<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Caffamacher</id>
	<title>Caffamacher - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Caffamacher"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caffamacher&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T07:20:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caffamacher&amp;diff=2267956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schiefbauer: lütt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caffamacher&amp;diff=2267956&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-02T21:59:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lütt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df tg 0008629 Ständebuch ^ Beruf ^ Handwerk ^ Weber ^ Caffamacher ^ Webstuhl.jpg|mini|Webstuhl der Weber und Caffamacher im Ständebuch von 1698]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Caffamacher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kaffamaker&amp;#039;&amp;#039;, ist eine seit dem 17. Jahrhundert vor allem im norddeutschen Raum geläufige Berufsbezeichnung für [[Weber]], die &amp;#039;&amp;#039;[[Caffa (Gewebe)#Florgewebe|Caffa]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Kaffa&amp;#039;&amp;#039; herstellten, einen geblümten [[Samt]]. In der Hamburger [[Hamburg-Neustadt|Neustadt]] ist die Straße [[Caffamacherreihe]] nach ihnen benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft und Bedeutung des Wortes Caffamacher wird in unterschiedlicher Weise interpretiert. Michael Richey führte es im  &amp;#039;&amp;#039;[[Idioticon Hamburgense]]&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;Kaff-Haarmaker&amp;#039;&amp;#039; zurück, mit der Erklärung, dass die bei der [[Samt#Herstellung|Herstellung von Samt]] entstehende abgeschorene Seide wie &amp;#039;&amp;#039;Kaff&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kaffhaar&amp;#039;&amp;#039;, niederdeutsch für [[Spreu]], aussehe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kaff&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Richey: &amp;#039;&amp;#039;Idioticon Hamburgense oder Wörter-Buch zur Erklärung der eigenen, in und um Hamburg gebräuchlichen Nieder-Sächsischen Mund-Art&amp;#039;&amp;#039;, Nachdruck der Auflage von 1755, Kötz Verlag, Hamburg 1975, S. 106; {{archive.org |bub_gb_LTcSAAAAIAAJ |Blatt=106}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Idiomatisierung|idiomtypischen]] Zusammenziehung des Wortes sei daraus &amp;#039;&amp;#039;Kaffamaker&amp;#039;&amp;#039; entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Hamburgisches Wörterbuch|&amp;#039;&amp;#039;Hamburgischen Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;]] wird Richeys Definition als Umdeutung gewertet. Der Begriff bezeichne vielmehr die Hersteller des Gewebes Kaffa, Caffa oder Caffar, eines Samts mit [[Seide|seidener]] Kette, [[Wolle|wollenem]] Einschlag und geblümtem [[Flor]], und sei von dem französischen &amp;#039;&amp;#039;caffard&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;cafard&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hw&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hamburgisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;: Band 2: &amp;#039;&amp;#039;F–K&amp;#039;&amp;#039;. Auf Grund der Vorarbeiten von Christoph Walther und Agathe Lasch herausgegeben von [[Beate Hennig]] und Jürgen Meier; bearbeitet von Beate Hennig, Jürgen Meier und Jürgen Ruge. Wachholtz Verlag, Neumünster 2000, ISBN 3-529-04603-5, S. 911.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cafard wiederum, mit der wörtlichen Übersetzung &amp;#039;&amp;#039;Heuchler&amp;#039;&amp;#039;, wird beschrieben als „Zeug, dessen Kette aus Seide und der Einschlag aus [[Baumwolle]]“ bestehe oder auch als „Zeug mit wollener Kette und [[Flachsfaser|Leineneinschlag]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Herder-1854 |Lemma=Caffa |Band=1 |Seite=751 |zenoID=20003254593}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Norddeutschland kam &amp;#039;&amp;#039;Caffa&amp;#039;&amp;#039; und damit die holländische Berufsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kaffawerker&amp;#039;&amp;#039; über niederländische [[Exulanten|Glaubensflüchtlinge]], die sich Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in [[Hamburg]] niederließen und unter anderem verschiedene Techniken der Seidenweberei einbrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Stieda: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Gewerbetreibende