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	<title>Camilo Torres - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Camilo_Torres&amp;diff=158122&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-03-22T06:43:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Camilo Torres.jpg|mini|Camilo Torres]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Camilo Torres Restrepo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Februar]] [[1929]] in [[Bogotá]]; † [[15. Februar]] [[1966]] in [[San Vicente de Chucurí]], [[Departamento de Santander]]) war ein [[Kolumbien|kolumbianischer]], [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]] und [[Befreiungstheologie|Befreiungstheologe]]. Er wurde 1965 aktives Mitglied der [[Ejército de Liberación Nacional (Kolumbien)|Nationalen Befreiungsarmee]] (ELN), der ersten südamerikanischen [[Guerilla]]bewegung, die auch aktive Christen in ihren Einheiten hatte. Mit ihr wollte er gewaltsam eine gerechtere Sozialordnung in seinem Land erzwingen. Bei seinem ersten Kampfeinsatz kam er ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Camilo Torres stammte aus einer bürgerlichen Familie. Er wurde als Sohn des Arztes und ehemaligen Dekans der medizinischen Fakultät und zeitweiligen Rektors der [[Universidad Nacional de Colombia|Nationaluniversität von Kolumbien]] (UNC), Calixto Torres Umaña, geboren. Als Kind kam er zwischen 1931 und 1934 und in 1937 nach Deutschland, wo sein Vater kolumbianischer Konsul in Berlin war und besuchte später das [[Deutsche Schule Bogotá|Colegio Andino – Deutsche Schule]] in Bogotá. Nachdem er das Abitur am &amp;#039;&amp;#039;Liceo Cervantes&amp;#039;&amp;#039; in 1946 abgelegt hatte, begann er ein [[Jurastudium]] und verlobte sich. In [[Exerzitien]] entschloss er sich jedoch, Priester zu werden und studierte Philosophie und katholische Theologie. 1954 wurde er zum Priester geweiht. Auf Empfehlung von Kardinal [[Crisanto Luque Sánchez|Luque]] von Bogotá konnte er ein [[Soziologie]]studium an der [[Katholieke Universiteit Leuven|Katholischen Universität]] in [[Löwen]] anschließen, wo seine sozialen Vorstellungen entscheidend geprägt und er sich als Christ zum Thema Armut und soziale Gerechtigkeit hingezogen fühlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als Sozialarbeiter und Seelsorger in West-Berlin kehrte Torres 1959 nach Bogotá zurück. Er wurde Studentenpfarrer der Nationaluniversität und gründete 1960 zusammen mit Orlando Fals Borda die Fakultät für Soziologie der Hochschule, an der er lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torres begann zunehmend, die Armut der Menschen als ein großes Problem zu sehen und setzte sich für eine Zusammenarbeit zwischen Christen und [[Marxist]]en ein. Er selbst sagte dazu: „Warum sollen wir streiten, ob die Seele sterblich oder unsterblich ist, wenn wir beide wissen, dass Hunger tödlich ist.“ Seit 1965 wurde er in Kolumbien zunehmend bekannter, als er begann, seine sozialrevolutionären Ideen zu verbreiten und sich für streikende Studenten einzusetzen. Da Torres entgegen den Anordnungen seines Erzbischofs [[Luis Concha Córdoba|Kardinal Concha]] seine politische Tätigkeit fortsetzte, wurde er in seinen priesterlichen Funktionen suspendiert; auch seine Universitätsämter musste er niederlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während mehrerer Monate bereiste er das Land, um seine „christlich-kommunistische Bewegung“ zu propagieren und zu organisieren. Er gewann besonders unter der akademischen Jugend eine große Anhängerschaft und wurde von vielen als potentieller Führer der linksgerichteten Opposition zur [[Nationale Front (Kolumbien)|Nationalen Front]] angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Irenaeus Rosier: &amp;#039;&amp;#039;Revolution in der Sackgasse. Ein Lagebericht aus Lateinamerika&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg 1970, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vorfeld der Wahlen von 1966 gründete Torres die &amp;#039;&amp;#039;Frente Unido&amp;#039;&amp;#039; (Einheitsfront) – eine Vereinigung nahezu der gesamten Linken des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März 1965 veröffentlichte Torres sein Grundsatzprogramm der &amp;#039;&amp;#039;Frente