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	<title>Capsicum pubescens - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:13:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Capsicum_pubescens&amp;diff=279114&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seysi am 16. Januar 2026 um 08:46 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-16T08:46:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Capsicum pubescens&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Hipólito Ruiz Lopez|Ruiz]] &amp;amp; [[José Antonio Pavón y Jiménez|Pav.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Paprika&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Capsicum&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Nachtschattengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Solanaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Nachtschattenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Solanales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Euasteriden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Ripe-manzanos.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Rocoto mit reifen Früchten&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039; ([[Paprika]]), die vor allem in [[Mittelamerika|Mittel-]] und [[Südamerika]] bekannt ist. Der Namensbestandteil &amp;#039;&amp;#039;pubescens&amp;#039;&amp;#039; bedeutet behaart und weist auf die behaarten Blätter dieser Art hin. Die Pflanzen, aber vor allem auch die Früchte dieser Art werden oft als &amp;#039;&amp;#039;Rocoto&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Locoto&amp;#039;&amp;#039; (vor allem in [[Bolivien]], [[Peru]]) oder &amp;#039;&amp;#039;Chile Manzano&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Chile Peron&amp;#039;&amp;#039; (vor allem in [[Mexiko]]) bezeichnet. Da sie ein relativ hohes Alter erreichen und der Stamm schnell verholzt, werden sie gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;Baumchili&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Von allen [[Domestizierung|domestizierten]] Paprika-Arten ist diese am wenigsten verbreitet und systematisch am weitesten von allen anderen entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:C pubescens ssp flower2.jpg|mini|links|&amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; blühend]]&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Wie alle anderen Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039; wachsen die Pflanzen von &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; als [[Halbstrauch]], gelegentlich sind es auch kletternde Pflanzen. Die bis zu vier Meter hohen Pflanzen verholzen relativ schnell und werden bis zu 15 Jahre alt, vor allem im Alter wirken sie beinahe baumartig. Nachdem zunächst ein Trieb ausgebildet wird, verzweigt sich dieser in einer Höhe von etwa 30&amp;amp;nbsp;cm zum ersten Mal und bildet im Laufe des Wachstums durch weitere Teilung ein buschiges Erscheinungsbild. Später treiben weitere Triebe aus den Blattachseln aus. Einige Sorten weisen violette Verfärbungen an den Verzweigungen auf, wie sie auch bei anderen &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039;-Arten zu beobachten sind.&lt;br /&gt;
Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] besitzen einen 5 bis 12&amp;amp;nbsp;mm langen [[Blattstiel]] und eine eiförmige [[Blattspreite]], die 5 bis 12&amp;amp;nbsp;cm lang, 2,5 bis 4&amp;amp;nbsp;cm breit, an der Spitze spitz zulaufend und an der Basis keilförmig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem im Vergleich zu anderen Paprikas relativ hohen Alter unterscheidet sich &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; auch in vielen anderen Merkmalen sehr stark von verwandten Arten. Am auffälligsten ist die namensgebende Behaarung, die an Blättern, Stängeln und teilweise an den Kelchblättern der Blüten zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RocotoManzanoRojoCrop.jpg|mini|Blüten einer Rocoto Manzano Rojo]]&lt;br /&gt;
