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	<title>Campanile Basso - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T12:07:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Campanile_Basso&amp;diff=940173&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuhni74: /* Alpinismus */Compton hieß m.W. weder Newton noch Norton?!</title>
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		<updated>2025-04-28T08:13:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Alpinismus: &lt;/span&gt;Compton hieß m.W. weder Newton noch Norton?!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
| NAME             =&lt;br /&gt;
| NAME-ZUSATZ      = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guglia di Brenta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| BILD             = Brenta_064.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG = Bergsteigergruppe auf dem Sentiero delle Bocchette Centrali, im Hintergrund die Ostwand der Guglia (Campanile Basso)&lt;br /&gt;
| HÖHE             = 2883&lt;br /&gt;
| HÖHE-BEZUG       = IT&lt;br /&gt;
| LAGE             = [[Trentino]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
| GEBIRGE          = [[Sfulmini-Kette]], [[Brenta (Gebirge)|Brentagruppe]]&lt;br /&gt;
| POSKARTE         = Brenta&lt;br /&gt;
| SCHARTENHÖHE     = 2883-2620&lt;br /&gt;
| SCHARTE          = Bocchetta del Campanile Basso&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD      = 46/9/43.27/N&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD       = 10/53/37.91/E&lt;br /&gt;
| REGION-ISO       = IT-TN&lt;br /&gt;
| TYP              = [[Felsnadel]]&lt;br /&gt;
| GESTEIN          = [[Dolomia Principale]]&lt;br /&gt;
| ALTER            = [[Obertrias]]&lt;br /&gt;
| ERSTBESTEIGUNG   = 18. August 1899 durch [[Otto Ampferer]] und Karl Berger&lt;br /&gt;
| NORMALWEG        = Ampferer-Führe ([[Schwierigkeitsskala (Klettern)|UIAA V]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|2883|IT|link=true}}), insbesondere im deutschen und englischen Sprachraum auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guglia di Brenta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ital. „guglia“: Nadel) genannt, ist eine steil aufragende [[Felsnadel]] im zentralen Bereich der [[Brenta (Gebirge)|Brentagruppe]]. Er ist ihr bekanntester Klettergipfel und wurde 1899 erstmals bestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die 300 m hohe Nadel liegt in der [[Sfulmini-Kette]] im Verbindungskamm zwischen [[Cima Brenta Alta]] ({{Höhe|2960|IT}}) und [[Torre di Brenta]] ({{Höhe|3014|IT}}), getrennt durch die beiden [[Scharte (Geographie)|Scharten]] &amp;#039;&amp;#039;{{Lang|it|Bocchetta di Campanile Alto}}&amp;#039;&amp;#039; im Norden und die &amp;#039;&amp;#039;{{Lang|it|Bocchetta di Campanile Basso}}&amp;#039;&amp;#039; im Süden. Der Klettersteig [[Bocchette-Weg#Zentraler Bocchette-Weg|Via delle Bocchette Centrali]] quert die Ostwand und verbindet so die beiden Scharten. Als Ausgangspunkt für eine Besteigung dienen die umliegenden Hütten [[Rifugio Pedrotti]], [[Rifugio Brentei]] und [[Rifugio Angelo Alimonta|Rifugio Alimonta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Beim Namen Campanile Basso handelt es sich um ein [[Oronym]], das auf seine Form und Beschaffenheit Bezug nimmt. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Campanile]]&amp;#039;&amp;#039; schließt aber möglicherweise einen religiösen Bezug mit ein, da die Brenta in der Reise- und Alpinliteratur des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts metaphorisch als eine „Kathedrale aus Stein und Fels“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Decarli18&amp;quot;&amp;gt;Riccardo Decarli: &amp;#039;&amp;#039;La toponomastica del Brenta e del Campanile Basso.&amp;#039;&amp;#039; In: Marco Benedetti, Riccardo Carlì (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso 1899–1999.