Unido&amp;#039;&amp;#039;. Im Oktober 1965 schloss er sich gemeinsam mit einer Studententruppe der Nationalen Befreiungsfront des [[Kommunismus|kommunistisch]] inspirierten [[Ejército de Liberación Nacional (Kolumbien)|Ejército de Liberación Nacional]] (ELN) an und ging ab November 1965 in den Untergrund. Nach monatelangem Verschwinden meldete er sich am 7. Januar 1966 als Sprecher einer ihrer bewaffneten Gruppen mit einer „Proklamation an das kolumbianische Volk“ aus den Bergen ein letztes Mal öffentlich zu Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Februar 1966 wurde Torres bei einem Dschungelgefecht an einem Ort, bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Patio Cemento&amp;#039;&amp;#039; („Zementhof“) im &amp;#039;&amp;#039;[[Municipio (Kolumbien)|municipio]]&amp;#039;&amp;#039; [[El Carmen de Chucurí]], damals ein &amp;#039;&amp;#039;[[Corregimientos in Kolumbien|corregimiento]]&amp;#039;&amp;#039; von [[San Vicente de Chucurí]] in [[Departamento de Santander|Santander]] von Regierungstruppen getötet. Es war das erste Gefecht gegen die [[Streitkräfte Kolumbiens|kolumbianische Regierungsarmee]], an dem er teilnahm. Sein Leichnam wurde heimlich vergraben, ein christliches Begräbnis wurde ihm verweigert. Seine Grabstätte war bis 2026 unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Camilo Torres con campesinos colombianos.jpg|mini|Camilo Torres mit Landbevölkerung]]&lt;br /&gt;
[[Daniel Viglietti]] hat ihm in seinem Lied &amp;#039;&amp;#039;Cruz de Luz&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=_rllf7Df10o Das Lied auf YouTube], youtube.com, abgerufen am 16. April 2020 (es)&amp;lt;/ref&amp;gt; das durch [[Víctor Jara]] bekannt geworden ist, ein Denkmal gesetzt. 1969 drehte [[Paolo Breccia]] einen Film über Torres. 1977 wurde seine Geschichte in „Der Tod des Camilo Torres“ unter der Regie von [[Eberhard Itzenplitz]] mit [[Gerd Böckmann]] in der Hauptrolle für das deutsche Fernsehen verfilmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LdiF|37219|Der Tod des Camilo Torres oder Die Wirklichkeit hält viel aus|Abruf=2020-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich 1987 die ELN und das [[Venezuela|venezolanische]] [[Movimiento de Izquierda Revolucionaria (Venezuela)|Movimiento de Izquierda Revolucionaria]] (MIR) zusammenschlossen, nannten sie sich zeitweise in seinem Andenken „Vereinigte Nationale Camilistische Befreiungsarmee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Reihen [[Religiöser Sozialismus|religiöser Sozialisten]] wurde zudem die Aufnahme eines [[Seligsprechungsprozess]] für Camilo Torres angeregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50 Jahre nach seinem Tod wird von der [[Römisch-katholische Kirche in Kolumbien|römisch-katholischen Kirche in Kolumbien]] eine postume Aussöhnung mit Camilo Torres eingeleitet. Der Erzbischof von [[Santiago de Cali|Cali]], [[Darío de Jesús Monsalve Mejía]], bezeichnete ihn in einer [[Ökumenische Bewegung|ökumenischen]] Gedenkfeier als ein Zeichen der Versöhnung für die Zeiten des Friedens in Kolumbien. Auch die Anweisung des kolumbianischen Präsidenten [[Juan Manuel Santos]], nach den sterblichen Überresten von Torres zu suchen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eltiempo.com/archivo/documento/CMS-16483086 Presidente Santos ordenó búsqueda de los restos del cura Camilo Torres], &amp;#039;&amp;#039;[[El Tiempo]]&amp;#039;&amp;#039;, vom 16. Januar 2016 (es)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde als ein weiteres symbolisches Zeichen dafür gesehen, dass sein Andenken für die laufenden Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und den beiden Guerilla-Organisationen [[FARC-EP]] und ELN als hilfreich erachtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Mette]]: &amp;#039;&amp;#039;Camilos Erbe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Publik-Forum]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 2016, Nr. 3, S. 30f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2026 meldete ein Team [[Forensische Anthropologie|forensischer Anthropologen]], die sterblichen Überreste von Camilo Torres nach jahrelanger Suche im Nordosten Kolumbiens entdeckt zu haben. Staatspräsident [[Gustavo Petro]] würdigte Torres als „Priester