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	<title>Buxe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T19:27:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2025-05-10T10:59:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Brauchtumsbegriff. Siehe auch: [[Buchse]] bzw. [[Bux]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mittweidaer Buxen.jpg|Mittweidaer Buxen|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buxe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener: &amp;#039;&amp;#039;Buchse&amp;#039;&amp;#039;) ist eine zunächst niederdeutsche, später allgemeinsprachliche Bezeichnung für [[Hose]]. In der [[Studentensprache]] wird in verkürzter, phonetischer Anlehnung an „[[Burschenschaft]]“ der Ausdruck zur abfälligen Benennung ihrer Mitglieder verwendet. Diese Bedeutung tauchte zuerst in [[corps]]studentischen Kreisen auf und wurde später auch auf Angehörige anderer Studentenverbindungen erweitert, die einen von Corps abweichenden [[Comment]] haben. Dabei wird „Buxe“ mit erklärenden [[Präfix]]en versehen, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Bibelbuxe&amp;#039;&amp;#039; für Angehörige von [[Christliche Studentenverbindung|christlichen Verbindungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist der französisierende Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Büchsier&amp;#039;&amp;#039; zur Bezeichnung von Burschenschaftern verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedhelm Golücke]]: &amp;#039;&amp;#039;Studentenwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Graz Wien Köln 1987, ISBN 3-222-11793-4, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies geht wahrscheinlich auf die Benennung der [[Burschenschaft Germania Tübingen|Tübinger Burschenschaft Germania]] als &amp;#039;&amp;#039;Bixier&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Büxier&amp;#039;&amp;#039; ab den 1820er Jahren zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Paschke: &amp;#039;&amp;#039;Studentenhistorisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, GDS-Archiv Beiheft 9, Köln 1997, ISBN 3-89498-072-9, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde vermutet, dass dies auf ihr Kneiplokal „Zur Büchse“ zurückginge, konnte aber nicht belegt werden. Die Namensgebung ist aber nachweislich keine rein studentische, sondern eine frühe Bezeichnung der Germanen durch die Tübinger Bürger.&amp;lt;ref&amp;gt;Paschke, ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die französisierende Endung &amp;#039;&amp;#039;-ier&amp;#039;&amp;#039; findet sich auch in zahlreichen anderen studentischen Ausdrücken, die im frühen 19. Jahrhundert zuerst in Leipzig und Göttingen auftauchen und ihre Wurzeln in den [[Studentenorden]] des 18. Jahrhunderts haben: &amp;#039;&amp;#039;Paukier&amp;#039;&amp;#039; (Paukant), &amp;#039;&amp;#039;Suitier&amp;#039;&amp;#039; (Witzbold) oder &amp;#039;&amp;#039;Wichsier&amp;#039;&amp;#039; (Stiefelputzer).&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Studentensprache&amp;#039;&amp;#039;, Straßburg 1895 S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Buxe&amp;#039;&amp;#039; wird hingegen im 19. Jahrhundert durchgehend mit der älteren Bedeutung „Hose“ (besonders die Hosen der [[Wichs]]) verwendet. Buxen meint allgemeinsprachlich Hose, was sich aus dem niederdeutschen &amp;#039;&amp;#039;Boxen&amp;#039;&amp;#039; (dänisch &amp;#039;&amp;#039;Buxer&amp;#039;&amp;#039;, schwedisch &amp;#039;&amp;#039;Böxor&amp;#039;&amp;#039;) herleitet. Dies geht sehr wahrscheinlich auf die Bocks bzw. das Bocksleder zurück, dem bevorzugten Material für Beinkleider.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm, Jacob und Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1854–1960, Band 2, Spalte 598&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;Burschicosen Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von 1846 ist nur diese Bedeutung für Buxe in der Studentensprache belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Vollmann: &amp;#039;&amp;#039;Burschicoses Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Ragaz 1846 S. 99; Neuauflage mit Vorwort, WHB Verlag, Mönchengladbach 2020, ISBN 978-3-943953-02-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Verb &amp;#039;&amp;#039;buxen&amp;#039;&amp;#039; wurde studentisch im Sinne von stehlen („in die Hose stecken“) von dieser Bedeutung von Buxe abgeleitet. Erst um 1900 scheint das Wort Buxe nach einem [[Pejoration|Bedeutungswechsel]] in der heute üblichen, abfälligen Verwendung als [[Pejorativum|Pejorativ]] aufzutauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Golücke