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	<title>Cajamarca-Quechua - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache= Cajamarca-Quechua &amp;#039;&amp;#039;(Kashamarka Runashimi / Kichwa / Linwa)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Länder= [[Peru]]&lt;br /&gt;
|Sprecher= 30.000 &amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Klassifikation= * [[Quechua|Quechua-Sprachfamilie]]&lt;br /&gt;
*: [[Wampuy]] (Quechua II)&lt;br /&gt;
*:: [[Yunkay]] (Quechua II a)&lt;br /&gt;
|KSprache= Cajamarca-Quechua&lt;br /&gt;
|Amtssprache= [[Peru]] (regional)&lt;br /&gt;
|ISO1= qu&lt;br /&gt;
|ISO3= qvc, que (Makrosprache)&lt;br /&gt;
|ISO2= que&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cajamarca-Quechua&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cajamarca-Ketschua&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Quechua]]: &amp;#039;&amp;#039;Kashamarka Runashimi&amp;#039;&amp;#039;, offiziell &amp;#039;&amp;#039;Kashamarka qichwa&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kichwa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Linwa&amp;#039;&amp;#039;, {{esS|Quechua Cajamarquino}}) ist eine Varietät des Quechua, die in einer [[Sprachinsel]] im [[peru]]anischen Departement [[Region Cajamarca|Cajamarca]] gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachgebiet ==&lt;br /&gt;
Cajamarca-Quechua wird in der [[Provinz Cajamarca]] in Teilen der Distrikte [[Distrikt Chetilla|Chetilla]], [[Distrikt Cajamarca|Cajamarca]] und [[Distrikt Los Baños del Inca|Los Baños del Inca]], insbesondere in [[Chetilla]] (Distrikt Chetilla) und [[Porcón]] (Distrikt Cajamarca) gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Quechua in Cajamarca, das nie in der gesamten Region gesprochen wurde, geht wahrscheinlich auf Umsiedlergruppen &amp;#039;&amp;#039;([[mitma]]q)&amp;#039;&amp;#039; in der Inka-Zeit zurück. Im Falle des Ortes [[Porcón]] sollen dies [[Kañari]] aus dem heutigen Ecuador sein, während [[Chetilla]] auf Umsiedler aus [[Provinz Chachapoyas|Chachapoyas]] zurückgehen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;redeaiperu&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2009-08-21 |offline=ja |url=http://www.redeaiperu.org/textos/Di%C3%A1logo%20del%2030%20de%20junio%20del%202004%20cajamarca.doc |autor=Dolores Ayay Chilón |werk=Diálogo RED Educación, Arte e Interculturalidad / Cajamarca |titel=Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Academia Regional del Idioma kichwa variedad Cajamarca&amp;#039;&amp;#039; (ARIQC) }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die benachbarte, nicht verwandte [[Culli]]-Sprache in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausstarb, hat beim Cajamarca-Quechua ein starker Rückgang der Sprache in der zweiten Jahrhunderthälfte eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Wörterbuch zu Cajamarca-Quechua sowie eine Grammatik wurden 1976 von Felix Quesada im Auftrag der peruanischen Regierung herausgegeben. Das meiste Material zu dieser Quechua-Variante stammt jedoch von David Coombs vom Linguistischen Sommerinstitut ([[SIL International]]), der mit seiner Frau Heidi als [[Wycliff|Wycliffe-Bibelübersetzer]] von 1973 bis 2012 in der Region lebte. Auf die Aktivitäten des Ehepaars Coombs zusammen mit quechuasprachigen Pastoren geht auch eine 2005 herausgegebene Übersetzung des [[Neues Testament|Neuen Testaments]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Grace Chapel, California: [http://gcoceanside.org/missions/wycliffe-bible-translators/ Wycliffe Bible Translators: David &amp;amp; Heidi Coombs]. Abgerufen am 10. