<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Byssus</id>
	<title>Byssus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Byssus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Byssus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T01:59:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Byssus&amp;diff=190729&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Techniker71: Ergänzung Einleitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Byssus&amp;diff=190729&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-29T08:25:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung Einleitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Handschuh aus Byssusseide Überseemuseum Bremen 2009 IMG 1471.JPG|mini|[[Handschuh]] aus Muschelseide im [[Übersee-Museum]] Bremen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Byssus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griechisch]]: βύσσος), in verarbeiteter Form auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muschelseide,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Byssusseide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), manchmal auch als Seeseide oder Pinna bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Merritt Matthews: Die Textilfasern – Ihre physikalischen, chemischen und mikroskopischen Eigenschaften. Verlag von Julius Springer Berlin  1928, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist die [[Seidensekretion|sezernierte]] Haftfaser verschiedener [[Muscheln|Muschelarten]]. Seit dem Altertum wird daraus in der Mittelmeerregion [[Gewebe (Textil)|Gewebe]] hergestellt. Byssus ist ebenfalls bekannt als leichter feinfädiger, mit großen Poren versehner Hemdenstoff, für dessen Kette und Schuss bester Mako-Baumwollzwirn in Dreherbindung genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Glafey (Hrsg.): Textil-Lexikon – Handwörterbuch der gesamten Textilkunde. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/Berlin 1937, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin bezeichnet Byssus auch Fasern aus [[Seide]], [[Baumwolle]] oder [[Flachsfaser|Flachs]], aus denen feine [[Gewebe (Textil)|Gewebe]] erzeugt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg Krünitz: [http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/b/kb04065.htm &amp;#039;&amp;#039;Byssus&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie]]&amp;#039;&amp;#039; (1773–1858), Band 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Querschnitt Byssusfasern.jpg|mini|Querschnitt von Byssusfasern, eingebettet in weiße Baumwollfasern. Zu sehen ist der elliptische Querschnitt der Fasern]]Der Byssus ist goldglänzend, dünn, dehnbar, reißfest und haltbar. Byssus besitzt im Gegensatz zu [[Haar]]en eine glatte Faseroberfläche ohne Schuppen, der Faserquerschnitt ist elliptisch und kann dadurch von Seide unterschieden werden. Der Durchmesser der Byssusfasern liegt zwischen 10 und 45 Mikrometer, womit sie zu den feinsten [[Naturfaser]]n gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaworski&amp;quot;&amp;gt;J. S. Jaworski: &amp;#039;&amp;#039;Properties of byssal threads, the chemical nature of their colors and the veil of Manoppello.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the international workshop on the Scientific approach to the Acheiropoietos images.&amp;#039;&amp;#039; 2010. [http://www.acheiropoietos.info/proceedings/JaworskiWeb.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig wird behauptet, Byssus sei um ein „Vielfaches feiner als Seide“, jedoch ähnelt der Durchmesser entbasteter Seide von sieben bis 20 Mikrometern dem der feineren Byssusfasern.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter M. Latzke, Rolf Hesse: &amp;#039;&amp;#039;Textile Fasern. Rasterelektronenmikroskopie der Chemie- und Naturfasern.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-87150-274-X, S.