunden maximale Plasmaspiegel von 0,2–1,0&amp;amp;nbsp;μg/l erreicht. Das [[Verteilungsvolumen]] beträgt ungefähr 0,5&amp;amp;nbsp;l/kg und die [[Proteinbindung|Plasmaproteinbindung]] wird mit 40&amp;amp;nbsp;Prozent angegeben. Die [[Plasmahalbwertszeit]] beträgt – je nach [[Individuum]] – 4 bis 12&amp;amp;nbsp;Stunden. Thiamazol wird nach der Verabreichung rasch in der [[Schilddrüse]] angereichert, wo es nur langsam metabolisiert wird. In der Schilddrüse wird Thiamazol durch Schwefel[[oxidation]] und in der Leber durch [[Glucuronidierung]] inaktiviert. Die Stoffwechselprodukte werden vorwiegend mit dem Urin, aber auch [[Galle|biliär]] eliminiert. Bei Leberinsuffizienz ist aufgrund eines geringeren Metabolismus die Plasmaclearance vermindert und die [[Eliminationshalbwertszeit]] verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uni Leipzig]]: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Pharmakologie der Schilddrüse &amp;#039;&amp;#039;|url=http://www.uni-leipzig.de/~biophys/fach2/schilddr.pdf |wayback=20140424192348 |format=PDF; 183&amp;amp;nbsp;kB }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung in der Veterinärmedizin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carbimazol und sein aktiver Metabolit Thiamazol (Handelsnamen u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Felimazole&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt; ad us. vet.&amp;#039;&amp;#039;) werden zur Langzeit-Therapie bei [[Feline Hyperthyreose|feliner Hyperthyreose]] und zur präoperativen Stabilisierung bei feliner Hyperthyreose vor einer Thyreoidektomie eingesetzt. Der [[ATC-Code|ATC-Vet]] ist {{ATC|Q|H03BB02}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Feline Hyperthyreose}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nach § 1 in Verbindung mit Anlage 1 der Verordnung über Stoffe mit pharmakologischer Wirkung ist die Anwendung von „Stoffen mit thyreostatischer Wirkung wie Thiouracile, Thioimidazole, Thiohydantoine für Einhufer, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Geflügel, Haar- und Federwild für alle Anwendungsgebiete“ ausgeschlossen. Daher gibt es auch keine zulässigen Höchstmengen; der Nachweis von Rückständen führt unabhängig von der Höhe des Befundes zur Strafverfolgung. Die mißbräuchliche Anwendung von Thyreostatika als Masthilfsmittel wird im Rahmen des Nationalen Rückstandskontrollplans überwacht.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueberwachung/07_NRKP/lm_nrkp_node.html | wayback=20140927160220 | text=&amp;#039;&amp;#039;Nationaler Rückstandskontrollplan für Lebensmittel tierischen Ursprungs&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsnamen ==&lt;br /&gt;
;[[Monopräparat]]e&lt;br /&gt;
Carbistad (A), Néo-Mercazole (CH), sowie Generika (D)&lt;br /&gt;
;Tiermedizin&lt;br /&gt;
Vidalta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=W. Forth et al.|Titel=Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie|Auflage=9.|Verlag=URBAN &amp;amp; FISCHER|Ort=München|Datum=2005|ISBN=3-437-42521-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Heinz Lüllmann, Klaus Mohr, Lutz Hein|Titel=Pharmakologie und Toxikologie|Auflage=16.|Verlag=Thieme|Ort=Stuttgart|Datum=2006|ISBN=3-13-368516-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Vetpharm|22232-54-8|Name=Carbimazol|Abruf=2012-08-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thyreostatikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carbamat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imidazolin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thioharnstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethylester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:N-Alkylamid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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