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. März 1986 gründeten Indigene der Region die Regionale Akademie der Quechua-Sprache in Cajamarca (Academia Regional del Idioma Quechua de Cajamarca, ARIQC), welche das Quechua „zurückfordern, retten und erhalten“ will, und zwar durch Lehre, Forschung und Verbreitung der Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcelino Intor Chalán, 2002: [http://ftpmirror.your.org/pub/wikimedia/images/wikipedia/commons/a/a5/YACH&amp;#039;AKUSHUN_QICHWANCHIQTA_-APRENDAMOS_NUESTRO_QUECHUA.pdf Yach’akushun Qichwanchiqta - Aprendamos nuestro quechua] (PDF; 726&amp;amp;nbsp;kB), S. 22f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein klarer Arbeitsschwerpunkt liegt im Quechua-Unterricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pullapurishum&amp;quot;&amp;gt;pullapurishum.de: {{Webarchiv |url=http://www.pullapurishum.de/howto.html |wayback=20120405085509 |text=&amp;#039;&amp;#039;Academia Quechua – Cajamarca&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche Merkmale ==&lt;br /&gt;
Das Cajamarca-Quechua hat den alten Quechua-Lautbestand weitgehend bewahrt, einschließlich des [[retroflex]]en ch [ĉ]. Anlautendes [h] ist jedoch verstummt, so dass dieser Laut, ausgedrückt mit &amp;quot;j&amp;quot;, nur in spanischen Lehnwörtern vorkommt. Als Gemeinsamkeit mit anderen nordperuanischen Quechua-Varianten werden Pluralformen des [[Verb]]s durch Anhängen von &amp;quot;llapa&amp;quot; gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtschreibung ==&lt;br /&gt;
Quesada verwendete 1976 eine [[Orthographie]], die ähnlich wie die anderen damaligen unter [[Juan Velasco Alvarado]] herausgegebenen Wörterbücher und Grammatiken für die regionalen Quechua-Varianten und die bis heute von der [[AMLQ]] in Cusco propagierte Schreibweise fünf Vokale (a, e, i, o, u) beinhaltete, bei den Konsonanten aber ebenso wie diese weitgehend den heutigen Quechua-Konventionen entsprach. Retroflexes ch wurde aber – wie auch durch [[Rodolfo Cerrón Palomino]] in der [[Wanka-Quechua]]-Grammatik – mit &amp;quot;tr&amp;quot; wiedergegeben, was bei Lehnwörtern aus dem Spanischen wie &amp;#039;&amp;#039;trabajay&amp;#039;&amp;#039; zu Ungenauigkeiten führte. Außerdem wurde nicht [[phonem]]isches b, d, g in Quechua-Wörtern – [[Allophon]]e von p, t, k nach [[Nasal (Phonetik)|Nasalen]] – mit b, d, g wiedergegeben. Die Quechua-Akademie Cajamarca benutzt heute – der Quechua-Phonologie und damit modernen Orthographien entsprechend – nur drei Vokale (a, i, u), schreibt wie in der modernen [[Kichwa]]-Orthographie np, nt, nk für mb, nd, ng und gibt retroflexes ch mit ch&amp;#039; wieder,&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel: Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Quch&amp;#039;apanpa&amp;#039;&amp;#039; für [[Cochabamba (Cajamarca)|Cochabamba]] oder &amp;#039;&amp;#039;Yach&amp;#039;aywasi&amp;#039;&amp;#039; („Schule“) auf der Website der Akademie: &amp;#039;&amp;#039;Yach&amp;#039;achinillapam Kashamarka - Kañaris runashimita&amp;#039;&amp;#039; gegenüber &amp;#039;&amp;#039;Qotrapamba&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Yatraywasi&amp;#039;&amp;#039; bei Félix Quesada (1976).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pullapurishum&amp;quot; /&amp;gt; nicht zu verwechseln mit dem [[Plosiv]] ch&amp;#039; im [[Südliches Quechua|südlichen Quechua]]. In Lehnwörtern aus dem Spanischen treten auch Schreibweisen mit b, d, g auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Website der Akademie, ebda.: &amp;#039;&amp;#039;nubyimri&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;noviembre&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;duminku&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;domingo&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[SIL International]] wiederum benutzt in seinen Quechua-Schriften fünf Vokale und mb, nd, ng, womit es sich nahezu an Félix Quesadas Schreibweisen von 1976 hält, schreibt aber ch&amp;#039; für retroflexes ch.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z.&amp;amp;nbsp;B. die {{Webarchiv|url=http://www.lulu.com/items/volume_64/4724000/4724744/1/print/QcaNT-A5lulu.pdf |wayback=20151221163001 |text=Übersetzung des Neuen Testaments auf Cajamarca-Quechua }} (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige soziolinguistische Situation ==&lt;br /&gt;