&amp;amp;nbsp;55–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Byssusfasern sind insbesondere im trockenen Zustand reißfest; unter den tierischen Naturfasern wird Byssus in seiner [[Zugfestigkeit]] nur von [[Spinnenseide]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. von &amp;#039;&amp;#039;[[Gartenkreuzspinne|Araneus diadematus]]&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gosline&amp;quot;&amp;gt;J. Gosline, M. Lillie, E. Carrington, P. Guerette, C. Ortlepp, K. Savage: &amp;#039;&amp;#039;Elastic proteins: biological roles and mechanical properties.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 357(1418), 2002, S.&amp;amp;nbsp;121–132. PMID 11911769; {{PMC|1692928}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Seide]]n und Tierhaaren übertroffen. Die Zugfestigkeit beträgt für den proximalen Teil der Faser 35 [[Pascal (Einheit)|Megapascal]] und für den distalen Teil 75 Megapascal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gosline&amp;quot; /&amp;gt; Der proximale Teil des Byssus kann auf die dreifache Länge gedehnt werden und besitzt damit eine vergleichsweise hohe [[Dehnbarkeit]], die unter den tierischen Naturfasern nur von Spinnenseide übertroffen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gosline&amp;quot; /&amp;gt; Der reißfestere, distale Teil der Faser kann auf das Doppelte seiner Länge gedehnt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gosline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem Altertum werden die Haftfäden der im [[Mittelmeer]] lebenden [[Edle Steckmuschel|Edlen Steckmuschel]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinna nobilis&amp;#039;&amp;#039; L.) gewonnen. Die erste eindeutige Textquelle, und damit der erste schriftliche Nachweis von Muschelseide, stammt von [[Tertullian]] (&amp;#039;&amp;#039;De pallio&amp;#039;&amp;#039; III,6) aus dem 2. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Felicitas Maeder: Nicht überall, wo Byssus draufsteht, ist Muschelseide drin.  Sprachliche und materielle Aspekte eines Missverständnisses - und die Folgen. In: Karlheinz Dietz, Christian Hannick, Carolina Lutzka, Elisabeth Maier (Hrsg.): Das Christusbild. Zu Herkunft und Entwicklung in Ost und West. Akten der Kongresse in Würzburg, 16.–18. Oktober 2014, und Wien, 17.–18. März 2015 (= Das Östliche Christentum, Neue Folge, Band 62). Würzburg 2016, S. 790 – 848 (S. 810).&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen seiner Haltbarkeit und der aufwändigen Gewinnung ist Byssus, auch Steckmuschelwolle genannt, sehr wertvoll. Textilien aus Byssus waren vor allem im Mittelalter unter hohen kirchlichen Würdenträgern und im Hochadel sehr begehrt. Das älteste noch vorhandene Objekt aus Muschelseide ist eine gestrickte Mütze aus dem 14. Jahrhundert, die 1978 in Saint Denis bei Paris gefunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Felicitas Maeder: Nicht überall, wo Byssus draufsteht, ist Muschelseide drin.  Sprachliche und materielle Aspekte eines Missverständnisses - und die Folgen. In: Karlheinz Dietz, Christian Hannick, Carolina Lutzka, Elisabeth Maier (Hrsg.): Das Christusbild. Zu Herkunft und Entwicklung in Ost und West. Akten der Kongresse in Würzburg, 16.–18. Oktober 2014, und Wien, 17.–18. März 2015 (= Das Östliche Christentum, Neue Folge, Band 62). Würzburg 2016, S. 809.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kommerzielle Fertigung von Byssustextilien in [[Sardinien]] endete in den 1940er-Jahren. Byssus wird nur noch auf Sardinien in [[Sant’Antioco (Sardinien)|Sant’Antioco]] verarbeitet, wo sich auch ein Byssus-Museum befindet. Heute ist die Steckmuschel geschützt, das Handwerk nahezu ausgestorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der antiken Erwähnungen von Byssus beziehen sich auf &amp;#039;&amp;#039;kostbares, feines Leinen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;kostbare, feine Baumwolle&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu ausführlich: [[Franz Olck]]: &amp;#039;&amp;#039;Byssos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;RE.&amp;#039;&amp;#039; Band III, 1, 1897, S.