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	<title>Byblos-Schrift - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Byblos-Schrift&amp;diff=1342855&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: 2 Vorlagenparameterfehler beseitigt: Parameter Nummer/Band nach NummerReihe und BandReihe geändert, da Parameter Reihe vorhanden; 3 fehlende Sprachparameter eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-26T07:10:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2 Vorlagenparameterfehler beseitigt: Parameter Nummer/Band nach NummerReihe und BandReihe geändert, da Parameter Reihe vorhanden; 3 fehlende Sprachparameter eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Zeugnisse der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Byblos-Schrift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;byblische Pseudo-[[Hieroglyphen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Byblos-Syllabar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) wurden auf verschiedenen [[Schriftträger]]n wie Stein- und Bronzetafeln aus der Zeit zwischen dem 18. und dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. sowie einem Siegel des 14. Jahrhunderts in [[Byblos]] (heute [[Libanon]]) gefunden. Die [[Inschrift]]en wurden von [[Maurice Dunand]] von 1928 bis 1932 ausgegraben und 1945 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Byblia Grammata&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dunand&amp;quot;&amp;gt;Maurice Dunand: &amp;#039;&amp;#039;Byblia Grammata.&amp;#039;&amp;#039; 1945.&amp;lt;/ref&amp;gt; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute gibt es keine gesicherte [[Entzifferung]] und [[Übersetzung (Linguistik)|Übersetzung]] der Inschriften. Unter anderem aufgrund der hohen [[Schriftzeichen|Zeichenzahl]] (90 bis 114 je nach Forscher) kann es sich dabei aber nicht um eine [[Alphabetschrift]] handeln, womit die „pseudohieroglyphische“ Byblos-Schrift weder [[Oberflächenstruktur|strukturell]] noch [[Klassifikation|typologisch]] als eine Vorläuferschrift der [[Semitische Schrift|semitischen Alphabetschriften]] in Frage kommt und als ein erloschenes [[Schriftsystem]] angesehen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (pseudohieroglyphische) Byblos-Schrift darf nicht verwechselt werden mit einem im frühen 1.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Byblos gelegentlich verwendeten eigenen [[Duktus (Sprachwissenschaft)|Duktus]] der phönizischen linearalphabetischen Schrift, der sich vom [[phönizische Schrift|phönizischen Standardalphabet]] nur geringfügig unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Die zehn Inschriften ===&lt;br /&gt;
Die Byblos-Schrift wird normalerweise von rechts nach links geschrieben; [[Worttrenner]] werden selten benutzt. Die zehn bekannten Inschriften wurden nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung von &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039; bis &amp;#039;&amp;#039;j&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zwei rechteckige Bronzetafeln, bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039; (16 × 11&amp;amp;nbsp;cm) und &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039; (21 × 12&amp;amp;nbsp;cm), mit 225 und 459 Zeichen. Beide Tafeln sind beidseitig beschrieben. Die Buchstaben wurden nicht in das Metall eingeritzt, sondern mit einem [[Meißel]] eingehämmert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vier keilförmige Bronzetafeln (bezeichnet mit &amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039;, mit 40, 17, 48 und 84 Zeichen). Diese Tafeln haben mehr oder weniger dreieckige Form mit einem [[Ornament]] im spitzen Winkel des Dreiecks. Sie sind ungefähr 5 auf 9 Zentimeter und 1&amp;amp;nbsp;mm dick. Ihre Funktion ist nicht bekannt, aber Dunand vermutete, dass es sich um „Beschriftungen“ handelt, zum Beispiel für [[Grabinschrift]]en. Alle Tafeln wurden beidseitig beschrieben, ausgenommen Tafel &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; (nur eine Seite). Die Schrift wurde ziemlich nachlässig angefertigt. Der Text auf der Rückseite der Tafel &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; ist der einzige bekannte Text, der von links nach rechts geschrieben wurde. Die Tafeln &amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; verwenden kurze vertikale Striche als Worttrenner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Byblos syll spat e.png|zentriert|Inschrift auf Bronzetafel &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inschrift auf Bronzetafel e.