Das Cajamarca-Quechua ist derzeit einer schnellen Verdrängung durch das Spanische ausgesetzt und hält sich lediglich noch in den Gemeinden Chetilla und Porcón in der Provinz Cajamarca, wo jedoch die Kinder auch zunehmend nur noch Spanisch sprechen. Auf Grund des geringen Ansehens der [[indigene]]n Sprache sind die Angaben zur Anzahl der Sprecher aus Volkszählungen viel niedriger als die wahrscheinliche tatsächliche Anzahl. So schwanken die Zahlen zwischen unter 10.000 und über 30.000 Sprechern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Institution, die für die Quechua-Sprache in Cajamarca eintritt, ist die am 15. März 1987 gegründete &amp;#039;&amp;#039;Regionale Akademie der Quechua-Sprache in Cajamarca&amp;#039;&amp;#039; (Academia Regional del Idioma Quechua de Cajamarca, ARIQC; derzeitiger Präsident: Herr Dolores Ayay Chilón) mit Sitz in der Stadt [[Cajamarca]], die fast ausschließlich von regionalen Quechuasprachigen getragen wird und neben ihrem Engagement für [[interkulturelle zweisprachige Erziehung]] an Schulen &amp;#039;&amp;#039;(EIB)&amp;#039;&amp;#039; in eigener Verantwortung Unterricht in Quechua als Zweitsprache anbietet, für Kinder von 6–12 Jahren kostenlos.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.servindi.org/actualidad/38226 Servindi, 6. Januar 2011. Perú: Niños de Cajamarca aprenderán el quechua con clases gratuitas]&amp;lt;/ref&amp;gt; So strebt sie auch in bereits [[Hispanisierung|hispanisierten]] Orten, darunter z.&amp;amp;nbsp;B. Chamis und Cushunga, eine Revitalisierung des Quechua an. In jüngster Zeit wird das Cajamarca-Quechua deshalb auf Grund dieses Engagements vereinzelt als Fach in Schulen angeboten. Den staatlichen Behörden warf Akademiepräsident Ayay dagegen Anfang 2011 vor, entgegen offiziellen Verlautbarungen über EIB nichts für den Erhalt des Quechua oder der ebenfalls im Departamento gesprochenen [[Aguaruna]]-Sprache (Awajún) zu tun und der Akademie jegliche Unterstützung zu versagen, ganz im Gegenteil würden vielmehr noch heute Lehrer den Gebrauch des Quechua in Chetilla und Porcón unterdrücken.&amp;lt;ref&amp;gt;panoramacajamarquino.com: {{Webarchiv |url=http://www.panoramacajamarquino.com/noticia/dolores-ayay-cada-vez-son-menos-las-personas-que-hablan-quechua/ |wayback=20140201104833 |text=&amp;#039;&amp;#039;Dolores Ayay: Cada vez son menos las personas que hablan quechua&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/index.php/sID/f83af873a072f4996763c2e656c8921e/lan/de/xtra/ce006c313c57a37258d2ac8202abf12e/msg/bf2d0948663dcf5f58378555d805791a/itt/Peru/index.html Blickpunkt Lateinamerika, 21. Januar 2011. Peru, Cajamarca: Bilinguale Ausbildung nur Papiertiger]&amp;lt;/ref&amp;gt; In starkem Gegensatz zur Ignoranz der peruanischen Eliten gegenüber den indigenen Sprachen stehe ein großes Interesse aus dem Ausland am Cajamarca-Quechua.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.servindi.org/actualidad/38959 Perú: “En Cajamarca la EIB está en cero”, afirma Dolores Ayay. Servindi, 20. Januar 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; So erlernten 2009/2010 50 Interessenten aus Deutschland, Frankreich, den USA, Finnland, England, Russland, Ecuador, Belgien und den Niederlanden in Kursen der Akademie rasch Kommunikationsfähigkeit in Cajamarca-Quechua.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aeronoticias.com.pe/noticiero/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=10700:estudiantes-extranjeros-aprendieron-idioma-quechua-en-cajamarca&amp;amp;catid=47:47&amp;amp;Itemid=201 Oscar Guerrero, Aeronoticias, 8. April 2010: Estudiantes extranjeros aprendieron idioma quechua en Cajamarca]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch selbst in überregionalen Quechua-Zusammenhängen schlug der regionalen Quechua-Akademie mangelndes Ansehen des „Regionaldialekts“ entgegen: So gab es Versuche seitens der [[Academia Mayor de la Lengua Quechua]] in [[Cusco]], eine Konkurrenzakademie in Form einer „regionalen Filiale“ zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Widerspruch