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	<title>CAF Reichshoffen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:47:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=CAF_Reichshoffen&amp;diff=1084954&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wolfram Stn: /* Vorgeschichte */ Reichshoffen gehörte nicht zu Lothringen.</title>
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		<updated>2025-08-05T09:20:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorgeschichte: &lt;/span&gt; Reichshoffen gehörte nicht zu Lothringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PO-Midi ZZ PEty 23921.jpg|mini|hochkant=1.3|De-Dietrich-Triebwagen der [[Compagnie du chemin de fer de Paris à Orléans|PO-Midi]], 1934]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;CAF Reichshoffen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;De Dietrich Ferroviaire&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Hersteller von Eisenbahnfahrzeugen in [[Reichshoffen]] (Frankreich), der ab 1998 zum [[Alstom]]-Konzern gehörte. 2021&amp;amp;nbsp;wurde die Fabrik von Alstom an den spanischen Wettbewerber [[Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles]] (CAF) verkauft und im August 2022 von CAF übernommen. Der Verkauf war wegen der 2020 angekündigten Übernahme von [[Bombardier Transportation]] durch Alstom von der [[Wettbewerbsbehörde]] der [[Europäische Union|EU]] verlangt worden, um den Wettbewerb auf dem französischen Markt aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Bereits 1767 siedelte die [[Elsass|Elsässer]] Unternehmerfamilie [[De Dietrich]] in Reichshoffen eine Fertigungsstätte an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://reichshoffen.free.fr/Comple/Reichshoffen/HistoireDD.html &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;industrie ferroviaire, automobile, naval et de l&amp;#039;aviation.&amp;#039;&amp;#039; Histoire de la Ville de Reichshoffen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Deren Bezeichnung als „la&amp;amp;nbsp;Schmelz“, angelehnt an den Ausdruck „Schmelzhütte“ für eine [[Eisenhütte]] oder [[Gießen (Metall)|Gießerei]], ist auf das heutige Werk übergegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Quentin Meunier |url=https://www.dna.fr/economie/2021/12/20/les-anciens-de-la-schmelz-reagissent-a-la-reprise-d-alstom  |titel= Les anciens de « la Schmelz » réagissent à la reprise d’Alstom |sprache=fr |hrsg=[[Dernières Nouvelles d’Alsace]] (DNA) |datum=2021-12-20 |abruf= 2022-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde die Herstellung von [[Gusseisen]] auf die Fertigung mechanischer Erzeugnisse erweitert. Nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] befand sich ihr Werk in [[Reichshoffen]] infolge des [[Friede von Frankfurt|Frankfurter Friedensvertrags]] in Deutschland. &lt;br /&gt;
[[Eugène de Dietrich]] gründete daher im französisch gebliebenen [[Lunéville]] eine zweite Fabrik, die 1901 zur &amp;#039;&amp;#039;[[Société de Dietrich et Cie de Lunéville|Société Lorraine des Anciens Établissements De Dietrich et Cie de Lunéville]]&amp;#039;&amp;#039; wurde. Im Werk Reichshoffen, das im Familienbesitz blieb, wurden zunehmend gusseiserne Erzeugnisse wie Öfen, Herde und Badewannen produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;De Dietrich. Le 2e grand constructeur français d’autorails&amp;#039;&amp;#039; in: [[Ferrovissime]] Nr. 100, S. 34 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lunéville entstanden [[Triebwagen|Trieb-]] und [[Beiwagen (Bahn)|Beiwagen]] für [[Straßenbahn]]en sowie [[Eisenbahn]]-Personen- und [[Güterwagen]]. Als Folge der [[Weltwirtschaftskrise]] verschlechterte sich Anfang der 