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	<title>Calbecht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Calbecht&amp;diff=1744852&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;McBayne: /* Bevölkerungsentwicklung */ ersetze graph chart durch chartdirekt</title>
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		<updated>2026-02-14T16:47:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bevölkerungsentwicklung: &lt;/span&gt; ersetze graph chart durch chartdirekt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Quellen für Infobox: Statistischer Monatsbericht und statistisches Jahrbuch der Stadt Salzgitter – siehe Abschnitte „Einwohnerentwicklung“ und „Einzelnachweise“ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Salzgitter&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Ortswappen Salzgitter Calbecht.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ortswappen von Salzgitter-Calbecht&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 52/5/31/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 10/22/44/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 121 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 3.21&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 285&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahresbericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1942-04-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = Watenstedt-Salzgitter&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 38229&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 05341&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                =&lt;br /&gt;
| Lagekarte               = SZ-Calbecht map V2.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = Lage von Calbecht in Salzgitter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Calbecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt [[Salzgitter]] in [[Niedersachsen]], gelegen in der [[Ortschaft West]]. Calbecht gehörte bis zum 31. März 1942 zum [[Landkreis Wolfenbüttel]] und wurde durch einen Verwaltungsakt am 1. April 1942 ein Teil der Großstadt Watenstedt-Salzgitter. Am 23. Januar 1951 wurde diese amtlich in &amp;#039;&amp;#039;Salzgitter&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens findet sich in einer Urkunde von König [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. (Barbarossa)]] vom 9. Mai 1152. Hier wird bestätigt, dass das [[Stiftsruine St. Georg (Goslar)|Georgenbergstift]] bei Goslar von &amp;#039;&amp;#039;Conrado de Caltbecht&amp;#039;&amp;#039; eine Mühle in Mahner (heute: Groß Mahner) gekauft hat. Frühe Ortsnamen sind &amp;#039;&amp;#039;Calbechte&amp;#039;&amp;#039; (1178), &amp;#039;&amp;#039;Calcbechte&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Caltbechte&amp;#039;&amp;#039; (1179), &amp;#039;&amp;#039;Calcbechte&amp;#039;&amp;#039; (1257), &amp;#039;&amp;#039;Calbichte&amp;#039;&amp;#039; (1350) und &amp;#039;&amp;#039;Calbich&amp;#039;&amp;#039; (1361). 1548 findet man erstmals die heutige Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Calbecht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wiswe, &amp;#039;&amp;#039;Flurnamen&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;466f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Deutung des Basiswortes des Ortsnamens gibt es keine einheitliche Erklärung. Die wahrscheinlichste  Deutung geht vom altsächsischen Wort &amp;#039;&amp;#039;kalc&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Kalk&amp;#039;&amp;#039; aus und könnte sich auf das kalkhaltige Gestein beziehen, durch das der Bach bei Calbecht verläuft. Der Namensbestandteil &amp;#039;&amp;#039;-bech/-bich&amp;#039;&amp;#039; wird auf das altsächsische &amp;#039;&amp;#039;beki&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Bach&amp;#039;&amp;#039; zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Casemir, &amp;#039;&amp;#039;Ortsnamen&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;110&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert gehörte Calbecht zum [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Herzogtum Braunschweig]]. Anfänglich war Calbecht dem Gericht Lichtenberg zugeordnet (seit 1356). 