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	<title>Caecilius Statius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:10:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caecilius_Statius&amp;diff=1303136&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor am 27. September 2025 um 17:38 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-27T17:38:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Caecilius Statius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* in den letzten Jahrzehnten des 3. Jahrhunderts v. Chr.; † [[168 v. Chr.]]) war ein römischer [[Komödie]]n[[dichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über das Leben des Caecilius geben nur wenige Quellen der Antike Auskunft. Das meiste ist der von [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] übersetzten und erweiterten Chronik des [[Eusebius von Caesarea]] zu entnehmen (Abr. 1838, 179 v. Chr.). Demnach war er [[Kelten|Kelte]] vom Stamme der [[Insubrer]], möglicherweise aus [[Mediolanum (Gallia cisalpina)|Mediolanum]]. Er war ein bevorzugter &amp;#039;&amp;#039;contubernalis&amp;#039;&amp;#039; (Tischgenosse) des Dichters [[Quintus Ennius]], starb ein Jahr nach ihm (168 v. Chr.) und wurde in seiner Nähe auf dem [[Ianiculum]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aulus Gellius]] überliefert, dass er eine Zeit lang ein [[Sklaverei im Römischen Reich|Sklave]] war und sein (häufig vorkommender) Name als Sklave &amp;#039;&amp;#039;Statius&amp;#039;&amp;#039; zu seinem [[Cognomen]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Aulus Gellius, &amp;#039;&amp;#039;Noctes Atticae&amp;#039;&amp;#039; 4, 20, 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise gelangte er – um 230 v. Chr. geboren – infolge eines römischen Insubrerfeldzuges (223/222 oder 200–194 v. Chr.) als Sklave nach Rom und wurde von einem [[Gens Caecilia|Caecilier]] [[Freigelassene im Römischen Reich|freigelassen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Blänsdorf: &amp;#039;&amp;#039;Caecilius Statius.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Suerbaum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039;, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rom war er als überaus erfolgreicher Komödiendichter tätig. Aber auch ihm war der Erfolg nicht immer sicher, wie [[Terenz]], mit dem ihn ein besonderes Verhältnis verband,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sueton]], &amp;#039;&amp;#039;Biographie des Terenz&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; im zweiten Prolog seiner Komödie &amp;#039;&amp;#039;[[Hecyra]]&amp;#039;&amp;#039; eindrucksvoll schildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Komödien des Caecilius sind 42 Titel bekannt, lateinische, aber hauptsächlich griechischen Namen und Begriffe (&amp;#039;&amp;#039;Chrysion&amp;#039;&amp;#039;, ein griechischer Frauenname, &amp;#039;&amp;#039;[[Syrakus|Syracusii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;gamos&amp;#039;&amp;#039; gr. Heirat, &amp;#039;&amp;#039;meretrix&amp;#039;&amp;#039; lat. Dirne usw.); diese sind aber jeweils nur mit wenigen Fragmenten und Versen verbunden (insgesamt 177 Fragmente mit 294 Versen),&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Blänsdorf: &amp;#039;&amp;#039;Caecilius Statius.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Suerbaum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039;, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass kein aussagekräftiges Bild der Werke gewonnen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Ausnahme ist das Stück &amp;#039;&amp;#039;Plocium&amp;#039;&amp;#039; (das Halsband), welches uns durch Aulus Gellius&amp;lt;ref&amp;gt;Aulus Gellius, &amp;#039;&amp;#039;[[Noctes Atticae]]&amp;#039;&amp;#039; 2, 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt ist. Gellius überliefert uns die Grundzüge der Handlung, die Caecilius von [[Menander]] übernommen hat: Ein junges Mädchen wird von einem Unbekannten vergewaltigt und schwanger. Der junge Mann, mit dem sie verheiratet wird, erweist sich schließlich als dieser Vergewaltiger. Im Vergleich mit dem Werk des Menander kommt Gellius das Stück des Caecilius kalt, leblos und einer oberflächlichen Lustigkeit verpflichtet vor. Um das zu belegen, zitiert er zwei längere Passagen im griechischen Original und in der Fassung des Caecilius mit dem beliebten Thema der Klage des Ehemanns über seine reiche, unangenehme Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen/Vorbilder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menander, der angesehene Dichter den [[Griechische Komödie|Neuen Komödie]] in Athen, war das große Vorbild des Caecilius, wie schon die Titel der Komödien erkennen lassen. Daneben schöpfte Caecilius aus den Werken des [[Philemon]] und [[Poseidippos]]. Die Neue Komödie spielt in der bürgerlichen Sphäre der Polis und hat eine fiktive, in sich geschlossene Handlung. Auch auf Dichter der „Mittleren“ Komödie, [[Antiphanes]] und Alexis, greift Caecilius zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael von Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der römischen Literatur von Andronicus bis Boethius und ihr Fortwirken&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. 