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	<title>Calixarene - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:50:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Calixarene&amp;diff=846622&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemSim: Quelle ergänzt</title>
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		<updated>2025-06-23T12:44:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelle ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Calixarene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Calix&amp;#039;&amp;#039; = lat. für „Kelch“; mit dem dt. Wort verwandt) sind eine Klasse organischer [[Makrocyclische Verbindungen|makrocyclischer Verbindungen]]. Calixarene bestehen aus [[Phenol]]einheiten, die jeweils in ortho-Stellung zur OH-Gruppe mit Methylenbrücken verbunden sind. Die Zahl der enthaltenen Monomere wird als [n] in Calix[n]arene angegeben. Am häufigsten findet man Tetramere aus 4 Phenoleinheiten; diese heißen daher Calix[4]arene. Aber auch Pentamere (Calix[5]arene), Hexamere (Calix[6]arene) und Oktamere (Calix[8]arene) sind durch Variation der Reaktionsbedingungen (Temperatur, Lösungsmittel usw.) in sogenannten [[Eintopfreaktion]]en verhältnismäßig bequem zugänglich. Andere Anzahlen als 4, 5, 6, oder 8 Phenoleinheiten sind zwar ebenfalls möglich, aber bisher bedeutungslos geblieben, da ihre gezielte Synthese zu aufwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synthese ==&lt;br /&gt;
Calixarene lassen sich säure- und basenkatalysiert aus [[Phenole]]n und [[Formaldehyd]] synthetisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;C. David Gutsche: &amp;#039;&amp;#039;Calixarenes.&amp;#039;&amp;#039; Royal Society of Chemistry, Cambridge 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man benutzt vorzugsweise in para-Stellung substituierte Phenole, um einer [[Polymerisation]] vorzubeugen. Neben den „klassischen“ Phenolcalixarenen gibt es auch Calixarene, die aus [[Resorcin]] (sog. Resorcinarene) oder [[Pyrogallol]] mit längerkettigen [[Aldehyde]]n hergestellt werden. Die ablaufende Reaktion ist eine [[Elektrophile Substitution|elektrophile aromatische Substitution]] mit anschließender Wasserabspaltung. Spezielle Calixarene kann man auch durch Fragmentkondensation oder Aufbau eines linearen Vorläufermoleküls mit anschließender Ringschlussreaktion erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Conformations of calixarenes.svg|300px|mini|Calixarene in den verschiedenen Konformationen: Konus (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), partieller Konus (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), 1,3-alternierend (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) and 1,2-alternierend (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;???&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Vögtle |Titel=Cyclophan-Chemie: Synthesen, Strukturen, Reaktionen. Einführung und Überblick |Verlag=Vieweg+Teubner |Datum=1990 |ISBN=978-3-519-03508-4 |Seiten=381}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Calixarenen sind infolge der gehinderten Rotation um die Methylenbrücken unterschiedliche geometrische Molekülstrukturen möglich. Die vasenähnliche Konformation (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Struktur, [[Punktgruppe]] C&amp;lt;sub&amp;gt;4v&amp;lt;/sub&amp;gt;) lässt sich durch sperrige [[Substituent]]en stabilisieren. Neben dieser Struktur existieren drei weitere Konformationen, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;partial cone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (C&amp;lt;sub&amp;gt;S&amp;lt;/sub&amp;gt;), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1,2-alternate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (C&amp;lt;sub&amp;gt;2h&amp;lt;/sub&amp;gt;) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1,3-alternate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (D&amp;lt;sub&amp;gt;2d&amp;lt;/sub&amp;gt;). Bei Synthesen mit Calixarenen erfolgt mitunter Konformationsänderung, diese kann in bestimmten Fällen durch die Wahl der Reaktionsbedingungen unterdrückt oder aber – falls erwünscht – auch gezielt herbeigeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