Die [[Blüte]]n erscheinen einzeln oder zu zweit (selten bis zu viert) in den Verzweigungen der Triebe und stehen an etwa 1&amp;amp;nbsp;cm langen [[Blütenstiel]]en, die sich an der Frucht auf etwa 4 bis 5&amp;amp;nbsp;cm verlängern. Der [[Kelchblatt|Kelch]] ist mit fünf dreieckig zugespitzten Zähnen besetzt, die an der Frucht eine Länge von etwa 1&amp;amp;nbsp;mm besitzen. Deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen kultivierten Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039; sind die blau-violett gefärbten [[Kronblatt|Kronblätter]], die zum Zentrum teilweise heller werden. Zwar kommen auch bei anderen Arten – beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Capsicum annuum]]&amp;#039;&amp;#039; – vereinzelt Sorten mit violetten Blüten vor, jedoch sind oft nur die Ränder der Blütenblätter gefärbt. Teilweise sind die Kronblätter haubenartig geformt, die miteinander verwachsenen Abschnitte der Kronblätter sind deutlich gefaltet. Die [[Staubblatt|Staubbeutel]] sind violett gefärbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte und Samen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Capsicum pubescens seeds.jpg|mini|Samen von &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; Chile de Seda]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Capsicum pubescens fruit.jpg|mini|Früchte von &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039;, obere Reihe: Chile de Seda, untere Reihe: Rocoto canario]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rocotosamen.jpg|mini|Aufgeschnittene Frucht mit Samen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Blüten entwickeln sich nach der Befruchtung in zirka 90 Tagen reife Früchte. Die Früchte sind 5 bis 8&amp;amp;nbsp;cm breit und 7 bis 9&amp;amp;nbsp;cm lang, die Form variiert sehr stark. So gibt es Sorten, deren Früchte dreimal so lang wie breit sind, aber auch Früchte, die 1,5-mal so breit wie lang sind, kommen vor. Vor allem die peruanischen Sorten mit länglichen Früchten weisen eine deutlich ausgeprägte Schulter auf, die in Sorten, deren Ursprung weiter nördlich liegt, nicht zu beobachten ist. Die Spitze aller Früchte ist stumpf, in den kürzeren Früchten ist sie oftmals eingedrückt. Die Farbe der reifen Früchte reicht vom kräftigen Gelb über Orange bis hin zu Dunkelrot und sogar Bräunlich. In vielen Sorten ist eine Verfärbung der Früchte zu schwarz zu beobachten, bevor sie ihre endgültige Färbung erreichen. Die Früchte haben ein sehr ausgeprägtes Aroma, welches oft als „tropisch“ beschrieben wird und sind sehr [[Geschmackliche Schärfe|scharf]]. In den meist zwei bis vier Samenkammern befindet sich eine hohe Anzahl von braun-schwarzen [[Same (Pflanze)|Samen]]. Die Mehrzahl der Samen sind gegenüber dem Stielansatz am oberen Ende der Frucht mit der [[Plazenta (Botanik)|Plazenta]] verbunden; an den Seitenwänden sind nur wenige Samen zu finden. Die dunkle Färbung der Samen ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu anderen kultivierten Paprika-Arten, die ausschließlich weißliche bis hellgelbe Samen besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 24.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Paprika#Inhaltsstoffe|Inhaltsstoffe der Paprika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich vor allem in der Zusammensetzung der Schärfe verursachenden [[Capsaicin]]oide von anderen scharfen Paprika. Während bei anderen Arten Capsaicin mit bis zu 80 % der Capsaicinoide dominiert, ist bei &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; eine fast ebenso hohe Konzentration an Dihydrocapsaicin festzustellen. Während in der [[Plazenta (Botanik)|Plazenta]] die Konzentration von beiden Capsaicinoiden nahezu gleich ist, ist das Verhältnis bei einer Analyse der ganzen Frucht zu Dihydrocapsaicin verschoben. Auch die Konzentration von Nordihydrocapsaicin – einem weiteren wichtigen Capsaicinoid – ist überdurchschnittlich hoch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collins94&amp;quot;&amp;gt;M. Collins und P. Bosland: &amp;#039;&amp;#039;Rare and Novel Capsaicinoid Profiles in Capsicum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Capsicum and Eggplant Newsletter&amp;#039;&amp;#039;, Volume 13, 1994. Seiten 48–51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese unterschiedliche Zusammensetzung der Capsaicinoide wird die Schärfe der &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; anders wahrgenommen als die Schärfe anderer scharfer Paprika. Da selbst geübte Chili-Esser meist nur wenig [[Toleranz (Medizin)|Toleranz]] gegenüber Dihydrocapsaicin und Nordihydrocapsaicin ausgebildet haben, wird die Schärfe oft verhältnismäßig intensiv wahrgenommen. Jedoch kann es ebenso vorkommen, dass diese Empfindlichkeit deutlich geringer ist und die Rocoto nur als mäßig scharf empfunden wird. Je nach Quellen liegt die Schärfe zwischen 30.000 und 100.000 [[Scoville-Skala|Scoville-Einheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Wachstumsbedingungen ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Capsicum pubescens map.png|mini|Länder, die &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; kommerziell anbauen]]&lt;br /&gt;