1930er Jahre die Auftragslage, sodass sich De Dietrich im August 1931 nach einem weiteren Geschäftsfeld umsah. Von den [[Verbrennungstriebwagen]] der Firmen [[Renault-Triebwagen|Renault]] und [[Micheline (Eisenbahn)|Michelin]] sowie einem diesbezüglichen Wettbewerb der [[Eisenbahngesellschaft]] [[Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée|PLM]] – an dem De Dietrich jedoch nicht teilnahm – inspiriert, begann man im erneut französischen Reichshoffen mit dem Triebwagenbau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot; /&amp;gt; 1931 beschäftigte De Dietrich in Reichshoffen 1700 Arbeiter und produzierte 3000 Eisenbahnwaggons pro Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michel Hau |Titel=De Dietrich et la vocation ferroviaire |Sammelwerk=Les saisons d&amp;#039;Alsace |Nummer=63 |Verlag=DNA |Ort=Strasbourg |Datum=2015 |Seiten=43ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prototyp ===&lt;br /&gt;
Anders als Renault baute De Dietrich den [[Prototyp (Technik)|Prototyp]] mit zwei Fahrmotoren. Eine der Überlegungen war, das Fahrzeug bei Ausfall einer der Motoren dennoch weiterbewegen zu können. Auch konnte der Innenraum des Triebwagens besser genutzt werden, da diese kleineren Antriebe unmittelbar auf den beiden [[Drehgestell]]en angebracht werden konnten. Dies erleichterte deren Unterhaltung, vereinfachte die Kraftübertragung zu den Achsen und reduzierte die Vibrationen. Aufgrund des niedrigeren Schwerpunkts wurde das [[Gleis]] weniger stark beansprucht. Zudem konnte die Firma auf Motoren renommierter Hersteller zurückgreifen, was Lizenzgebühren bzw. zeitintensive Eigenentwicklungen vermied. Diese Vorteile wogen die Mehrkosten für deren Erwerb und Unterhalt auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil zwei Motoren eingebaut wurden, musste das Gewicht von Fahrgestell und [[Karosserie|Aufbau]] möglichst gering gehalten werden. Für das Gerippe des 17,9&amp;amp;nbsp;m langen [[Wagenkasten]]s wurde [[Profilstahl]], für die Wände [[Duraluminium]] verwendet; die Verkleidung des Innenraums bestand aus [[Sperrholz]]. Die Führerstände des [[Zweirichtungsfahrzeug]]s, die wegen des geplanten Einsatzes im [[Elsass]] rechts angeordnet wurden&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Als Folge der historischen Entwicklung herrscht im Elsass – anders als im übrigen Frankreich – nach wie vor Rechtsverkehr&amp;lt;/ref&amp;gt;, erhielten jeweils eine eigene Zugangstür. Der Innenraum war in ein 50&amp;amp;nbsp;Sitzplätze in der Anordnung 2+3 bietendes Hauptabteil und beidseitig davon zwei Eingangsbereiche aufgeteilt. Am vorderen Fahrzeugende befand sich zudem ein 4,5&amp;amp;nbsp;m³ großes Gepäckabteil, das für eine Beladung von bis zu 1&amp;amp;nbsp;[[Tonne (Einheit)|t]] ausgelegt war. Vom vorderen Eingangsbereich aus war außer dem Gepäckabteil die Toilette erreichbar, vom hinteren ein zweites Abteil mit 19&amp;amp;nbsp;Sitzplätzen. Jeder Eingangsbereich wies beidseitig je eine einflügelige, nach außen zu öffnende Schwenktür auf, das Gepäckabteil je eine Tür mit zwei Flügeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drehgestelle waren von der deutschen [[Drehgestell Bauart Görlitz|Bauart Görlitz]] inspiriert, die Primär- wie die Sekundärfederung erfolgte über [[Blattfeder]]n. Zur Erhöhung der Reibungsmasse war der [[Drehzapfen]] zur angetriebenen Achse hin verschoben. Für eine bessere Kurvengängigkeit waren die Räder der vorderen [[Laufachse]] mit 760&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser um 90&amp;amp;nbsp;mm kleiner als die der zur Wagenmitte hin gelegenen Antriebsachse. Die LB-Räder – nach ihrem Konstrukteur Lucien Bacqueyrisse so genannt – wiesen zwischen der [[Nabe]] und dem [[Radreifen]] zur Federung drei elastische Ringe aus Gummi auf. Diese Radsätze erhöhten den Fahrkomfort besonders an [[Schienenstoß|Schienenstößen]] und [[Weiche (Bahn)|Weichen]], bewährten sich aber nicht und wurden später durch klassische Stahlräder ersetzt. Das Fahrzeug besaß drei Bremssysteme: hydraulisch aktivierte Trommelbremsen für die Fahrt, vier [[Magnetschienenbremse]]n für Notbremsungen und eine auf die Antriebsachsen wirkende Handbremse für den Stand. Da De Dietrich auch im Heizungsbau tätig war, erhielt es eine Zentralheizung, die von einem [[Ölheizkessel]] in der vorderen Fahrerkabine gespeist wurde.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Die Triebwagen der Konkurrenz wurden mit [[Kühlwasser]] oder Auspuff-Abwärme geheizt&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Spitzensignal diente ein mittig angebrachter, abblendbarer Scheinwerfer, dazu kamen je zwei weiße und rote Lampen in Höhe der Dachkante.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die beiden [[Dieselmotor]]en des Typs 85 LC 4 stammten von der [[Compagnie Lilloise des Moteurs]] (CLM), die sie in [[Lizenz]] der deutschen Firma [[Junkers Motorenbau und Junkers Flugzeugwerk|Junkers]] fertigte. Es waren [[Zweitakt]]-Vierzylinder-[[Boxermotor]]en mit acht Kolben, die bei 1500/min jeweils 105&amp;amp;nbsp;[[Pferdestärke|PS]] (77&amp;amp;nbsp;kW) leisteten. Die Kraftübertragung zu den Achsen erfolgte über ein Vierganggetriebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juni 1933 verließ das Fahrzeug die Werkhallen. Erste Probefahrten erfolgten auf der firmeneigenen Strecke von [[Mouterhouse]] nach [[Éguelshardt|Bannstein]], einem von der [[Bahnstrecke Haguenau–Falck-Hargarten]] abgehenden Anschlussgleis. Am 21.&amp;amp;nbsp;August jenes Jahres wurde es der [[Administration des chemins de fer d’Alsace et de Lorraine]] (AL) offiziell vorgestellt, bis zum 14.&amp;amp;nbsp;September folgten Testfahrten auf den Netzen der [[Eisenbahngesellschaft]]en [[Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée|PLM]], [[Chemins de fer de l’État (Frankreich)|ETAT]], [[Compagnie des chemins de fer du Nord|Nord]] und [[Chemins de fer de l’Est|Est]]. Dabei legte der Triebwagen in weniger als einem Monat 12.000 Kilometer zurück. In der Folge wurden 29 derartige Fahrzeuge bestellt. Der Prototyp ging für 565.000 [[Französischer Franc|Francs]] an die AL, die ihn als ZZr&amp;amp;nbsp;11 in ihren Fahrzeugpark einreihte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ff100&amp;quot; /&amp;gt; Die als 210&amp;amp;nbsp;ch (210&amp;amp;nbsp;[[Pferdestärke|PS]]) bezeichneten Triebwagen der ersten Serie verkehrten über die französische Grenze hinaus bis nach [[Bahnhof Basel SNCF|Basel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ETAT kaufte sechs 22,20&amp;amp;nbsp;m lange Triebwagen mit je 46&amp;amp;nbsp;Sitzplätzen und bezeichnete sie als ZZy 24801–24806. Mit den  ZZy 24811–24816 erhielt die Gesellschaft 1936 sechs weitere Fahrzeuge, die verschiedene Verbesserungen aufwiesen. Sie waren 24,51&amp;amp;nbsp;m lang und besaßen mit 150 bzw. 160&amp;amp;nbsp;PS stärkere Motoren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laE&amp;quot;&amp;gt;[http://roland.arzul.pagesperso-orange.fr/materiel/traction/autorails_divers.htm &amp;#039;&amp;#039;Les autorails Etat: les autres constructeurs&amp;#039;&amp;#039;] bei roland.arzul.pagesperso-orange.fr, abgerufen am 21. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Serienfahrzeuge ===&lt;br /&gt;