&amp;#039;&amp;#039; Stampalith, Trient 1999, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name kristallisierte sich erst relativ spät in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts heraus. Bis dahin wurde der Campanile Basso nicht weiter von den angrenzenden Erhebungen unterschieden. Die Einwohner aus [[Molveno]] bezeichneten den zentralen Bereich der Brenta mit dem Campanile Basso als &amp;#039;&amp;#039;Massodì&amp;#039;&amp;#039;. Die dort liegenden Felsnadeln wurde allgemein als &amp;#039;&amp;#039;Campanili dei Massodì&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Sfulmini di Brenta&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Im Laufe der Zeit beschränkte sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Sfulmini&amp;#039;&amp;#039; (Dialekt für fulmini, im Deutschen „Blitze“), auf vier kleinere Felsspitzen auf der zwischen dem [[Campanile Alto]] und der [[Torre di Brenta]] gelegenen Croda dei Sfulmini.&amp;lt;ref&amp;gt;Vittorio Emanuele Fabbro: &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso: Storia delle ascensioni.&amp;#039;&amp;#039; S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch in dem von der [[Società degli Alpinisti Tridentini]] (SAT) herausgegebenen Jahrbuch von 1880/81 taucht der allgemeine Name &amp;#039;&amp;#039;Campanili dei Massodì&amp;#039;&amp;#039; auf. Im darauffolgenden Jahrbuch der SAT sprechen die beiden Autoren Annibale Apollonio und Alberto de Falkner in ihrer [[Toponomastik|toponomastischen]] Studie über die Brenta von einem &amp;#039;&amp;#039;Campanile di Brenta&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Decarli18&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst als klar war, dass es sich um zwei unterschiedliche Gipfel handelte, wurden zwei verschiedene Namen eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stenico13&amp;quot;&amp;gt;Marino Stenico, Gino Callin: &amp;#039;&amp;#039;Il Campanile Basso: Storia di una montagna.&amp;#039;&amp;#039; S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; So unterscheidet [[Edward Theodore Compton]] in seinem 1884 in der [[Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]] erschienen Beitrag über die Brentagruppe zwischen „Campanile alto“ und „Campanile basso“.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Theodore Compton: &amp;#039;&amp;#039;Topographisches und Touristisches über die Brenta-Gruppe&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1884, Band XV., Verlag des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Salzburg 1884, S. 199 ([https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/01_Alpenvereins-Publikationen/01_AV-Jahrbuch/AV_Jahrbuch_015.1884-web.pdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Alberto De Falkner verwendete die gleiche Namensgebung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stenico13&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 war es schließlich [[Karl Schulz (Jurist)|Karl Schulz]], der den Namen &amp;#039;&amp;#039;Guglia di Brenta&amp;#039;&amp;#039; einführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Riccardo Decarli: &amp;#039;&amp;#039;La toponomastica del Brenta e del Campanile Basso.&amp;#039;&amp;#039; S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Ansicht, dass eine deutlichere namentliche Unterscheidung den beiden unterschiedlichen Spitzen besser gerecht werde. Er begründete seine Wahl damit, dass die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Guglia&amp;#039;&amp;#039; (italienisch für Nadel) auch von Einheimischen verwendet werde und dass sie selbst in der Arbeit von Apollonio und de Falkner auftauche.