Die Art ist nur aus der Kultur bekannt. Belege domestizierter Pflanzen der Art reichen mehrere tausend Jahre zurück. Angebaut wurde sie unter anderem im [[Inka]]reich, dort war sie die häufigste &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039;-Art. Die Verbindung zum Inka-Reich ist noch heute bewahrt: der Name &amp;#039;&amp;#039;Rocoto&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Quechua]] &amp;#039;&amp;#039;ruqutu (roqoto)&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; wird in größerem Rahmen nur in den Hochlagen Boliviens, Perus, Ecuadors, Kolumbiens, im Norden Chiles, in Mittelamerika und in den südlichen Gebirgsregionen Mexikos angebaut. In Südamerika gehört die Art neben den ebenfalls dort beheimateten &amp;#039;&amp;#039;[[Capsicum baccatum]]&amp;#039;&amp;#039; zu den wichtigsten Paprika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anbau in Europa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Capsicum pubescens 6weeks.jpg|mini|Sechs Wochen alte Jungpflanze &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; Rocoto Rojo]]&lt;br /&gt;
In Europa wird &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; nicht kommerziell angebaut. Grund dafür sind die längere Reifezeit, die allgemeine Empfindlichkeit der Pflanzen und die fehlende Verwendbarkeit in der europäischen Küche. Jedoch steigt das Interesse an der Pflanze unter Hobbyzüchtern zunehmend; Samen werden privat getauscht oder sind über Spezialanbieter erhältlich. &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; ist besser an die relativ kühlen Nächte des mitteleuropäischen Klimas angepasst als andere Capsicum-Arten. Pflanzen sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden; ein halbschattiger Platz ist ideal. Bei regelmäßigen, aber nicht zu starken Wasser- und Düngergaben ist bereits im ersten Jahr mit einer Ernte zu rechnen. Bei zu schlechten Umweltbedingungen wirft die Pflanze Blüten und auch junge Früchte ab. Werden die Pflanzen im kühlen und hellen Innenraum überwintert und im Frühjahr zurückgeschnitten, fällt die Ernte im zweiten und in den folgenden Jahren meist umfangreicher aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039; gehört die Art zu der Gruppe mit einer [[Chromosom]]enzahl von 2n=24. Untersuchungen des [[Karyotyp]]s platzieren die Art nahe zu &amp;#039;&amp;#039;[[Capsicum eximium]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Capsicum cardenasii]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Capsicum tovarii]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese Arten ähneln sich durch teilweise bis komplett lila-violette Blüten sowie bräunliche bis schwarze nierenförmige oder unregelmäßig geformte Samen. Mit Ausnahme der großen und farblich variablen Früchte von &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; besitzen alle Arten kleine, rot gefärbte, kugelförmige Früchte. Die enge Beziehung der Arten konnte auch durch erfolgreiche Kreuzung der Arten &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Capsicum eximium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Capsicum cardenasii&amp;#039;&amp;#039; gezeigt werden. Die so entstandenen Hybriden erzeugten jeweils fertile Nachkommen. Keine der drei Arten konnte jedoch erfolgreich mit &amp;#039;&amp;#039;Capsicum tovarii&amp;#039;&amp;#039; gekreuzt werden. [[Phylogenetik|Phylogenetische]] Untersuchungen der DNA zeigten jedoch eine enge Verwandtschaft zwischen &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Capsicum tovarii&amp;#039;&amp;#039;, wohingegen &amp;#039;&amp;#039;Capsicum eximium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Capsicum cardenasii&amp;#039;&amp;#039; weiter von &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; gestellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Moscone07&amp;quot;&amp;gt;Eduardo