Ab den späten 1930er Jahren wurden Triebwagen wie der spätere XD&amp;amp;nbsp;2500 auch mit an einen Schiffsbug erinnernden spitz zulaufenden Fronten gebaut. Diese Form war der Mode „[[Stromlinienform]]“ geschuldet und kam auch bei Konkurrenten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Renault-Triebwagen|Renault ABH]]) und anderen Verkehrsmitteln vor. Die prinzipiell nach wie vor runde Front wurde um 20° geneigt und durch eine vertikale Falte ergänzt (vgl. „[[Bügelfalte]]n-Front“ der [[DB-Baureihe E&amp;amp;nbsp;10]]). Erste derartige Fahrzeuge wurden 1937 als zwölf [[schmalspur]]ige [[Doppeltriebwagen]] nach Tunesien geliefert, wo sie bis etwa 1975 liefen. Unter Beibehaltung der Maße der [[Normalspur]]fahrzeuge erhielten sie zur Einhaltung der [[Lichtraumprofil|Hüllkurve]] zwei verkürzte Wagenkästen und mittig ein nicht angetriebenes [[Jakobs-Drehgestell]]; die beiden SAD-Sechszylindermotoren von [[Adolph Saurer AG|Saurer]] hatten je eine Leistung von 200&amp;amp;nbsp;PS.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cf12&amp;quot;&amp;gt;[http://fr.1001mags.com/parution/correspondances-ferroviaires/numero-12-avr-mai-2004/page-4-5-texte-integral-0 &amp;#039;&amp;#039;Les „pointus“ de la 3&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; époque&amp;#039;&amp;#039;] in: Correspondances ferroviaires Nr. 12, S. 4 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den ZZy 24817–24821 erwarb die ETAT 1937 fünf „Schiffsbug“-Triebwagen (2 × 160&amp;amp;nbsp;PS, 26,10&amp;amp;nbsp;m lang, drei [[Wagenklasse]]n) für den Einsatz im [[Schnellzug|Schnellverkehr]] auf [[Hauptbahn]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;laE&amp;quot; /&amp;gt; Sie entsprachen ansonsten in vielen Details den ZZy&amp;amp;nbsp;24811–24816, wiesen jedoch eine veränderte Raumaufteilung auf. Zunächst liefen sie mit letzteren in gemeinsamen Umläufen; nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden sie zu Regierungsfahrzeugen umgebaut und erhielten ein Esszimmer, eine Küche und Schlafräume.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cf12&amp;quot; /&amp;gt; Der mit einem Salon ausgestattete XD&amp;amp;nbsp;2511 mit „Schiffsbug“-Design, der den französischen Präsidenten [[René Coty]] und [[Charles de Gaulle]] als Fahrzeug diente, blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten drei von der ETAT bestellten Wagen (ZZy 24841–843) waren einmotorig. Deren [[Holzvergasung|Holzvergasermotor]] von [[Panhard &amp;amp; Levassor]] leistete 270&amp;amp;nbsp;PS, sie gingen bereits an die 1938 neu gegründete Staatsbahn [[SNCF]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;laE&amp;quot; /&amp;gt; Ebenfalls 1938 an die SNCF nach [[Besançon]] ausgeliefert wurden die 135&amp;amp;nbsp;km/h schnellen sechs X&amp;amp;nbsp;44000; diese 27,41&amp;amp;nbsp;m langen „Schiffsbug“-Triebwagen für Bergstrecken, die noch eine Lackierung in den Farben Blau/Blaugrau erhielten, hatte die PLM 1936 bestellt. Sie waren zunächst mit zwei Acht-Zylinder-Dieselmotoren von je 250&amp;amp;nbsp;PS ausgestattet, die CLM in Lizenz der Firma Junkers baute. Die Fahrzeuge, die 1951 neue, auf 275&amp;amp;nbsp;PS abgeregelte [[Adolph Saurer AG|Saurer]]-Motoren erhielten, kamen noch in den 1960er Jahren im Regelbetrieb bis in den Schweizer [[Grenzbahnhof]] [[Le Locle]]. 1939&amp;amp;nbsp;wurden sie in ZZD&amp;amp;nbsp;4001–4006, 1949 dann in XD&amp;amp;nbsp;4001–4006 umgezeichnet. 1962&amp;amp;nbsp;erhielten sie schließlich die Betriebsnummern X&amp;amp;nbsp;44001–44006, wobei die vorangestellte „4“ das „D“ (für De Dietrich) ersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;De «gros» De Dietrich. Les X 44000 bisontins&amp;#039;&amp;#039; in: Ferrovissime Nr. 31, S. 53 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem DM&amp;amp;nbsp;11 wurde 1939 ein von einer [[Verbunddampfmaschine]] angetriebener Triebwagen entworfen, der aber als Folge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erst 1948 realisiert werden konnte. 