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	<title>Camillo Ugi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:19:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TSchm: /* Würdigungen */</title>
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		<updated>2025-03-19T08:06:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Würdigungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Camillo Ugi (1910).jpg|mini|Camillo Ugi (1910)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Camillo Ugi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Dezember]] [[1884]] in [[Leipzig]]; † [[9. Mai]] [[1970]] in [[Markkleeberg]]) war ein deutscher [[Fußball]]spieler. Höhepunkte seiner Karriere waren der Gewinn der [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1905/06|deutschen Meisterschaft 1906]] mit dem [[VfB Leipzig (1893)|VfB Leipzig]] und als Nationalspieler die Teilnahme an den [[Olympische Sommerspiele 1912|Olympischen Sommerspielen 1912]] in Stockholm. Der [[Mittelläufer]] absolvierte zwischen 1909 und 1912 15 Länderspiele. Ugi führte die [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|deutsche Nationalmannschaft]] neunmal als [[Mannschaftskapitän]] an und war von 1912 bis 1913 Rekordnationalspieler der DFB-Auswahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Italieners trat als 14-Jähriger dem [[ATV Leipzig 1845|Allgemeinen Turnverein Leipzig 1845]] bei, in dem er verschiedene Sportarten wie Turnen, Schwimmen und Leichtathletik betrieb. Bei ATV wurde auch Fußball gespielt; in einem Notizbuch Ugis fand sich die Spielbeschreibung einer Begegnung des ATV gegen den FC Vorwärts aus dem Jahr 1902. Offenbar begeisterte er sich für die im Deutschen Reich noch junge Sportart, und die nur gelegentlichen Spiele des ATV genügten ihm nicht, denn noch im selben Jahr schloss er sich dem [[Leipziger BC|Leipziger Ballspielclub 1893]] (LBC) an, einem der ersten Fußballvereine der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1904 schloss Ugi eine Lehre zum Elektromechaniker ab und arbeitete in einem Betrieb, der [[Cinématographe|Kinematographen]] herstellte. Auf Vermittlung eines ehemaligen Vereinskameraden vom ATV 1845 erhielt er eine lukrative berufliche Anstellung in Brasilien, verbunden mit der Aussicht, dort auch Fußball spielen zu können. So verließ Ugi im April 1905 Leipzig und traf am 3. Mai in [[São Paulo]] ein. In den folgenden Wochen trat er mit Fußballclub [[EC Pinheiros|SC Germânia]], wo neben Deutschen auch zahlreiche Brasilianer spielten, in Partien um die [[Staatsmeisterschaft von São Paulo|Meisterschaft von São Paulo]] an. Weniger erfolgreich als erwartet erwies sich jedoch die Fortsetzung der beruflichen Laufbahn des 20-Jährigen: Mangels portugiesischer Sprachkenntnisse konnte er die in Aussicht gestellte gutbezahlte Anstellung nicht antreten. Nach wenigen Monaten verließ er Brasilien wieder und kehrte nach Leipzig zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum in der Heimat angekommen, schloss er sich nunmehr dem [[VfB Leipzig (1893)|VfB Leipzig]] an, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der erfolgreichsten deutschen Vereine entwickelt und 1903 die erste deutsche Fußballmeisterschaft gewonnen hatte. Ugi trug in der Runde 1905/06 zum zweiten Titelgewinn der Blau-Weißen bei. Doch kurz darauf musste er erneut den Verein wechseln: Ugi musste seinen Militärdienst in Dresden antreten und spielte dort für den [[Dresdner SC]]. Wie lange er für den DSC antrat und welche die darauf folgenden Stationen waren, ist nicht eindeutig geklärt. Fest steht, dass er im Jahr 1909 wieder dem VfB Leipzig angehörte und in der Runde 1910/11 an fast allen Meisterschaftsspielen teilnahm, auch beim Endspiel in Dresden, das gegen den [[BFC Viktoria 1889|Berliner TuFC Viktoria 89]] mit 1:3 verloren wurde. Zu dieser Zeit hatte Ugi bereits seine ersten Spiele für die deutsche Fußballnationalmannschaft bestritten: Sein Länderspieldebüt gab er bei der 0:9-Niederlage gegen England am 18. März 1909 in Oxford. Er zählte fortan zu den festen Größen der deutschen Mannschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. August 1911 meldete er sich beim VfB ab. Da er in Leipzig keine Arbeit mehr gefunden hatte, war er einem Hinweis eines Freundes, dass dort mit dem Fußballspielen Geld zu verdienen sei, gefolgt und nach