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Spitze des Keils ist abgebrochen; vier mögliche Rekonstruktionen des beschädigten, am weitesten links liegenden Buchstabens der Inschrift werden dargestellt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vier Stein-[[Stele]]n: bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;g&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;j &amp;#039;&amp;#039;, mit 116, 37, 7 und 13 Zeichen. Die Buchstaben sind sorgfältig ausgearbeitet, mit auffallenden [[Schriftlinie|Grundlinien]] („Monumentaler Stil“). Dunand war der Ansicht, dass die Fragmente &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;j&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich zum gleichen Denkmal gehörten; der chemische Aufbau des [[Kalkstein]]s von beiden scheint identisch. Der Text auf Fragment &amp;#039;&amp;#039;g&amp;#039;&amp;#039; wird vertikal, in fünf Spalten geschrieben. Inschrift &amp;#039;&amp;#039;j&amp;#039;&amp;#039; zeigt vertikale Striche, die anscheinend als Worttrenner dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandte Inschriften ===&lt;br /&gt;
Einzelne Buchstaben der Byblos-Schrift wurden auf vielen anderen Gegenständen wie [[Axt|Äxten]] und [[Keramik|Tonwaren]] gefunden. Es wurde auch eine Tafel gefunden, die auf der Vorderseite eine phönizische Inschrift und auf der Rückseite Spuren einer Proto-Byblos-Schrift aufweist; ungefähr ein halbes Dutzend Buchstaben in Proto-Byblos-Schrift ist erkennbar. Die phönizische Inschrift auf dieser Tafel wird um das elfte Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. datiert&amp;lt;ref&amp;gt;P. Kyle McCarter, Robert B. Coote: &amp;#039;&amp;#039;The Spatula Inscription from Byblos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bulletin of the American Society of Overseas Research|Bulletin of the American Schools of Oriental Research]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 212, 1973, S. 16–22, {{DOI|10.2307/1356306}}; &amp;#039;&amp;#039;Correction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the American Schools of Oriental Research.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 214, 1974, S. 41, {{DOI|10.2307/1356103}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das ist ein Hinweis darauf, dass Pseudo-Hieroglyphen länger im Gebrauch waren, als normalerweise angenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein Bruchstück einer Monumental-Inschrift in Stein ist in Byblos gefunden worden. Die verwendete Schrift scheint eine Zwischenstufe zwischen den Pseudo-Hieroglyphen und dem neueren phönizischen Alphabet darzustellen. 21 Zeichen sind sichtbar; die meisten von ihnen sind in den Pseudo-Hieroglyphen und im phönizischen Alphabet identisch, während die wenigen restlichen Zeichen entweder Pseudo-hieroglyphisch oder phönizisch sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dunand&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Zeichen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Byblos syll signs.png|zentriert|Liste der Zeichen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Zelle in der obigen Tabelle zeigt ein Zeichen (oben links), Maurice Dunands Kennziffer (unten links), seine Häufigkeit (unten rechts) und zeigt an (oben rechts), ob es auf rechteckigen Bronzetafeln (T), keilförmigen Bronzetafeln (S) oder Denkmälern (Monumenten) (M) verwendet wurde. Zeichen in unterschiedlichen Zellen können auch Schreibvarianten eines einzelnen Zeichens sein; zum Beispiel in der oberen Reihe stellen die Zeichen H6, G17 und E12 vermutlich das gleiche Zeichen dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anzahl unterschiedlicher Zeichen ===&lt;br /&gt;