1952&amp;amp;nbsp;galt diese Technik bereits als überholt, weshalb der 23,09&amp;amp;nbsp;m lange „Schiffsbug“-Triebwagen ein Einzelstück blieb und 1956 auf Dieselantrieb umgebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Le prototype DN 11&amp;#039;&amp;#039; in: Ferrovissime Nr. 100, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [[Lothringen|lothringischen]] Werk in Lunéville entstanden Mitte der 1930er Jahre Dieseltriebwagen. Die drei Fahrzeuge ZZ 24901–24903 gingen 1936 an die ETAT, drei weitere an die Nord. In Konzeption und Form wichen die vorwiegend im [[Paris]]er Vorortverkehr eingesetzten „Autorails Lorraine“&amp;lt;ref name=&amp;quot;laE&amp;quot; /&amp;gt; von den Triebwagen aus Reichshoffen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:X 3700.svg|mini|Schema eines [[SNCF X 3700|X&amp;amp;nbsp;3700]] der [[SNCF]]]]&lt;br /&gt;
1948 bestellte die SNCF bei De Dietrich 20 Triebwagen. Die als [[SNCF X 3700|X&amp;amp;nbsp;3700]] bezeichnete Baureihe entsprach weitgehend der ersten Serie mit abgerundeten Stirnseiten aus den 1930er Jahren. Die [[Länge über Puffer|über Puffer]] 25,91&amp;amp;nbsp;m langen Fahrzeuge wurden 1949 und 1950 gebaut und erhielten die Betriebsnummern X&amp;amp;nbsp;3701–3720. Die beiden Saurer-Dieselmotoren des Typs BDXS leisteten jeweils 118&amp;amp;nbsp;kW und beschleunigten die Triebwagen auf bis zu 120&amp;amp;nbsp;km/h. Die X&amp;amp;nbsp;3700 konnten einen [[Beiwagen (Bahn)|Beiwagen]] ziehen und mit weiteren Triebwagen – auch anderer Baureihen wie den [[SNCF X 4300|X&amp;amp;nbsp;4300]] – in [[Mehrfachtraktion]] verkehren. Sie wurden im ostfranzösischen Netz eingesetzt und kamen – mit einem [[Dreilicht-Spitzensignal|dritten Spitzenlicht]] versehen – auf der [[Bahnstrecke Müllheim–Mulhouse]] auch nach Deutschland. Zwischen 1973 und 1976 wurden sie abgestellt. Mit dem X&amp;amp;nbsp;3710 blieb ein Exemplar bei der [[Museumseisenbahn]] [[Train Thur Doller Alsace]] (TTDA) erhalten. Zehn identische Fahrzeuge wurden an die [[Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois]] (CFL) nach [[Luxemburg]] verkauft und dort als Z&amp;amp;nbsp;101 bis Z&amp;amp;nbsp;110 bezeichnet. Der Z&amp;amp;nbsp;105 wurde vor dem Verschrotten bewahrt und ist betriebsfähig erhalten, die übrigen wurden zwischen 1975 und 1978 ausgemustert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rail.lu/materiel/cfl100.html &amp;#039;&amp;#039;CFL - Série 100 (De Dietrich)&amp;#039;&amp;#039;] bei rail.lu, abgerufen am 20. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etat 24901 à 24903.jpg|„Autorail Lorraine“ der ETAT, 1936&lt;br /&gt;
Double De Dietrich.jpg|Schema eines De-Dietrich-Triebzugs für die [[Bahnstrecke Paris–Strasbourg]], 1939&lt;br /&gt;
CFL Z105 Gare Luxembourg 01.jpg|Z 105 der [[Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois|CFL]] im [[Bahnhof Luxemburg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:19880816-TRIPOLIS-DEDIETRICH-6405.jpg|mini|[[Meterspur]]iger De-Dietrich-Triebzug in [[Tripoli (Griechenland)|Tripolis (Griechenland)]], 1988]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Belfast Central (1).jpg|mini|Wagen von De Dietrich des [[Enterprise (Fernzug)|Enterprise-Zugs]] im [[Bahnhof Belfast Central]]]]&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg baute De Dietrich auch [[Dieselelektrischer Antrieb|dieselelektrische Fahrzeuge]]. Nach Griechenland wurden in den 1950er Jahren dreiteilige Schmalspur-Triebzüge für das [[Meterspur]]netz der Halbinsel [[Peloponnes]] geliefert. Die vier 1962 in Dienst gestellten Triebwagen der meterspurigen [[Abidjan-Niger-Bahn]] wiesen ein Triebdrehgestell mit zwei Elektromotoren und ein Laufdrehgestell auf, sie waren 22,5&amp;amp;nbsp;m lang und 80&amp;amp;nbsp;km/h schnell. Der luftgekühlte V-8-Dieselmotor mit [[Turbolader]] leistete 600&amp;amp;nbsp;PS.