A. Moscone et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Evolution of Chili Peppers (Capsicum - Solanaceae): A cytogenic Perspective&amp;#039;&amp;#039;. In: D.M. Spooner et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Solanaceae VI: Genomics Meets Biodiversity&amp;#039;&amp;#039;, ISHS Acta Horticulturae 745, Juni 2007. ISBN 978-90-6605-427-1. Seiten 137–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen der durchschnittlichen Fruchtgröße in verschiedenen traditionellen Anbaugebieten stellte Eshbaugh fest, dass die Früchte von Pflanzen außerhalb Boliviens im Durchschnitt größer werden. Daraus schloss er, dass die bolivianischen &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; sowohl biologisch als auch geographisch näher an der Ur-&amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; liegen, als anderswo domestizierte Pflanzen der Art. Die genaue Herkunft kann jedoch nicht mit Gewissheit bestimmt werden. Obwohl bisher keine Wildform gefunden werden konnte und nur kultivierte oder halbwilde Pflanzen existieren, geht man davon aus, dass &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; eine eigene Art bildet. Durch die lange Domestizierung und damit durch menschliche Selektion wurden die Früchte der Pflanzen mit der Zeit größer, die Wildform selbst gilt als ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art ist ein Beispiel für den sogenannten [[Gründereffekt]]: Durch die geringe geographische Verbreitung und die kaum vorhandene Überschneidung mit den Verbreitungsgebieten anderer &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039;-Arten ist die Population auf einen unvollständig repräsentierten [[Genpool]] zurückzuführen. Aus diesem Grund blieb die Variabilität innerhalb der Art sehr gering, so dass deutlich weniger Sorten als bei anderen domestizierten Paprika entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Canned chile manzano.jpg|mini|„Chile Manzano“-[[Konserve]], mexikanisches Produkt]]&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Früchte der &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; können in der Küche wie andere Chilis eingesetzt werden. Viele Gerichte, beispielsweise [[Salsa (Sauce)|Salsa]], erhalten durch sie eine besonders fruchtige und exotische Note. In der [[Südamerikanische Küche|süd-]] und [[Mittelamerikanische Küche|mittelamerikanischen Küche]] wird oft eine Kombination aus Chilis der Art &amp;#039;&amp;#039;C. baccatum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;C. pubescens&amp;#039;&amp;#039; benutzt, wobei erstere den Stellenwert eines [[Gewürz]]es, letztere den eines [[Gemüse]]s einnehmen. Die Schärfe der „Gemüse-Chilis“ kann dabei reguliert werden, indem man die Früchte nach Entfernen von Plazenta und Samen mehrfach abwechselnd in Salz- und Zuckerwasser bis kurz vor den Siedepunkt erwärmt und anschließend das Wasser abgießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist werden die Früchte frisch verkauft, jedoch findet man auch Glas- und Dosenkonserven mit Rocoto oder Chile Manzano, meistens als halbierte Früchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Arica]] im Norden Chiles wurde eine Solartrockenanlage errichtet, in der den Früchten das Wasser mit Sonnenenergie entzogen wird, da normales Lufttrocknen durch das dicke Fruchtfleisch nicht funktioniert. Die Anlage hat eine Länge von 18&amp;amp;nbsp;Metern, von denen 10&amp;amp;nbsp;Meter als Trockenfläche genutzt werden, und kann während eines Trockenzyklus von drei Tagen 60&amp;amp;nbsp;kg frischer Früchte verarbeiten. Nach dem Trocknen haben diese Früchte ein Gesamtgewicht von nur noch 6,4&amp;amp;nbsp;kg. Die getrockneten Früchte werden pur oder in Öl eingelegt verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pepperwold&amp;quot;&amp;gt;[http://www.pepperworld.com/reisen/chile_rocoto.htm Chilis in Chile - In der Heimat der Rocoto] bei pepperworld.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mai 2003 besteht ein Einfuhrverbot von in Mexiko angebauten &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubesencs&amp;#039;&amp;#039; in die [[USA]], weil in importierten Früchten Fliegenlarven der Familie [[Tephritidae]] – einem Schädling, der vor allem [[Zitrusfrüchte]] bedroht – entdeckt worden waren. Eine Einfuhrbeschränkung besteht aus dem gleichen Grunde für alle anderen Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Capsicum&amp;#039;&amp;#039;. Zur Kontrolle werden 4 % aller in die Zitrusfrüchte-anbauenden Bundesstaaten [[Arizona]], [[Kalifornien]], [[Florida]], [[Louisiana]] und [[Texas]] und 2 % aller in die übrigen US-Bundesstaaten importierten Paprika-Früchte auf Larvenbefall untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rocoto relleno ===&lt;br /&gt;