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Die Brenta Gruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 323 Fußnote 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem von Schulz veröffentlichten Beitrag findet sich wenige Seiten weiter eine von Compton angefertigte Skizze des Sfulmini-Stocks mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Guglia di Brenta&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Die Brenta Gruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name &amp;#039;&amp;#039;Guglia di Brenta&amp;#039;&amp;#039; sollte sich in der Folge bei den deutsch- und englischsprachigen Alpinisten durchsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stenico13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere bei der von der [[Italienischer Irredentismus|Irredenta]]-Bewegung stark beeinflussten SAT fand der Name &amp;#039;&amp;#039;Guglia di Brenta&amp;#039;&amp;#039; keinen Anklang. Vielmehr sah man darin erneut einen [[Pangermanismus|pangermanistischen]] Vorstoß, in der Toponomastik der Brenta für Fakten zu sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Riccardo Decarli: &amp;#039;&amp;#039;La toponomastica del Brenta e del Campanile Basso.&amp;#039;&amp;#039; S. 19–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Irredentisten wurde deshalb die Beibehaltung des „italienischen Namens“ Campanile Basso zu einem politischen Programm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiss24&amp;quot;&amp;gt;Ewald Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso | Guglia di Brenta: 100 Jahre Alpingeschichte am Welträtsel aus Stein.&amp;#039;&amp;#039; S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Hissen der [[Flagge Italiens|Trikolore]] oder der schwarz-gelben Flagge der [[Habsburger]] auf dem Gipfelplateau wollte man die dementsprechenden Ansprüche noch unterstreichen. Kritiker hielten dem vor, dass die berühmte Felsnadel damit zu einem einfachen Fahnenmast verkümmert sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Riccardo Decarli: &amp;#039;&amp;#039;Quelle bandiere sul Campanile Basso: Nazionalismo e irredentismo nelle Dolomiti di Brenta.&amp;#039;&amp;#039; In: Marco Benedetti, Riccardo Carlì (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso 1899–1999.&amp;#039;&amp;#039; Stampalith, Trient 1999, S. 19–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alpinismus ==&lt;br /&gt;
Es waren Alberto de Falkner und Edward Theodore Compton, die die senkrechte Felsnadel als erste in ihren Bann zog, als sie 1882 den [[Crozzon di Brenta]] bestiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Benedetti, Anna Stenico: &amp;#039;&amp;#039;Quella piccola isola con alte e superbe sponde.&amp;#039;&amp;#039; S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Besteigungsversuch des bis dahin als unbesteigbar geltenden Campanile unternahmen am 12. August 1897 der Trentiner Bergsteiger Carlo Garbari mit dem [[Bergführer]] Antonio Tavernaro und dem Träger Nino Pooli.&amp;lt;ref&amp;gt;Marino Stenico, Gino Callin: &amp;#039;&amp;#039;Il Campanile Basso: Storia di una montagna.&amp;#039;&amp;#039; S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Garbari hatte im Jahr zuvor bei der Besteigung des benachbarten Campanile Alto den Campanile Basso aus der Nähe studiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiss24&amp;quot; /&amp;gt; Der schwierige Einstieg in die Wand, der nach wie vor eine der Schlüsselstellen ist, konnte von Pooli überwunden wurden. Der Seilschaft gelang es, bis zu einer kleinen Kanzel 35 m unter dem Gipfel vorzustoßen. Pooli, der erneut die Führung übernommen hatte, schaffte weitere 12 Meter, bevor er resigniert etwas mehr als 20 m unter dem Gipfelplateau des Campanile umkehren musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: &amp;#039;&amp;#039;Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia.&amp;#039;&amp;#039; S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Mezzo secolo di alpinismo&amp;#039;&amp;#039; berichtet [[Tita Piaz]], dass Garbari mit einer Pistole in der Hand Pooli zur Überwindung des letzten Hindernisses noch angestachelt haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=John Middendorf |url=https://www.sherpa-gate.com/grandi-storie/campanile-basso-di-brenta/ |titel=Campanile Basso di Brenta |werk=sherpa-gate.com |datum=2022-04-25 |sprache=it |abruf=2024-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Enttäuscht hinterließ Garbari einen Zettel in der Wand, der den Nachfolgern mehr Glück wünschte und wandte sich fortan von der Kletterei ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Marco Benedetti, Anna Stenico: &amp;#039;&amp;#039;Quella piccola isola con alte e superbe sponde.