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	<title>Cú Chulainn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T05:41:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=C%C3%BA_Chulainn&amp;diff=79902&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=C%C3%BA_Chulainn&amp;diff=79902&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-20T21:35:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die mythologische Figur &amp;#039;&amp;#039;Cú Chulainn&amp;#039;&amp;#039;. Für die gleichnamige Achterbahn siehe [[Cú Chulainn (Emerald Park)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cú Chulainn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|kuːxuɫin̠ʲ}}] ([[Irische Sprache|gälisch]]: „Hund des Culann“, nicht-gälische Schreibung auch &amp;#039;&amp;#039;Cuchulain&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cúchulainn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cuchulinn&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Cuchullin&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Figur aus der mittelalterlichen Epik [[Irland (Insel)|Irlands]]. Er ist der bedeutendste Kämpfer und Held des [[Männerbund]]es vom „Roten Zweig“, den Gefolgsleuten von [[Conchobar mac Nessa]], einem sagenhaften König von [[Provinz Ulster|Ulster]], der um Christi Geburt regiert haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cú Chulainns Taten wurden im [[Irischsprachige Literatur|irisch-gälischen]] [[Ulster-Zyklus]], einer Sammlung [[Altirische Sprache|alt-]] und [[Mittelirische Sprache|mittelirischer]] Erzählungen, aufgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Bedeutung des Namens ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Macgnímrada Con Culainn}}&lt;br /&gt;
Cú Chulainn ist der Sohn von [[Deichtire]], einer Schwester (oder nach einer anderen Überlieferung Tochter) Conchobars. Wer sein Vater war, ist umstritten. In einigen Erzählungen ist es der Gott oder Sidhe [[Lugh]], an anderer Stelle ist Sualtam sein Vater, nach dem er den Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sualtaim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Sohn des Sualtam“) trägt. An wieder anderer Stelle heißt es, dass seine Mutter eine [[Eintagsfliegen|Eintagsfliege]] verschluckte und so schwanger wurde. Seine Zieheltern waren [[Finncháem]], die Schwester Deichtires, und [[Amairgin mac Ecit Salaig]], als seine Heimat galt die Ebene &amp;#039;&amp;#039;Mag Muirthemne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn möglicherweise ein Gott sein Vater war, ist Cú Chulainn sterblich. Nach seiner Geburt nannten ihn seine Zieheltern zunächst &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sétanta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈʃeːd̪ˠɔn̪ˠd̪ˠə}}]. Den Namen „Hund des Culann“ bekam er mit sechs Jahren, als er den als unbezwingbar geltenden Hund des Schmiedes Culann, der sein Anwesen beschützen sollte, mit einer Schleuder tötete (siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Aided Cheltchair maic Uthechair]]&amp;#039;&amp;#039;, „Der Tod Cheltchars, des Sohnes Uthechars“). Sétanta versprach darauf dem Schmied, diese Aufgabe zu übernehmen, und erhielt deswegen vom [[Druide]]n [[Cathbad]], seinem Großvater, den Namen Cú Chulainn. Einer seiner Erzieher war der stets auf Ausgleich bedachte Dichter und Rechtsprecher &amp;#039;&amp;#039;([[Filid|fili]])&amp;#039;&amp;#039; von König Conchobar mac Nessa, [[Sencha mac Ailella]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein treuer Begleiter und Wagenlenker war [[Loeg mac Riangabra]], seine beiden Wagenpferde hießen [[Liath Macha]] und Dub Sainglenn.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;89&amp;amp;nbsp;f. (gesamtes Kapitel)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der von Loeg gelenkte [[Sichelwagen]] findet sich lediglich als Gefährt Cú Chulainns und wird sonst in den irischen Heldensagen nicht erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;422.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übermenschliche Fähigkeiten ==&lt;br /&gt;