[[Datei:rocoto vor dem Füllen.jpg|mini|Rocoto vor dem Füllen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bekannteste Rezept für Rocotos stammt aus Arequipa, dem Süden Perus. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Rocoto relleno&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „gefüllter Rocoto“. Es ähnelt den aus Ungarn bekannten gefüllten Paprika oder den in Mexiko zu findenden &amp;#039;&amp;#039;Chiles rellenos&amp;#039;&amp;#039;. Neben der Schärfe ist auch die Füllung der Früchte in den jeweiligen Gerichten sehr unterschiedlich. Für Rocoto relleno werden über Nacht in Milch eingelegte Rocoto-Hälften mit einer Masse aus Hackfleisch, hartgekochten und gewürfelten Eiern gefüllt und mit Käse überbacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hot Sauce ===&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit unter den Chilisaucen ist die &amp;#039;&amp;#039;2Hot Rocoto Sauce&amp;#039;&amp;#039; einer Firma aus [[Miami]], Florida nicht nur durch den Einsatz der Rocotofrüchte. Die Firma wirbt damit, dass ihre Sauce ohne [[Essig]] als [[Konservierungsmittel]] auskommt und zu 99 % aus Fruchtfleisch besteht. Die einzigen Zusätze sind [[Speisesalz|Salz]], [[Vitamin C]] und [[Xanthan]]. Durch den hohen Gehalt an Fruchtfleisch wird eine relativ hohe Schärfe ohne den Einsatz von Chilikonzentrat erreicht. Offiziell wird die Sauce nur in den USA verkauft, gelegentlich ist sie auch in deutschsprachigen Internetshops zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Sorten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Siehe auch [[Liste der Paprika- und Chilisorten]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rocoto verde.JPG|mini|Unreife Rocoto]]&lt;br /&gt;
Wie bei vielen Chili- und Paprikasorten ist eine eindeutige Zuordnung durch [[Hybride|Hybridisierung]], Neuzüchtungen und Phantasienamensgebungen durch Samenanbieter und Hobbygärtner nicht möglich. So wird zum Beispiel die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rocoto Manzano&amp;#039;&amp;#039; meist für Pflanzen mit roten, runden Früchten benutzt, man findet aber auch gelbe, runde Früchte unter diesem Namen. Zudem ist diese unter Hobbygärtnern recht verbreitete Bezeichnung eine Mischung aus der bolivianischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rocoto&amp;#039;&amp;#039; und der mexikanischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Chile Manzano&amp;#039;&amp;#039; (Apfelchili). Letztere sind jedoch zumeist gelb, meistens rund, aber gelegentlich auch länglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Sortenüberblick führt die meist häufigsten Benennungen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chile de Seda&amp;#039;&amp;#039;: gelbe, längliche Früchte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rocoto Canario&amp;#039;&amp;#039; (Kanarienfarbiger Rocoto): gelbe, runde Früchte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rocoto Manzano&amp;#039;&amp;#039; (Apfelrocoto): rote oder orange, runde Früchte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rocoto Peron&amp;#039;&amp;#039; (Birnenrocoto): rote, längliche Früchte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rocoto Rojo&amp;#039;&amp;#039; (roter Rocoto): rote, runde Früchte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Sortenbezeichnungen, die meist einer der oben genannten Gruppen zugeordnet werden können, sind unter anderem: Rocoto Aji, Rocoto Amarillo, Rocoto Caballo (Pferdechili). Gerade in Hobbygärtnerkreisen ist es üblich, eigene Namen zu vergeben, die auf den Ursprung (das Land oder teilweise auch die Stadt) der Samen hindeuten, zum Beispiel Rocoto Peru, Rocoto Bolivia, Rocoto Mexico oder Alberto&amp;#039;s Locoto, nach dem Spender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Art &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039; wurde 