im Auslande&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Hamburgische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1894, 9. Band, S. 422; [http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh/cntmng?type=pdf&amp;amp;did=c1:55790 uni-hamburg.de] (PDF) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Mit den Niederländern erlangte die [[Seidenweber]]ei in Hamburg, die seit dem 14. Jahrhundert ohne große Bedeutung bestand, einen erheblichen Aufschwung. Die eingebrachten Herstellungstechniken brachten neuartige Stoffe hervor, neben dem Caffa waren dies der von den &amp;#039;&amp;#039;Triepwebern&amp;#039;&amp;#039; hergestellte Triep oder Tripp-Sammet genannte [[Plüsch]] und die Baumseide aus wollenem und baumwollenem Garn. Insbesondere der Caffa fand eine derart hohe Nachfrage, dass er am Anfang des 17. Jahrhunderts als [[Superiores Gut|Luxusgut]] galt, dessen Tragen in einer [[Bursprake]] von 1611 reglementiert wurde:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=gliker gestalt schoelen fruwen und jungfern umb de piltze henforder kein sammit edder caffa dragen. (Ebenfalls sollen Frauen und Mädchen mit den Pelzen zukünftig kein Samt oder Caffa tragen.)&lt;br /&gt;
 |Quelle=Bursprake, 1611&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;hw&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Hintergrund dieser seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts regelmäßig vom [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburgischen Rat]] erlassenen [[Kleiderordnung#Geschichte|Kleiderordnungen]] war der Versuch, einen übermäßigen und finanziell ruinösen Kleidungsaufwand einzudämmen. So wurden auch die Beschränkungen beim Tragen von Caffa in der &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischen Kleiderordnung&amp;#039;&amp;#039; von 1618 genauer gefasst. Ausnahmen bestanden für die Jacken und Mäntel von Kindern:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=jedoch [soll] kleinen Kindern bis zum 3. Jahr zu Wämbsen und Mawen Caffar um der Gesundheit willen zu dragen vergönnet sein.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Hamburgische Kleiderordnung, 1618&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Geffken: &amp;#039;&amp;#039;Die hamburgische Hochzeitordnung von 1609 und die hamburgische Kleiderordnung von 1618&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Hamburgische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1841, Band 1, S. 560; [http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh/cntmng?type=pdf&amp;amp;did=c1:50312 uni-hamburg.de] (PDF) &amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung verschiedener Zweige der Textilmanufaktur lässt sich an den Zusammenschlüssen von [[Gesellenbruderschaft|Bruderschaften]] ablesen. So gründeten 1609 die Triepmacher eine Vertretung, die sich 1621 mit den Baumseidenwirkern vereinte, 1628 taten sich die Caffa- und die Sammetmacher zusammen. 1755 ging aus diesen Bünden die &amp;#039;&amp;#039;Brüderschaft der Caffa-, Plattwerker-, Trieb- und Sammetmachermeister&amp;#039;&amp;#039; hervor. Nach deren Aufzeichnungen waren um 1630 in diesen Gewerben 183 Meister, 18 erwerbsunfähige frühere Meister und 30 Witwen registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Stieda: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Gewerbetreibende im Auslande&amp;#039;&amp;#039;, S. 423&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 18. Jahrhundert ging das Textilgewerbe zurück. Die Seidenweberei hielt sich etwas länger, 1788 konnten 97 Webstühle für seidenes Tuch und 29 für Samt in der Stadt gezählt werden, doch 1811 waren nur noch 24 Meister und 10 Witwen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Stieda: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Gewerbetreibende im Auslande&amp;#039;&amp;#039;, S. 424&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Brüderschaft ist 1834 eingegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Ludwig Holland: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der Beispiele der Alten Weisen&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1860, S. 255, Fußnote 31; {{archive.org |bub_gb_q6QsAQAAMAAJ |Blatt=n263}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigungsberuf (Textilwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schiefbauer</name></author>
	</entry>
</feed>