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	<title>Cajón - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:11:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caj%C3%B3n&amp;diff=119860&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arthur Trindle: Anpassung des Genus, damit es einheitlich ist.</title>
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		<updated>2025-11-27T08:43:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anpassung des Genus, damit es einheitlich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Cachon|Zum französischen katholischen Priester in Japan siehe [[Mermet de Cachon]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Homemade cajón.jpg|mini|Cajón]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cajón&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kachon&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ka&amp;#039;xɔn}}], [[Spanische Sprache|spanisch]] für ‚Schublade‘ oder ‚(Holz-)Kiste‘, Plural {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;cajones&amp;#039;&amp;#039;}}), auf Deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Kistentrommel&amp;#039;&amp;#039;, englisch &amp;#039;&amp;#039;box drum&amp;#039;&amp;#039;, ist ein aus [[Peru]] und [[Kuba]] stammendes [[Perkussion (Musik)|Perkussionsinstrument]] aus der Gruppe der Aufschlag[[idiophon]]e, typologisch ist sie eine Hohl[[schlitztrommel]]. &amp;#039;&amp;#039;Cajón de tapeo&amp;#039;&amp;#039; heißt die Kistentrommel in [[Mexiko]]. Die Cajón hat einen [[Große Trommel|trommelähnlichen]] Klang und wird mit den Händen, vereinzelt mit [[Besen (Perkussion)|Besen]] gespielt, Bass-Cajones als Bestandteil eines größeren [[Schlagzeug]]s auch mit der [[Fußmaschine]]. In der spanischen Sprache ist &amp;#039;&amp;#039;cajón&amp;#039;&amp;#039; [[Maskulinum|maskulinen Geschlechts]], auch in der deutschen Fachsprache. Häufiger ist im Deutschen das weibliche [[Genus]] („die Cajón“).&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Cajón“ ist abgeleitet von „die Trommel“ und „die Kiste“. Seltener kommt im Deutschen auch „das Cajón“ vor.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der peruanischen Cajón setzt sich der Spieler auf die Kiste. Die kubanische Cajón hingegen wird eher wie eine Trommel eingesetzt, ohne dass sich jemand darauf setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cajon_walter.ogv|mini|Hörbeispiel einer Cajón]]&lt;br /&gt;
Spezifisches Kennzeichen von Cajones ist, dass ihre Schlagflächen – statt einer Fell- oder Folienbespannung – aus Holzplatten bestehen. Ihr Korpus besteht meistens ebenfalls aus Holz, wobei inzwischen auch andere Materialien Verwendung finden. Man unterscheidet die afro-peruanische Bauweise von verschiedenen kubanischen Cajón-Typen, die dort vorzugsweise in speziellen [[Rumba]]formen zum Einsatz kommen. Charakteristisch bei der peruanischen Variante ist der klappernde Klang, der daher rührt, dass die Schlagplatte im oberen Bereich nicht fest mit dem Korpus verbunden ist, sondern dazwischen ein Spalt bleibt. Im Zuge der Etablierung der afro-peruanischen Bauform im spanischen [[Flamenco]] entwickelten sich verschiedene Modifikationen, die mit Bauteilen aus Metall statt des klappernden Klangs einen Snare-(= Schnarr)Effekt ähnlich einer [[Kleine Trommel|Snaredrum]] (Kleinen Trommel) erzeugen, hier liegt das Schlagbrett meist ringsherum fest am Korpus an. Neben umwickelten Stahlsaiten, die der Schlagplatte anliegend verlaufen, gibt es Varianten mit Snare-Teppichen, Snare-Teppichsegmenten, Metallzungen-Fächern und spiraligen Drähten. Alle reagieren mechanisch und geräuschhaft auf die Schwingungen der Schlagplatte. Es gibt auch Cajones, bei denen man den Snare-Teppich während des Spiels aus- und einschalten kann. Beim Einsatz als Schlagzeug-Ersatz werden hauptsächlich Modelle mit Snare-Effekt verwendet, der durch Snarespiralen und nicht durch Saiten erzeugt wird. Diese Modelle erlauben am ehesten sowohl trockene Bassdrum-Klänge im Bass-Schlag, als auch realistische Snare-Klänge im Tone-Schlag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.sticks.de/equipment/el-cajon-die-geschichte-der-wunderkiste/ | titel=El Cajón – die Geschichte der Wunderkiste | hrsg=[[Sticks (Zeitschrift)|sticks.de]] | datum=2015-11-02 | zugriff=2018-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurden Cajones wie viele andere Trommeln auch auf einem Schemel sitzend zwischen die Schenkel geklemmt gespielt. Heute sitzt der Spieler üblicherweise auf der Cajón. Die heute seltener oder eher als Bass-Cajón verwendete kreolische Cajón wird mit ihrer breiteren Seite auf dem Boden aufgesetzt. Der Spieler der kreolischen Cajón platziert eines seiner Beine in die Mitte der vorderen Holzwand und teilt sie so in zwei Spielflächen. Mit der rechten Spielfläche werden dann die Schläge der Basstrommel erzeugt. Bei der häufigeren säulenförmigen Cajón, die auf der Schmalseite steht, hat der Spieler den Kistendeckel, also die „Vorderseite“, zwischen seinen Beinen. Der höhere Snare-Ton wird am oberen Kistenrand geschlagen, der Basston tiefer auf dem Deckel. Manche Cajoneros bedämpfen mit einer Ferse den Deckel und modulieren so den Snare-Ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cajones besitzen einen sehr interessanten Klang, der durch Korpusmaterial und -dimension, Schlagplatte und den gegebenenfalls verwendeten Snare-Effekt entsteht. Außerdem erzeugen ausreichend großvolumige