In der ersten seiner Knabentaten besiegte der Fünfjährige die „dreimal fünfzigköpfige“ Knabenschar (&amp;#039;&amp;#039;mac[c]rad&amp;#039;&amp;#039;) am Hofe von Conchobar in allen ihren Spielen, wie Gewandraub, Untertauchen im Wasser, Wettlauf und -schwimmen. Wilde Hirsche, die er mühelos einfing, hielt er für Pferde und spannte sie zusammen mit Schwänen vor seinen Streitwagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;666&amp;amp;nbsp;f, 703, 807, 1093&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriegerprinzessin oder -göttin [[Scáthach]] unterrichtete Cú Chulainn in der Kampfkunst und lehrte ihn den berühmten Kampfsprung, den „Lachssprung“, bei dem er in der Luft schwebend kämpfen konnte. Des Weiteren gab sie ihm den &amp;#039;&amp;#039;[[Gae Bolga]]&amp;#039;&amp;#039;, einen mit zahlreichen Widerhaken besetzten Speer. Scathach lehrte ihn auch andere Kunststücke (&amp;#039;&amp;#039;cles&amp;#039;&amp;#039;, Mz. &amp;#039;&amp;#039;cleasana&amp;#039;&amp;#039;), wie das &amp;#039;&amp;#039;torannchless&amp;#039;&amp;#039; („Donnerkunststück“), eine den Feind in Schrecken versetzende Lärmentwicklung, sowie kunstvolle Schwertschläge, den Schleuderstockwurf, das Balancieren auf der Lanzenspitze und das Radkunststück – ein schweres Rad muss eine Hauswand hochgerollt werden. Sein anderer Lehrer war sein zweiter Ziehvater [[Fergus mac Róich]], dessen Sohn [[Fer Diad]] er später mit dem Gae Bolga in einem dreitägigen Kampf tötete.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;640, 958&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kampf bekam er, wie später die [[Berserker]], die „Wutverzerrung“, im „Rinderraub von Cooley“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Táin Bó Cuailnge]]&amp;#039;&amp;#039;, siehe unten) wird diese Verwandlung beschrieben:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Da trat die erste Verzerrung bei Cú Chullain ein, so dass er ein Entsetzliches, Vielgestaltetes, Wunderbares, Unerhörtes aus sich machte. […] Er machte das Verdrehungskunststück der Wut aus seinem Körper inmitten seiner Haut. Es kamen seine Füße und seine Schienbeine und seine Kniee, so dass sie auf seiner Hinterseite waren; es kamen seine Fersen und seine Waden und seine Hinterbacken, so dass sie vorn vor ihm waren. […] Er zog das eine Auge von sich in den Kopf hinein,&amp;amp;nbsp;[…] Das andere Auge sprang heraus, so dass es außen auf seiner Wange war. Er zog die Wange von der Kinnlade, so dass das Innere seines Schlundes erkennbar wurde.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;968&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Meid: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;199&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Doch ist er auch wunderschön anzusehen, wenn er die Frauen von Ulster beeindrucken will, mit dreifarbigen Haarsträhnen (braun, rot, goldfarben), die kunstvoll um den Kopf geschlungen sind, Pupillen wie Juwelen sowie sieben Fingern und Zehen (die er allerdings auch in der Wut – also wohl immer – besitzt).&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;970.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 17 Jahren hielt er alleine die Armee von [[Connacht]] auf, obwohl er sich an einen Baum gebunden hatte, um nicht umzufallen, und somit nur mit einer Hand kämpfen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt; In [[Mesca Ulad]] („Die Trunkenheit der Ulter“) rettete er seine Landsleute vor der Hinterlist [[Cú Roí]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Ulster-Helden überwand er, so übertrumpfte er in der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Fled Bricrenn]]&amp;#039;&amp;#039; („Bricrius Fest“) und in König [[Cú Roí]]s Burg [[Caherconree|Cathair]] die beiden Krieger [[Conall Cernach]] und [[Loegaire Buadach]] im Wettstreit um den [[Heldenbissen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Rinderraub von Cooley (&amp;#039;&amp;#039;Táin Bó Cuailnge&amp;#039;&amp;#039;) ==&lt;br /&gt;