1542 wurden die Gemeinden Gebhardshagen, Lobmachtersen, Leinde und Calbecht zum neu gebildeten Amt Gebhardshagen zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der napoleonischen Zeit (1807 bis 1813) zählte Calbecht im [[Königreich Westphalen]] zum Kanton Gebhardshagen des [[Distrikt Braunschweig|Distriktes Braunschweig]], das im [[Departement der Oker]] lag. Nachdem 1814 das Herzogtum Braunschweig wieder eingeführt wurde, gehörte Calbecht hier zum Kreisgericht Salder, dem späteren Amt Salder, und wurde 1850 in den Landkreis Wolfenbüttel eingegliedert. Seit dem 1. April 1942 gehört der Ort zur neugegründeten Stadt Watenstedt-Salzgitter – dem heutigen Salzgitter. Innerhalb Salzgitters zählt Calbecht seit der Gebietsreform 1972 zusammen mit Engerode, Gebhardshagen und Heerte zur Ortschaft West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1937 die [[Reichswerke Hermann Göring]] den Erzbergbau übernahmen, wurden große Flächen von Ackerland in Industrieflächen für die Schachtanlagen und Betriebe des Erzbergbaus umgewandelt. Die Bauern wurden in den Folgejahren mit Ersatzland aus den umliegenden Gemarkungen abgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kurzer Unterbrechung bei Kriegsende wurde der Erzbergbau wieder aufgenommen, erweitert und noch lange fortgeführt. Aber zum Ende der 1950er Jahre wurden die Abnahmebedingungen für die nur aufwändig zu verhüttenden Salzgitter-Erze immer schlechter. Dies bedingte einen anhaltenden Verfall der Preise für Salzgitter-Erze, der einen wirtschaftlichen Betrieb der Gruben nicht mehr zuließ. Der Betrieb der Schachtanlagen wurde 1967 aufgegeben und 1982 wurden auch die letzten Anlagen der Nassaufbereitung bei Calbecht stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte der 1980er Jahre wird das Gelände der ehemaligen Nassaufbereitung als Gewerbegebiet genutzt. Anfang der 1990er Jahre wurde beschlossen, die Gebäude der Erzbergbau AG für die Erweiterung der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, der heutigen [[Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften]], zu nutzen. Heute (2018) sind in Calbecht rund 2500 Studierende in den Bereichen Verkehr, Sport, Tourismus und Medien eingeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Stadt Salzgitter |titel=Fachhochschule Calbecht |url=https://www.salzgitter.de/bildung/fachhochschule.php |zugriff=2020-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzbergbau Hannoversche Treue ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grube Hannoversche Treue}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachtanlagen Hannoversche Treue.jpg|mini|Karte der Anlagen des Eisenerzbergwerks Hannoversche Treue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1830 und 1930 gab es im Gebiet des heutigen Salzgitter zahlreiche Kleinbetriebe, in denen das Erz in [[Tagebau]]en oder [[Stollen (Bergbau)|Stollen]] abgebaut wurde. Im Bereich der späteren Hannoverschen Treue waren dies die Gruben &amp;#039;&amp;#039;Engeröder Eisenstein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zuversicht&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hinterlist&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Treue&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gekrönte Hoffnung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Salzgitter 1942–1992&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;578ff&amp;lt;/ref&amp;gt; 1893 wurde die [[Ilseder Hütte]], zu der auch das Hochofenwerk in Groß Ilsede gehörte, Eigentümerin dieser Bergwerksfelder. Der Tagebau wurde 1930 stillgelegt, aber 1935 wurde der Betrieb wieder aufgenommen. 1936 wurden hier mit 100 Mann 75.000 Tonnen gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 1983&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;40&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Aufbaus der Hermann-Göring-Werke mussten die bisherigen Besitzer von Erzfeldern und Bergwerksanlagen im Raum Salzgitter diese zum 1. Oktober 1937 an die Reichswerke übertragen. Als erstes wurde nach der Übernahme die Förderung des Tagebaus erheblich ausgeweitet. Im darauffolgenden Jahr war dessen Belegschaft bereits auf 339 Mann gestiegen und es wurden über 319.000 Tonnen gefördert. Die höchste Förderleistung im Tagebau wurde 1941 mit 429.500 Tonnen erreicht. Der Betrieb des Tagebaus musste 1948 aufgegeben werden, da die gewinnbaren Lagerstättenteile ausgeerzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1937 wurden umfangreiche Erkundungsbohrungen aufgenommen, um das Erz auch im [[Tiefbau (Bergbau)|Tiefbau]] zu gewinnen. In der Zeit von Januar 1938 (Beginn der vorbereitenden Arbeiten) bis Oktober 1939 wurden dann vier Schächte [[Abteufen|abgeteuft]]:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Amt für Geschichte, Kultur und Heimatpflege der Stadt Salzgitter |Titel=Bergbau in Salzgitter |TitelErg=Die Geschichte des Bergbaus und das Leben der Bergleute von den Anfängen bis zur Gegenwart |Sammelwerk=Beiträge zur Stadtgeschichte |Band=13 |Auflage=1. |Verlag=Appelhans |Ort=Salzgitter |Datum=1997 |ISBN=3-930292-05-X |Kapitel=20 |Seiten=171ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um den Tiefbau möglichst schnell aufnehmen zu können, wurde als erstes der Schacht &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Treue 3&amp;#039;&amp;#039; in der Zeit von April 1938 bis Februar 1939 am östlichen Rand des Tagebaugebietes auf 279,8&amp;amp;nbsp;m abgeteuft. Ursprünglich war dieser Schacht als Hilfsschacht geplant, wurde aber bis zur Fertigstellung der [[Tagesanlagen]] von Schacht 2 als Förderschacht genutzt. Nachdem der Abbau den [[Sicherheitspfeiler|Schachtsicherheitspfeiler]] erreicht hatte, wurde der Schacht ab 1953 nicht mehr als Förderschacht genutzt und im Februar 1958 [[Abwerfen|abgeworfen]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Treue 2&amp;#039;&amp;#039; war als Hauptförderschacht geplant und wurde in der Zeit von März 1938 bis Oktober 1939 südlich von Calbecht auf 502&amp;amp;nbsp;m Endteufe niedergebracht. Kriegsbedingt verzögerte sich die Fertigstellung der Tagesanlagen, so dass die Förderung hier erst Anfang 1943 aufgenommen werden konnte. 1952 wurde der Schacht zum Hauptförderschacht ausgebaut.&lt;br /&gt;
* Im Juli 1938 wurden die Abteufarbeiten an den Schächten &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Treue Nord&amp;#039;&amp;#039; (am westlichen Ortsrand von Engerode) und &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Treue Süd&amp;#039;&amp;#039; (am südlichen Ende des Tagebaugebietes) aufgenommen. Der Nordschacht wurde bis Februar 1939 auf 263&amp;amp;nbsp;m niedergebracht und diente als Wetterschacht. Die Arbeiten am Südschacht waren im April 1939 bei einer Endteufe von 265&amp;amp;nbsp;m beendet. 1952/53 wurde der Südschacht (jetzt in &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Treue 1&amp;#039;&amp;#039; umbenannt) vertieft und zum Hauptseilfahrtsschacht ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende wurde die Förderung eingestellt und erst im Frühjahr 1946 wieder aufgenommen. Aus Absatzgründen stieg die Förderung nur langsam wieder an und erreichte erst 1950 wieder den Stand von 1943/44. Der Höchststand der Förderung wurde 1956 mit 1,06 Millionen Tonnen Roherz erreicht und im darauffolgenden Jahr hatte die Grube mit 867 angelegten Arbeitern und Angestellten den höchsten Belegschaftsstand. Infolge der wachsenden Absatzprobleme für Salzgittererze ging die Förderung ab 1960/61 immer stärker zurück. Hinzu kam noch, dass der Bergbau durch zunehmende Salzwasserzuflüsse behindert wurde. Im November 1966 wurde daher die Schließung der Grube beschlossen und am 27. Mai 1967 verließ der letzte [[Förderwagen (Bergbau)|Förderwagen]] das Bergwerk. Die Förderanlagen wurden abgerissen, ein Teil der Betriebsgebäude wird heute für andere Zwecke genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte Calbecht&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;175–178 und 249–252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seiner Stilllegung wurden aus dem Tiefbau des Bergwerks Hannoversche Treue 16,5 Millionen Tonnen Eisenerz gefördert. Dazu kommen 3,4 Millionen Tonnen, die in den Jahren 1937 bis 1948 aus dem Tagebau gefördert wurden. Während der gesamten Betriebszeit verunglückten auf Hannoversche Treue 52 Bergleute tödlich. Darunter waren 33 Bergleute, die am 19. Juli 1960 bei einem durch Fahrlässigkeit verursachten [[Grubenbrand]] ums Leben kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Amt für Geschichte, Kultur und Heimatpflege der Stadt Salzgitter |Titel=Bergbau in Salzgitter |TitelErg=Die Geschichte des Bergbaus und das Leben der Bergleute von den Anfängen bis zur Gegenwart |Sammelwerk=Beiträge zur Stadtgeschichte |Band=13 |Auflage=1. |Verlag=Appelhans |Ort=Salzgitter |Datum=1997 |ISBN=3-930292-05-X |Kapitel=20 |Seiten=176, 346}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
