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	<title>CL-Netz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T03:45:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=CL-Netz&amp;diff=353947&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Inhalte */ Tippfehler entfernt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalte: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:CL-Netz Logo.svg|mini|Logo des CL-Netzes]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CL-Netz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Sammlung von Internetforen auf Basis von [[Usenet]]-Technologie, die auch über mehrere Webportale und per [[RSS (Web-Feed)|RSS]]-[[Web-Feed]] zugänglich waren. Inhaltlich war das CL-Netz dem [[Graswurzel-Journalismus]] und Konzepten der linken [[Gegenöffentlichkeit]] verpflichtet. Eine ehrenamtlich arbeitende Redaktion sichtete eingehende [[Pressemitteilung]]en, Meldungen und Beiträge der [[User-generated content|User]] sowie aus den [[Massenmedien|Medien]] und stellte sie nach [[Ressort (Journalismus)|Ressorts]] geordnet zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Netz war Anfang der 1990er Jahre in Deutschland die erste bedeutende Infrastruktur zur Computervernetzung von Friedens-, Menschenrechts- und Umweltgruppen und -organisationen im deutschsprachigen Raum. Es entstand aus textbasierten, meist privat betriebenen [[Mailbox (Computer)|Mailbox-Systemen]], in die man sich mit einem [[Modem]] über eine Telefonverbindung direkt einwählen konnte. Viele der Mailboxsysteme setzten die Software „Zerberus“ ein und nahmen auch am [[Z-Netz]] teil, das es ermöglichte, die Mailboxsysteme zu einem gemeinsamen Netz zu verbinden. Technisch war das CL-Netz ein „Overlay-Netzwerk“ des Z-Netzes, das heißt, es bestand aus einigen &amp;#039;&amp;#039;Brettern&amp;#039;&amp;#039; (entsprechend den heutigen [[Newsgroup]]s), die auf den Z-Netz-Knoten mittransportiert wurden. Zu den ersten Systemen zählten die 1987 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Bionic&amp;#039;&amp;#039; aus Bielefeld und &amp;#039;&amp;#039;LINKS&amp;#039;&amp;#039; aus München (daraus entstand &amp;#039;&amp;#039;LINK-M&amp;#039;&amp;#039;) sowie die 1988 gegründete &amp;#039;&amp;#039;OLN&amp;#039;&amp;#039; aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das CL-Netz entstand 1991 aus dem Zusammenschluss der beiden Netze &amp;#039;&amp;#039;Compost&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;LinkSysteme&amp;#039;&amp;#039;, aus denen das Kunstwort &amp;#039;&amp;#039;ComLink&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;CL&amp;#039;&amp;#039; (später als &amp;#039;&amp;#039;Computernetzwerk Linksysteme&amp;#039;&amp;#039; gedeutet) gebildet wurde. Der Zusammenschluss wurde notwendig, um den Anschluss an die internationalen Netze organisatorisch gewährleisten zu können. Das CL-Netz wurde der deutschsprachige Partner der internationalen [[Association for Progressive Communications]] (APC) mit Netzen in USA, Lateinamerika, Australien, Skandinavien, der Sowjetunion und weiteren Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine größte Verbreitung hatte das CL-Netz etwa 1996. Zu dieser Zeit war es über mehr als 200 Einwahl-Systeme im deutschsprachigen Raum und in einigen anderen Ländern (Türkei, Italien, Balkan) zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seines Erfolges versuchten insbesondere [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] Gruppen wie die [[NPD]], insbesondere die [[Junge Nationaldemokraten|Jungen Nationaldemokraten]], das CL-Netz zu infiltrieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.doew.at/publikationen/rechts/netz/thule.html | wayback=20100828073045 | text=Quelle: doew.at}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 feierte das CL-Netz sein 20-jähriges Bestehen mit einem Kongress unter dem Titel „Wem gehört das Internet?