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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Calciumarsenat</id>
	<title>Calciumarsenat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:05:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Calciumarsenat&amp;diff=1024811&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Calciumarsenat&amp;diff=1024811&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-24T02:55:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel      = [[Datei:3.svg|3]] [[Datei:Ca2+.svg|Calciumion]] [[Datei:2.svg|2]] [[Datei:Structure arsenate ion.svg|150px|Arsenation]]&lt;br /&gt;
| Andere Namen        = * Calciumorthoarsenat&lt;br /&gt;
* Kalkarsen&lt;br /&gt;
* arsensaures Calcium&lt;br /&gt;
* Calciumarseniat&lt;br /&gt;
| Summenformel        = Ca&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;(AsO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS                 = {{CASRN|7778-44-1}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer           = 231-904-5&lt;br /&gt;
| ECHA-ID             = 100.029.003&lt;br /&gt;
| PubChem             = 24501&lt;br /&gt;
| Beschreibung        = farb- und geruchloses Pulver&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=Calciumarsenat|ZVG=6160|CAS=7778-44-1|Abruf=2022-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse        = 398,07 g·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat            = fest&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte              = 3,62 g·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt        = 1455 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt          = zersetzt sich beim Erhitzen&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dampfdruck          = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit         = sehr schwer in Wasser (130 mg·l&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CLH                 = {{CLH-ECHA|Sammeleinstufung=ja|ID=100.240.769|Name=Arsenverbindungen, mit Ausnahme der namentlich in diesem Anhang bezeichneten|Abruf=2016-02-01}}&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme     = {{GHS-Piktogramme|06|08|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort      = Gefahr&lt;br /&gt;
| H                   = {{H-Sätze|301+331|350|410}}&lt;br /&gt;
| EUH                 = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                   = {{P-Sätze|264|301+310|304+340|311|280}}&lt;br /&gt;
| Quelle P            = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| REACH               = {{REACH|ECHA-ID=100.029.003|Artikel57=a|Abruf=2014-07-17}}&lt;br /&gt;
| MAK                 = * [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]: keine, da krebserregend&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schweiz: 0,1 mg·m&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt; (bezogen auf Arsen, gemessen als [[einatembarer Staub]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{SUVA-MAK |Name=Calciumarsenat |CAS-Nummer=7778-44-1 |Abruf=2016-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Calciumarsenat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalkarsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war von 1918 bis in die 1960er-Jahre ein wichtiges [[Insektizid]]. In den USA wurde es hauptsächlich gegen den Baumwollkapselkäfer im Baumwollanbau verwendet. In Deutschland setzte man Kalkarsen hauptsächlich im Weinbau ein, allerdings wurde diese Anwendung nach zahlreichen Vergiftungsfällen 1942 verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1918 wurde Calciumarsenat von [[Entomologie|Entomologen]] des &amp;#039;&amp;#039;Bureau of Entomology&amp;#039;&amp;#039;, einer Abteilung des [[Landwirtschaftsministerium (Vereinigte Staaten)|US-Landwirtschaftsministeriums]], für den Einsatz gegen den [[Baumwollkapselkäfer]] (&amp;#039;&amp;#039;Anthonomus grandis&amp;#039;&amp;#039;, engl. „boll weevil“) entdeckt. Sie hatten beobachtet, dass der adulte Käfer seinen Wasserbedarf an [[Tau (Niederschlag)|Tautropfen]] deckt. Indem man frühmorgens fein gepudertes Calciumarsenat ausbrachte, wurde der Tau vergiftet. Durch eine Erstbehandlung im Frühjahr wurden die meisten der überwinternden Käfer getötet, durch weiteres Stäuben ließ sich der Baumwollkapselkäfer-Bestand unterhalb der wirtschaftlichen [[Schadschwelle]] halten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dunlap&amp;quot;/&amp;gt; Nach einer anderen Quelle wurde Calciumarsenat verwendet, weil während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] die Preise für [[Blei]] so stark angestiegen waren, dass das zuvor verwendete [[Bleihydrogenarsenat]] zu teuer wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peryea&amp;quot;&amp;gt;Francis J. Peryea:  {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Historical use of lead arsenate insecticides, resulting soil contamination and implications for soil remediation&amp;#039;&amp;#039; |url=http://soils.tfrec.wsu.edu/leadhistory.htm |wayback=20081207174027}}. Proceedings, 16th World Congress of Soil Science (CD Rom), Montpellier, Frankreich, 20.–26. Aug. 