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	<title>Camille Sachs - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jü: Formalia</title>
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		<updated>2023-04-26T13:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formalia&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Camille Sachs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Mai]] [[1880]] in [[Würzburg]]; † [[4. August]] [[1959]] in [[Nürnberg]], auch Camill oder Camillo) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]]. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er zum Präsidenten des [[Landgericht Nürnberg-Fürth|Landgerichts Nürnberg-Fürth]] ernannt. Unter Ministerpräsident [[Hans Ehard]] war er ab 1947 zunächst als Staatssekretär, später als kommissarischer Leiter, im Bayerischen Staatsministerium für Sonderaufgaben tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium der [[Rechtswissenschaft]]en an den Universitäten in [[Universität Würzburg|Würzburg]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] war Sachs ab 1907 in [[Pirmasens]] als Amtsanwalt tätig. 1910 wechselte er nach [[Aschaffenburg]] und nahm dort eine Stelle als [[Staatsanwalt]] an. Ab 1914 war er als Amtsrichter am [[Amtsgericht Nürnberg]] tätig. 1919 wurde er 2. Staatsanwalt am [[Landgericht Nürnberg-Fürth|Landgericht Nürnberg]] und später Landgerichtsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camille Sachs gehörte der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern]] an, stammte aber aus einem jüdischen Elternhaus und fiel deshalb unter die Bestimmungen des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]]. Da Sachs bereits vor dem 1. August 1914 zum Beamten ernannt worden war, hätte er als sogenannter „Altbeamter“ seine Stelle behalten müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;§ 3 Abs. 2 GWBB vom 7. April 1933, RGBl. 1933 I S. 175–177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Entlassung aus dem Justizdienst stützte die bayerische Justizverwaltung daher auf § 4 des Berufsbeamtengesetzes, den Entlassungsgrund der „nationalen Unzuverlässigkeit“,&amp;lt;ref&amp;gt;Als national unzuverlässig galten Beamte, die vor 1933 demokratischen oder sozialdemokratischen Vereinigungen angehört hatten, Hans Bergemann / [[Simone Ladwig-Winters]]: &amp;#039;&amp;#039;Richter und Staatsanwälte jüdischer Herkunft in Preußen im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;, 2004 Köln, S. 137f.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei zugleich sein nach zehn Dienstjahren entstandener, ohnehin durch verschiedene Sparverordnungen und Abschläge geminderter Ruhegehaltsanspruch um ein Viertel beschnitten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Gruchmann: &amp;#039;&amp;#039;Justiz im Dritten Reich 1933–1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 1990, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren bestritt Sachs als Holzdreher, Hilfsarbeiter und Maurer seinen Lebensunterhalt. In der [[Novemberpogrome 1938|Pogromnacht]] des 9. November 1938 überfielen und verletzten ihn Mitglieder der [[Sturmabteilung|SA]] in seiner Nürnberger Wohnung. Den Holocaust überlebte er, weil er in einer &amp;quot;[[Mischehe (Nationalsozialismus)|privilegierten Mischehe]]&amp;quot; lebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Datenbank&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/juf/Datenbank/detailsinclude.php?global=;search;29359; Sachs, Camill]&amp;#039;&amp;#039; in: Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Sachs am 1. August 1945 wieder in sein Amt als Landgerichtsrat eingesetzt. Vier Monate später, am 1. Dezember 1945, übernahm er als Präsident die Leitung des Landgerichts Nürnberg-Fürth. Vermutlich wegen seiner Tätigkeit als Vorsitzender der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] wurde Anfang 1947 ein Bombenattentatsversuch auf Sachs unternommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriel Wetters, Tobias Lotter: &amp;#039;&amp;#039;Hakennuß und Zirbelkreuz. Rechtsextremismus in Augsburg 1945–2000&amp;#039;&amp;#039;, Heft Nr. 2/2001 der Schriftenreihe des Kurt-Eisner-Vereins für politische Bildung in Bayern e.V., S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Abgeordneter der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] war er zudem Mitglied des ersten Nürnberger Nachkriegsstadtrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Entlassung des Staatsministers [[Alfred Loritz]] wurde Sachs am 15. Juli 1947 unter Minister [[Ludwig Hagenauer]] im [[Kabinett Ehard I|Kabinett des Ministerpräsidenten Ehard]] Staatssekretär beim für die [[Entnazifizierung]] zuständigen [[Bayerisches Staatsministerium für Sonderaufgaben|Bayerischen Staatsministerium für Sonderaufgaben]] und blieb bis zum Rückzug der SPD aus der Regierungskoalition am 20. September 1947 im Amt. Zu seinen Aufgaben gehörte insbesondere die Überwachung der Internierungslager, unter anderen in Nürnberg-Langwasser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Der Spiegel&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Warum wir, wenn die nicht?&amp;#039;&amp;#039; in: [[Der Spiegel]] 16/1949 ([https://www.spiegel.de/politik/warum-wir-wenn-die-nicht-a-e4ddbe16-0002-0001-0000-000044436167 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tode Hagenauers am 20. Juli 1949 leitete Sachs das Ministerium bis zu dessen Auflösung am 31. März 1950 kommissarisch und übernahm dann die Führung der Abwicklungsstelle. Am 31. Dezember 1951 trat er in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 wurde er mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Bundesverdienstkreuz]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn war der durch seine Fernsehauftritte bekannte Nürnberger Oberstaatsanwalt [[Hans Sachs (Staatsanwalt)|Hans Sachs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BoslBayerBio|1|656|656|Sachs, Camille|autor=Bo}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/juf/Datenbank/detailsinclude.php?global=;search;29359; Sachs, Camill]&amp;#039;&amp;#039; in: Biografische Datenbank Jüdisches Unterfranken&lt;br /&gt;
* Haus der Bayerischen Geschichte: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819–2003.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134099788|VIAF=20893456}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sachs, Camille}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Nürnberg-Fürth)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sachs, Camille &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Mai 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Würzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. August 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jü</name></author>
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