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	<title>Cakewalk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T19:12:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cakewalk&amp;diff=471564&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Joachim Schnitter: /* Musikalische Form und Rhythmus */</title>
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		<updated>2025-02-12T01:52:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Musikalische Form und Rhythmus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gesellschaftstanz]], der um 1850 als eigenständiger Tanz in den Vereinigten Staaten beschrieben wurde; er wurde zunächst &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chalk Line Walk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch für „Kreideliniengang“) genannt. Von 1895 bis 1905 wurde der Tanz dann auf der Grundlage von [[Ragtime (Musik)|Ragtime-Musik]] als &amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039; zum bekannten [[Modetanz]]; 1915 hatte er eine zweite Blütezeit,&amp;lt;ref name=&amp;quot;eins&amp;quot;&amp;gt;[http://www.streetswing.com/histmain/z3cake1.htm Street Swing&amp;#039;s Dance History Archives: Cake Walk]&amp;lt;/ref&amp;gt; die weltweit war, bevor er um 1920 aus der Mode kam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HENDL&amp;quot;&amp;gt;Maximilian Hendler: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte des Jazz. Vom Aufbruch der Portugiesen bis Jelly Roll Morton.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2008, S. 178f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Cake walk poster 1896.jpg|mini|Plakat aus dem Jahr 1896]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Um 1840 entstand in den Großgrundplantagen in [[Florida]] ([[USA]]) der [[Tanz]] &amp;#039;&amp;#039;Chalk Line Walk&amp;#039;&amp;#039;, als afroamerikanische [[Sklave]]n einen Tanz des ortsansässigen [[Indianer]]volks der [[Seminolen]] mit Tänzen aus ihrer [[afrika]]nischen Heimat verbanden. Sie übernahmen die Grundform des ernsthaften Schreittanzes für Paare und fügten Elemente der Tänze der [[Xhosa (Volk)|Xhosa]] und des &amp;#039;&amp;#039;Ring Shout&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Die Tänzer, &amp;#039;&amp;#039;walker&amp;#039;&amp;#039; genannt (englisch für „Geher“ oder „Spaziergänger“), schritten eine gerade Linie ab und balancierten dabei einen mit Wasser gefüllten Eimer auf dem Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit verschwand der Wassereimer und die Tänzer gingen stattdessen dazu über, das Verhalten ihrer weißen Herrschaften zu [[parodie]]ren. Sie [[Imitator|imitierten]] das stolze Schreiten der weißen [[Gesellschaftstanz|Gesellschaftstänzer]], spielten überspitzt das Schäkern mit den Damen nach, verbeugten sich übertrieben tief, schwangen imaginäre Spazierstöcke und grüßten mit meist nicht vorhandenen Hüten. Viele Plantagenbesitzer amüsierten sich über diese Vorstellungen ihrer Sklaven und organisierten Darbietungen für sich und ihre Besucher. Aus den Darbietungen erwuchs eine Konkurrenz: Die Plantagenbesitzer wollten sich gegenseitig beweisen, dass ihre Sklaven die besseren Tänzer seien, und führten deshalb sonntägliche Tanzwettbewerbe durch. Da der Preis für den Gewinner eines solchen Wettbewerbs zunächst ein Kuchen war, änderte sich der Name des Tanzes zu &amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039;. [[Ekkehard Jost]] zufolge ist es ungesichert, ob wirklich der Tanz so hieß, weil ein Kuchen als Preisgeld ausgesetzt war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Cakewalk.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolf Kampmann]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Ekkehard Jost]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Jazzlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-010528-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach anderen Überlieferungen ist der Tanz weniger ein formeller Tanz, sondern ein Tanzspiel mit Kuchen und Teil eines [[Hochzeitsbrauch]]tums.&amp;lt;ref&amp;gt;Maximilian Hendler: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte des Jazz. Vom Aufbruch der Portugiesen bis Jelly Roll Morton.