Die 10 Pseudo-hieroglyphischen Inschriften enthalten zusammen 1046 Zeichen, während die Anzahl &amp;#039;&amp;#039;unterschiedlicher&amp;#039;&amp;#039; Zeichen von Maurice Dunand mit 114 angegeben wird. Nach [[Giovanni Garbini]]&amp;lt;ref&amp;gt;Giovanni Garbini: Rezension zu Mendenhall 1985, in: &amp;#039;&amp;#039;Rivista di Studi Fenici.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16, 1988, S. 129–131.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist diese Zahl vermutlich zu hoch angesetzt. Dafür gibt er zwei Gründe an: Erstens enthält Dunands Zeichenliste auch schwer beschädigte Zeichen, für die es unmöglich ist, zu sagen, ob sie wirklich ein neues Zeichen darstellen. Zweitens gab es ganz offensichtlich Schreibvarianten, zum Beispiel zwischen dem „Monumental-Stil“ auf den Stelen und dem „linearen“ Stil auf den Tafeln. Nimmt man diese Varianten in Betracht, so würde sich die Gesamtzahl der Zeichen verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garbini schätzt, dass die tatsächliche Zahl der Zeichen ungefähr 90 ist. Angesichts dieser Zahl scheint es sich bei der Byblos-Schrift um eine [[Silbenschrift]] gehandelt zu haben. Jedes Zeichen wurde als [[Silbe]] ausgesprochen, normalerweise eine Kombination aus [[Konsonant]] und [[Vokal]]. Wenn die Zahl der Konsonanten zwischen 22 (wie das neuere phönizische Alphabet) und 28 war (wie [[Ugaritische Schrift|Ugaritisch]]) und wenn die Zahl der Vokale drei war (die ursprünglichen semitischen Vokale waren &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;) oder vier bis sechs (wenn es ein &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039; einschloss oder einen stummen Vokal), würde die Gesamtzahl der benötigten Zeichen zwischen 3×22=66 und 6×28=168 liegen, was in etwa der gefundenen Anzahl unterschiedlicher Zeichen entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehung zu anderen Schriften ==&lt;br /&gt;
Einige Zeichen, zum Beispiel [[Datei:Byblos syll egypt.gif]], sehen aus wie leicht veränderte [[ägyptische Hieroglyphen]], aber es gibt auch viele andere, die keine Ähnlichkeiten aufweisen. James E. Hoch&amp;lt;ref&amp;gt;James E. Hoch: &amp;#039;&amp;#039;The Byblos Syllabary: Bridging the Gap Between Egyptian Hieroglyphs and Semitic Alphabets.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of the Society for the Study of Egyptian Antiquities.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20, 1990, S. 115–124.&amp;lt;/ref&amp;gt; vermutet, dass viele der Zeichen eher von der [[Hieratische Schrift|hieratischen Schrift]] des [[Altes Reich|Alten Reichs]] abgeleitet sind als direkt von den Hieroglyphen. Es ist bekannt, dass es in Byblos schon im Jahr 2600 v.&amp;amp;nbsp;Chr. starke ägyptische Einflüsse gab: Byblos war der Hauptexporthafen für [[Zedern]]holz nach Ägypten, und infolgedessen gab es eine einflussreiche ägyptische Handelsgemeinschaft in Byblos. So ist es sehr wahrscheinlich, dass die ägyptische Schrift als Grundlage für eine neue Schrift in Byblos verwendet und um neue Laute ergänzt wurde, die die Sprache in Byblos besser ausdrücken konnte. Genauso wurde im benachbarten [[Ugarit]] einige Jahrhunderte später eine [[Keilschrift]] entworfen, die einfacher zu verwenden war als die schwierige [[Akkadische Sprache|akkadische]] Keilschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versuche zur Entzifferung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dhorme (1946) ===&lt;br /&gt;