1902 wurde von [[Leo Baekeland]] erstmals ein Harz aus [[Phenol]] und Formaldehyd hergestellt, das [[Bakelit]]. Durch die drei Angriffsmöglichkeiten am Phenol in &amp;#039;&amp;#039;ortho-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;para-&amp;#039;&amp;#039;Position entstand ein dreidimensionales Netzwerk. Erst im Jahre 1942 versuchten [[Alois Zinke]] und Erich Ziegler eine gesteuerte Synthese des Polymers mit &amp;#039;&amp;#039;p-tert-&amp;#039;&amp;#039;Butylphenol und Formaldehyd. Sie erhielten eine kristalline Substanz, konnten jedoch aufgrund der damaligen Möglichkeiten nur eine [[Schmelzpunkterniedrigung]] zur Molekülmassenbestimmung durchführen. Erst [[John Cornforth]] erhielt mit Hilfe von [[Dorothy Mary Hodgkin]] eine [[Kristallstrukturanalyse]] dieser Substanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975 wurde der Name „Calixaren“ für diese Substanzklassen von [[C. David Gutsche]] empfohlen, er setzte sich allmählich auch für verwandte Körper (z. B. Resorcinarene) durch. Gutsche erkannte überdies die Instabilität der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cone-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konformation bei unsubstituierten Calixarenen und [[Donald J. Cram]] schaffte eine Stabilisierung unsubstituierter Calixarene in Cone-Konformation durch [[Kohlensäure]]ester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Die meisten Synthesen, welche man aus der Chemie der [[Phenole]] kennt, sind prinzipiell auch auf Calixarene anwendbar, allerdings muss man die besondere Molekülgeometrie berücksichtigen, welche mitunter bestimmte Reagenzien am Angriff behindert. An der phenolischen OH-Gruppe kann man Calixarene verestern und verethern; an dem zu ihr para-ständigen C-Atom sind verschiedene Substitutionen möglich.&lt;br /&gt;
Calixarene dienen gleichsam als molekulares Skelett für verschiedenartige [[Chelatkomplexe|Chelat]]-[[Komplexbildner]] und [[Sensor]]en für [[Natrium]]ionen. Durch Funktionalisierungen lässt sich die Selektivität für [[Cadmium]], [[Blei]], [[Lanthanoide]] und [[Actinoide]] erhöhen. Zudem können Calixarene in stationären Phasen bei der [[Hochleistungsflüssigkeitschromatografie|HPLC]] oder der [[Elektronenstrahllithografie]] eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Calixarene katalysieren daneben verschiedene Reaktionen; so wird z.&amp;amp;nbsp;B. die Reaktionsgeschwindigkeit bei der [[Menschutkinreaktion]] zwischen [[Chinuclidin]] und [[1-Butylbromid]] um den Faktor 1600 erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Byron W. Purse, Arnaud Gissot, Julius Rebek&lt;br /&gt;
|Titel=A Deep Cavitand Provides a Structured Environment for the Menschutkin Reaction&lt;br /&gt;
|Sammelwerk=Journal of the American Chemical Society&lt;br /&gt;
|Band=127&lt;br /&gt;
|Nummer=32&lt;br /&gt;
|Jahr=2005&lt;br /&gt;
|Seiten=11222–11223&lt;br /&gt;
|DOI=10.1021/ja052877+&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für pharmazeutische Anwendungen sind Calixarene als potenzielle [[Arzneistoff]]e, [[Diagnostika]] oder Arzneistoffträger von Interesse. Mit Hilfe von zyklischen Peptidgruppen modifizierte Calixarene besitzen [[Antikörper]]-ähnliche Eigenschaften bei der Bindung von [[Protein]]en und können als [[Antikörpermimetika]] eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yoshitomo Hamuro, Mercedes Crego Calama, Hyung Soon Park, Andrew D. Hamilton |Titel=A Calixarene with Four Peptide Loops: An Antibody Mimic for Recognition of Protein Surfaces |Sammelwerk=Angew. Chem. Int. Ed. Engl. |Band=36 |Nummer=23 |DOI=10.1002/anie.199726801 |Jahr=1997}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Calixarenes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makrocyclische Verbindung| Calixarene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phenol| Calixarene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diphenylmethan| Calixarene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ionophor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemSim</name></author>
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