Cú Chulainn ist der zentrale Held dieser [[Epos|epischen Dichtung]]. Erzählt wird vom Kampf gegen die Krieger von Connacht, die im Auftrag der Kriegerkönigin [[Medb]] und von König [[Ailill mac Máta]] nach Ulster gekommen waren, um den legendären [[Donn Cuailnge]], den &amp;#039;&amp;#039;Braunen Bullen von Cooley&amp;#039;&amp;#039;, zu rauben. Da die Krieger von König Conchobar allesamt durch einen Fluch geschwächt waren und in den Wehen liegen, kann nur Cú Chulainn die Invasion aufhalten. Als er nach dem Kampf mit [[Fer Diad]] für kurze Zeit kampfunfähig war, sprang der alte Held [[Cethern mac Fintain]] für ihn ein und wird tödlich verletzt. In den im &amp;#039;&amp;#039;[[Lebor na hUidre]]&amp;#039;&amp;#039; („Das Buch der dunklen Kuh“), dem &amp;#039;&amp;#039;[[Lebor Laignech]]&amp;#039;&amp;#039; („Das Buch von Leinster“) und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Leabhar Buidhe Lecain]]&amp;#039;&amp;#039; („Das Gelbe Buch von Lecan“) erhaltenen Passagen findet sich das meiste Material über Cú Chulainn. In den Sagen rund um diese Erzählung wird sein Ziehsohn [[Furbaide Ferbend]] als Mörder der Königin Medb erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;640, 965&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cú Chulainns Geliebte ==&lt;br /&gt;
Eine Reihe von Frauen waren Geliebte von Cú Chulainn, darunter [[Aoife|Aífe]] von Alba ([[Schottland]]), [[Scáthach]]s Tochter [[Uathach]], [[Fedelm|Fedelm Foltcháin]], [[Fedelm Noíchride]], [[Fand]], [[Bláthnat]] und [[Emer (Sagengestalt)|Emer]], die Tochter [[Forgall Manach]]s, die seine Gattin wurde. Die ihm von Königin [[Medb]] und König [[Ailill mac Máta]] angebotene Tochter [[Findabair]] lehnt er ab. Seine Liebe zu Bláthnat endet unglücklich mit ihrem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur mit Aífe hatte er ein Kind, den Sohn [[Connla (Cú Chulainn)|Connla]]. Ohne zu wissen, wen er vor sich hatte, tötete er Connla, als dieser ihn suchte. Berichtet wird dies in der dem Ulster-Zyklus zugehörigen Geschichte &amp;#039;&amp;#039;[[Aided Oenfir Aífe]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Motiv, dass der Vater den Sohn tötet oder töten muss, kommt in ähnlicher Form auch im [[Hildebrandslied]] oder im persischen Epos über [[Rostam (Schāhnāme)|Rostam]] und [[Rostam und Sohrab]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe von Erzählungen beschreiben die Aufgaben, die Cú Chulainn erfüllen muss, um Emers Liebe zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fand hingegen ist eine der &amp;#039;&amp;#039;[[Sidhe]]&amp;#039;&amp;#039; („[[Fee]]n“), die Gemahlin von [[Manannan]], der sie verließ. Als drei [[Formori]]er, die die [[Irische See]] beherrschen wollen, sie angreifen, bittet sie Cú Chulainn um Hilfe. Dieser stimmt nur unter der Bedingung zu, dass sie seine Frau wird. Widerstrebend ist sie einverstanden, verliebt sich aber in ihn, als sie ihn sieht; Cú Chulainn ergeht es nicht anders. Da Cú Chulainn jedoch sterblich ist, droht diese Liebe das Land der Sidhe zu gefährden. Deswegen greift Manannan ein und löscht beider Erinnerung aneinander aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mugain]], die Gattin Conchobars, kommt ihm zusammen mit den anderen Ulterinnen nackt entgegen, weil er in Kampfraserei die eigenen Männer anzugreifen droht. Daraufhin verbirgt er schamvoll sein Gesicht in den Händen und kann mit drei Fässern voll kaltem Wasser beruhigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;807.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sogleich ergriffen ihn die Männer von Emain und warfen ihn in ein Fass voll kalten Wassers. Dieses Fass zerbarst um ihn herum. Das zweite Fass, in das er geworfen wurde, kochte über in faustgroßen Blasen. Das dritte Fass, in das er dann kam, erwärmte er so, dass Hitze und Kälte gleichmäßig waren.&amp;lt;br /&amp;gt;Dann stieg er heraus und Mugain, die Königin, brachte ihm einen blauen Mantel mit silberner Spange und einen Leibrock mit Kapuze.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cú Chulainns Tod ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Aided Chon Culainn}}&lt;br /&gt;
