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	<title>Café Helms - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:50:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caf%C3%A9_Helms&amp;diff=1675265&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki am 8. Dezember 2025 um 13:24 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-08T13:24:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schloßfreiheit, Berlin 1890 (2).jpg|mini|hochkant=1.3|Café Helms, im Hintergrund das [[Berliner Stadtschloss]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Café Helms&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;Restaurant Helms&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gaststätte Helms&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Helms’sches Wirtshaus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, war ein bekanntes [[Berlin]]er Lokal. Es befand sich in einem Interimsbau an der [[Schlossfreiheit]] auf der [[Spreeinsel]] im heutigen Ortsteil [[Berlin-Mitte|Mitte]] in der Nähe des [[Berliner Stadtschloss|Stadtschlosses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde 1882–1883 nach Entwürfen der renommierten Berliner Architekten [[Hermann Ende]] und [[Wilhelm Böckmann]] errichtet. Es handelte sich um ein frühes Beispiel eines [[Fertighaus]]es mit [[Fachwerk|Eisenfachwerk]]-Konstruktion in Deutschland. Die beiden Flügel[[pavillon]]s des Gebäudes verband ein langgezogener [[Halle (Architektur)|Hallentrakt]], in dem die Wirtsstube lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nach seinem Betreiber benannte Café Helms entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt der Berliner Gesellschaft, existierte aber nur zehn Jahre lang. Der Abriss erfolgte ab 1893.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standort und Umgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Kaiser Wilhelm Nationaldenkmal Lageplan.jpg|mini|Plan des ehemaligen Standorts des Café Helms nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals (1896); Mühlengraben gestrichelt eingezeichnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1876 standen auf dem Grundstück des Café Helms die beiden [[Werdersche Mühlen|Werderschen Mühlen]], die seit dem 17. beziehungsweise 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert existierten. Für sie war eigens ein noch immer vorhandener Mühlengraben von der [[Spree]] abgezweigt worden, der auf halbem Weg zwischen [[Schleusenbrücke (Berlin)|Schleusenbrücke]] und [[Schloßbrücke (Berlin-Mitte)|Schloßbrücke]]&amp;lt;!--sic--&amp;gt; in den linken Spreearm zurückgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werderschen Mühlen befanden sich im rechten Winkel zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Schlossfreiheit&amp;#039;&amp;#039; und der kurzen Straße &amp;#039;&amp;#039;An den Werderschen Mühlen&amp;#039;&amp;#039;, die nur bis zur Schleusenbrücke reichte. Die Straße wurde nach dem Abriss der namengebenden Mühlen umbenannt und hieß anschließend bis 1962 wie ihre östliche Verlängerung &amp;#039;&amp;#039;[[An der Stechbahn]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=01 |id=A702 |zlb98=125 |name=An den Werderschen Mühlen}}, {{LuiseLexStr |art=h |bez=01 |id=A769 |zlb98=136 |name=An der Stechbahn |abk=Luise}}, {{LuiseLexStr |art=h |bez=01 |id=S291 |zlb98=1763 |name=Schloßfreiheit |abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute verläuft dort die Straße [[Werderscher Markt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amtliche Adresse des Café Helms lautete &amp;#039;&amp;#039;Schloßfreiheit&amp;amp;nbsp;10/11&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1890|1899|Schloßfreiheit|Teil=Teil 2|Seite=411}}, Teil&amp;amp;nbsp;II.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Saaltrakt mit der Wirtsstube lag allerdings &amp;#039;&amp;#039;An der Stechbahn&amp;#039;&amp;#039;. Der linke Pavillon stand auf einer Landzunge zwischen dem Seitenarm der Spree und dem Mühlengraben. In der Nähe, am heutigen Standort des [[Staatsratsgebäude]]s, befand sich das Geschäftshaus &amp;#039;&amp;#039;[[Rotes Schloss (Berlin)|Rotes Schloss]]&amp;#039;&amp;#039;, das wie das Café Helms nach einem Entwurf der Architekten Ende und Böckmann errichtet worden war. Auf der anderen Spreeseite erhob sich die [[Berliner Bauakademie|Bauakademie]] von [[Karl Friedrich Schinkel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Café Helms wurde im Winter 1893/1894 größtenteils abgetragen, über die beim Bau