des ARIQC-Vorsitzenden Dolores Ayay Chilón gegen die Zulassung einer zweiten Quechua-Akademie in Cajamarca. {{Webarchiv|url=http://juanestebanyupanqui.blogspot.com/2008_07_01_archive.html |wayback=20101017111727 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ARIQC arbeitet dagegen mit [[Kichwa]]-Organisationen aus [[Ecuador]] zusammen, mit denen nach eigener Aussage eine Verständigung bei Verwendung der jeweils eigenen Kichwa-Variante problemlos möglich sein soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;redeaiperu&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch von Feindseligkeit gegenüber dem Cajamarca-Quechua in protestantischen Kirchen berichtet. So werden in der Kirchengemeinde der [[Adventisten]] in Alto Porcón laut einer Untersuchung von [[Marco Arana Zegarra]] 2002 nicht nur traditionelle Kleidung und Musikinstrumente, sondern auch der Gebrauch des Quechua sozial geächtet. Der Autor zitiert die mündliche Aussage eines Mitarbeiters einer lokalen Radiostation, der wiederholt vom Adventistenpastor von Porcón Bajo und ehemaligen Bürgermeister von Porcón Alto attackiert wurde, weil er quechuasprachige Radiosendungen machte, und zwar mit der Begründung, dass „alle Leute denken werden, in Porcón seien Quechua-Indios“. Anders als Schüler in anderen Teilen von Porcón lehnen die adventistischen Schüler aus Porcón Alto jeglichen Quechua-Unterricht ab und fordern stattdessen verstärkten Englisch-Unterricht, da für die Arbeit in der – heftig umstrittenen, da stark umweltbelastenden – Mine [[Yanacocha]] schließlich Englisch gebraucht werde. Von 726 Personen in Granja Porcón sind 81 % Katholiken, während sämtliche Genossen der „Kooperative Jerusalem“ (Granja Porcón), also diejenigen mit der ökonomischen Macht, der evangelikalen Freikirche angehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Arana Zegarra 2002, S. 33–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ablehnung des Quechua in evangelikalen Gemeinden in den 1980er Jahren berichtet auch Heidi Coombs von SIL International. In der Überzeugung, dass sich so das Ziel der [[Evangelisation]] nicht erreichen ließe, stellten sich Christen um Coombs dieser Haltung durch öffentliche Lesungen biblischer Texte auf Quechua in Chetilla entgegen, worauf zahlreiche Zuhörer die Botschaft überhaupt erst verstanden. Seither wird laut Coombs, insbesondere auch in Verbindung mit der Übersetzung des Neuen Testaments, Cajamarca-Quechua in verschiedenen Kirchen vermehrt verwendet, so etwa in Lesungen und Liedern mit traditionellen Melodien.&amp;lt;ref&amp;gt;Heidi Coombs: Our heads aren’t tired. Cajamarca Quechua Scripture Promotion. In: Margarethe Sparing-Chávez (Hrsg.): {{Internetquelle |abruf=2023-05-08 |offline=ja |url=http://ftp.sil.org/americas/peru/pubs/pop.pdf |werk=ftp.sil.org |titel=People of Peru }} (PDF, 36 MB), S. 24f. [[SIL International|Summer Institute of Linguistics]], Lima 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2008 erkannte die [[Region Cajamarca|Regionalregierung von Cajamarca]] Quechua neben der [[Aguaruna]]-Sprache (Awajún) und dem Spanischen als „offizielle Sprache“ an und erklärte, bei der Institutionalisierung in Bildung und Verwaltung in „mündlicher und schriftlicher Form“ mit der regionalen Quechua-Akademie zusammenzuarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Cajamarca reconoce como lenguas oficiales al awajún, quechua y castellano. El Comercio, 15. Dezember 2008.&amp;lt;!