Im Laufe seines Lebens hatte Cú Chulainn sich nicht wenige mächtige Feinde gemacht. Wie bei vielen gälischen Kriegern war auch sein Leben durch [[Tabu]]s, also spirituelle Vorschriften beeinträchtigt, die [[Geis (Mythologie)|&amp;#039;&amp;#039;geis&amp;#039;&amp;#039;]] genannt wurden. Zum einen durfte er kein Gastmahl ablehnen, zum zweiten war ihm der Genuss von Hundefleisch wegen seiner Namensgeschichte („Hund des Culann“) verboten. Der Bruch eines dieser Verbote bedeutet für ihn den Verlust seiner übermenschlichen Fähigkeiten. Seine Feinde machen sich dieses Dilemma zu Nutze, laden ihn zu einem Mahl ein und servieren ihm Hundefleisch. Den dadurch Geschwächten können sie nun nach schwerem Kampf erschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cuthullin im &amp;#039;&amp;#039;Ossian&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cuthullin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cuchullin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist im Epos &amp;#039;&amp;#039;[[Ossian]]&amp;#039;&amp;#039;, das in Wahrheit vom schottischen Dichter [[James Macpherson]] verfasst wurde, der Vormund und Feldherr des jungen Königs Cormac von Irland. Als Vorlage für die literarische Figur nahm sich Macpherson den Sagenhelden Cú Chulainn, der allerdings nicht zur Zeit König [[Cormac mac Airt]]s im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr., sondern nach der irischen Überlieferung am Hof des Königs Conchobar mac Nessa in der Zeit um Christi Geburt gelebt haben soll. Im Gesang &amp;#039;&amp;#039;Fingal&amp;#039;&amp;#039; wird berichtet, dass Cuthullin vergeblich einen Kriegszug des skandinavischen Königs [[Swaran (Ossian)|Swaran von Lochlin]], dem Sohn von König [[Starno (Ossian)|Starno]], gegen Cormacs Reich bekämpft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BM&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sag’ es ihm, jenem Herzen des Stolzes, dem Herrscher von Lochlin: Cuchullin weicht nicht! Ich biet&amp;#039; ihm die dunkelblaulichte Rückfahrt über den Ocean, oder hier Gräber für all sein Geleit an!“ (Ossian: &amp;#039;&amp;#039;Fingal&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;James Macpherson, Michael Denis (Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Die Gedichte Ossians, Eines Alten Celtischen Dichters.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;40.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Erst durch das Eingreifen von Cormacs Verbündeten [[Fionn mac Cumhaill#Fingal im Ossian|Fingal]] wird Swaran besiegt, zum Frieden gezwungen und nach Skandinavien zurückgeschickt. Cuthullin wird im Kampf gegen einen Rebellen namens &amp;#039;&amp;#039;Torlath&amp;#039;&amp;#039; getötet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen Cuthullin leitet Macpherson fälschlich von &amp;#039;&amp;#039;Cuth-Ullin&amp;#039;&amp;#039; („die Stimmen von Ullin“) ab und gibt seine Abstammung mit Sohn von &amp;#039;&amp;#039;Semo&amp;#039;&amp;#039; und Enkel von [[Cathbad]] an. Dies lässt vermuten, dass ihm der [[Ulster-Zyklus]] mit den Sagen um Cú Chulainn nicht bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indo-Europäische Parallelen ==&lt;br /&gt;
Cú Chulainn zeigt auffallende Ähnlichkeiten mit dem legendären persischen Helden [[Rostam (Schāhnāme)|Rostam]] sowie mit dem germanischen Lied von [[Hildebrand]] und den Arbeiten des griechischen epischen Helden [[Herakles]], was auf einen gemeinsamen indogermanischen Ursprung hindeutet,&amp;lt;ref&amp;gt;M. Connell: &amp;#039;&amp;#039;The Medieval Hero: Christian and Muslim Traditions&amp;#039;&amp;#039;. Ed. Dr. Müller. 2008, S.&amp;amp;nbsp;227.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber es fehlt ihm an sprachlicher, anthropologischer und archäologischer Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Häusler, Indogermanische Altertumskunde, S. 406–407, In: H. Beck, D. Geuenich, H. Steuer, Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, vol. 15, 2000, S. 402–408.