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	<title>Café Felsche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T11:25:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caf%C3%A9_Felsche&amp;diff=2092512&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas Wolf 01: Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2025-11-15T11:34:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Café francais 1900.jpg|mini|hochkant=1.4|Das Café Français am Leipziger Augustusplatz um 1900]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Café français&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. ab 1914 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Café Felsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein von 1835 bis 1943 existierendes bekanntes [[Leipzig]]er [[Café|Kaffeehaus]] der Spitzenklasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Café war das südliche Eckhaus an der Einmündung der [[Grimmaische Straße|Grimmaischen Straße]] auf den [[Augustusplatz]]. Damit hatte es eine repräsentative Lage am größten Platz der Stadt. Es stand neben der ehemaligen [[Paulinerkirche (Leipzig)|Paulinerkirche]], wenige Meter von ihr getrennt, und hatte freie Sicht auf den Platz mit den ihn umgebenden Bauten des [[Neues Theater (Leipzig)|Neuen Theaters]], des Postgebäudes und des [[Museum der bildenden Künste|Bildermuseums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Felsche.jpg|mini|hochkant|Wilhelm Felsche (1798–1867)]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1821 begann der Leipziger Zuckerbäcker [[Wilhelm Felsche]] (1798–1867) mit der Herstellung und dem Vertrieb von Schokolade.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.theobroma-cacao.de/wissen/geschichte/1492-nchr-bis-1918/deutschland-im-19-jhdt/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Schokolade in Deutschland im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20101013124859}} Abgerufen am 21. Februar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Geschäft entwickelte sich offenbar so gut, dass er das Gelände zwischen dem 1831 abgerissenen [[Leipziger Stadttore|Grimmaischen Tor]] und der Paulinerkirche von der Universität erwerben konnte, um dort ein Kaffeehaus zu errichten. Auf dem Gelände stand noch der alte [[Schuldgefängnis|Schuldturm]], dessen massive Bauweise beim Abriss so viel zu verkaufendes Baumaterial ergab, dass ein Gutteil des Grundstückkaufs davon bestritten werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Schug: &amp;#039;&amp;#039;Schokoladenfabrik und Schuldnerturm. Schokoladenfabrik und Schuldnerturm. Die Ausgrabung Kaffeehaus Felsche in Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 2009, {{ISSN|0138-4546}}, S. 76–80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 1835 eröffnete im Erdgeschoss und ersten Stock des viergeschossigen Neubaus das Café Français mit angeschlossenem Verkaufsraum. Der Name war insofern Programm, als Felsche den Leipzigern das bieten wollte, was er bei seinem [[Paris]]er Aufenthalt in Cafés an Luxus erlebt hatte. Er entwickelte das Café zu einem Kaffeehaus ersten Ranges, in dem die elegante Welt verkehrte, nicht aber Künstler und Literaten. Die beabsichtigte Auswahl des Publikums kam unter anderem auch darin zum Ausdruck, dass für die Besichtigung einer Weihnachtsausstellung 1835 vier Groschen Eintritt (als [[Verzehrbon]]) verlangt wurden. Die gewisse Abgehobenheit wurde dem Haus auch mehrfach zum Verhängnis. Im November 1848 wurde es im Zusammenhang mit der Hinrichtung [[Robert Blum]]s in Wien verwüstet, am 4. Juli 1923 von hungernden Frauen und Männern gestürmt und am 18. Oktober 1925 sogar in Brand gesteckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulla Heise]]: &amp;#039;&amp;#039;Café français – Kaffeehaus Felsche – 1835–1943.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Blätter.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 1985, {{ISSN|0232-7244}}, S. 52 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1839 wurde im Haus eine Gasbeleuchtung installiert und eine überdachte Terrasse angebaut. Da die Räumlichkeiten bald für die neben der Konditorei florierende Schokoladenproduktion nicht mehr ausreichten, erwarb Felsche dafür 1845 das Nachbargrundstück in der Grimmaischen Straße (Lähnesches Haus).&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z.&amp;#039;&amp;#039; Pro Leipzig, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;140&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; class=&amp;quot;float-right&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bauplatz Café Felsche.jpg|Der Platz vor der Errichtung des Cafés&lt;br /&gt;
 Café francais 1850.jpg|Das Café Français um 1850&lt;br /&gt;
 Wanddekoration Cafe Felsche.jpg|Entwurf einer Wanddekoration&lt;br /&gt;
 Café francais 1877.jpg|Das Café Français 1877&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:J. W. Hammer - Café francaise.jpg|mini|hochkant|[[Julius Walter Hammer]]: Eine aufgebrachte Menge fordert die Umbenennung des Café français (1914)]]&lt;br /&gt;