Das vorhandene Schriftmaterial gilt im Allgemeinen als zu gering, um eine systematische Entzifferung auf der Grundlage einer [[Textanalyse]] durchzuführen. Dennoch wurde bereits 1946, ein Jahr nachdem Dunand die Inschriften veröffentlicht hatte, ein erster Versuch von [[Édouard Dhorme]] unternommen,&amp;lt;ref&amp;gt;Édouard Dhorme: &amp;#039;&amp;#039;Déchiffrement des inscriptions pseudo-hiéroglyphiques de Byblos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Syria (Zeitschrift)|Syria]].&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Nummer 1, 1946, S. 1–35.&amp;lt;/ref&amp;gt; einem berühmten [[Orientalist]]en und ehemaligen [[Kryptoanalytiker]]. Er analysierte die kurze Inschrift auf der Rückseite einer Bronzetafel, die in einer Reihe von sieben fast gleichen Strichen endet, ähnlich wie „1111111“. Er nahm an, dass es sich um eine Zahl handelt (vermutlich „sieben“). Dhorme hingegen vermutet darin die Zahl 4×10+3=43, da vier Striche etwas größer als die anderen drei sind. Es wird vermutet, dass die Rückseite der Inschrift als Ganzes eine [[Datierung]] der Inschrift auf der Vorderseite darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort direkt vor „1111111“ besteht aus vier unterschiedlichen Zeichen: [[Datei:Byblos syll bsjnt.gif]]. Das erste (am weitesten rechts stehende) beschädigte, aber erkennbare Zeichen und das am weitesten links stehende Zeichen ähneln den Buchstaben &amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; des neueren phönizischen Alphabetes. Dhorme deutete jetzt das vollständige Wort (&amp;#039;&amp;#039;b-..-..-t&amp;#039;&amp;#039;) als phönizisch &amp;#039;&amp;#039;b(a) + š(a)-n-t&amp;#039;&amp;#039; „Im Jahr des“, das ihm die Lautzuordnung für alle vier Zeichen ermöglichte. Diese Zeichen ersetzte er in den restlichen Inschriften und suchte nach erkennbaren Wortteilen weiterer phönizischer Wörter, um weitere Zeichen zuordnen zu können. Am Ende konnte er für 75&amp;amp;nbsp;Zeichen Laut-Zuordnungen vorschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sobelman (1961) ===&lt;br /&gt;
Harvey Sobelman&amp;lt;ref&amp;gt;Harvey Sobelman: &amp;#039;&amp;#039;The Proto-Byblian inscriptions: a fresh approach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Semitic Studies.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Nr. 2, 1961, S. 226–245.&amp;lt;/ref&amp;gt; versuchte nicht, [[Lautwert]]e für die verschiedenen Zeichen zu finden, stattdessen versucht er, [[Wortgrenze]]n festzustellen und grammatische [[Mustersuche (Kryptologie)|Muster zu ermitteln]]. Das Ergebnis von Daniels’&amp;lt;ref&amp;gt;Peter T. Daniels: &amp;#039;&amp;#039;The Byblos Syllabary.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter T. Daniels, William Bright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The World’s Writing Systems.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 29–30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Forschungen ist, dass Sobelmans „Ergebnisse bei allen zukünftigen Arbeiten über diese Texte in Betracht gezogen werden sollten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin (1962) ===&lt;br /&gt;
Malachi Martin&amp;lt;ref&amp;gt;Malachi Martin: &amp;#039;&amp;#039;Revision and reclassification of the Proto-Byblian signs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orientalia.&amp;#039;&amp;#039; NS Bd. 31, Nr. 2, 1962, S. 250–271, und NS Bd. 31, Nr. 2, 1962, S. 339–363.&amp;lt;/ref&amp;gt; kategorisierte die verschiedenen Zeichen in 27 „Klassen“. Nachdem er „Band 1“ seiner Entschlüsselungen veröffentlicht hatte, folgte keine Fortsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mendenhall (1985) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1985 wurde ein neuer Übersetzungs-Versuch von George E. Mendenhall&amp;lt;ref&amp;gt;George E. Mendenhall: &amp;#039;&amp;#039;The Syllabic Inscriptions from Byblos.