“, zu dem 2008 ein Tagungsband veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.journalistenakademie.de/wp-content/uploads/2017/08/wem_gehoert_das_internet.pdf Wem gehört das Internet?], München 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das CL-Netz verlor Ende der 1990er Jahre, unter anderem wegen seiner langjährigen Ablehnung der offeneren, weniger kontrollierbaren und aus damaliger Sicht kostenintensiven Zugangstechnik „Internet“ (respektive „[[Webbrowser]]“) seine Position zugunsten Plattformen wie [[indymedia]] oder [[politik-digital]]. Die Anzahl der klassischen, per Modem anwählbaren Mailbox-Systeme nahm im Zeitraum 2000 bis 2005 auf weniger als ein Dutzend ab. 2012 gab es noch ein solches System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Januar 2015 wurde angekündigt, das CL-Netz abzuschalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Ellersick in D8wwNz6lJ2B@sabine.nadeshda.org, ebenfalls abrufbar via {{Webarchiv|url=http://cl-netz.de/foren/cl.admin.infos/Die-Tage-des-aktiven-CL-Netzes-sind-gezaehlt...-106540.html |wayback=20150215171804 |text=cl-netz.de |archiv-bot=2019-03-08 22:26:37 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Möglichkeit, neue Artikel einzureichen, sollte planmäßig Ende März 2015 nicht mehr angeboten werden, während bis dahin getätigte Beiträge weiterhin über die Webseite im Sinne eines Archivs erreichbar bleiben sollten. Die Entscheidung wurde mit dem bis dahin abgenommenen „politischen Nutzen“ begründet, der nicht mehr im Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand stehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik und internationale Vernetzung ==&lt;br /&gt;
Das CL-Netz basierte bei seiner Gründung fast ausschließlich auf einzelnen, vernetzten [[Mailbox (Computer)|Mailbox]]-Systemen, die nach dem [[ZConnect]]-Standard funktionierten und nach dem [[Store and forward|Store-and-forward]]-Prinzip private und öffentliche Mitteilungen austauschten. Über die „Association for progressive communications“ begann seit 1990 die internationale Vernetzung über diese preiswerte Technologie, die auch in den Ländern des ehemaligen Ostblocks, in Lateinamerika und dem afrikanischen Kontinent eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab 1988 konnten E-Mails und News netzübergreifend versendet und empfangen werden. So gelangten im August 1989 Nachrichten einer Bürgerrechtsgruppe aus der DDR ins Netz. Frühzeitig begann die internationale [[Friedensbewegung]] das Netz zu nutzen. 1991 bestand während des letztlich gescheiterten [[Putschversuch in der Sowjetunion 1991|Putsches in Moskau]] eine regelmäßige Nachrichtenverbindung zum Partnernetzwerk „GlasNet“ über dezentrale Mailbox-Systeme in Weißrussland, Estland und Finnland (siehe auch: [[European Nuclear Disarmament#Vom Appell zu den END-Conventions|END-Convention]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte ==&lt;br /&gt;
Neben der Möglichkeit, E-Mails auszutauschen, konnten die Teilnehmer lange vor Verbreitung des Internets über öffentliche Foren, die damals im CL-Netz &amp;#039;&amp;#039;Bretter&amp;#039;&amp;#039; genannt wurden, Nachrichten austauschen. Viele politisch arbeitende Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen sahen in den neuen Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation einen Vorteil für ihre Arbeit. Die Systeme des CL-Netzes mussten sich aber auch mit Skepsis dieser Zielgruppe gegenüber der modernen Technik auseinandersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1989 wurden die „urgent actions“ von [[Amnesty International]] (ai) über das CL-Netz verbreitet. Da die deutsche Sektion von ai Vorbehalte gegen die [[Informationstechnik|IT]] hatte, musste ein ehrenamtlicher Helfer die Texte, die bei ai bereits elektronisch gespeichert wurden, nochmals von Papier abtippen. Erst nach einigen Jahren gelang der direkte Datenaustausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Jugoslawienkriege|Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien]] standen täglich in der Rubrik CL/EUROPA/BALKAN Nachrichten in deutscher, serbokroatischer oder englischer Sprache, verfasst von Friedensgruppen in Zagreb, Belgrad, Ljubljana aus dem „ZAMIR“-Netz (serbokroatisch: za mir = für den Frieden). Dieses Netz verband viele tausend Menschen miteinander und ermöglichte auch Kommunikation zwischen den verschiedenen Teilen des ehemaligen Jugoslawien, zwischen denen die Telefonverbindungen getrennt worden waren. Der niederländische Friedensaktivist [[Wam Kat]] verfasste tagesaktuell sein „Zagreb Diary“ und schuf damit einen frühen Vorläufer der heutigen [[Blog]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.tangens.de/TEXTE/20jahregesamtwerk.html | wayback=20041224071250 | text=20 Jahre Gesamtwerk}}, Text von [[Rena Tangens]] und [[padeluun]], mit einer Beschreibung der Entstehung von CL und des ZAMIR-Netzes&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das CL-Netz, das wie das Z-Netz basisdemokratisch organisiert war&amp;lt;ref&amp;gt;Rena Tangens und padeluun, siehe oben&amp;lt;/ref&amp;gt;, bot von Anfang an für Menschen mit Handicap Erleichterung, da die Foren textbasiert waren. Seit 1990 gab es eigene Foren, ab 1992 eigene Seminare für Hörgeschädigte und Gehörlose, für Sehbehinderte und Blinde. Rollstuhlfahrer zählten mit zu den ersten Nutzern des CL-Netzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt war die Dokumentation rechtsextremer und ausländerfeindlicher Vorkommnisse. Die rechtsextreme Szene beobachtete das CL-Netz deshalb sehr genau und versuchte zeitweise, es mit eigenen Mailboxen ([[Thule-Netz]]) zu kopieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das CL-Netz von Journalisten gegründet worden war und viele der Mitarbeiter journalistisch tätig waren, wurde auf eine Trennung von [[Information]] und [[Meinung]] Wert gelegt. Zu jedem „Brett“ gab es dementsprechend ein „Diskussionsbrett“. Tatsächlich hat dieses Unterbrechen des Diskussionsstrangs ([[Thread (Internet)|thread]]) die User irritiert; das Verfahren ließ sich trotz diverser technischer Hilfskonstruktionen nicht konsequent durchhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das CL-Netz war basisdemokratisch organisiert. Alle Beteiligten arbeiteten weitgehend ehrenamtlich. Wie bei vielen anderen Mailbox-Netzen auch fanden auch auf der Koordinationsebene des CL-Netzes lange strategische Diskussionen über Ausrichtung, Offenheit und Finanzierung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der lockeren Vernetzung arbeiteten im CL-Netz Mitglieder der großen Parteien bzw. ihrer Jugendorganisationen ebenso mit wie Mitglieder von Umwelt- oder Menschenrechtsinitiativen. Da auch Mitglieder verschiedener linker Splittergruppen mitlasen und -schrieben, geriet das CL-Netz ins Visier der Verfassungsschützer.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Um eine elektronische Vernetzung von „linken“ politischen Gruppen und Organisationen zu verwirklichen, wurde 1987 der Verein „Kommunikation und Neue Medien e.&amp;amp;nbsp;V.“ gegründet zur Finanzierung und Organisation eines Mailboxbetriebs, der zunächst mit zehn Mailboxen startete. Zur Anbindung an die internationale Netzwerkorganisation „Association for Progressive Communication“ (APC) konstituierte sich 1992 der Verein „ComLink e.&amp;amp;nbsp;V.“. Daraus entstand das sogenannte CL-Netz, das den Namen „Computernetzwerk Linksysteme“ führt.&amp;#039;&amp;#039; Quelle: Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://www.journalistenakademie.de/wp-content/uploads/2017/08/wem_gehoert_das_internet.pdf Wem gehört das Internet?] 20 Jahre Vernetzung, München 2008 (kostenloser Download, PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.comlink.de/ftz/Netze/clhist.html Kurze Geschichte des CL-Netzes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Clnetz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mailbox]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Usenet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Webanwendung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikjournalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Internets]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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