Bereits Ende der 1850er Jahre wurde das Felsche [[Eishaus]] zur Lagerung von [[Natureis]] errichtet, das eines der ersten großen Eishäuser in Deutschland war. Das Eis diente zur Kühlung der Speisen. Neben der Deckung des Eigenbedarfs wurde das Eis mittels Fuhrwerk an die Kundschaft ausgeliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Der Eishandel&amp;quot;. In: Die Gartenlaube (1859). Leipzig: Ernst Keil, 1859, Seite 273. [[s:Seite:Die Gartenlaube (1859) 273.jpg|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Detaillierte Beschreibung des Felschen Eishauses siehe H. Hirzel: Uber Anlagen zur Erhaltung größerer Eisvorräthe und Verwendung des Eises in der Hauswirtschaft. In: Die chemische Technologie des Wassers. Band 1 vom Handbuch der chemischen Technologie. S. 128–136, Abb. 72–75. [https://books.google.de/books?id=5oxBAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA132#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online-Version]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod Felsches 1867 übernahm sein Schwiegersohn Adolph Schütte-Felsche (1832–1908) den Betrieb. Er entschloss sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Umbau des Cafés. 1910 war dieser abgeschlossen, und das Haus wurde neu eröffnet. Die Schokoladenproduktion verlagerte er nach [[Gohlis (Leipzig)|Gohlis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] musste der französische Name weichen, und die Einrichtung hieß fortan „Café Felsche“. Auch unter diesem Namen gehörte es zu den ersten Adressen der Leipziger Gastronomie. Beim [[Luftangriff auf Leipzig]] am 4. Dezember 1943 wurde das Café Felsche schwer getroffen, womit eine über 100-jährige Kaffeehaustradition ihr Ende fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berühmte Gäste ===&lt;br /&gt;
Der Komponist [[Gustav Mahler]] (1860–1911) besuchte das Café regelmäßig am Nachmittag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Café Francais |url=https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/germany/leipzig/cafe-francais/ |language=en |website=mahlerfoundation.org |access-date=2023-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neues Café Felsche.jpg|mini|hochkant|Das „Vapiano“-Gebäude neben dem im Bau befindlichen [[Paulinum (Universität Leipzig)|Paulinum]] der Universität, 2010]]&lt;br /&gt;
Nachdem der von Trümmern beräumte Platz des ehemaligen Café Felsche nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] lange leer blieb und nur gelegentlich von Weihnachtsmärkten und anderen Veranstaltungen genutzt wurde, wurde er nach der 1968 erfolgten Sprengung der Paulinerkirche 1971 mit dem neuen Hauptgebäude der Karl-Marx-Universität zum Teil überbaut, das 2007 zugunsten eines Neubaus abgerissen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nach Entwürfen von [[Erick van Egeraat]] erstellten Campus-Neubauten [[Augusteum (Universität Leipzig)|Augusteum]] und [[Paulinum (Universität Leipzig)|Paulinum]] der Universität am Augustusplatz wird der Platz des ehemaligen Café Felsche von einem nicht zum Unicampus gehörenden, aber in das architektonische Gesamtkonzept eingebundenen privatwirtschaftlichen Bau (Adresse: Augustusplatz 11) besetzt. Das siebenstöckige, im Jahre 2009 vollendete Gebäude neben dem Paulinum enthält in den Etagen 2–5 Büros und in den oberen beiden Apartments. Erdgeschoss und erste Etage sind wieder gastronomisch genutzt, allerdings nicht mehr als Café. Der [[Systemgastronomie|Systemgastronom]] [[Vapiano]] eröffnete am 10. September 2009 ein der Konzeption seiner Restaurantkette nach italienischem Ambiente ausgerichtetes Restaurant, dessen Interieur vom Südtiroler Architekten und Designer [[Matteo Thun]] gestaltet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Firmenwelt/2009/09/Vapiano-mediterraner-Lifestyle-in-Leipzig.html &amp;#039;&amp;#039;Vapiano – mediterraner Lifestyle in Leipzig.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Internetzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 21. Februar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Café Felsche Leipzig. Traditionsstandort |url=https://www.mib.de/projekte/cafe-felsche-leipzig/ |language=de |website=Seite des Projektentwicklers MIB AG |access-date=2023-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Cite book |title=Neuester Wegweiser durch Leipzig und seine Umgegend |last=Reichenbach |first=Anton B. |language=de |publisher=Verlag von Luis Rocca |location=Leipzig |orig-date=1855 |page=38}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-936508-03-8|Seiten=145f.}} Stichwort „Felsche, Wilhelm“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Das Augusteum der Universität Leipzig, die Paulinerkirche und das Café Felsche, um 1928 |url=https://www.universitaetsarchivleipzig.de/das-augusteum-der-universitaet-leipzig-die-paulinerkirche-und-das-cafe-felsche-um-1928/ |language=de |website=universitaetsarchivleipzig.de |access-date=2023-10-15}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Im Café Français in Leipzig (1844) |url=https://ghdi.ghi-dc.org/sub_image.cfm?image_id=2243&amp;amp;language=german |language=de |website=Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern (DGDB) |access-date=2023-10-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.339265|EW=12.379714|type=landmark|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cafe Felsche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Café (Leipzig)|Felsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1835]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augustusplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Wolf 01</name></author>
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