und Revolutionär“ und kündigte ein ehrenvolles Begräbnis an. Als letzte Ruhestätte wird der Campus der UNC in Bogotá ins Auge gefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://katholisch.de/artikel/66953-kolumbien-angeblich-leiche-von-guerilla-priester-gefunden |titel=Kolumbien: Angeblich Leiche von Guerilla-Priester gefunden |werk=[[Katholisch.de]] |datum=2026-01-25 |sprache=de |abruf=2026-01-25 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Apostolat zum Partisanenkampf. Artikel und Proklamationen&amp;#039;&amp;#039;, (Rowohlt-Paperback, Band 78), Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revolution als Aufgabe des Christen&amp;#039;&amp;#039;, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1969 (mehrere Neuauflagen), ISBN 3-7867-0899-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Escritos políticos&amp;#039;&amp;#039;. Auswahl und Vorwort von Ignacio Escobar Uribe. Editorial Ancora Ed., Bogotá 1991, ISBN 958-9012-56-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Elena Hochman, Heinz Rudolf Sonntag: &amp;#039;&amp;#039;Christentum und politische Praxis. Camilo Torres&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1969.&lt;br /&gt;
* Wim Hornman: &amp;#039;&amp;#039;Der Guerilla-Priester. Roman um Camilo Torres&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Niederländischen übersetzt von Jutta und Theodor Knust. Herder, Freiburg 1969.&lt;br /&gt;
* Hildegard Lüning: &amp;#039;&amp;#039;Camilo Torres: Priester, Guerrillero. Darstellung, Analyse, Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Furche-Verlag, Hamburg 1969.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000019113|Camilo Torres Restrepo||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 45/1969 vom 27. Oktober 1969}}&lt;br /&gt;
* [[Emil Stehle]]: Der Weg der Gewalt. Camilo Torres. Paul Pattloch Verlag, Aschaffenburg 1975. &lt;br /&gt;
* Renate Wind: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Konsequenz. Die Lebensgeschichte des Camilo Torres&amp;#039;&amp;#039;. Beltz &amp;amp; Gelberg, Weinheim 1994, ISBN 3-407-80730-9.&lt;br /&gt;
* Fabrice Braun: &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Kirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geo Epoche&amp;#039;&amp;#039;, Heft 81, S. 152–165.&lt;br /&gt;
* Gerhard Oberkofler: &amp;#039;&amp;#039;„Der Kampf wird lang sein, laßt uns heute schon beginnen...“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitung der Arbeit&amp;#039;&amp;#039;, 20. April 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Camilo Torres Restrepo}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118623389}}&lt;br /&gt;
* [https://www.greenleft.org.au/content/camilo-torres-priest-and-guerilla-fighter Biographie bei Greenleft.org.au] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.filosofia.org/ave/001/a230.htm Biographie bei Filosofia.org] (spanisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.biografiasyvidas.com/biografia/t/torres_camilo_2.htm Biografías y Vidas – Camilo Torres Restrepo] (spanisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.marxists.org/espanol/camilo/biografia.htm BIOGRAFÍA POLÍTICA DE CAMILO TORRES] (es)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118623389|LCCN=n/50/16900|VIAF=7435808}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Torres, Camilo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befreiungstheologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Studentenpfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bogotá)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolumbianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Torres, Camilo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Torres Restrepo, Camilo (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kolumbianischer Priester und Befreiungstheologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Februar 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bogotá]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Februar 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[San Vicente de Chucurí]], [[Departamento de Santander|Santander]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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