3. Auflage, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] überliefert 15 Fragmente aus den &amp;#039;&amp;#039;Synephebi&amp;#039;&amp;#039;, [[Nonius]] 106 Fragmente; weitere Zeugen sind [[Marcus Verrius Flaccus]], Aulus Gellius, [[Flavius Sosipater Charisius]], [[Diomedes]], [[Aelius Donatus]], [[Maurus Servius Honoratus|Servius]], [[Priscian]] aus Caesarea, [[Isidor von Sevilla]] u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortwirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Volcacius Sedigitus]] hielt Caecilius Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. in seinem Kanon der zehn römischen Komiker (bei Gellius 15,24) für den besten Komödiendichter (&amp;#039;&amp;#039;Caecilio palmam Statio mimico do&amp;#039;&amp;#039;) wegen der Derbheit und Lustigkeit seiner Komik. [[Marcus Terentius Varro|Varro]] schätzte an Caecilius die Fähigkeit, Gefühle und Leidenschaften zu erregen und das tragische Pathos in der lateinischen Sprache so zum Ausdruck zu bringen wie es Menander in seinen Stücken in den Reden des Charisios, Polemon, Demeas u.&amp;amp;nbsp;a. vorgemacht hatte. Cicero tadelte das Latein des Caecilius (Brutus 258), sprach ihm Autorität in Fragen der lateinischen Sprache ab (Atticus 7,3,10), womit auf seine altertümliche Sprache und die Eigentümlichkeiten in Wortform und Wortgebrauch hingewiesen wird. Dass Caecilius aber trotzdem ein großer Komiker ist, schließt Cicero nicht ganz aus (&amp;#039;&amp;#039;De optimo genere oratorum&amp;#039;&amp;#039; 2). Bei [[Horaz]] findet sich die verbreitete Meinung, Caecilius stehe allen an ausdrucksvoller Kraft des Wortes (&amp;#039;&amp;#039;gravitas&amp;#039;&amp;#039;) voran (Epistel 2,1,59), er sei mit [[Plautus]] zu den Wortschöpfern zu rechnen (&amp;#039;&amp;#039;Ars poetica&amp;#039;&amp;#039; 45–55). Beide Angaben lassen erkennen, warum die Komödien des Caecilius in Vergessenheit geraten konnten: „die lateinische Literatursprache und ihre Stilideale haben sich anders entwickelt. Urbanität, Reinheit und Feinheit lösten Fülle, Kraft und Farbigkeit ab, ganz besonders in der Komödie“ (Michael von Albrecht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitlos sind die geschliffenen lateinischen Sentenzen aus den Komödien des Caecilius: „Lebe, wie du kannst, da du nicht kannst, wie du willst“ (&amp;#039;&amp;#039;vivas ut potis, quando non quis ut velis&amp;#039;&amp;#039;, Ribbek 142); „Wolle nur; du wirst es vollbringen“ (&amp;#039;&amp;#039;fac velis, perficies&amp;#039;&amp;#039;, Ribbek 290); „Der Mensch ist dem Menschen ein Gott, wenn er seine Pflicht kennt“ (&amp;#039;&amp;#039;homo homini deus est, si suum officium sciat&amp;#039;&amp;#039;, Ribbek 264). In späterer Zeit wurde Caecilius weniger geschätzt und weniger gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lateinische Komödie im griechischen Gewande, die &amp;#039;&amp;#039;[[palliata]]&amp;#039;&amp;#039;, hatten [[Gnaeus Naevius]] und Plautus bereits begründet. Caecilius hat die Komik handgreiflicher gemacht, unmittelbar verständlich und sogar vulgärer. „Caecilius verbindet geschickte Regie und sentenziöse Formulierung der Gedanken mit einer eher derben Charakterzeichnung und einer bunten Sprache“ (Albrecht). Seine Arbeit beweist Kunstverstand und theoretisches Gedankengut: die von ihm geforderten Regeln der Fabula palliata sind die Annäherung an die Handlungsführung der Vorlage, das Kontaminationsverbot und die Forderung, ein Stück müsse neu sein. Damit hat Caecilius die Arbeit des Terenz vorbereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Comicorum Romanorum praeter Plautum et Terentium Fragmenta&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. [[Otto Ribbeck]], 3. Auflage, Leipzig 1898 (Nachdruck 1962)&lt;br /&gt;
* Eric Herbert Warmington: &amp;#039;&amp;#039;Remains of Old Latin&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, London 1935, S. 467 ff.&lt;br /&gt;
* Alfonso Traina: &amp;#039;&amp;#039;Comoedia&amp;#039;&amp;#039;. Padova 1960, S. 87 ff. (Auswahl mit Kommentar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael von Albrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der römischen Literatur von Andronicus bis Boethius und ihr Fortwirken&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. 3., verbesserte und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-026525-5, S. 177–183.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Blänsdorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Caecilius Statius.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Suerbaum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der lateinischen Literatur der Antike&amp;#039;&amp;#039;, Band 1). C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-48134-5, S. 229–231.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|1189|1192|Caecilius 25|[[Franz Skutsch]]|RE:Caecilius 25}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred Fuhrmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Römische Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118675206|LCCN=nr/95/31173|VIAF=12276017}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Humor der Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 168 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Caecilius Statius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Statius, Caecilius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Komödiendichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 220 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=168 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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