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cú Chulainns Schlag auf den Hund mit einem Schleuderstock erinnert an die zehnte Arbeit des Herakles, in der Herakles beschuldigt wird, das Vieh von [[Geryon]] zu stehlen, und von einem zweiköpfigen Hund angegriffen wird, den er mit einer Keule erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere indogermanische typologische Parallelen sind der litauische [[Velnias]], der wie Cú Chulainn der Beschützer des Viehs ist, und [[Romulus und Remus|Romulus]], der in seiner Jugend mit einem Hund in Verbindung gebracht wird und von einer jugendlichen Gruppe von Kriegern umgeben ist (der Maccrad im Fall von Cú Chulainn).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olmsted&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Garrett Olmsted |Titel=The Gods of the Celts and the Indo-Europeans (Revised) |Ort=Tazewell, Virginia |Datum=2019 |ISBN=978-3-85124-173-0 |Seiten=144 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Rezeption ==&lt;br /&gt;
In [[Frank McCourt]]s Roman [[Die Asche meiner Mutter]] erzählt der Vater des Ich-Erzählers dem Jungen die Geschichte, wie Cuchulain (so die Schreibweise der deutschen Übersetzung von [[Harry Rowohlt]]) zu seinem Namen kam. Der kleine Frank betrachtet die Geschichte in einem Maße als „seine“ Geschichte, dass er einen Nachbarsjungen verprügelt, um zu verhindern, dass auch ihm die Geschichte erzählt wird. Sein Vater macht Frank klar, dass der Nachbarsjunge, der aus einer jüdischen Familie stammt, andere Geschichten, wie beispielsweise die von [[Simson|Samson]], besitze und er deshalb die von Cuchulain nicht brauche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Schriftsteller [[Manfred Böckl]] schrieb mit &amp;#039;&amp;#039;Der Hund des Culann&amp;#039;&amp;#039; (2003) eine moderne Romanversion des Cúchulainn-Epos; der Autor plädiert im Nachwort des Romans für eine Zeitstellung auf das letzte vorchristliche Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komponist [[Patrick Pföß]] komponierte eine Kammeroper mit dem Titel „Cuchulinn“, die am 9. April 2016 uraufgeführt wurde. In ihr sind acht Szenen aus dem Sagenzyklus vertont. Das Libretto schrieb Jürgen Arnold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Musiker [[Miracle of Sound|Gavin Dunne (Miracle of Sound)]] erzählt die Geschichte Cú Chulainns in seinem Lied &amp;#039;&amp;#039;The Tale Of Cú Chulainn&amp;#039;&amp;#039; (2020). Das Lied &amp;quot;The Sick Bed of Cúchulainn&amp;quot; befindet sich auf dem Album [[Rum Sodomy &amp;amp; the Lash]] der [[Pogues]] (1985). Auch die irische Rockband [[Thin Lizzy]] hatte sich 1979 in der Rockballade &amp;#039;&amp;#039;Black Rose: A Rock Legend&amp;#039;&amp;#039; dieses Themas angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anfangslied des Films &amp;#039;&amp;#039;[[Der blutige Pfad Gottes]]&amp;#039;&amp;#039; heißt &amp;#039;&amp;#039;The Blood of Cu Chulainn&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste keltischer Götter und Sagengestalten]]&lt;br /&gt;
* [[Liste inselkeltischer Mythen und Sagen#Mythen und Sagen aus Irland|Mythen und Sagen aus Irland]]&lt;br /&gt;
* [[Keltischer Kopfkult]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Meid]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten.&amp;#039;&amp;#039; [[Reclams Universal-Bibliothek]], Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-017053-3.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cúchulainn|Cú Chulainn}}&lt;br /&gt;
* [http://adminstaff.vassar.edu/sttaylor/Cooley/ Startseite zu einer Englisch-gälischen Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Viehraubs von Cooley&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.ch/books?id=bVgAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Ossian&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=SXKMUeT3O4iCtAauhYHIAQ&amp;amp;ved=0CDkQ6AEwAQ James Macpherson, Michael Denis (Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Die Gedichte Ossians, Eines Alten Celtischen Dichters&amp;#039;&amp;#039;. Trattner, 1768 (heute Bayerische Staatsbibliothek)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cu Chulainn}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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