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2008, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbreitung ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039; wurde auch in den nordamerikanischen [[Minstrel Show]]s eingesetzt. Dort diente er seit dem Ende der 1870er Jahre „dazu, den „Walkaround“ zu begleiten“, also den Schlussteil einer Minstrel Show. Allerdings wurde der &amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039; zunehmend auch unabhängig von dieser Verwendung eingesetzt: Der &amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039; trat bereits um die Jahrhundertwende seinen Weg in andere Erdteile an. Der Stummfilm &amp;#039;&amp;#039;Uncle Tom’s Cabin&amp;#039;&amp;#039; (1903), den [[Edwin S. Porter]] nach dem Roman von [[Harriet Beecher Stowe]] drehte, machte den Tanz in Europa bekannt, wo es auch zu ersten Einspielungen kam und er sich zum Modetanz entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Maximilian Hendler: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte des Jazz. Vom Aufbruch der Portugiesen bis Jelly Roll Morton.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2008, S. 168f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:JemimasWeddingDay.jpg|mini|Notenausgabe von Martin Saxx &amp;#039;&amp;#039;Jemimas Wedding Day&amp;#039;&amp;#039; (1899). Dort wird dafür geworben, dass die Melodie sehr verschieden ausgeführt werden konnte.]]&lt;br /&gt;
== Musikalische Form und Rhythmus ==&lt;br /&gt;
[[Maximilian Hendler]] referiert die [[Hypothese]], dass sich der Rhythmus des Cakewalk von der kubanischen [[Clave]] ableiten könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HENDL&amp;quot; /&amp;gt; Tondokumente des Cakewalk gibt es jedoch nur aus dessen mittlerer und später Verbreitungsphase. „Aus der Frühzeit sind weder Noten vorhanden noch irgendwelche Beschreibungen, die mehr als allgemeinste Eindrücke wiedergeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;HENDL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gedruckten Cakewalks umfassen in den meisten Fällen Untereinheiten mit zumeist jeweils 16 [[Takt (Musik)|Takten]], die in Formen wie AABBACCAA vorliegen, also einfacher als der Marsch oder auch der Ragtime aufgebaut sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Maximilian Hendler: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte des Jazz. Vom Aufbruch der Portugiesen bis Jelly Roll Morton.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2008, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt; Melodien wie der 1897 von [[Kerry Mills]] komponierte &amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039; „At a Georgia Camp Meeting“ konnten sowohl als [[Two Step (Tanz)|Two Step]] als auch als [[Polka]] und ebenso als Cakewalk, aber auch als [[Marschmusik|Marsch]] interpretiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. Hendler, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie Interpretationen durch die Kapelle von [[John Philip Sousa]] belegen, wurden &amp;#039;&amp;#039;Cakewalks&amp;#039;&amp;#039; damals auch als „Marsch mit [[Synkope (Musik)|Synkopen]]“ gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;So Hendler, S. 181, über deren Einspielung von „At a Georgia Camp Meeting“ von 1902.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cakewalk in der Kunstmusik ==&lt;br /&gt;
Der französische Komponist [[Claude Debussy]] verwendet als Schlusssatz seiner zwischen 1906 und 1908 entstandenen Klaviersuite [[Children’s Corner]] einen Cakewalk mit dem Titel „[[Golliwogg]]’s Cakewalk“. Das Stück im Ragtime-Rhythmus parodiert in seinem Mittelteil den Beginn von Richard Wagners Oper [[Tristan und Isolde (Oper)|Tristan und Isolde]] (allerdings gerade ohne den „[[Tristan-Akkord]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortbedeutung und Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Cakewalk&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Eindeutschung]] des [[Englische Sprache|englischen]] Begriffs &amp;#039;&amp;#039;cakewalk&amp;#039;&amp;#039;, der wörtlich „Kuchengang“ oder „Kuchenpromenade“ bedeutet. (Die im [[Duden]] angegebene Übersetzung „Kuchentanz“&amp;lt;ref name=&amp;quot;zwei&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/ Duden-Homepage, Online-Suche] - &amp;#039;&amp;#039;Eintrag: „Cakewalk“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; ist  ungenau.) Die Bezeichnung geht angeblich darauf zurück, dass Plantagenbesitzer ihre Sklaven sonntags Wettbewerbe in dieser Tanzform austragen ließen und der Gewinner als Preis einen Kuchen erhielt; er sollte den affektierten Gang der Weißen nachahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühere Bezeichnung für die Tanzform war &amp;#039;&amp;#039;chalk line walk&amp;#039;&amp;#039;, englisch für „Kreideliniengang“ oder „Kreidelinienpromenade“. Der Grund für diese Benennung ist nicht bekannt, vermutlich geht sie darauf zurück, dass die Paare auf einer (imaginären) geraden Linie promenieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandte Begriffe und Redensarten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:EliGreensCakeWalk.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Eli Green’s Cake Walk&amp;#039;&amp;#039; von [[Sadie Koninsky]] (Notenausgabe 1896)]]&lt;br /&gt;
Durch den Cakewalk entstanden die folgenden englischsprachigen Redensarten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;(to) take the cake&amp;#039;&amp;#039; – „den Preis davontragen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;drei&amp;quot;&amp;gt;Heinz Messinger: &amp;#039;&amp;#039;Langenscheidts Großes Schulwörterbuch Englisch - Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; 12. Auflage. Langenscheidt, 1994, ISBN 3-468-07122-1, S. 163, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;cake&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vier&amp;quot;&amp;gt;[http://dict.leo.org/?lp=ende&amp;amp;lang=de&amp;amp;searchLoc=0&amp;amp;cmpType=relaxed&amp;amp;relink=on&amp;amp;sectHdr=on&amp;amp;spellToler=std&amp;amp;search=cake LEO Deutsch-Englisches Wörterbuch - Stichwort „cake“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;that takes the cake!&amp;#039;&amp;#039; – „das ist (einsame) Spitze!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;eins&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;drei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;it’s a cakewalk&amp;#039;&amp;#039; – „das ist ein Kinderspiel“&amp;lt;ref name=&amp;quot;eins&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eventuell geht auch die folgende englischsprachige Redensart auf den Cakewalk zurück:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;that’s a piece of cake&amp;#039;&amp;#039; – „das ist ein Kinderspiel“, „das ist einfach“, „das ist leicht“&amp;lt;ref name=&amp;quot;vier&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  {{Literatur |Autor=Astrid Kusser |Titel=Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900 |Reihe=Postkoloniale Medienwissenschaft |Verlag=Transcript Verlag | Ort=Bielefeld |Datum=2013 |ISBN=978-3-8376-2060-3 |Online={{Google Buch |BuchID=Y6jJBAAAQBAJ |Linktext=Eingeschränkte Vorschau }}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Der Cake-walk auf den Pariser Bällen |Sammelwerk=Freiburger Zeitung |Band=119. Jahrgang |Nummer=278 |Datum=1902-11-28 |Fundstelle=2.&amp;amp;nbsp;Blatt, S.&amp;amp;nbsp;2, Sp.&amp;amp;nbsp;2 |Online=[http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&amp;amp;ausgabe=02&amp;amp;day=28r2&amp;amp;year=1902&amp;amp;month=11&amp;amp;project=3&amp;amp;anzahl=4 Freiburger Zeitung – digital] |Abruf=2022-04-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cake walk|Cakewalk}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.streetswing.com/histmain/z3cake1.htm |titel=Cake Walk |werk=Street Swing&amp;#039;s Dance History Archives |sprache=en |abruf=2022-04-26 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://tallulahs.com/t5526.html |titel=Tallulah&amp;#039;s Biographies &amp;amp; Images; Famous Photographers; Stanislaw Walery: The Cake Walk Dancers |werk=Tallulahs.com |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20050305162745/http://tallulahs.com/t5526.html |archiv-datum=2005-03-05 |abruf=2022-04-26 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tanz aus den Vereinigten Staaten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Joachim Schnitter</name></author>
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