Marseille gefahren, um beim dortigen [[Stade Helvétique Marseille|Stade Helvétique]], der großteils aus Schweizer Spielern bestand, anzuheuern. Der Verein gehörte zu dieser Zeit zwar zu den erfolgreicheren in Frankreich, war aber keineswegs ein Profiklub, wie man Ugi gegenüber behauptet hatte. So trat er nach kürzester Zeit wieder die Heimreise an. Auf dem Weg zurück nach Leipzig machte er für einige Wochen Station in Frankfurt am Main und schnürte dort für den [[FSV Frankfurt]] die Fußballstiefel. In diese Zeit fiel auch das Länderspiel gegen Schweden am 29. Oktober 1911 in Hamburg. Spätestens am 24. Dezember&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; desselben Jahres trat er schon wieder für den VfB Leipzig an; für diesen Tag ist ein Freundschaftsspiel gegen den DFC Prag dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Football at the 1912 Summer Olympics - German squad.jpg|mini|Camillo Ugi (im Trikot, ganz rechts) mit der deutschen Fußballnationalmannschaft am 1. Juli 1912]]&lt;br /&gt;
Im Sommer 1912 standen die [[Olympische Sommerspiele 1912|Olympischen Spiele in Stockholm]] an. Das Deutsche Reich stellte zum ersten Mal eine Mannschaft für die Fußballwettbewerbe, und gemeinsam mit seinem VfB-Mannschaftskameraden [[Karl Uhle (Fußballspieler)|Karl Uhle]] war Camillo Ugi für die deutsche Auswahl nominiert worden. Beide waren am 16:0-Rekorderfolg gegen Russland im zweiten Spiel des Turniers beteiligt, Ugi führte darüber hinaus die deutsche Nationalmannschaft auch im [[Olympische Sommerspiele 1912/Fußball#Halbfinale 2|Halbfinale der Trostrunde]] als Spielführer an, das mit 1:3 gegen Ungarn verloren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Rückkehr aus Schweden entschloss sich Ugi, Leipzig ein weiteres Mal den Rücken zu kehren. Ein Angebot aus [[Breslau]], verbunden mit der Aussicht, eine eigene Werkstatt für die Herstellung von Kinematographen eröffnen zu können, zog den 27-Jährigen nach Schlesien. Dieser Wechsel brachte mit sich, dass Ugi ausgerechnet beim ersten Länderspiel, das am 17. November 1912 in seiner Geburtsstadt stattfand, nicht als Leipziger auflief, sondern den [[Vereinigte Breslauer Sportfreunde|Verein Breslauer Sportfreunde]] vertrat. Es war sein 15. und letzter Einsatz für die DFB-Elf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web | url = https://www.rsssf.org/miscellaneous/ugi-intl.html | title = Camillo Ugi - International Appearances | author = Matthias Arnhold | date = 2020-03-25 | accessdate = 2020-03-26 | publisher = [[Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation|RSSSF.org]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Breslau fühlte sich Ugi offensichtlich wohl, obwohl sich die ursprünglich versprochenen Berufsaussichten – wieder einmal – nicht erfüllten und er lediglich als Handwerker in einem Automatenrestaurant tätig war. Seine Arbeit ließ ihm aber genug Zeit, um daneben noch Nachwuchsmannschaften zu trainieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1914, nach dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], wurde Ugi von der Armee eingezogen. 1915 zog er sich bei Kämpfen in Frankreich eine Knöchelverletzung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Grenadier-Reserve-Regiment Nr. 100, 2. Kompagnie: Gefr. Camillo Ugi – Leipzig – leicht verletzt; Sächsische Verlustliste Nr. 199, S.&amp;amp;nbsp;9017/Deutsche Verlustliste (25. September 1915).&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Genesungsurlaub verbrachte er in Radeberg bei Dresden, und nachdem die Verletzung im Jahr darauf ausgeheilt war, spielte er auch wieder Fußball, zunächst für kurze Zeit für den [[Dresdner Fußballring 1902]], dann reiste er weiter nach Breslau. Nach Kriegsende kehrte Ugi wieder nach Leipzig zurück. Nach einem kurzen Gastspiel beim [[FC Sportfreunde Leipzig|FC Sportfreunde]] spielte er ab 1919 wieder für den VfB und hielt dort – obgleich mittlerweile im 35. Lebensjahr stehend – problemlos in der ersten Mannschaft mit; 1921 wurde er nochmals in die Auswahlmannschaft des [[Verband Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine|VMBV]] berufen und bis in das Jahr 1923 taucht sein Name in Spielberichten des VfB auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende seiner aktiven Laufbahn, die er ab 1924 bei den Sportfreunden ausklingen ließ, war die Familie immer mehr in den Vordergrund seines Lebens gerückt. Ugi hatte 1921 geheiratet und die erste der insgesamt drei Töchter des Paares wurde 1922 geboren. Der berufliche Ehrgeiz trat an die Stelle des sportlichen, und Ugi arbeitete sich beim Leipziger Kinematographen- und Filmhersteller &amp;#039;&amp;#039;[[Johannes Nitzsche|Johannes Nitzsche AG]]&amp;#039;&amp;#039; vom einfachen Angestellten bis zum Betriebsstättenleiter (1927) empor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kranz zu Ehren Camilloo Ugis.jpg|mini|Kranzniederlegung durch die „Initiative 1903“]]&lt;br /&gt;