Erste Angaben zur Bevölkerung von Calbecht finden sich in einem Erbregister von 1548. Damals gab es in Calbecht zwei [[Vollspänner|Ackerhöfe]], einen [[Halbspänner]]hof und 17 [[Kötter|Kothöfe]]. Nach Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] dauerte es noch viele Jahre, bis 1678 die Zahl der Höfe wieder den alten Stand erreicht hatte. Einwohnerzahlen liegen für Calbecht erst seit dem 18. Jahrhundert vor. 1774 lebten hier 95 Menschen in 23 Feuerstellen, 1799 waren es bereits 200 Einwohner, diese Zahl veränderte sich bis 1933 nur geringfügig.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte Calbecht&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;57–60&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Erzbergbaus durch die Reichswerke zogen auch mehr Menschen nach Calbecht und 1939 hatte der Ort 346 Bewohner. Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen in den Nachkriegsjahren erreichte die Einwohnerzahl 1950 mit 432 Bewohnern das Maximum. Zu dieser Zeit gab es noch 11 landwirtschaftliche Betriebe, die zusammen 221&amp;amp;nbsp;ha Land bewirtschafteten. Bis zum Jahr 2000 war die Zahl der Betriebe auf 4 gesunken, die zusammen 229&amp;amp;nbsp;ha Ackerland bewirtschafteten. Die Einwohnerzahl nahm danach kontinuierlich ab und seit Ende der 1980er Jahre leben in Calbecht um die 300 Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahresbericht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width:70%; text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;Salzgitter-Calbecht – Bevölkerungsentwicklung seit 1821&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1821 || 188&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1848 || 224&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche von Salzgitter-Calbecht.jpg|mini|Kirche von Salzgitter-Calbecht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Kirchengebäude wurde in den Jahren 1803–1805 erbaut, nachdem zuvor die alte hölzerne Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die alte Kirche war erstmals in dem schon genannten Erbregister von 1548 erwähnt worden, es handelte sich um einen alten Wehrturm, an den später ein Kirchenschiff angebaut worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Kirche ist 50 Fuß lang und 34 Fuß breit (ein Braunschweiger Fuß = 28,54&amp;amp;nbsp;cm). Die Baukosten betrugen 2750 Taler, Bauleiter war der Kammerbaumeister Rothermund aus Wolfenbüttel. 1839 erhielt die Kirche eine Orgel, die aber nicht lange hielt und schon 1858 nicht mehr gespielt werden konnte. 1867 wurde die Orgel ersetzt, diese wird nach einer umfangreichen Renovierung 1966 noch heute benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890/91 erhielt die Kirche eine neue Turmuhr und zwei neue Glocken. Die kleinere der beiden Glocken, die von der Glockengießerei Radler in Hildesheim gegossen wurden, hängt heute noch im Kirchturm. Sie ist 350&amp;amp;nbsp;kg schwer, hat einen Durchmesser von 80&amp;amp;nbsp;cm und ist 71,5&amp;amp;nbsp;cm hoch. Die größere Glocke musste im Ersten Weltkrieg zum Einschmelzen abgegeben werden. Erst am 18. September 1961 erhielt die Kirche wieder eine zweite Glocke (Durchmesser 0,997&amp;amp;nbsp;m, Gewicht 613&amp;amp;nbsp;kg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1568 führte [[Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Herzog Julius von Braunschweig]] in seinem Land die Reformation endgültig ein. Das Gebiet des heutigen Salzgitter war jetzt Teil der drei [[Superintendent|Generalsuperintendenturen]] Bockenem, Gandersheim und Wolfenbüttel. Calbecht gehörte von nun an zur Spezialsuperintendentur Barum innerhalb der Generalsuperintendentur Wolfenbüttel. Nachdem die Pfarre in der Folgezeit mehrfach vakant war, wurde diese 1660 zur &amp;#039;&amp;#039;filia&amp;#039;&amp;#039; (lat.: Tochter) von Gebhardshagen und hat seitdem keinen eigenen Pfarrer mehr. Calbecht gehört auch heute (2018) zum Pfarrverband Gebhardshagen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte Calbecht&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;127–139&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 2017 fusionierten die drei Gemeinden des Pfarrverbandes zur Kirchengemeinde Gebhardshagen-Calbecht-Engerode.