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	<title>Cantharidenpflaster - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cantharidenpflaster&amp;diff=255358&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 16. Januar 2026 um 05:13 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cantharidenpflaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kantharidenpflaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, früher auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blasenpflaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Magdalena Frühinsfeld: &amp;#039;&amp;#039;Anton Müller. Erster Irrenarzt am Juliusspital zu Würzburg: Leben und Werk. Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie bis Anton Müller.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Würzburg 1991, S. 9–80 (&amp;#039;&amp;#039;Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;) und 81–96 (&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Psychiatrie in Würzburg bis Anton Müller&amp;#039;&amp;#039;), hier: S. 143–144.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist ein Pflaster, das mit einer Salbe aus dem getrockneten und gemahlenen „Spanischen Käfer“ (auch „[[Spanische Fliege]]“) &amp;#039;&amp;#039;Lytta vesicatoria&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Cantharis vesicatoria&amp;#039;&amp;#039; bestrichen ist. Die [[Hautblase]]n verursachenden Cantharidenpflaster&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 440 (zu &amp;#039;&amp;#039;plater&amp;#039;&amp;#039;, intra- oder subepidermoidealer Hohlraum, in: „so machet [das Kantharidenpflaster] platern vnd seret die haut abe“).&amp;lt;/ref&amp;gt; kamen durch die [[arabische Medizin]] nach Europa, wo sie seit dem Mittelalter als sogenanntes [[Ausleitende Verfahren|ausleitendes Verfahren]] eingesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Spanische Fliege“ ist ein südeuropäischer Vertreter der [[Ölkäfer]] und produziert ein starkes Reizgift, dessen wesentlicher Bestandteil das &amp;#039;&amp;#039;[[Cantharidin]]&amp;#039;&amp;#039; ist. Bekannt ist neben der lokalen Anwendung auch die Verwendung der Käferextrakte als tödliches Gift (als Ersatz für den [[Schierlingsbecher]]) im alten Griechenland sowie der verbreitete Glaube an die [[Aphrodisiakum|aphrodisierende]] Wirkung der Substanz in Südeuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Cantharidenpflaster sollen durchblutungsfördernd und lymphstrombeschleunigend wirken. Das Pflaster verbleibt im Allgemeinen 8–12 Stunden auf der Hautstelle und erzeugt nach einigen Stunden eine örtliche blasige Hautentzündung, welche meistens ohne Narbenbildung abheilt. Oft bleiben Verfärbungen zurück. Die Gewebsflüssigkeit, die in die Blasen austritt, soll „Schlacken“, Gifte und Schmerzmediatoren mit sich nehmen. Manchmal wird die Cantharidenpflasteranwendung in Analogie zu den blutigen [[Ausleitungsverfahren]] als „weißer Aderlass“ bezeichnet. Cantharidenpflaster werden [[alternativmedizin]]isch hauptsächlich bei arthritischen, rheumatischen, arthrotischen und neuralgischen Schmerzen eingesetzt. Manche Behandler empfehlen sie außerdem gegen Entzündungen im Kopf- und Halsbereich, kleinkindliche [[Mittelohrentzündung]]en, [[Scharlach]], [[Multiple Sklerose]], [[Gicht]], [[Neurodermitis]], [[Depressionen]], [[Bluthochdruck]] und weitere Krankheiten und berufen sich auf ähnliche Methoden der indischen Volksmedizin, bei denen Asche, Meerrettich, Pfeffer etc. in die Haut eingerieben wird; ferner auf [[Hippokrates von Kos]] und auf altrömische Mediziner. Die gelegentlich praktizierte [[intramuskulär]]e Injektion der Blasenflüssigkeit soll die Reizwirkung verstärken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der [[Evidenzbasierte Medizin|evidenzbasierten Medizin]] liegen keine Nachweise für Heilwirkungen des bereits von [[Oreibasios]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Müller: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen über die bisher gerühmtesten empirischen Mittel in psychischen Krankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Anthropologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Heft 1, 1823, S. 197–227, hier: S. 226 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; angewendeten Verfahrens vor, die über eine Wirkung als [[Placebo]] hinausgehen; da die Anwendung signifikante Risiken birgt – so kann es zu Nierenreizungen und bei nachlässiger Wundbehandlung oder Abwehrschwäche zu gefährlichen Infektionen kommen, vor allem bei der o.&amp;amp;nbsp;g. tiefen intramuskulären Injektion – sollte es nicht mehr angewendet werden. Cantharidenpflaster gibt es nicht als [[Fertigarzneimittel]], sondern werden als Individualrezeptur in der Apotheke angefertigt. Eine [[Rezeptur]]vorschrift für Cantharidenpflaster (lat. &amp;#039;&amp;#039;Emplastrum Cantharides&amp;#039;&amp;#039;) enthielt die 6. Ausgabe des Deutschen Arzneibuchs ([[Arzneibuch#Deutsches Arzneibuch|DAB 6]], 1926–1964). Die Kosten betragen ca. 25,- Euro und werden von den [[Deutschland|deutschen]] gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Alternativmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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