bedachte Wiederverwendung der Tragkonstruktion ist nichts bekannt. Ein nicht genauer benannter Bauteil des Cafés blieb aber zunächst stehen und wurde als Baubüro für das an dieser Stelle gebaute [[Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal]] benutzt, bevor er im Frühjahr 1896 dem Südflügel des Denkmals weichen musste. Der Mühlengraben wurde dabei mit Gewölben überbaut, die stark genug waren, das etwa 500 Tonnen schwere Denkmal zu tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Gründungsarbeiten zum Bau des Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;I. an der Schloßfreiheit in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Centralblatt der Bauverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, 16. Jahrgang 1896, Nr. 34 (vom 22. August 1896), S.&amp;amp;nbsp;373–375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Fuchs: [https://www.berliner-zeitung.de/archiv/zum-ersten-mal-wurden-die-unterirdischen-gewoelbe-fuer-besucher-geoeffnet-tropfsteinhoehlen-unterm-schlossplatz,10810590,10018604.html &amp;#039;&amp;#039;Tropfsteinhöhlen unterm Schlossplatz&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 12.&amp;amp;nbsp;August 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein früher Fertigbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Cafe Helms mit Bauakademie.jpg|mini|Der zierliche Bau vor den Häusern der Schlossfreiheit und der Bauakademie [[Karl Friedrich Schinkel|Schinkels]] (links)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da man bereits in den 1870er Jahren eine Niederlegung aller Gebäude an der Schlossfreiheit ins Auge fasste, erlaubten die Berliner Behörden nach dem Abriss der Werderschen Mühlen nur noch eine provisorische Bebauung des Areals. Nach mehrjährigen Verhandlungen kam es 1882 auf Grundlage eines Entwurfs der Architekten Hermann Ende und Wilhelm Böckmann zu einer Einigung mit dem Gastwirt und Hoflieferanten Fritz Helms, der auf dem Grundstück eine ‚Erfrischungshalle‘ eröffnen wollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Centralblatt der Bauverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, 4.&amp;amp;nbsp;Jg. 1884, Nr.&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;4–5. (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Literatur&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Fontane]]: &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Romane, Erzählungen, Gedichte, Nachgelassenes.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Walter Keitel. Abteilung&amp;amp;nbsp;1, Band&amp;amp;nbsp;4: &amp;#039;&amp;#039;Effi Briest, Frau Jenny Treibel, Die Poggenpuhls, Mathilde Möhring.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1963, S.&amp;amp;nbsp;754, Fußnote&amp;amp;nbsp;205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verpachtung des Geländes an Helms stand unter der Bedingung, dass er sein Lokal in Leichtbauweise errichtete, damit es bei Kündigung des Vertrages schnell entfernt werden konnte. Um einen Wiederaufbau des Gebäudes an anderer Stelle zu erlauben, erdachten die Architekten eine einfache [[Fachwerk]]-Konstruktion aus [[Eisen|eisernen]] [[Pfeiler]]n und [[Träger (Statik)|Trägern]] mit einzelnen flachen diagonalen [[Strebe]]n hinter dem Mauerwerk. Die Leichtbauweise war auch statisch begründet und diente dazu, den schlechten Baugrund nicht zu stark zu belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Café Helms war ein frühes Beispiel für [[Vorfertigung]] in Deutschland, wo die Entwicklung von Fertighäusern im Vergleich zu Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Frankreich zurückstand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Junghanns]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Haus für alle. Zur Geschichte der Vorfertigung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Ernst, Berlin 1994, ISBN 3-433-01274-1, S.