&amp;#039;&amp;#039; 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[University of Michigan]] veröffentlicht. Viele Zeichen, die im neueren phönizischen Alphabet wieder erscheinen, wurden von Mendenhall einem ähnlichen Lautwert zugeordnet. Zum Beispiel wird das Zeichen [[Datei:Byblos syll e19.gif]], das im phönizischen den Wert &amp;#039;&amp;#039;g&amp;#039;&amp;#039; hat (hebräisch &amp;#039;&amp;#039;gimel&amp;#039;&amp;#039;), dem Laut &amp;#039;&amp;#039;ga&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. Einem Zeichen [[Datei:Byblos syll b9.gif]], das einer ägyptischen Hieroglyphe [[Datei:Byblos syll eg nsw.gif]] mit der Bedeutung „König von Ober-Ägypten“ ähnelt, wird als „mulku“ gedeutet (semitisch für &amp;#039;&amp;#039;königlich&amp;#039;&amp;#039;; vergleiche auch hebräisch &amp;#039;&amp;#039;mèlekh&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;König&amp;#039;) und dem Laut &amp;#039;&amp;#039;mu&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. Das letzte Beispiel veranschaulicht, dass Mendenhall weitgehend Gebrauch vom [[Akrophonie|akrophonischen]] Prinzip macht, bei der der Lautwert eines [[Silbenzeichen]]s als Ausgangston des (semitischen) Wortes für den Gegenstand angenommen wird, der durch das Zeichen bildlich dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mendenhall nahm an, dass es sich bei der Sprache um eine sehr frühe semitische Sprache handelt, aus einer Zeit, in der das (West- oder eigentlich [[Semitische Sprachen#Klassifikation|Zentral-]])Semitische noch nicht in Nordwestsemitisch ([[phönizisch-punische Sprache|Phönizisch]], [[Hebräische Sprache|Hebräisch]], [[Aramäische Sprachen|Aramäisch]], [[Ugaritische Sprache|Ugaritisch]]) und Südsemitisch (u. a. [[Arabische Sprache]] und [[Arabische Schrift|Schrift]]) geteilt war. Er datiert die Texte spätestens auf das Jahr 2400 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzungen, die von Mendenhall vorgeschlagen werden, sind häufig unverständlich: „Adze that Yipuyu and Hagara make binding. Verily, in accordance with that which Sara and Ti.pu established we will be surety“. Ebenso: „with Miku is the pledge.“ Der Text mit den sieben Strichen &amp;#039;1111111&amp;#039; (siehe oben) wird von Mendenhall als [[Ehevertrag]] gedeutet, in dem die Striche die „[[Unterschrift]]en“ von sieben [[Zeuge]]n darstellen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Mäder (2024) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2024 untersuchten die Linguisten Elisabeth Schmutz und Michael Mäder von der „Gesellschaft für die Entzifferung antiker Schriftsysteme“ (GEAS) die Zuordnung Lautwerte und die im Entzifferungsvorschlag von Jan Best und [[Frederik C. Woudhuizen|Fred Woudhuizen]] verwendeten Methoden. Sie kamen zu dem Schluss, dass der Prozess nicht den GEAS-Richtlinien entsprach und keiner der unternommenen Schritte [[falsifizierbar]] war, was bedeutet, dass die Entzifferung von Best/Woudhuizen daher wissenschaftlich unzureichend waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Mäder, Elisabeth Schmutz |Titel=Die Byblos-Schrift: Beurteilung des Entzifferungsvorschlags von F. Woudhuizen und J. Best anhand der GEAS-Methodologie |Verlag=Alice Kober Gesellschaft für die Entzifferung antiker Schriftsysteme (GEAS) |Datum=2024 |Reihe=Begleitpapiere zum Entzifferungstool |NummerReihe=1 |BandReihe=2024 |Online=[https://center-for-decipherment.ch/journal/2024_01__Schmutz-&amp;amp;-Maeder__Die-Byblos-Schrift_Beurteilung-Woudhuizen-Best.pdf Online] |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen begann Mäder selbst an der Entzifferung der Byblos-Schrift zu arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Mäder |url=https://center-for-decipherment.ch/tool/#script=byblos |titel=Byblicon |werk=Alice Kober Gesellschaft für die Entzifferung antiker Schriftsysteme (GEAS) |datum=2024 |abruf=2026-04-08 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Brian E. Colless: &amp;#039;&amp;#039;The Canaanite Syllabary.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Near Eastern Studies.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 35, 1998, S. 26–46, [[doi:10.2143/ANES.35.0.525767]].&lt;br /&gt;
* [[Peter T. Daniels]]: &amp;#039;&amp;#039;The Byblos Syllabary.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter T. Daniels, William Bright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The World’s Writing Systems.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, New York NY u. a. 1996, ISBN 0-19-507993-0, S. 29–30.&lt;br /&gt;