--Dead Link: http://www.elcomercio.com.pe/ediciononline/html/2008-12-15/cajamarca-reconoce-como-lenguas-oficiales-al-awajun-quechua-y-castellano.html--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 wurde mit der regionalen Direktive R.D.R. N° 4107-2011-ED/CAJ die Verwendung des Quechua an Primar-, Sekundar- und höheren Schulen in Cajamarca autorisiert, und mit R.D.R. N° 0659-2012-ED/CAJ wurde das regionale Quechua-Alphabet (3 Vokale, 17 Konsonanten) anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacinto Luis Cerna Cabrera, Dolores Ayay Chilón: {{Webarchiv|url=http://www.educacioncajamarca.gob.pe/sites/default/files/comunicados/documentos/Revista%20Huella%20Docente.pdf |wayback=20160304093517 |text=&amp;#039;&amp;#039;Educación intercultural bilingüe en Cajamarca hacia la cumbre&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 21,2&amp;amp;nbsp;MB}}. In: Huella Docente, DRE Cajamarca, Januar 2015, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Juan Arribasplata: {{Webarchiv |url=http://www.noticiasser.pe/11/06/2012/voces/revalorizacion-del-quechua-en-cajamarca |archive-is=20150922 |text=&amp;#039;&amp;#039;Revalorización del quechua en Cajamarca&amp;#039;&amp;#039; }}. In: Noticias SER, 11. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des ARIQC-Präsidenten Ayay gibt es seit 2011 durch den Regionalpräsidenten Gregorio Santos erstmals eine nennenswerte Unterstützung der Region Cajamarca für Quechua-Unterricht, der hier mit dem Ziel einer Wiedererlangung der Sprache konzipiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=ujl69I5i89U Entrevista Dolores Ayay, y el apoyo del gobierno regional de Cajamarca al quechua]. 4. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wird auch an den Zahlen der insgesamt 281 Schulen im Departamento Cajamarca deutlich, die 2014 für [[Interkulturelle zweisprachige Erziehung]] und &amp;#039;&amp;#039;Interkulturelle Erziehung zur linguistischen Revitalisierung&amp;#039;&amp;#039; vorgesehen sind: Hier haben die Schüler in 24 Schulen Awajún und nur in 5 Schulen Quechua als Muttersprache, während in 252 Schulen (sowohl Primar- als auch Sekundarschulen) Quechua als Zweitsprache der Schüler dient, man also auf Spracherwerb des Cajamarca-Quechua abzielt – darunter in 85 Schulen im Distrikt Cajamarca, 16 in Chetilla und 52 in Baños del Inca. Die 2013 im Departamento Cajamarca betriebenen drei Schulen mit Quechua als Muttersprache befinden sich alle in Querocotillo, einem Gebiet, das an die [[Region Lambayeque]] angrenzt und wo die Quechua-Variante [[Inkawasi-Kañaris]] gesprochen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Perú, Ministerio de Educación, Dirección General de Educación Intercultural, Bilingüe y Rural: {{Webarchiv |url=http://www.digeibir.gob.pe/lenguas/descargas/cajamarca.pdf |wayback=20150118192408 |text=Cajamarca (2014)}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Perú, Ministerio de Educación, Dirección General de Educación Intercultural, Bilingüe y Rural: {{Webarchiv|url=http://www2.minedu.gob.pe/filesogecop/DNL-version%20final%20WEB.pdf |wayback=20181004081218 |text=&amp;#039;&amp;#039;Documento Nacional de Lenguas Originarias del Perú&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 21,4&amp;amp;nbsp;MB }}, Junín, 2013, S. 289f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2014 wurden erstmals sechs Lehrerstellen für Cajamarca-Quechua-Muttersprachler in [[Interkulturelle zweisprachige Erziehung|interkultureller zweisprachiger Erziehung]] an mehreren Schulen in Chetilla, Porcón Alto, La Paqcha und Cajamarca ausgeschrieben, deren Grundlage unter anderem das von [[María Sumire]] entworfene Sprachen-Gesetz &amp;#039;&amp;#039;(Ley 29735)&amp;#039;&amp;#039; ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Gobierno Regional Cajamarca: {{Webarchiv |url=http://www.ugelcajamarca.gob.pe/sites/default/files/documentos/articulos/CONVOCATORIA%20PLAZAS%20QUECHUA%202014%20(QUECHUA).pdf |wayback=20150118192542 |text=&amp;#039;&amp;#039;Convocatoria a Concurso Público&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 352&amp;amp;nbsp;KB }}. Cajamarca, 22. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben der regionalen Quechua-Akademie konnten aber bereits in dem seit 2011 an einigen Primar- und Sekundarschulen organisierten Quechua-Unterricht viele Schüler innerhalb von zwei Jahren ein Sprachniveau erlangen, das sie erstmals zu einer Kommunikation mit der ältesten, einsprachigen Quechua-Generation ihres Dorfes befähigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacinto Luis Cerna Cabrera: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.cajamarca-sucesos.com/2014/pagina_educativa/la_funcion_de_la_academia_quechua.pdf La función de la Academia Quechua]&amp;#039;&amp;#039; cajamarca-sucesos.com, Februar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Félix Quesada C. (1976): Diccionario Quechua de Cajamarca-Cañaris [- Castellano y vice versa]. Ministerio de educación del Perú.&lt;br /&gt;