&amp;amp;nbsp;1108–1114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die neutestamentlichen Vorkommen des Wortes Byssus (bzw. dessen Ableitungen) in {{B|Lk|16|19}}, {{B|Offb|18}},12.16 sowie {{B|Offb|19}},8.14 bedeuten &amp;#039;&amp;#039;feines Leinen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die einschlägigen Wörterbücher: &amp;#039;&amp;#039;Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament&amp;#039;&amp;#039;; Bauer/Aland: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments&amp;#039;&amp;#039; zum Wort.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Byssusfasern.jpg|mini|Auflichtmikroskopaufnahme von Byssusfasern]]&lt;br /&gt;
Byssus wird von verschiedenen Muschelarten produziert, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Pinna (Gattung)|Pinna]] [[Art (Biologie)#„Offene Nomenklatur“|spp.]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Miesmuscheln|Mytilus]] spp.,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Bathymodiolus]] thermophilus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Geukensia demissa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Große Miesmuschel|Modiolus modiolus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Wandermuschel|Dreissena polymorpha]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brazee&amp;quot;&amp;gt;S. Brazee, E. Carrington: &amp;#039;&amp;#039;Interspecific Comparison of the Mechanical Properties of Mussel Byssus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biol. Bull.&amp;#039;&amp;#039; Band 211, 2006, S.&amp;amp;nbsp;263–274. {{Webarchiv |url=http://faculty.washington.edu/ecarring/Brazee%26Carrington.pdf |text=(PDF) |wayback=20170811073824}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während viele Muschelarten nur als Jungmuscheln Byssus produzieren, kann diese Sekretion bei anderen zeitlebens andauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Byssus entsteht, indem die Drüsen im Fuß der Muscheln [[Phenole|phenolische]] [[Proteid]]e produzieren, die zu Haftfasern vereinigt werden und erhärten. [[Datei:Pinna noblis shell &amp;amp; byssus.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Pinna nobilis]]&amp;#039;&amp;#039;-Schale mit Byssus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mytilus with byssus.jpg|mini|hochkant=0.5|&amp;#039;&amp;#039;[[Miesmuscheln|Mytilus]]&amp;#039;&amp;#039; mit Byssus]]Die Byssusfäden der Salzwassermuschelart &amp;#039;&amp;#039;Mytilus sp.&amp;#039;&amp;#039; bestehen aus einem Faserkern aus drei [[Kollagen]]-artigen [[Protein]]en preCol-NG, preCol-D und preCol-P (von engl. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|precollagen}}&amp;#039;&amp;#039;) und einem Fasermantel aus den Proteinen Mfp 1–6 (von engl. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Mussel foot protein}}&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;T. Lu, Z. Liao, M. Liu, M. Ye, L. Tan, R. X. Wang: &amp;#039;&amp;#039;Identification of mussel foot proteins with low molecular mass from Mytilus coruscus Plaques.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Hydobiolica Sinica.&amp;#039;&amp;#039; Band 35(1), 2011, S.&amp;amp;nbsp;30–35. [[doi:10.3724/SP.J.1035.2011.00030]]. {{Webarchiv|url=http://ssswxb.ihb.ac.cn/EN/article/downloadArticleFile.do?attachType=PDF&amp;amp;id=9241 |wayback=20141226225306 |text=(PDF)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mfp-1 ummantelt als Faserhülle (lat. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Cuticula}}&amp;#039;&amp;#039;) die preCol-Proteine des Faserkerns und vermindert die [[Korrosion]] der Faser im Meerwasser. Mfp-3 und Mfp-5 sind darübergelagert und hauptsächlich für die [[Adhäsion]] verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Q. Lin, D. Gourdon, C. Sun, N. Holten-Andersen, T. H. Anderson, J. H. Waite, J. N. Israelachvili: &amp;#039;&amp;#039;Adhesion mechanisms of the mussel foot proteins mfp-1 and mfp-3.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proc Natl Acad Sci U S A.&amp;#039;&amp;#039; Band 104(10), 2007, S.