&amp;amp;nbsp;24–28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Gefach|Ausfachung]] des Eisengerippes erfolgte mit dünnen Verblendsteinen und [[Terrakotta|Terrakotten]]. Im Inneren war das Gebäude mit Bretterwänden verschalt, die im Gästebereich unter Ledertapeten verschwanden, die mit vom [[Japonismus]] beeinflussten Ornamenten verziert waren. Die Luft der Zwischenräume diente der [[Wärmedämmung]]. Die Dächer bestanden aus selbsttragenden, verzinkten [[Wellblech|Eisenwellblechen]], die mittels Zugstangen zusammengehalten wurden. Im Saaltrakt war das Blechdach mit Kiefernholz vertäfelt, das von Holzsäulen getragen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesamtanlage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Cafe Helms, Grundriss.jpg|mini|Grundriss des Café Helms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende und Böckmann fiel die vergleichsweise seltene Aufgabe zu, ein Gebäude zu planen, das ausschließlich als Gaststätte genutzt werden sollte, aber in einem verkehrsreichen Innenstadtbereich lag. Sie entwarfen einen langgezogenen Hallentrakt zwischen zwei Pavillonbauten. Verbindungstrakt und rechter Pavillon waren eingeschossig, der größere linke Pavillon besaß ein Obergeschoss und ein unteres Sockelgeschoss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbdA5-4-3&amp;quot;&amp;gt;Eduard Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Architektur]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil&amp;amp;nbsp;5, Halbband&amp;amp;nbsp;4, Heft&amp;amp;nbsp;1. 3. Auflage, Kröner, Stuttgart 1904, S.&amp;amp;nbsp;125–126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor und hinter dem Hallentrakt lagen Gärten, die in der wärmeren Jahreshälfte als [[Biergarten|Biergärten]] genutzt werden konnten. Der hintere Garten zog sich bis zum Ende der Landzunge hin, sodass er zum Teil dreiseitig von Wasser umgeben war. Im Vorgarten war an der Straßenseite zudem eine [[Terrasse (Gebäude)|Terrasse]] errichtet worden. Sie verdeckte eiserne Klappen, unter denen die Aufziehvorrichtungen für die Verschlüsse des [[Wehr (Wasserbau)|Stauwerks]] am Mühlengraben angebracht waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gäste betraten den Garten über zwei seitliche Eingänge in der vorderen Umfriedung des Grundstückes. Die beiden Eingänge des Lokals befanden sich analog angeordnet im symmetrischen, neunachsigen Hallentrakt. Die beiden Pavillons besaßen separate Eingänge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauzeit betrug neun Monate. Die Kosten für Errichtung und Ausstattung des Gebäudes lagen bei 200.000&amp;amp;nbsp;[[Mark (1871)|Mark]] (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund {{Inflation|DE|0.2|1883|r=2}}&amp;amp;nbsp;Millionen Euro).&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raumaufteilung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Cafe Helms, Grundriss Keller.jpg|mini|hochkant|Grundriss des Sockelgeschosses im linken Pavillon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verbindungstrakt befand sich die 5,30&amp;amp;nbsp;Meter hohe Wirtsstube des Lokals. Die Küche war in einem großen Raum an der Nordseite des linken Pavillons eingerichtet. Ihr vorgelagert befanden sich links das Spülzimmer und rechts ein Anrichteraum, getrennt durch Treppen, die ins Obergeschoss beziehungsweise ins Sockelgeschoss führten. An der Vorgartenseite schloss sich ein weiterer Gästeraum an, der als Billardzimmer genutzt werden konnte. Die Toiletten und Waschräume für die Gäste lagen zwischen dem Hallentrakt und den beiden Pavillons – für Männer links, für Frauen rechts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbdA5-4-3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rechte Pavillon diente als Konditorei und Kaffeesaal. Damit ein ebenerdiger Zutritt von der Schlossfreiheit her möglich war, hatte man den Raum tiefer gelegt als den Hallentrakt. Er erreichte eine Höhe von 5,90&amp;amp;nbsp;Metern. Um den Unterschied an den Fenstern zum Vorgarten auszugleichen, standen die Gästetische dort auf einem Podest. Westlich war dem Pavillon eine eigene Kaffeeküche angegliedert, die gleichzeitig als Backstube diente. Unter ihr lag die Waschküche des Hauses. Die hintere Veranda konnte sowohl über die große Wirtsstube wie auch über den Anrichteraum und die Kaffeeküche erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbdA5-4-3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Obergeschoss des linken Pavillons lagen Wohnräume für Wirt und Personal. Im Sockelgeschoss, zu dem man auch über eine Außentreppe Zutritt hatte, befanden sich ein Umkleidezimmer, ein Büro, Vorratsräume und der Kartoffelverschlag sowie der Kohlenkeller. Unter dem Billardzimmer hatte der geräumige Bierkeller Platz gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbdA5-4-3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fassadengestaltung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Cafe Helms, Entwurf Pavillon 01.jpg|mini|hochkant|Entwurf einer Pavillonfassade am Vorgarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verkleidung des Eisenfachwerks erfolgte mit Blendsteinen und Terrakotten, die