&amp;#039;&amp;#039; S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstbesteigung gelang zwei Jahre später [[Otto Ampferer]] und Karl Berger, allerdings erst im zweiten Anlauf. Ampferer und Berger stiegen am 16. August 1899 in die Wand ein. Noch bevor sie den Wandfuß erreichten, verletzte sich Otto Melzer, so dass die Seilschaft auf Ampferer und Berger zusammenschrumpfte, da [[Wilhelm Hammer (Geologe)|Wilhelm Hammer]] beim verletzten Melzer zurückblieb. Als sie Spuren des Besteigungsversuches von 1897 fanden, glaubten sie schon, dass der Berg bestiegen sei. Erst als sie die Nachricht von Garbari fanden, war ihnen klar, dass noch niemand auf dem Gipfel gestanden war. Wie ihre Vorgänger blieben Ampferer und Berger jedoch im Endstück der Wand stecken. Ampferer erkannte aber eine begehbare Alternativroute, so dass sie nach ihrem Abstieg und einem Ruhetag auf der Tosahütte einen neuen Versuch starteten. Ein Sturz Bergers noch im unteren Wanddrittel hätte fast auch diesen Versuch zunichtegemacht. Aber Ampferer, der den Sturz mit seinem Körper auffing, hielt trotz blutender Nase durch. Er übernahm sogar die Führung und überwand auch das letzte noch unerklommene und später nach ihm benannte Wandstück unterhalb des Gipfels.&amp;lt;ref&amp;gt;Marino Stenico, Gino Callin: &amp;#039;&amp;#039;Il Campanile Basso: Storia di una montagna.&amp;#039;&amp;#039; S. 21–26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Euphorisch schmetterten die beiden Erstbesteiger auf dem Gipfelplateau der Guglia di Brenta das Lied „[[Die Wacht am Rhein]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ewald Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso | Guglia di Brenta: 100 Jahre Alpingeschichte am Welträtsel aus Stein.&amp;#039;&amp;#039; S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Wiederholung gelang im Juli 1900 Hans Leberle und [[Hans Pfann (Bergsteiger)|Hans Pfann]]. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges waren es vor allem deutsche und österreichische Alpinisten, die die Guglia di Brenta bestiegen. Bis zum Sommer 1913 hatten die berühmte Felsnadel 301 Personen erklommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vittorio Emanuele Fabbro: &amp;#039;&amp;#039;Trent’anni di attività alpinistica sul Campanil Basso (Dolomiti di Brenta).&amp;#039;&amp;#039; S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Ruhm hatten vor allem ihre Besteiger beigetragen. Wer Rang und Namen hatte, wollte sich im Gipfelbuch des Campanile Basso bzw. der Guglia di Brenta verewigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ewald Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso | Guglia di Brenta: 100 Jahre Alpingeschichte am Welträtsel aus Stein.&amp;#039;&amp;#039; S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 war Tita Piaz der erste Trentiner, der den Campanile betrat. [[Vineta Mayer]] war am 11. August 1903 die erste Frau und die insgesamt erst achte Person auf der Guglia. Einem ihrer beiden Bergführer, Josef Ostler, sollte zwei Wochen später die erste Solobegehung gelingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CAI242&amp;quot;&amp;gt;Gino Buscaini, Ettore Castiglioni: &amp;#039;&amp;#039;Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia.&amp;#039;&amp;#039; S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 durchstieg [[Paul Preuß (Alpinist)|Paul Preuß]] im Alleingang erstmals die Ostwand. Die erste Wiederholung der Preußroute gelang erst 13 Jahre später.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiss28&amp;quot;&amp;gt;Ewald Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso | Guglia di Brenta: 100 Jahre Alpingeschichte am Welträtsel aus Stein.&amp;#039;&amp;#039; S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 bildeten Alice Damesme und Micheline Morin die erste Damenseilschaft. 