&amp;amp;nbsp;3782–3786. PMID 17360430; {{PMC|1820661}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den drei Proteinen des Faserkerns ist preCol-NG (von engl. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|non-gradient}}&amp;#039;&amp;#039; ‚gleichmäßig verteilt‘) über die gesamte Faser verteilt, preCol-D tritt im distalen Bereich auf und preCol-P tritt im proximalen Bereich auf. Die mittelbraune Farbe entsteht durch die Einlagerung von [[Phäomelanin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaworski&amp;quot; /&amp;gt; Das Mfp-1 ist über [[Calcium]]ionen und [[Eisen]]ionen an den [[Levodopa|Dihydroxyphenyl-&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Alaninen]] [[Kovalente Bindung|nicht-kovalent]] [[Vernetzung (Chemie)|quervernetzt]], was die Festigkeit erhöht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID 18847291&amp;quot;&amp;gt;N. Holten-Andersen, T. E. Mates, M.S. Toprak, G. D. Stucky, F. W. Zok, J. H. Waite: &amp;#039;&amp;#039;Metals and the integrity of a biological coating: the cuticle of mussel byssus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Langmuir (Zeitschrift)|Langmuir]].&amp;#039;&amp;#039; Band 25(6), 2009, S.&amp;amp;nbsp;3323–3326. [[doi:10.1021/la8027012]]. PMID 18847291; {{PMC|2746015}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dihydroxyphenyl-&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Alanin im Mfp-1 entsteht aus [[Tyrosin]] durch [[posttranslationale Modifikation]]. In der aus Mfp-1 bestehenden Faserhülle gibt es knäuelförmige Bereiche mit besonders stark quervernetztem und festerem Mfp-1, welche in einer Schicht aus weniger quervernetztem Mfp-1 eingebettet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Harrington, A. Masic, N. Holten-Andersen, J. H. Waite, P. Fratzl: &amp;#039;&amp;#039;Iron-clad fibers: a metal-based biological strategy for hard flexible coatings.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; Band 328(5975), 2010, S. 216–220. [[doi:10.1126/science.1181044]]. PMID 20203014; {{PMC|3087814}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dihydroxyphenyl-&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Alanin trägt auch zu einer erhöhten Lichtabsorption und somit zu einem [[Ultraviolettstrahlung|UV]]-Schutz der preCol-Proteine des Faserkerns bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID 18847291&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der niedrigeren Strömungsgeschwindigkeiten im [[Habitat]] besitzen unter den genannten Muschelarten die Byssusfäden der Süßwassermuschel &amp;#039;&amp;#039;Dreissena polymorpha&amp;#039;&amp;#039; die höchste Zugfestigkeit der Faser über die gesamte Länge, vermutlich da deren Byssusfasern keine kollagenartigen Proteine enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brazee&amp;quot; /&amp;gt; Die Byssusproteine von &amp;#039;&amp;#039;Dreissena sp.&amp;#039;&amp;#039; sind ebenfalls durch Dihydroxyphenyl-&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Alanin quervernetzt&amp;lt;ref&amp;gt;A. Gantayet, L. Ohana, E. D. Sone: &amp;#039;&amp;#039;Byssal proteins of the freshwater zebra mussel, Dreissena polymorpha.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biofouling.&amp;#039;&amp;#039; Band 29(1), 2013, S.&amp;amp;nbsp;77–85. [[doi:10.1080/08927014.2012.746672]]. PMID 23211030.&amp;lt;/ref&amp;gt; und besitzen eine untypisch elektronendichte Kontaktfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Farsad, E. D. Sone: &amp;#039;&amp;#039;Zebra mussel adhesion: structure of the byssal adhesive apparatus in the freshwater mussel, Dreissena polymorpha.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Struct Biol.&amp;#039;&amp;#039; Band 177(3), 2012, S.&amp;amp;nbsp;613–20. [[doi:10.1016/j.jsb.2012.01.011]]. PMID 22309789.