1799 von [[Hipólito Ruiz Lopez]] und [[José Antonio Pavón]] erstmals in &amp;#039;&amp;#039;Flora Peruviana, et Chilensis&amp;#039;&amp;#039; Band 2 Seite 30 beschrieben, aber lange Zeit kaum beachtet. Im „Missouri Botanical Garden Bulletin“ aus dem Jahr 1950 schätzte [[Charles M. Rick]] die Art als von „zweifelhaften Wert für die Vereinigten Staaten, weder für die Kultivierung [...] noch für züchterische Zwecke“ ein. Erst seit W. Hardy Eshbaugh die Art 1979 genauer untersuchte, steigerte sich das Interesse der Wissenschaft. Unter anderem durch seine Arbeiten konnten Beziehungen zu mehreren [[Anden|andinen]] Wildarten festgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwähnung in Erzählungen ==&lt;br /&gt;
Die [[Chavín de Huántar|Chavin]] waren ein südamerikanisches Volk, das schon vor Ankunft der Spanier in Amerika durch die Inkas erobert und vernichtet wurde. Die zehn „Legenden von [[Ancash]]“ der Chavin wurden 1961 nach langjähriger Recherche durch [[Marcos Yauri Monteros]] veröffentlicht. Die Sage „Rocoto de Peron“ erzählt von einem Hirten, der nach dem Verzehr einer Rocoto in tiefen Schlaf fällt und in einer unterirdischen Welt erwacht, deren Einwohner unsterblich sind, da sie kein Salz essen. Der Hirte lebt eine Zeitlang in der Unterwelt, schläft aber schließlich wieder ein und erwacht dort, wo er einst eingeschlafen war. Nachdem er zu seinem Dorf, wo man ihn bereits für tot gehalten hatte, zurückgekehrt war, erschien ihm im Traum ein Bewohner der unterirdischen Welt und verkündet ihm, dass er unsterblich bleibe, solange er kein Salz esse. Der Hirte ignorierte die Warnung und starb kurze Zeit darauf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ancash&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://dowbrigade.com/VillaMaria/legends/ |text=Legends of Ancash |wayback=20060623101959}}&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 15. März 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Belege ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Charles M. Rick]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.botanicus.org/page/939979 Capsicum pubescens, a little-known pungent pepper from Latin America].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Missouri Botanical Garden Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, Band 36, 1950. S. 36–42.&lt;br /&gt;
* Michael Nee: &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Flora de Veracruz&amp;#039;&amp;#039;, Fasciculo 49, 1986,  ISBN 84-89600-04-X, S. 28–30.&lt;br /&gt;
* [[William Hardy Eshbaugh]]: &amp;#039;&amp;#039;Biosystematic and evolutionary study of the Capsicum pubescens complex.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Research reports.&amp;#039;&amp;#039; 1970 Projects. National Geographic Society, Washington DC 1979, {{ISSN|0077-4626}}, S. 143–162.&lt;br /&gt;
* Hugh Popenoe u. a.: &amp;#039;&amp;#039;[http://newton.nap.edu/books/030904264X/html/R1.html Lost Crops of the Incas, Little-Known Plants of the Andes with Promise for Worldwide Cultivation.]&amp;#039;&amp;#039; National Academy Press, Washington DC 1989, ISBN 0-309-04264-X (Online).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=29603363|WissName=Capsicum pubescens|ProjektID=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Capsicum pubescens|&amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Nachtschattengewaechse/capsicum.htm#Baum- Chili Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* [http://www.chili-balkon.de/sorten/rocoto.htm Beschreibung der &amp;#039;&amp;#039;Capsicum pubescens&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.pepper-king.com/chilis/der_rocoto-bericht.htm Der Rocoto-Bericht] Pflanzenbeschreibung aus „Sicht der Pflanze“&lt;br /&gt;
* [http://www.rocoto.com/ Englischsprachige Seite über Rocotos], unter anderem mit Beschreibung der erfolgreichen Kreuzung mit &amp;#039;&amp;#039;C. cardenasii&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|26. Mai 2006|17108039}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paprika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Capsicum|Pubescens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paprika (Lebensmittel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seysi</name></author>
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