1940 wurde die tausendste Begehung verzeichnet. Am 24. Februar 1949 gelangen [[Bruno Detassis]] und Serafino Serafini die erste Winterbegehung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CAI242&amp;quot; /&amp;gt; Detassis hatte bereits 1933 zusammen mit Nello Mantovani die ersten Nachtbegehung durchgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiss28&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten Toten gab es 1909 zu verzeichnen, als der Chemnitzer Studienrat Gustav Barthel beim Versuch, eine neue Route am letzten Wandstück zu eröffnen, abstürzte. Bis zur kriegsbedingten Unterbrechung der Begehungen 1914 verunglückten noch zwei weitere Bergsteiger an der Guglia di Brenta. Der wohl bekannteste Unfall ereignete sich 1927, als Pino Prati mit seinem Seilkameraden vom Campanile Basso abstürzte. Prati hatte ein Jahr zuvor den ersten alpinistischen Führer der &amp;#039;&amp;#039;Dolomiti di Brenta&amp;#039;&amp;#039; in italienischer Sprache veröffentlicht. Auch deshalb war sein Name eng mit dem der Brenta verbunden. Mit seinem tödlichen Unfall erfuhr die alpinistische Erschließung in der Brenta ein Zäsur, zu einem Zeitpunkt, als man in den Dolomiten Routen im [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|VI. Schwierigkeitsgrad]] eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Riccardo Decarli: &amp;#039;&amp;#039;La grande stagione.&amp;#039;&amp;#039; In: Franco de Battaglia, Alberto Carton, Ugo Pistoia (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dolomiti di Brenta.&amp;#039;&amp;#039; Cierre Edizioni, Verona 2013, ISBN 978-88-8314-648-0, S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte der 1970er Jahre waren an der berühmten Felsnadel in der Brenta etwa ein Dutzend Alpinisten tödlich verunglückt.&amp;lt;ref&amp;gt;Marino Stenico, Gino Callin: &amp;#039;&amp;#039;Il Campanile Basso: Storia di una montagna.&amp;#039;&amp;#039; S. 34–35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits über 5500 Bergsteiger den Gipfel erfolgreich erklommen. Der Campanile Basso war von allen Seiten in allen nur denkbaren Routen erschlossen worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CAI242&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;3&amp;quot; heights=&amp;quot;180px&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Otto Ampferer.jpg|Otto Ampferer&lt;br /&gt;
 Torre di Brenta, Compton.jpg|Die Guglia di Brenta im Sfulmini-Stock nach einer Zeichnung von Edward Theodore Compton&lt;br /&gt;
 Vineta Mayer (cropped).jpg|Vineta Mayer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anstiege ==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Ampferer-Führe&amp;#039;&amp;#039; ([[Normalweg]]), Schwierigkeit [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|UIAA V]], 270 [[Höhenmeter]], (Erstbegeher [[Otto Ampferer]], Karl Berger am 18. August 1899)&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Fehrmannverschneidung&amp;#039;&amp;#039;, SW-Verschneidung, V-, 350&amp;amp;nbsp;m ([[Oliver Perry-Smith]] (Seilerster), [[Rudolf Fehrmann]], am 27. August 1908)&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Preußwand&amp;#039;&amp;#039;, Ostwand, V, 110&amp;amp;nbsp;m, ([[Paul Preuß (Alpinist)|Paul Preuß]] &amp;#039;&amp;#039;[[Free Solo|Free-Solo-Begehung]]&amp;#039;&amp;#039; am 28. Juli 1911)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gipfelbuch ==&lt;br /&gt;