Cajones unterhalb der ersten eigentlichen [[Resonanzfrequenz]] einen sehr tiefen Basston. Bei entsprechender Dimensionierung des Schalllochs kann dieser Basston sehr druckvoll sein, weshalb Cajones inzwischen zunehmend per Fußmaschine und weichem Schlägel als regelrechte [[Bassdrum]]s im Set verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cajones haben im Unterschied zu fellbespannten Trommeln einen eher trockenen Klangcharakter, der insbesondere bei der Begleitung anderer unverstärkter Instrumente vorteilhaft sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cajon Barcelona Close.jpg|mini|hochkant|Cajón bei einer Flamenco-Show in Barcelona]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich entstanden Cajones aus Transportkisten für Fische oder Orangen, die [[Sklaverei|Sklaven]] afrikanischer Herkunft ersatzweise verwendeten, nachdem ihnen ihre traditionellen Trommeln weggenommen worden waren. Das Trommeln hatte Funktionen in vielen Lebensbereichen für die Gemeinschaft und deren Gefühl von Zusammengehörigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cajones werden inzwischen nicht mehr nur in Peru und Kuba, sondern weltweit hergestellt. Die typisch afro-peruanische Bauform mit loser Verschraubung der Schlagplatte wurde in neuerer Zeit um einen Schnarr-Mechanismus erweitert, wie er traditionell schon bei arabischen Rahmen- und europäischen Militärtrommeln –&amp;amp;nbsp;aber auch bei brasilianischen [[Caixa]]s&amp;amp;nbsp;– Verwendung findet. Diese aus Lateinamerika eingeführte Bauform gehört seit den späten 1970er Jahren zum festen Bestandteil von Flamenco-Formationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen haben sich Cajones als perkussives Begleitinstrument fast überall etabliert, vor allem, wenn es darum geht, mit vergleichsweise wenig Aufwand schlagzeugimitierende Funktionen zu erfüllen. Einige Hersteller sind deshalb auf die Idee gekommen, ganze Sets zu konzipieren, die bezüglich Aufbau und Spielgefühl ihren Vorbildern nachempfunden sind. Dieser Trend findet derzeit darin seinen Höhepunkt, dass afro-peruanische Cajón-Sounds auch bei E-Drums als Samples getriggert werden können. Mittlerweile gibt es auch schon Cajones, mit denen elektronische Sounds erzeugt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in der Musik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bardentreffen 2013 2073.jpg|mini|Cajón in der Straßenmusik beim [[Bardentreffen]] 2013 in [[Nürnberg]]]]&lt;br /&gt;
Die Cajón wird heutzutage als Rhythmusinstrument in allen Musikrichtungen angewandt.&lt;br /&gt;
Besonders häufig findet sie sich als Ersatz für Bass Drum und Snare in der akustischen Musik („[[Akustikversion|Unplugged]]“) wieder und sie gewinnt im Rock, im Pop und vor allem im Folk-Rock in den letzten Jahren an Popularität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rubem Dantas]] in der Gruppe des Gitarristen [[Paco de Lucía]] führte die Cajón Ende der 1970er Jahre in den Flamenco ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Günter Kellner: [https://www.deutschlandfunk.de/perkussionist-guillermo-garcia-flamenco-ist-sehr-komplex.795.de.html?dram:article_id=462952 &amp;#039;&amp;#039;Perkussionist Guillermo García: „Flamenco ist sehr komplex verglichen mit westlicher Musik“.&amp;#039;&amp;#039;] Deutschlandfunk, 12. November 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; In den letzten Jahren hat die Popularität auch bei klassischen Musikern zugenommen: So ergänzt die Cajón Streichinstrumente in jungen Ensembles wie zum Beispiel das Modern Pop String Trio aus Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit weiteren Perkussionsinstrumenten wie [[Shaker (Musik)|Shaker]], [[Schellenkranz]] sowie [[Hi-Hat]] oder Becken wird die Cajón als vielseitiges Perkussionsinstrument eingesetzt. Einige Schlagzeuger setzen auch Besen (mit Kunststoffborsten) ein, um einen überzeugenderen Schnarrklang spielen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Kistentrommeln ==&lt;br /&gt;
Das {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;Cajonito&amp;#039;&amp;#039;}} (spanisch für ‚kleines Cajón‘) ist eine Variante der Cajón, deren Breite und Höhe nur halb (und die Gesamtgröße damit nur ein Viertel) so groß wie eine Standard-Cajón ist. Dadurch ist das Cajonito leichter zu transportieren und günstiger. Der Klang ist gegenüber der Cajón heller und trockener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere traditionelle Kistentrommel ist die wesentlich kleinere {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;Cajita&amp;#039;&amp;#039;}}, die schon eher den Klangcharakter eines [[Klangholz (Musikinstrument)|Klangholzes]] hat. Eine relativ neue Entwicklung ist das {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;Cajinto&amp;#039;&amp;#039;}}, es hat den Klangcharakter einer Snare-Drum. Die &amp;#039;&amp;#039;Batá-Cajón&amp;#039;&amp;#039; ist der afrokubanischen [[Batá-Trommel]] nachempfunden, besitzt aber statt der Trommelfelle Holzschlagflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cajon|Cajón}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4831781-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cajon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perkussion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagidiophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arthur Trindle</name></author>
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