*Félix Quesada C. (1976): Gramática quechua, Cajamarca-Cañaris. Ministerio de educación del Perú.&lt;br /&gt;
*David Coombs et al. (2003): [http://www.pnglanguages.org/americas/peru/pubs/Qca-gram.pdf Rimashun kichwapi - Hablemos en quechua] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
*Marcelino Intor Chalán (2010): [http://ftpmirror.your.org/pub/wikimedia/images/wikipedia/commons/a/a5/YACH&amp;#039;AKUSHUN_QICHWANCHIQTA_-APRENDAMOS_NUESTRO_QUECHUA.pdf Yach’akushun Qichwanchiqta. Aprendamos nuestro quechua] (PDF; 726&amp;amp;nbsp;kB). Fondo Editorial Municipalidad Provincial de Cajamarca. 2da. edición, febrero de 2010.&lt;br /&gt;
*Dolores Ayay Chilón (2013): {{Webarchiv | url=http://www.pullapurishum.de/FOLLETO%20QUECHUA.pdf | wayback=20140714113445 |format=PDF; 582&amp;amp;nbsp;KB | text=&amp;#039;&amp;#039;Kashamarkapa shumaq mishki shiminmi&amp;#039;&amp;#039; }}&lt;br /&gt;
*[[Marco Arana|Marco A. Arana Zegarra]] (2002): [http://www.cajamarca.de/download/marco-tesis.pdf Resolución de Conflictos Medioambientales en la Microcuenca del Río Porcón, Cajamarca 1993-2002] (PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB). Doktorarbeit 2002, [[Pontificia Universidad Católica del Perú]].&lt;br /&gt;
*Yina Miliza Rivera Brios: Quechua language education in Cajamarca (Peru): History, strategies and identity. University of Toronto, 2006. ISBN 0-494-16396-8, 9780494163962&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.pullapurishum.de/ |wayback=20110205011537 |text=Pulla purishun: Academia Regional del Idioma Kichwa variedad Cajamarca, ARIQC}}&lt;br /&gt;
* [https://www.cajamarca-sucesos.com/2014/pagina_educativa/la_funcion_de_la_academia_quechua.pdf Jacinto Luis Cerna Cabrera: La función de la Academia Quechua, Cajamarca]&lt;br /&gt;
* [http://www.lulu.com/items/volume_64/4724000/4724744/1/print/QcaNT-A5lulu.pdf Neues Testament auf Cajamarca-Quechua] (PDF 2,2 MB)&lt;br /&gt;
* [http://vimeo.com/15625141 Mishki Rimay (Süße Sprache): Herr Dolores Ayay Chilón aus Porcón spricht über die Quechua-Sprache und indigene Kultur in seiner Gemeinde Porcón] (Video auf Quechua mit spanischen Untertiteln)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Kaputter Link ohne Archiv * [http://www.pullapurishum-verein.de/Quechua_Interview.pdf Interview von Anne Bernhardt mit Herrn Dolores Ayay Chilón, 11. April 2011, Cajamarca] (deutsche Übersetzung; PDF; 116&amp;amp;nbsp;kB)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Märchen, Erzählungen auf Cajamarca-Quechua ===&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.pullapurishum.de/course3.html |wayback=20150511133327 |text=Unay willanakuna: Urqu Kilish}} (Der [[Apu (Berggottheit)|Apu]] [[Quilish]] und andere Märchen, aufgezeichnet von Dolores Ayay Chilón, ARIQC)&lt;br /&gt;
* [https://www.sil.org/americas/peru/pubs/caja-cntflk.pdf Cuentokuna llaqtancheqmanta] (1979, erzählt von Blanca Ortiz Chamán, Cruz Landa Quito, Vicente Ortiz Alaya, aufgezeichnet von David Coombs, SIL, PDF 1,0 MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.sil.org/americas/peru/pubs/caja-clc1.pdf Shumaq Kwintukuna] (1983, erzählt von Cruz Landa Quito, Vicente Ortiz Alaya, SIL, PDF 1,4 MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.sil.org/americas/peru/pubs/caja-clc2.pdf Unay Kwintitukuna] (1997, aufgezeichnet von Santos A. Calua Terán, SIL, PDF 2,4 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quechua]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Cajamarca]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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