* [[Édouard Dhorme]]: &amp;#039;&amp;#039;Déchiffrement des inscriptions pseudo-hiéroglyphiques de Byblos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Syria (Zeitschrift)|Syria]].&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Nummer 1, 1946, {{ISSN|0039-7946}}, S. 1–35, [[doi:10.3406/syria.1946.4447]].&lt;br /&gt;
* Maurice Dunand: &amp;#039;&amp;#039;Spatule de bronze avec épigraphe phénicienne du XIII&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin du Musée de Beyrouth.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, 1938, {{ZDB|215108-X}}, S. 99–107.&lt;br /&gt;
* Maurice Dunand: &amp;#039;&amp;#039;Byblia Grammata. Documents et recherches sur le développement de l’écriture en Phénicie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Etudes et documents d’archéologie.&amp;#039;&amp;#039; 2, {{ZDB|1444347-8}}). République Libanaise – Ministère de l’Éducation Nationale, Beirut 1945.&lt;br /&gt;
* Giovanni Garbini: Rezension zu Mendenhall 1985, In: &amp;#039;&amp;#039;Rivista di Studi Fenici.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16, 1988, {{ISSN|0390-3877}}, S. 129–131.&lt;br /&gt;
* James E. Hoch: &amp;#039;&amp;#039;The Byblos Syllabary: Bridging the Gap Between Egyptian Hieroglyphs and Semitic Alphabets.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of the Society for the Study of Egyptian Antiquities.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20, 1990, {{ISSN|0383-9753}}, S. 115–124.&lt;br /&gt;
* A. Jirku: &amp;#039;&amp;#039;Die Entzifferung der gublitischen Schrift durch E. Dhorme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Fortschritte.&amp;#039;&amp;#039; (Berlin). Band 26, 1950, S. 90–92 (1 Abb.).&lt;br /&gt;
* [[Anton Jirku]]: &amp;#039;&amp;#039;Wortschatz und Grammatik der gublitischen Inschriften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 102 (n.F. 27), No. 2, 1952, S. 201–214.&lt;br /&gt;
* [[Malachi Martin]]: &amp;#039;&amp;#039;Revision and reclassification of the Proto-Byblian signs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orientalia.&amp;#039;&amp;#039; NS Bd. 31, Nr. 2, 1962, {{ISSN|0030-5367}}, S. 250–271, {{JSTOR|43073693}}, und NS Bd. 31, Nr. 2, 1962, S. 339–363, {{JSTOR|43073707}}.&lt;br /&gt;
* George E. Mendenhall: &amp;#039;&amp;#039;The Syllabic Inscriptions from Byblos.&amp;#039;&amp;#039; The American University of Beirut, Beirut 1985.&lt;br /&gt;
* Harvey Sobelman: &amp;#039;&amp;#039;The Proto-Byblian inscriptions: a fresh approach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Semitic Studies.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Nr. 2, 1961, {{ISSN|0022-4480}}, S. 226–245, [[doi:10.1093/jss/6.2.226]].&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michael Mäder, Elisabeth Schmutz |Titel=Die Byblos-Schrift: Beurteilung des Entzifferungsvorschlags von F. Woudhuizen und J. Best anhand der GEAS-Methodologie |Verlag=Alice Kober Gesellschaft für die Entzifferung antiker Schriftsysteme (GEAS) |Datum=2024 |Reihe=Begleitpapiere zum Entzifferungstool |NummerReihe=1 |BandReihe=2024 |Online=[https://center-for-decipherment.ch/journal/2024_01__Schmutz-&amp;amp;-Maeder__Die-Byblos-Schrift_Beurteilung-Woudhuizen-Best.pdf Online] |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Byblos syllabary|Byblos-Schrift}}&lt;br /&gt;
* [https://www.obib.de/Schriften/AlteSchriften/Kanaanitisch/phoenizisch/Byblos.html Alte Schriften: Die Byblos-Schrift]&lt;br /&gt;
* [https://center-for-decipherment.ch/tool/#script=byblos Byblicon = Online Corpus of Byblos inscriptions (OCBI)]&lt;br /&gt;
* [https://mnamon.sns.it/index.php?page=Scrittura&amp;amp;id=3&amp;amp;lang=en Mnamon – Ancient writing systems in the Mediterranean]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsonantenschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nichtentziffertes Schriftsystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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