&amp;lt;ref&amp;gt;Salzgitter-Zeitung vom 15. Januar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ortschaft West}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Wappens fließt der Calbechter Bach, der als „Kalt-“ oder „Kalk-“Bach dem Dorf seinen Namen gab. Der Reichsapfel daneben erinnert daran, dass der älteste Hof des Ortes ursprünglich als Zubehör der [[Königspfalz Werla]] ein Reichslehen war. Die grüne Farbe symbolisiert die um Calbecht noch in großem Umfang erhaltenen Gehölze und die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 22. Januar 1998 von der Bürgerversammlung angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arnold Rabbow |Titel=Neues Braunschweigisches Wappenbuch |Verlag=Braunschweiger Zeitungsverlag |Datum=2003 |ISBN=3-926701-59-5 |Seiten=34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Stadtarchiv Salzgitter |Titel=Calbecht – Die Geschichte eines Dorfes in Salzgitter |Verlag=braunschweig-druck |Ort=Braunschweig |Datum=2002}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Reinhard Försterling, Sigrid Lux, Gudrun Pischke |Titel=Calbecht, Engerode, Gebhardshagen, Heerte |TitelErg=Ortschaft West in alten Ansichten |Verlag=Archiv der Stadt Salzgitter |Ort=Salzgitter |Datum=2003 |ISBN=3-930292-15-7 |Seiten=9–80 |Kommentar=Calbecht}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Kirstin Casemir |Titel=Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte |Datum=2003 |ISBN=3-89534-483-4 |Seiten=110}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Mechthild Wiswe]] |Titel=Die Flurnamen des Salzgittergebietes |Verlag=Selbstverlag des Braunschweigischen Geschichtsvereins |Datum=1970 |Seiten=466f}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Wolfgang Benz |Titel=Salzgitter. Geschichte und Gegenwart einer deutschen Stadt 1942–1992 |Verlag=C.H. Beck |Ort=München |Datum=1992 |ISBN=3-406-35573-0 |Seiten=574–588}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Vier Jahre Hermann-Göring-Werke Salzgitter 1938–1941 |Verlag=Melchior |Ort=Wolfenbüttel |Datum=2009 |ISBN=978-3-941555-06-8 |Seiten=28–57 |Kommentar=Reprint der Jubiläumsausgabe von 1941}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Archiv der Stadt Salzgitter, Redaktion: Heinrich Korthöber, Jörg Leuschner, Reinhard Försterling und Sigrid Lux |Titel=Bergbau in Salzgitter. Die Geschichte des Bergbaus und das Leben der Bergleute von den Anfängen bis zur Gegenwart |Ort=Salzgitter |Datum=1997 |ISBN=3-930292-05-X |Seiten=161–181 |Kommentar=Beiträge zur Stadtgeschichte, Band 13}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinz Kolbe |Hrsg=Geschichtsverein Salzgitter e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Die Geschichte des Eisenerz-Bergbaus in Salzgitter: Erzgebiet Hannoversche Treue zwischen Salzgitter-Bad und SZ-Engerode / Calbecht |Sammelwerk=Salzgitter-Jahrbuch 1983 |Band=5 |Ort=Salzgitter |Datum=1983 |Seiten=39–49}}&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Salzgitter-Calbecht&amp;amp;method=simpleSearch Literatur über Calbecht Katalog der DNB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahresbericht&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Referat für Wirtschaft und Statistik |url=https://www.salzgitter.de/rathaus/jahrbuch.php |titel=Statistisches Jahrbuch der Stadt Salzgitter |hrsg=Stadt Salzgitter |abruf=2025-02-02 |kommentar=Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monatsstatistik&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Referat für Wirtschaft und Statistik |url=https://www.salzgitter.de/rathaus/monatsbericht.php |titel=Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter |hrsg=Stadt Salzgitter |abruf=2025-02-02 |kommentar=Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Salzgitter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4726596-6|VIAF=243203580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Salzgitter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Salzgitter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1152]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1942]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;McBayne</name></author>
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