von der Firma &amp;#039;&amp;#039;[[Ernst March]]&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Söhne&amp;#039;&amp;#039; hergestellt worden waren. Der Ton war in Anknüpfung an eine Tradition der [[italien]]ischen [[Renaissance#Architektur|Renaissance]] so gebrannt worden, dass er zwar mehrfarbig erschien, die Farbtöne aber nicht zu stark [[Changieren|changierten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassaden der Pavillons waren geprägt von rechteckigen Feldern, die sich aus der Fachwerkbauweise ergaben. Sie trugen teils große Fenster, teils waren in ihnen [[ornament]]ale oder figürliche Terrakotten nach Entwürfen des Bildhauers [[Otto Lessing]] eingearbeitet. Die Pavillons besaßen an je drei Seiten zierliche [[Bekrönung|Schmuckgiebel]]. Unter ihnen waren von [[Baluster]]n getrennte [[Medaillon (Ornament)|Medaillons]] angebracht, die die Genussmittel Wein, Bier, Tee, Kaffee und Tabak versinnbildlichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CdB1884&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Albert Kiekebusch, Blick von der Schleusenbrücke zum Berliner Schloß, 1892.jpg|mini|Albert Gustav Adolf Kiekebusch: &amp;#039;&amp;#039;Blick von der Schleusenbrücke zum Berliner Schloß&amp;#039;&amp;#039; (1892); in der Mitte das Café Helms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Café Helms entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt der Berliner Gesellschaft. [[Theodor Fontane]] lässt Figuren seiner [[Roman]]e &amp;#039;&amp;#039;[[Effi Briest]]&amp;#039;&amp;#039; (1895) und &amp;#039;&amp;#039;[[Die Poggenpuhls]]&amp;#039;&amp;#039; (1896) in dem Lokal einkehren. Dabei verzichtete der Schriftsteller auf eine genauere Beschreibung der Örtlichkeit, die dem zeitgenössischen Berliner Leser ohnehin wohlvertraut gewesen sein dürfte. Bei &amp;#039;&amp;#039;Effi Briest&amp;#039;&amp;#039; unterlief Fontane allerdings ein [[Anachronismus]], denn zum Zeitpunkt des Romangeschehens 1880 stand das Café Helms noch nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Hettche: &amp;#039;&amp;#039;Vom Wanderer zum Flaneur. Formen der Großstadt-Darstellung in Fontanes Prosa.&amp;#039;&amp;#039; In: Hanna Delf von Wolzogen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theodor Fontane – am Ende des Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte – Vergessen – Großstadt – Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen und Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1797-8, S.&amp;amp;nbsp;149–160, hier S.&amp;amp;nbsp;154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd W. Seiler: {{Webarchiv |url=http://www.uni-bielefeld.de/lili/personen/seiler/effikurz/h/lokales/kap24.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Schauplätze. Vierundzwanzigstes Kapitel.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150610200228}} Auf: &amp;#039;&amp;#039;Fontanes „Effi Briest“. Ein Literatur-Kommentar auf CD-ROM.&amp;#039;&amp;#039; Büchner, Bamberg 2004, ISBN 3-7661-9612-X. Auszüge auf der Website der Universität Bielefeld; abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Architektur]]&amp;#039;&amp;#039; hieß es 1904, es sei bedauerlich, dass „das reizende Bauwerk heute durch das Kaiser Wilhelm-Denkmal verdrängt worden“ ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbdA5-4-3&amp;quot; /&amp;gt; Ähnlich äußerte sich [[Adolf Hartung]] 1908 in einem Nachruf auf den im Vorjahr verstorbenen Hermann Ende im Fachblatt &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Architekturwelt]]&amp;#039;&amp;#039;. Er beschrieb das Café Helms als „überaus reizvollen, in einer heiteren farbigen Ziegel- und Terrakottaarchitektur“ ausgeführten Bau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BerlinerArchitekturwelt |Autor=Adolf Hartung |Titel=Hermann Ende. 4.&amp;amp;nbsp;März 1829 bis 10.&amp;amp;nbsp;August 1907 |Jahr=1907 |Heft=7 |Seiten=241–244 |zlb=256}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ZentralblBauverw |Autor=M. Friedeberg |Titel=Café Helms in Berlin |Jahr=1884 |Heft=1 |Seiten=4–5 |zlb=13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/30/58.11|EW=13/24/0.52|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cafe Helms}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Café (Berlin)|Helms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1890er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Berlin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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