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Salzwassermuscheln gibt es deutliche Festigkeitsunterschiede zwischen proximalen und distalen Bereichen der Byssusfäden, die entfernteren (distalen, preCol-D-enthaltenden) Teile sind, für sich betrachtet, fester als diejenigen der Süßwassermuschel &amp;#039;&amp;#039;Dreissena sp&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brazee&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gosline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Byssus war früher eine nichttaxonomische Sammelbezeichnung für &amp;#039;&amp;#039;Moderpilze&amp;#039;&amp;#039; mit faserartiger Struktur, die zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Schlauchpilze#Koelomyceten und Hyphomyceten|Hyphomycetes]]-Dematiei&amp;#039;&amp;#039; gezählt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Pierer: &amp;#039;&amp;#039;Pierer’s Universal-Lexikon&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage (1857–1865).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hilda Ecsedy: „Böz — An Exotic Cloth in the Chinese Imperial Court“. In: &amp;#039;&amp;#039;Altorientalische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1975, {{OCLC|5528403541}}, S.&amp;amp;nbsp;145–153.&lt;br /&gt;
* Felicitas Maeder: „The project Sea-silk&amp;amp;nbsp;— Rediscovering an Ancient Textile Material“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeological Textiles Newsletter.&amp;#039;&amp;#039; Heft 35, 2002, S.&amp;amp;nbsp;8–11.&lt;br /&gt;
* Felicitas Maeder, Ambros Hänggi, Dominik Wunderlin: &amp;#039;&amp;#039;Bisso marino. Fili d&amp;#039;oro dal fondo del mare.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Muschelseide.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung im Naturhistorischen Museum Basel. Basel 2004, ISBN 88-7439-114-5.&lt;br /&gt;
* Felicitas Maeder: „Nicht überall, wo Byssus draufsteht, ist Muschelseide drin. Sprachliche und materielle Aspekte eines Missverständnisses – und die Folgen“. In: Karlheinz Dietz, Christian Hannick, Carolina Lutzka, Elisabeth Maier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Christusbild. Zu Herkunft und Entwicklung in Ost und West. Akten der Kongresse in Würzburg, 16.–18. Oktober 2014, und Wien, 17.–18. März 2015&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 2016, S. 790–848.&lt;br /&gt;
* John E. Hill: &amp;#039;&amp;#039;Through the Jade Gate to Rome: A Study of the Silk Routes during the Later Han Dynasty, 1st to 2nd Centuries CE.&amp;#039;&amp;#039; BookSurge, Charleston 2009, ISBN 978-1-4392-2134-1. Abschnitt 12 und Appendix B – Sea Silk.&lt;br /&gt;
* John E. Hill: &amp;#039;&amp;#039;[http://depts.washington.edu/silkroad/texts/weilue/appendices.html#d The Peoples of the West].&amp;#039;&amp;#039; 2004. Abschnitt 12 und Appendix D – Sea Silk.&lt;br /&gt;
* Daniel L. McKinley: „Pinna and Her Silken Beard: A Foray Into Historical Misappropriations“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ars Textrina: A Journal of Textiles and Costumes.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 29, Juni 1998, S.&amp;amp;nbsp;9–223.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|1108|1114|Byssos|[[Franz Olck]]|RE:Byssos}}&lt;br /&gt;
* Cecie Starr, Ralph Taggart: &amp;#039;&amp;#039;Biology: The Unity and Diversity of Life.&amp;#039;&amp;#039; 10. Ausgabe, Thomson Learning, Belmont 2004, ISBN 978-0-5343-8800-3.&lt;br /&gt;
* Ruth D. Turner, Joseph Rosewater: „The Family Pinnidae in the Western Atlantic“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Johnsonia.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Heft 38, 1958, S.&amp;amp;nbsp;285–326.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.designboom.com/eng/education/byssus_history.html History of Byssus Cloth (engl.)]&lt;br /&gt;
* [http://www.muschelseide.ch/de.html Projekt Muschelseide, Naturhistorisches Museum Basel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herstellung von Seide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malakologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierhaarprodukt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierfaser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Techniker71</name></author>
	</entry>
</feed>