Beim 21. Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und [[Ungarische Fußballnationalmannschaft|Ungarn]] am 22. Dezember 1957 in Hannover gehörte Ugi neben dem ebenfalls Leipziger [[Heinrich Riso]] als Spieler bei diesem ersten Duell zwischen den beiden Nationalmannschaften zu den vom DFB eingeladenen Gästen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]: „Chronik der Fußball-Länderspiele Deutschland-Ungarn“ (18. Dezember 1957, S. 14)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 wurde Ugi zum Ehrenmitglied des [[1. FC Nürnberg]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 2006, knapp 36 Jahre nach Ugis Tod, wurde der Zentralsportpark in Markkleeberg, wo er von 1921 bis zu seinem Tod gelebt hatte, in &amp;#039;&amp;#039;Sportpark „Camillo Ugi“&amp;#039;&amp;#039; umbenannt, um die Verdienste des Ausnahmesportlers für den deutschen Fußball zu würdigen. Der Sportpark ist die Heimspielstätte von [[Kickers 94 Markkleeberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Jahre später ehrte ihn die Stadt Leipzig mit der Benennung einer Straße in [[Probstheida]], dem Ugiwinkel.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leipzig.de/buergerservice-und-verwaltung/unsere-stadt/gebietsgliederung-und-strassennamen/strassennamen/beschluss-ds-02224-16/ Straßenbenennung 1/2016: Beschluss DS-02224/16 vom 07.04.2016] leipzig.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://new.l-iz.de/tag/vfb-leipzig |wayback=20181221230748 |text=Fußballer Camillo Ugi: Späte Ehre für eine fast vergessene Legende}} l-iz.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hardy Grüne]], Lorenz Knieriem: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Spielerlexikon 1890–1963.&amp;#039;&amp;#039; Agon-Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 397.&lt;br /&gt;
* Gerlinde Rohr: &amp;#039;&amp;#039;Camillo Ugi – Rekordnationalspieler vor dem Ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sportmuseum aktuell. Mitteilungsblatt des Fördervereins Sächsisches Sportmuseum e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1/2000, S. 30–34. ([http://www.leipziger-fussballverband.de/cms2/index.php?page=102 Artikel online bei leipziger-fussballverband.de])&lt;br /&gt;
* Heide Lehnert, Dr.Detlev Schröter: &amp;#039;&amp;#039;Camillo Ugi. Leipzigs Weltklassefußballer&amp;#039;&amp;#039;. Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2018, ISBN 978-3961454006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Weltfussball|camillo-ugi}}&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|25484}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dsc-fussball98.de/content/conpresso/inside/detail.php?nr=5445 &amp;#039;&amp;#039;Eigenes Stadion für DSC-Legende Camillo Ugi&amp;#039;&amp;#039;] (Artikel auf der Homepage des Dresdner SC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143124013|VIAF=160510342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ugi, Camillo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Leipziger BC 1893)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Sportfreunde 01 Dresden-Nord)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Dresdner Sport-Club)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (VfB Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Meister (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler (Markkleeberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ugi, Camillo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Dezember 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Mai 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Markkleeberg]], [[DDR]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TSchm</name></author>
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