S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Mit dem Ausdruck „Buxe“ wollten die Corpsstudenten vermutlich ihre Geringschätzung gegenüber neu eingeführten Sitten und Gebräuchen, die nicht dem [[SC-Comment]] der Corps entsprachen, zum Ausdruck bringen. Da der Begriff von Corpsstudenten geprägt wurde und auch meistens von diesen verwendet wird, werden Angehörige von Corps für gewöhnlich nicht mit diesem Begriff belegt. Die studentensprachlich ebenfalls jüngere Betitelung für die [[Kösener Senioren-Convents-Verband|Kösener]] und [[Weinheimer Senioren-Convent|Weinheimer]] Corpsstudenten heißt &amp;#039;&amp;#039;Curry&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Silenus, C.: &amp;#039;&amp;#039;Hortus injuriarum oder: Der feine Couleurbummel&amp;#039;&amp;#039;, Potopolis 2010, ISBN 978-3-8391-8786-9, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt;, eine [[Verballhornung]] der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Corpsier&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|koːʁije}}) für die Mitglieder eines Corps. Diese ersetzte den älteren Begriff &amp;#039;&amp;#039;Koratz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Th. S. di Saluzzo (Pseudonym): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Burschensprache. Ein studentikoses Hand- und Taschenwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Breslau 1862 S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt; als Schimpfwort des 19. Jahrhunderts für Corpsiers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sinne eines [[Geusenwort]]es nutzen Burschenschafter den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Buxe&amp;#039;&amp;#039; inzwischen auch selbst, um sich von Corpsstudenten abzugrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Bedeutungserweiterung von Buxe aus der engeren Bezeichnung für Burschenschafter im jüngeren und jüngsten korporationssprachlichen Gebrauch an Eindeutigkeit verlor, wurden und werden Präfixe als Determinative angefügt. Diese Präfixe präzisieren bestimmte Arten von Verbindungen oder Dachverbände und karikieren deren Eigenarten. Beispiele für diese Erweiterungen sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Silenus, S. 31f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ackerbuxe: Mitglied einer Agrarverbindung (Agronomia)&lt;br /&gt;
* Babybuxe: Mitglied einer [[Schülerverbindung]]&lt;br /&gt;
* Bastel- oder Schmierölbuxe: [[Weinheimer Senioren-Convent|Weinheimer Corpsstudent]]&lt;br /&gt;
* Bibelbuxe: Mitglied einer [[Christliche Studentenverbindungen|christlichen Verbindung]]&lt;br /&gt;
* Braunbuxe: Mitglied einer Burschenschaft mit Verbindungen ins rechtsextreme Milieu&lt;br /&gt;
* Flautenbuxe: Mitglied eines [[Akademischer Seglerverein|Akademischen Seglervereins]]&lt;br /&gt;
* Gewürzbuxe: Mitglied eines [[Corps]] in Anlehnung an deren Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;Curry&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Jodelbuxe: [[Musische Studentenverbindung|Sängerschafter]]&lt;br /&gt;
* Kleinbuxe: Mitglied einer [[Schülerverbindung]]&lt;br /&gt;
* Kletterbuxe: [[Turnerschafter]]&lt;br /&gt;
* Legobuxe: Mitglied einer Technischen Verbindung im [[Bund Deutscher Ingenieur-Corporationen]]&lt;br /&gt;
* Paddelbuxe: Mitglied einer [[Akademische Ruderverbindung|Akademischen Ruderverbindung]]&lt;br /&gt;
* Schrotbuxe: Mitglied einer [[Studentische Jagdverbindung|Studentischen Jagdverbindung]]&lt;br /&gt;
* Territorialbuxe: [[Landsmannschaft (Studentenverbindung)|Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
* Tittenbuxe: Mitglied einer [[Damenverbindung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung des Wortes „buxig“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn bezeichnet das Wort eine von [[Corps]]studenten verwendete, abwertende Bezeichnung für das Verhalten von Mitgliedern von [[Burschenschaft]]en. Im weiteren Sinn kann das Wort auch als abwertende Bezeichnung für allgemein abzulehnendes Verhalten sein. So können auch andere Korporierte oder sogar Nichtverbindungsstudenten sich „buxig“ verhalten. Nicht klar abgegrenzt und häufig mit gleicher Bedeutung wird in der neueren Studentensprache auch der Ausdruck „Phritte“ verwendet, der im Vergleich zu Buxe eine ungleich schwerere Beleidigung darstellt. Hiervon abgeleitet ist das hochpejorative Adjektiv „phrittig“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentensprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentisches Brauchtum und Ritual]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[pl:Bux]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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