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://autorails.free.fr/f-ddf500ch-m.htm &amp;#039;&amp;#039;De Dietrich 500 ch. &amp;quot;métrique&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] der Abidjan-Niger-Bahn bei autorails.free.fr, abgerufen am 20. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
De Dietrich Ferroviaire lieferte u.&amp;amp;nbsp;a. die Wagen für den [[Enterprise (Fernzug)|Enterprise-Zug]], der [[Dublin]] und [[Belfast]] in Irland miteinander verbindet. Die Firma war auch Teil des Konsortiums, das im Auftrag von [[Deutsche Bahn AG|DB]] und [[SNCF]] den Dieseltriebwagen entwickelte, der bei der DB als [[Alstom Coradia A TER|Baureihe 641]] geführt wird und bei der SNCF als X&amp;amp;nbsp;73500 und X&amp;amp;nbsp;73900 (auch als „Walfisch“ bekannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigentümerwechsel 1998 und 2022 ===&lt;br /&gt;
1995 erwarb [[Alstom]] 17,50 % des Kapitals der Firma, 1998 mit 68,75 % dann die Mehrheit an De Dietrich Ferroviaire.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lesechos.fr/1998/07/alstom-prend-la-majorite-du-capital-de-de-dietrich-ferroviaire-796252 &amp;#039;&amp;#039;Alstom prend la majorité du capital de De Dietrich Ferroviaire&amp;#039;&amp;#039;] bei lesechos.fr vom 27. Juli 1998, abgerufen am 20. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde das Werk nur als Alstom&amp;amp;nbsp;DDF oder durch den Ortsnamen Reichshoffen identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die 2020 angekündigte Übernahme von  [[Bombardier Transportation]] durch Alstom vereinten sich die beiden einzigen Anbieter von Regionaltriebzügen in Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.eurailpress.de/en/bahn-manager/detail/news/eu-kommission-genehmigt-fusion-alstom-bombardier.html |titel= EU-Kommission genehmigt Fusion Alstom-Bombardier |werk=Eurailpress |hrsg= |datum=2020-08-03 |abruf=2022-02-16 |zitat=Bislang haben im Segment der Regionaltriebzüge Alstom und Bombardier in Frankreich 100 Prozent Marktanteil, kein anderes Unternehmen baut dort Regionaltriebwagen.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alstom produzierte in Reichshoffen die Regionalverkehrszüge des Typs [[Régiolis]] (vom Hersteller als [[Alstom Coradia Polyvalent|Coradia Polyvalent]] bezeichnet), während Bombardier in seinem  [[Ateliers de construction du Nord de la France|Werk Crespin]] in Nordfrankreich die Typen [[Autorail à grande capacité|AGC]], [[Bombardier Régio2N|Régio2N]] und [[Francilien]] fertigte. Um die [[Zusammenschlusskontrolle|Genehmigung für die Übernahme]] durch die EU-Kommission zu erhalten, musste Alstom das Werk in Reichshoffen und die technische Plattform des Coradia Polyvalent bis 2021 an einen Wettbewerber veräußern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Hütten |url=https://www.dvz.de/rubriken/detail/news/alstom-darf-bombardier-transportation-uebernehmen.html |titel=Alstom darf Bombardier Transportation übernehmen |werk=DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung |hrsg=[[DVV Media Group]]| datum=2020-07-31 |abruf=2022-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lok-report.de/news/deutschland/industrie/item/29266-alstom-caf-uebernimmt-coradia-polyvalent-reichshoffen-und-talent-3-in-hennigsdorf.html |titel=LOK Report - Alstom: CAF übernimmt Coradia Polyvalent, Reichshoffen und TALENT 3 in Hennigsdorf |datum=24. November 2021 |abruf=2021-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anfänglich zeigte [[Škoda Transportation]] an dem Werk Interesse,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lok-report.de/news/europa/item/21028-frankreich-alstom-und-skoda-fuehren-exklusive-gespraeche-ueber-reichshoffen.html |titel=Frankreich: Alstom und Škoda führen &amp;amp;#34;exklusive&amp;amp;#34; Gespräche über Reichshoffen |werk=LOK Report |datum=2020-10-27 |sprache=de-de |abruf=2021-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; doch im November 2021 wurde ein Verkauf an den spanischen Konkurrenten CAF angekündigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.caf.net/de/sala-prensa/nota-prensa-detalle.php?e=362 |titel= CAF übernimmt von Alstom die Coradia-Polyvalent-Plattform, das Werk Reichshoffen und die Talent-3-Plattform |titelerg=Pressemitteilung |hrsg=CAF |sprache=de |datum=2021-11-24 |abruf=2022-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Übernahme wurde zum 1. August 2022 vollzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url= https://www.railwaygazette.com/business/caf-completes-acquisition-of-alstoms-reichshoffen-plant-and-two-train-designs/62241.article |titel= CAF completes acquisition of Alstom’s Reichshoffen plant and two train designs |sprache=en |werk=Railway Gazette |hrsg= |datum=2022-08-01 |abruf=2022-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url= https://www.lok-report.de/news/deutschland/industrie/item/34838-caf-uebernahme-von-reichshoffen-der-coradia-polyvalent-plattform-und-der-talent-3-plattform-formalisiert.html |titel= CAF: Übernahme von Reichshoffen, der Coradia Polyvalent Plattform und der Talent 3 Plattform formalisiert |werk=Lok-Report |hrsg= |datum=2022-08-08 |abruf=2022-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion |url= https://www.eurailpress.de/nachrichten/unternehmen-maerkte/detail/news/caf-uebernahme-von-alstom-plattformen-abgeschlossen.html |titel=CAF: Übernahme von Alstom-Plattformen abgeschlossen |werk=Eurailpress |hrsg= |datum=2022-08-02 |abruf=2022-09-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die algerische Niederlassung ==&lt;br /&gt;
Nach den ersten Wahlerfolgen der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] in Deutschland war die Familie De Dietrich bestrebt, außerhalb des Elsass Produktionsanlagen aufzubauen. 1935 gründete Domique de Dietrich in Bône, heute [[Annaba]], in [[Algerien]] die Gesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Société Nord-Africaine de Construction Mécanique&amp;#039;&amp;#039; (SNAF). Man begann mit der Konstruktion von Güterwagen. Kriegsbedingt zog sich der Bau bis ins Jahr 1948 hin, als die ersten Wagen an die [[Schienenverkehr in Algerien|algerischen Eisenbahnen]] geliefert wurden. 1960 beschäftigte die SNAF ca. 750 Arbeiter. Nach der Unabhängigkeit Algeriens 1962 begannen Verhandlungen über eine Verstaatlichung, 1968 wurde De Dietrich vom algerischen Staat enteignet, der die Firma verstaatlichte. Die Gesellschaft wurde in &amp;#039;&amp;#039;Ferrovial&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Trotz der Enteignung arbeitete De Dietrich weiterhin mit ihr zusammen. Auch die Nachfolgegesellschaft Alstom arbeitete weiter mit der Ferrovial zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|De Dietrich Ferroviaire}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrstechnikhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichshoffen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Grand Est)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Département Bas-Rhin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wolfram Stn</name></author>
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