Das [[Gipfelbuch]] wurde erst 1903 von der zwölften Seilschaft, bestehend aus den Boznern Alois Wieser, Toni Obrist und Josef Mahlknecht, auf die Guglia gebracht. Dabei wurden auch die ersten elf Besteigungen nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vittorio Emanuele Fabbro: &amp;#039;&amp;#039;Trent’anni di attività alpinistica sul Campanil Basso (Dolomiti di Brenta).&amp;#039;&amp;#039; S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den bei der SAT aufbewahrten Gipfelbüchern des Campanile Basso finden sich Einträge von zahlreichen bekannten Alpinisten und Persönlichkeiten, darunter beispielsweise [[Albert I. (Belgien)|Albert I. von Belgien]], [[Kurt Albert (Bergsteiger)|Kurt Albert]], [[Armando Aste]], [[Hermann Buhl]], [[Riccardo Cassin]], [[Ettore Castiglioni]], [[Emilio Comici]], [[Kurt Diemberger]], [[Hans Dülfer]], [[Anderl Heckmair]], [[Toni Kinshofer]], [[Cesare Maestri]], [[Sergio Martini]], [[Günther Messner]], [[Hans Steger (Bergsteiger)|Hans Steger]], [[Lionel Terray]], [[Renzo Videsott]] oder [[Paula Wiesinger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Società degli Alpinisti Tridentini – Biblioteca della Montagna –  Archivio Storico SAT (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Elenco – inventario: Libretti di vetta nr. 1 - 784.&amp;#039;&amp;#039; Trient 2024, S. 10–11 ([https://www.sat.tn.it/wp-content/uploads/2024/04/Libretti-di-vetta-agg-febbraio-2024.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Schulz (Jurist)|Karl Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Brenta Gruppe.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Erschliessung der Ostalpen: III. Band Die Centralalpen östlich vom Brenner und die südlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Eduard Richter]]. Verlag des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Berlin 1894, S. 296–349 ([https://archive.org/details/bub_gb_ALtDAAAAYAAJ/page/296/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Vittorio Emanuele Fabbro: &amp;#039;&amp;#039;Trent’anni di attività alpinistica sul Campanil Basso (Dolomiti di Brenta).&amp;#039;&amp;#039; In: Società Alpinisti Tridentini – Sezione del Club Alpino Italiano (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;XXV Annuario 1929–30.&amp;#039;&amp;#039; Scotoni, Trient 1930, S. 47–98 ([https://www.sat.tn.it/wp-content/uploads/2021/04/Annuario-SAT-25-1929-30_compressed.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* Marino Stenico, Gino Callin: &amp;#039;&amp;#039;Il Campanile Basso: Storia di una montagna.&amp;#039;&amp;#039; Manfrini, Calliano 1975.&lt;br /&gt;
* Gino Buscaini, [[Ettore Castiglioni]]: &amp;#039;&amp;#039;Dolomiti di Brenta. Guida dei Monti d’Italia.&amp;#039;&amp;#039; [[Club Alpino Italiano]]/[[Touring Club Italiano]], Mailand 1977.&lt;br /&gt;
* Annette Köhler, Norbert Memmel: &amp;#039;&amp;#039;Kletterführer Dolomiten&amp;#039;&amp;#039;. Serie Rother Selection, [[Bergverlag Rother]], München 1993, ISBN 3-7633-3015-1.&lt;br /&gt;
* Marco Benedetti, Riccardo Carlì (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso 1899–1999.&amp;#039;&amp;#039; Stampalith, Trient 1999.&lt;br /&gt;
* Ewald Weiss: &amp;#039;&amp;#039;Campanile Basso | Guglia di Brenta: 100 Jahre Alpingeschichte am Welträtsel aus Stein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;DAV Panorama.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 5/1999, S. 23–30. &lt;br /&gt;
* Stefan Wagenhals &amp;amp; Freunde: &amp;#039;&amp;#039;Dolomiten vertikal – Band Nord&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Leonberg 2008, ISBN 978-3-934650-07-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.girovagandointrentino.it/puntate/2003/inverno_2002_2003/campiglio/campanil_basso.htm |text=Die Eroberung des Campanile Basso |wayback=20040816154334}} (italienisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.summitpost.org/mountain/rock/151122/campanile-basso-di-brenta.html Campanile Basso] auf summitpost.org (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.dolomitiunesco.info/attivita/campanile-basso-1897-1899-2 Il Campanile Basso – 12 agosto 1897 – 18 agosto 1899] auf dolomitiunesco.info (italienisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4584354-5|VIAF=244737409}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brenta (Gebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Trentino]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in den Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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