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Methode der chemischen Bekämpfung wurde vom &amp;#039;&amp;#039;Bureau of Entomology&amp;#039;&amp;#039; propagiert und von den Farmern rasch angenommen. Wurden 1918 in den USA lediglich 50.000 Pfund (etwa 23 Tonnen) Calciumarsenat abgesetzt, waren es 1920 bereits zehn Millionen [[Pfund]] (etwa 4540 Tonnen). Der Verbrauch stieg danach weiter an, so brachte eines der ersten [[Agrarfliegerei|Agrarflug]]-Unternehmen das Insektizid 1927 auf einer Fläche von über 2000&amp;amp;nbsp;km² Baumwollfeldern aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dunlap&amp;quot;&amp;gt;Thomas R. Dunlap: &amp;#039;&amp;#039;DDT: Scientists, Citizens and Public Policy&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press, 1981, ISBN 0-691-04680-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Produktion von Calciumarsenat in den USA&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dunlap&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; |1931&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; |1935&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; |1937&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; |1953&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; |1957&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;center&amp;quot; |1959&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |11.850 t&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |19.640 t&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |16.784 t&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |7.260 t&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |3.293 t&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;right&amp;quot; |8.835 t&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden arsenhaltige Pflanzenschutzmittel erst von 1920 an nach der Aufnahme in das erste Pflanzenschutzmittelverzeichnis der [[Biologische Bundesanstalt|Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft]] verwendet. Hauptanwendungsgebiet war die Bekämpfung des [[Traubenwickler]]s.&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Reichsliste der geprüften Präparate&amp;#039;&amp;#039; des Deutschen Pflanzenschutzdiensts enthielt 1936 neben [[Schweinfurter Grün|Schweinfurter-Grün]]-Präparaten zehn Kalkarsen-Spritzmittel und sechs Kalkarsen-Stäubemittel für die Schädlingsbekämpfung im Weinbau.&lt;br /&gt;
Erste Fälle von Arsenvergiftungen traten 1925 am [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]] auf, bereits 1929 erkannte die [[Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft]] diese Vergiftung als Berufskrankheit an. Bis Frühjahr 1934 waren 94 Fälle anerkannt, wovon 66 Fälle am Kaiserstuhl aufgetreten waren. Man ging zunächst davon aus, dass diese Vergiftungen vor allem beim Ausbringen von Kalkarsen-Stäubemitteln aufgetreten waren.&lt;br /&gt;
An der [[Mosel (Weinbaugebiet)|Mosel]] kam die Verwendung arsenhaltiger Insektizide erst ab 1925 auf, 1930 war ihr Einsatz auch dort weitverbreitet. Ab 1938 häuften sich die Fälle von Arsenvergiftungen an der Mosel. Im März 1940 hatten die Berufsgenossenschaften 589 Fälle von Arsenschädigungen anerkannt, während des Krieges wurden keine Statistiken mehr veröffentlicht. Die Zahl der Vergiftungsfälle wurde für 1942 auf etwa 800 bis 1000 geschätzt. Als Ursache wurde schließlich der von den Winzern als &amp;#039;&amp;#039;Haustrunk&amp;#039;&amp;#039; für den Eigenbedarf hergestellte [[Trester (Pressrückstände)|Trester]]wein erkannt, der zwischen 2 und 8,9&amp;amp;nbsp;mg Arsen/l enthielt. Die Arseneinwirkung dauerte im Schnitt 12 bis 14 Jahre an, nach einer Schätzung nahm ein Winzer über diese Zeit etwa 53&amp;amp;nbsp;g As&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; auf, wovon 47&amp;amp;nbsp;g auf den Konsum von Haustrunk und lediglich 6&amp;amp;nbsp;g auf die direkte Aufnahme während der Ausbringung zurückgeführt wurden. Nachdem ein arsenfreies Insektizid erfolgreich getestet war, wurde die Verwendung arsenhaltiger Mittel im Weinbau durch ein Gesetz vom 26. November 1942 verboten.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Claus&amp;quot;&amp;gt;Paul Claus: &amp;#039;&amp;#039;Arsen zur Schädlingsbekämpfung im Weinbau 1904-1942&amp;#039;&amp;#039;. Schriften zur Weingeschichte, Nr. 58, Wiesbaden 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Anwendungen arsenhaltiger Pflanzenschutzmittel wurden in der Bundesrepublik Deutschland erst 1974 verboten.&amp;lt;!-- in Bibliothek rausgeschrieben, weiß nur nicht mehr ob aus Forth/Henschler oder Perkow --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toxikologie ==&lt;br /&gt;
Die akute orale [[Letale Dosis|LD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt;]] liegt für die Ratte bei 20&amp;amp;nbsp;mg/kg Körpergewicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perkow&amp;quot;&amp;gt;Werner Perkow: &amp;#039;&amp;#039;Wirksubstanzen der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Verlag Paul Parey.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökotoxikologie ==&lt;br /&gt;
Wasserlösliche Arsenverbindungen wie Calciumarsenat können auch Pflanzen schädigen. Die Blätter von [[Steinobst]]-Arten sind besonders empfindlich.&lt;br /&gt;
Calciumarsenat ist [[Bienengefährdungsstufe|bienengefährlich]] und für Fische stark toxisch. Im Boden bleiben anorganische Arsenverbindungen lange erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perkow&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Calciumverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arsenat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insektizid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 19]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 72]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 75]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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